DEIN Leben als "Rudelführer" - DEINE Körpersprache!

  • Ich fand die DVD auch gut, habe danach auch ein Seminar bei Anita besucht, welches mir wirklich gut gefallen hat. Die "Methode" passt zwar nicht zu Diego und mir, aber es gab dennoch viele Aspekte, die ich so vorher noch nicht gesehen hatte und die mir viel gebracht haben! :)

    Auf jeden Fall habe ich gelernt, dass Diego SEHR auf meine Körpersprache achtet. Wenn ich zügig gehe und nicht stocke können wir problemlos an Fremdhunden vorbei gehen. Wenn ich allerdings nur eine 1/10sec stocke, dann möchte Diego übernehmen und uns schützen. All das zeigt sich in kleinen Anzeichen, die ich wirklich erst auf diesem Seminar so gesehen habe.

  • Interessant finde ich, dass man sich an meinem gewählten Wort "Rudelführer" so aufhängen kann und dies als scheinbares zentrales Thema ansieht....

    Wie ich jedoch auch lesen konnte, gibt es durchaus User, die das in Anführungszeichen gesetzte Wort auch als solches verstanden haben... :gut: ....

    Wie sich jeder in Bezug auf seinen Hund oder seinen Hunden bezeichnet ist mir persönlich so lang wie kurz, sprich es ist mir egal. Ich finde es auch bemerkenswert wie man über einen Begriff meint, dass man dadurch gleich eine "Einstellung zur Hundeerziehung" herleiten kann.

    Ich selbst bin ein sehr offener und interessierte Mensch, der sich ungern vorschnell zu etwas eine Meinung bildet. Interessiert mich etwas, dann beschäftige ich mich etwas genauer damit und bilde mir dann meine Meinung. Nicht alles interessiert mich in meinem Leben, dann habe ich zwar auch eine Meinung, die dann aber eher darauf hinaus läuft, dass ich sage: interessiert mich nicht.... ;) ... ich bin damit sozusagen "neutral" in meiner Meinung.

    Zurück zum Thema:

    KÖRPERSPRACHE ist in der Tat nichts Neues und auch nicht für mich, denn in meinem täglichen Job ist auch Körpersprache ein wesentlicher Teil, denn durch die Körpersprache zeige ich meinem Gegenüber ohne Wort schon ganz viel.
    Meine Körpersprache in Bezug auf Sam fand ich nur etwas "NEUES" (für mich), da er scheinbar sehr ausgeprägt darauf reagiert und das kannte ich so bisher noch nicht.

    Mich interessiert einfach ob ihr bewußt eure Körpersprache einsetzt. Dass man vieles auch unbewußt macht, das ist klar, aber gibt es Momente und Situationen, in denen ihr euch der Körperhaltung total bewußt seit und damit eurem Hund ganz klar etwas mitteilt?

    Es taucht ja auch immer wieder die Frage auf, wie man seinen Hund positiv motivieren, bestärken und belohnen kann. Ich hatte es schonmal an andere Stelle geschrieben, dass in der letzten Hundeschule in meinen Augen extrem viel über Leckerli gelaufen ist. Das mag alles toll sein, aber es ist nicht mein Weg. Belohnen mit Leckerli JA, aber nicht ständig und ich möchte auch nicht, dass mein Hund nur deshalb "mit dem Kopf" bei mir ist, weil er weiß, dass ich Leckerli in der Tasche habe. Er soll u.a. aufmerksam sein, weil er weiß, dass man mit mir ganz tolle Dinge erleben kann, dass wir z.B. ganz plötzlich gemeinsam zusammen in den Wald (ins Unterholz) abbiegen, weil wir uns vor Freude zusammen im Gras wälzen usw.

    Eine positive Körpersprache kann in meinen Augen auch zu einer positiven und bestärkenden Belohnung werden.

  • Interessant finde ich, dass man sich an meinem gewählten Wort "Rudelführer" so aufhängen kann und dies als scheinbares zentrales Thema ansieht....

    Wie ich jedoch auch lesen konnte, gibt es durchaus User, die das in Anführungszeichen gesetzte Wort auch als solches verstanden haben... :gut: ....

    Wie sich jeder in Bezug auf seinen Hund oder seinen Hunden bezeichnet ist mir persönlich so lang wie kurz, sprich es ist mir egal. Ich finde es auch bemerkenswert wie man über einen Begriff meint, dass man dadurch gleich eine "Einstellung zur Hundeerziehung" herleiten kann.

    [...]

    Gut, sich über den Begriff echauffieren und über ihn lang und breit zu diskutieren wäre unangebracht.
    Trotzdem bin ich schon der Meinung, dass man mit dem Begriff Rudelführer Assoziationen weckt. Außerdem denke ich, dass Jeder seine "Interpretation"/Definition dieses Begriffs darlegen darf, auch um zu verstehen, worum es dem Gesprächspartner geht, denn so findet man in einem Gespräch besser eine gemeinsame Basis und es kommt, meines Erachtens, zu weniger Missverständnissen.

    Dazu schrieb z.B. Userin "frolleinvomamt" folgendes...
    Zitat:
    "Wer sich Rudelführer nennt, hat ein bestimmtes Bild der Mensch-Hund-Beziehung im Kopf.
    Und da kommt dann so etwas bei raus wie der Alpha-Wurf."

    Ich sage dazu, wenn Jemand das Wort Rudelführer benutzt, wird das Gegenüber (also der jeweilige Gesprächspartner) sich automatisch ausmalen wie die Hund-Mensch-Beziehung des Anderen aussieht.
    Man steckt die Leute wegen bestimmter Aussagen nun mal in Schubladen und spekuliert. Deshalb halte ich es durchaus für angebracht zu klären, wie der Gesprächspartner Rudelführer definiert. ;)

    Ich persönlich habe kaum Führungsqualitäten. Ich weiß allerdings was ich will und was ich nicht will, und das kommuniziere ich auch meinem Hund gegenüber. Demnach bin ich mal "Führer" und oft einfach nur Manager. Ich bin ein gefühlsbetonter Mensch und auch impulsiv, lebe eher nach dem Lustprinzip. Alles kann nix muss... naja bis zu einem gewissen Grad. (Gibt eben Sachen im Leben die müssen getan werden, was aber im Endeffekt ja auch wieder mir selbst zugute kommt.)
    Hundehalter bin ich, weil ich es liebe mit meinem Hund Dinge zu tun die er liebt. Wenn er sich wohl fühlt, fühle ich mich auch wohl, wenn er glücklich ist, bin ich es auch.

    Ich würde auch nicht wollen, dass die Erziehung meines Hundes zu technisch oder zu methodisch, und mein Umgang mit ihm zu kopflastig wird.

    Auf meine Körpersprache achte ich eher nicht, reflektiere aber durchaus meine Art und Weise und überdenke mein Handeln und meine innere Einstellung. Man tut gut daran sich selbst zu reflektieren, in allen Lebensbereichen.

  • Ich bin Fahrzeughalter und Fahrzeugführer, aber dennoch ärgere ich mich nur, wenn ich das Fahrzeug beschädige bzw. ich es verschrotten muss, weil es einfach zu alt ist und nicht mehr fahrtauglich ist.

    Ich arbeite als Manager, manche Menschen verlassen das Unternehmen und es macht mich auch traurig oder ich ärgere mich. Manche Menschen entlasse ich, weil es das Beste für sie oder/und das Unternehmen ist und je nach dem bin ich darüber auch traurig oder finde es i.O.

    Wenn mein Hund krank ist und stirb - heule ich, wie ein Baby.... ich traue... ich habe Erinnerungen an das Tier das mit mir mein Leben geteilt hat...

    Ich persönlich sehe mich weit mehr als Halter oder Manager des Hundes, weil er einfach mMn zu der Familie gehört... er prägt mich genauso wie ich ihn präge.

    Wenn ich mal von meinem Rudel spreche, dann will ich persönlich damit nur verdeutliche, dass ich nicht ein HALTER oder gar MANAGER bin, sondern dass ich mbMn mit dem Hund in einem sozialen Gebilde lebe.
    Als "Führer" sehe ich mich dann, weil in einem Rudel jemand die Richtung vorgibt. NEIN, ich sehe es nicht als hierarchisches starres Korsett, sondern eine Interaktion wie in einer Familie.

    Ich vermenschliche meinen Hund nicht, ich versuche ihn wie einen Hund zu behandeln und setzte ihm klare Regel vor. Ich sehe wie er mit der Familie interagiert, ich sehe seine individuelle Herangehensweise bei jedem einzelnen Mitglied der Familie und ich erfreue mich an dem Hund.

    "Im besten Fall sind Hund und Mensch eine Lebens- Zweck- Gemeinschaft" hat jemand hier geschrieben... ja, das ist ein Dorf, eine Stadt, ein ganzes Land auch... und nun? Wie gesagt, ich kann mich an alle meine Hunde erinnern, sowohl an die schönen Seiten als auch an den Trauer als sie von mir gingen .... über meinen Nachbar auf der anderen Strassenseite kann ich das nicht sagen... was sagt uns das?

  • Zum Thema selber, ja Du hast vollkommen Recht... ich versuche mir das auch immer ins Gedächtnis zu rufen und mich zu kontrollieren, insbesondere wenn auf uns ein Gruppe von Hunden zu läuft, oder aber ein großer Hund denn ich nicht einschätzen kann.

    Ich kann das Handeln der Menschen nicht nachvollziehen, welche auf ihre Hunde einreden... ich habe einmal wirklich gefragt ob der Hund auch mal geantwortet hätte. Meine Frau redet auch viel mit dem Hund beim Spazieren gehen, ich versuche es primär über die Gestik zu steuern, von daher braucht man schon eine bestimmte Körpersprache.

  • Ehrlich, das ist wieder typisch DF.
    Da wird sich an diesem einen Wort hochgezogen und ellenlange Posts geschrieben. :roll:
    (was dazu schon in tausend anderen Threads durchgekaut wurde)

    Dabei ist der Tenor des Eingangsposts ein ganz anderer.
    Vielleicht lest ihr euch den nochmal durch und gebt dazu euer Kommentar ab. ;)

  • Ich sage dazu, wenn Jemand das Wort Rudelführer benutzt, wird das Gegenüber (also der jeweilige Gesprächspartner) sich automatisch ausmalen wie die Hund-Mensch-Beziehung des Anderen aussieht.
    Man steckt die Leute wegen bestimmter Aussagen nun mal in Schubladen und spekuliert. Deshalb halte ich es durchaus für angebracht zu klären, wie der Gesprächspartner Rudelführer definiert.

    Da magst Du sicherlich bei der Mehrheit der Menschen recht haben. Sie hören ein Wort oder sehen einen Menschen und stopfen diesen in eine Schublade und bilden sich (leider) vorschnell eine Meinung.

    Vielleicht ist das auch der Grund wieso ich so vieles nicht nachvollziehen kann, weil ich zu 90% so nicht bin (will damit nicht sagen, dass ich nie vorschnell mal eine Meinung habe.... ;) ....)

    Allerdings käme ich ganz ehrlich bei besagtem Begriff nie auf die Idee diesen Menschen dann in eine Schublade zu packen und mir anzumaßen, genau zu wissen wie dieser denn nun seine Hunde erzieht, schon gar nicht, wenn ich mich via Internet in einem Forum austausche und den Mensch an sich gar nicht kenne.


    ****

    Mal kurz abgeschweift:

    Als mein Sohn mit 16 Jahren ankam und frage: Mama, ich will meine Haare feuerrot haben, darf ich? Hab ich gesagt: Klar, wenn Du willst dann mach das, sei Dir aber dessen bewusst, dass wir leider in einer Gesellschaft leben, in der du mit solchen Haaren gleich in eine bestimmte Ecke gestopft wirst. Er sagte daraufhin: Kann ich mit leben....
    Ich liebe meinen Sohn für diese Entscheidung und für seine Einstellung.... ;) .... heute hat er keine feuerroten Haare mehr, allerdings hatte er diese in der Tat fast 2 Jahre und ich glaube das hat ihn sehr gestärkt...

  • Dein Sohn hat dich mit 16! um die Erlaubnis gefragt, sich die Haare rot zu färben?

    Kaum zu glauben, gell?

    Sowas gibt es in der Tat, Kinder, die einfach nach der Meinung Ihrer Eltern fragen und wissen wollen, ob das auch für diese o.k. ist.
    Und solche Kindern sind meist viel selbständiger als viele anderen, weil sie wissen, dass ihre Eltern immer hinter ihnen stehen, egal was auch kommt..... ;) .... aber das ist ein anderes Thema......

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