• Mein Sohn ist jetzt auch zwei, die Hunde waren aber beide schon erwachsen, als er auf die Welt kam. Er hat im Stall auch viel Kontakt zu fremden Hunden und anderen Tieren und kennt es auch, wenn er Tiere mal in Ruhe lassen muss. Das klappt eigentlich sehr gut. Klar will er Tiere gern anfassen, aber er nimmt auch Rücksicht, wenn ein Tier das nicht will. Das muss man ihm aber sagen, von selbst kann er Körpersprache (z.B. Katze hat Angst) noch nicht lesen.
    Eigentlich ist das gar kein so schlechtes Alter für den ersten Hund, das Kind kann schon sicher laufen und sich verständlich machen und man kann es auch schon ein bisschen mit einbinden.

    Ein schwieriges Thema ist bei uns das Essen. Besonders Max ist extrem verfressen. Er nimmt dem Zwerg zwar nichts weg, ist aber immer in der Nähe, falls was runterfällt... und das tut es ständig, manchmal aus Versehen und öfter absichtlich. Mittlerweile müssen die Hunde während des Essens ins Wohnzimmer (mit Babygate abgetrennt), aber aufpassen muss man natürlich trotzdem. Es ist ja auch nicht alles gesund für Hunde (Rosinen, Zwiebeln, Schokolade, Avocado etc).
    Für uns haben sich Babygates total bewährt. Klar muss das Kind lernen, den Hund auch mal in Ruhe zu lassen, aber das gilt umgekehrt genauso. Die Hunde müssen nicht immer überall mitmachen. Wenn das Söhnchen z.B. auf dem Boden mit Wasserfarben malt müssen da nicht die Hunde noch mittendrin rumstiefeln. Hinter dem Babygate können sie alles sehen und dabei sein, tragen aber trotzdem nur minimal zum Chaos bei.
    Kinder- und Hundespielzeug ist so eine Sache. Wir machen das so, dass die Kiste mit Hundespielzeug oben auf dem Regal steht, wo das Söhnchen nicht dran komt. Besonders Stofftiere und weiche Bälle sind für die Hunde unwiderstehlich. Die werden nach dem Spielen in Kisten weggeräumt, aber Max hat trotzdem schon zwei auf dem Gewissen.

    Einen Zweijährigen 'in der Hirarchie über den Hund zu stellen' klappt zumindest bei uns überhaupt nicht. Wir Erwachsenen sind diejenigen, die die Erziehung übernehmen und die Struktur vorgeben. Was aber mittlerweile super klappt ist, dass der Zwerg ein bisschen mithilft. Wenn wir z.B. die Hunde füttern holt er die Schüsseln, stellt sie den Hunden hin und schickt die beiden Hunde einzeln los. Auch auf Spaziergängen geht das super. Rufen lassen sich die Hunde vom Zwerg noch nicht, und schon gar nicht von etwas Interessantem abrufen. Aber z.B. Warten (Spannung aufbauen) und Schicken (wenn die Hunde schon aufs Freigabesignal warten) funktioniert super. Sie freuen sich, dass sie rennen dürfen und das Söhnchen freut sich, dass die Hunde auf ihn hören :). Ist natürlich viel einfacher, wenn Hund schon ein bisschen erzogen ist und das schon kennt.

    Ich habe nicht allzu viel zu Welpen zu sagen, hatte selbst immer erwachsene Hunde. Aber grade bei einem Terrierwelpen muss man wohl damit rechnen, dass er anfangs beim Spielen die Zähne und Krallen einsetzt. Da würde ich ein bisschen aufpassen, dass da keine schlechten Erfahrungen entstehen.

    Ansonsten scheint Ihr ja bestens vorbereitet zu sein!!

  • Wie wir unseren jetzigen Hund bekommen haben, war der Kleine fast 7 Jahre alt.

    Trotzdem war unser (sehr braver) Hund der Meinung, er und das Kind sind an der selben Stelle der Rangordnung. Erst als der Kleine 10 Jahre alt wurde, aktzeptierte Madame ihn als Chef.

  • Irgendwie kann ich das nicht so ganz nachvollziehen, was heisst das ?

    Meine Kinder sind beide im Grundschulalter, können die Hunde händeln, so wie ich, weil sie es abschauen.

    Was heisst " als Chef " akzeptieren?

  • Vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen wie es uns bisher so ergangen ist...

    Unser Welpe ist nun 4 Wochen bei uns und insgesamt sind wir überrascht wie gut es BISHER funktioniert! Bei entsprechendem Management von Kind und Hund kein Problem ;)

    Die für uns 2 wichtigsten "Hilfsmittel":

    Ein abgetrennter Spielbereich fürs Kind (ist bei uns im Erdgeschoss, Kleinkinder spielen halt einfach noch nicht so viel in den eigenen Zimmern, zumal es sich bei uns oben befindet). So können auch Spielsachen liegen gelassen werden und in bestimmten Situationen kann das Kind auch aus der Reichweite des Welpen gebracht werden (manchmal einfach aufgrund von Anspringen, zwicken etc. notwendig (in beide Richtungen :D ), mittlerweile aber immer weniger)

    Und eine Box für den Welpen (kannte unser Welpe schon von der Züchterin, gold wert. Dort findet er auch bei viel Kinderbesuch immer zur Ruhe und die Kinder verstehen sehr gut, dass das die Box vom Hund ist und sie dort nichts zu suchen haben)

    Ansonsten hat sich unsere Tochter sehr schnell an den neuen Mitbewohner gewöhnt und ruckzuck die Angst verloren. Aufpassen musste man vor allem die ersten 3 Wochen mit den spitzen Welpenzähnchen, damit kein Kind Angst vorm Hund bekam. Aber da man sie eh nicht aus den Augen lässt, sowieso selbstverständlich. Wenn doch mal was passiert, sei es der Hund zwickt das Kind oder das Kind ärgert den Hund, helfen bei uns 2-3 Bücher ganz toll, die den Kindern das Hundeverhalten kindgerecht zeigen. Und live bekommen sie es eh immer wieder erklärt.

    Jetzt nach 4 Wochen merkt man einen riesen Schritt im Umgang bei den beiden miteinander. Vorsichtig und freundlich. :cuinlove: So vorsichtig ist der Hund nur mit unserer Tochter und den anderen Kindern, nicht immer mit uns :motzen:

    Von uns also Daumen hoch für die Kombi Kleinkind und Welpe :bindafür:

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