Hund zieht an der Leine

  • Hallo an alle, benötige mal Eure Hilfe zu folgendem Problem:
    Eine Freundin hat im April 2015 einen vier Monate alten Hund bekommen. ( Spinone-Mischling) Leider keine Infos über die ersten 4 Monate.
    Dieser Hund ist sehr agil, extrem aufgeregt und hat einen heftigen Jagttrieb.
    Jeder Versuch, mit ihm vernünftig an der Leine zu gehen ist gescheitert.Er zieht wie irre. Sowohl (wie Rütter empfiehlt) einfach stehen bleiben und erst weitergehen, wenn der Hund nicht mehr zieht, als auch Richtungswechsel funktionieren nicht und auch 3 Hundetrainer haben sich die Zähne ausgebissen....
    Was ich sehr komisch finde, im Garten (auch in fremden) kann sie den Hund aus jeder Spielsituation zu sich rufen, der Hund sucht im Freilauf (eingezäunt) regelmäßig Blickkontakt, oder kommt einfach mal so zu ihr. Im Haus ist er extrem brav, wenn es zum Beispiel klingelt oder es andere Situationen erfordern sagt sie einmal "auf die Decke" und dieser Hund bleibt dort, bis sie ihn wieder freigibt.
    Nur draußen an der Leine, keine Reaktion auf Körpersprache, Leckerchen, Futterbeutel... nichts... er läuft wie ein aufgescheuchtes Huhn rechts links, überall... und reagiert auf NICHTS.
    Er scheint wie von Sinnen zu sein und bekommt nichts mehr mit, ausser die Düfte in seiner Nase...
    Natürlich wird keine Langlaufleine genutzt und der Hund leidet in keinem Fall unter Langeweile, er wird mit Nasenarbeit gefordert, es wird gespielt, Spaziergänge und es ist ein zweiter Hund zum Toben im Haus ( fast 4 Jahre, PERFEKT erzogen und sehr ausgeglichen) Auch Ruhepausen sind gewährleistet und Ihre Hunde sind sehr selten alleine.
    Bitte, schreibt mal so alle Ideen, die Ihr habt. DAAANKE!

  • Schau doch mal über Suchmaschinen nach einem Spinone Club in Deutschland. Vielleicht können die Dir Tipps geben, wenn schon so viele Trainer gescheitert sind. Ist er nur so, wenn Ihr allein mit ihm raus geht oder auch/nur, wenn der zweite Hund dabei ist? Wer von den beiden Hunden nimmt die Führungsposition ein? Orientiert er sich am anderen Hund? Wo geht Ihr Gassi (Umweltreize)? Ach so, im Freilauf schaut er ja schon zu Euch. Wie ist es an einer Longe im Vergleich zu einer kurzen Leine?

    Toi toi toi. Das wird schon!

  • Danke Dir, das mit dem Spinone Club werde ich ihr mal sagen :-)
    Wenn ein zweiter Hund dabei ist ( egal ob ranghöher oder niedriger) reagiert er nicht auf den zweiten Hund, der ist wie Luft, obwohl er es liebt mit JEDEM Hund zu spielen ( aber nur , wenn ein Zaun drumherum ist)
    Umweltreize ist ihm auch egal ( Wohnsiedlung /Wald ) überall meint er die Umweltreize seien unglaubllich hoch und so spannend, dass er nichts anderes mehr im Kopf hat :-(
    Gelaufen wird mit Schleppleine von 5 Metern, das Verhalten ist immer gleich :-((
    Vielleicht wäre eine andere Länge sinnvoll?

  • Ich habe selbst einen Spinone, aber mit der Rasse hat das eher wenig zu tun. Schnell aufgereft können die schon sein, aber welcher Junghund ist das nicht?

    Der Hund ist, soweit ich verstanden habe, in der Familie seit er 4 Monate alt ist.

    Wie wurde denn die Leinenführigkeit aufgebaut? Mit einem Welpen/Junghund muss ich das ja gezielt üben und am Ende ist das ein reines Fleißkärtchen, dass ich mir erarbeiten muss.

    Ich würde zum einen überprüfen, ob der Hund wirklich ausreichend Ruhe hat und nicht an irgendeiner Stelle immer wieder aufgeputscht wird.
    Falls mit dem Hund Bällchen schmeißen oder ähnliches gemacht wird, das auf jeden Fall sein lassen.
    Nasenarbeit ist hier schon die richtige Beschäftigung. Also mit Ruhe und Konzentration arbeiten lassen.

    Wie sieht es mit der Impulskontrolle und der Frustrationstoleranz aus? Ist die die Richtung bewusst irgendwas schon gearbeitet worden? Bei einem Jagdhund ist das unerlässlich.

    Die Leinenführigkeit würde ich anders angehen, als mit Stehenbleiben.
    Am besten über ein doppeltes Führsystem. Lange Leine in Verbindung mit Geschirr - Hund darf (noch) sein altes bzw. bereits falsch erlerntes Verhalten zeigen.

    Kurze Leine in Verbindung mit Halsband - hier wird geübt. Am besten mit Richtungswechseln erst mal in ablenkungsarmer Umgebung und immer nur für kurze Einheiten, damit der Hund überhaupt erst mal eine Idee davon bekommt, was Mensch von ihm will.

    Im weiteren Verlauf werden die Sequenzen an der kurzen Leine länger und Ablenkung wird mit eingebaut.

    Falls der Hund sehr kräftig ist, macht es vielleicht sogar Sinn, die Leinenführigkeit mit Hilfe eines Halti Harness von Anfang an neu aufzubauen. Das nimmt erst mal Kraft raus und würde dann statt kurze Leine/Halsband benutzt.

    Der Hund wird also immer mal umgeschnallt, soll sich für kurze Zeit orientieren, das wird belohnt und dann wird wieder umgeschnallt und Hund hat wieder etwas mehr Freiheit und darf seinen eigenen Interessen nachgehen.

    Mit etwas Geduld und Fleiß kommt damit auf lange Sicht zum Ziel, weil man einfach eine Struktur schafft und sich Situationen, in denen der Hund lernen kann/soll zeitlich selbst mit einbauen kann.

    Wenn man immer nur an der gleichen Leine geht, zieht der Hund ja immer - wie will ich da was üben? Vor allem kann man das einfach in der Praxis oft nicht konsequent genug durchsetzen.

    Eine weitere Variante wäre, mit einem Halti zu arbeiten, aber da bedarf es eines versierten Trainers, der einem den Umgang damit erklärt. Letztendlich soll das Halti nur eine "Krücke" sein, um die Blickrichtung des Hundes beeinflussen und gezielt bestätigen zu können.

    Und ansonsten der Rat, mit einem jagdambitionierten Hund ausreichend Impulskontrolle, Frustrationstoleranz zu üben und ein gutes Abbruchsignal aufzubauen, um das jagdliche Interesse zumindest besser kontrollierbar zu machen.
    Falls das Hund das klassische Vorstehen zeigt, könnte man sogar das belohnen und damit die weitere Jagd abbrechen.
    Das kommt auf den Hund an.
    Falls es wirklich ein Spinone ist, würde der eher mit hoher Nase suchen und anzeigen. Da könnte man gut mit arbeiten.

    Und Nasenarbeit, Mantrailing, Fährt eoder ZOS wären gute Alternativen, dem Hund eine entsprechende Arbeit zu geben.

  • Uihhhh, viele Infos, vielen lieben Dank, ich habe es ausgedruckt und gebe ihr das heute :-)
    Den Aufbau der Leinenführigkeit habe ich ehrlich gesagt nicht so genau beobachtet, da es bis er so 8 / 9 Monate alt war keine offensichtlichen Probleme gab, aber dann wurde er jagdlich interessiert und seitdem ist die Nase in Aktion... Wie Du sagst: "Falls es wirklich ein Spinone ist, würde der eher mit hoher Nase suchen und anzeigen." Die Nase ist praktisch immer oben und fast nie auf dem Boden...
    Maintrailing und Zielobjektsuche würde sie gerne machen, sucht im Raum NRW gerade nach ner guten Truppe, bei der man mitmachen könnte , also wenn jemand da was weiss.....

    Das Halti-Training mit einer Trainerin hatte zur Folge, dass der Hund immer wieder versucht hat sich mit heftigem Kopfschütteln da herauszuwinden und das Ergebnis war, dass man es ihm kaum noch anlegen konnte ( keine Agressivität, aber hat sich gewunden wie ein Wurm)
    Das war definitiv der falsche Hundetrainer....

    Bälle, etc werden nicht geschmissen und die Übumgseinheiten sind max 10 Minuten, sonst wird es schlechter, da ist die Konzentration weg.

    Ruhephasen hat er und wenn er zu doll hochfährt wird die Einheit beendet. Die Besitzerin ist auch ruhig und auf keinen Fall ungeduldig.
    Also das ist glaub ich ganz okay.

    Du meinst ruhig unterschiedliche Leinenlängen nutzen, nicht immer die gleiche Länge?

    Impulskontrolle und Frustrationstoleranz? Das hört sich danach an, als würde der Racker genau das brauchen!
    Hast Du da mal einen schönen Link oder mehr Infos?

    Danke!

  • Impulskontrolle: Der Hund sitzt, gesichert mit der Schleppleine, die aber ganz kurz gehalten wird. Du wirfst nen Ball (erstmal gaaaanz vorsichtig, sodaß Hund net aufspringen muß, evtl. auch nur hinlegen und leicht anstupsen). Dann kriegt der Hund Freigabesignal, den Ball zu holen (oder das Zerrseil oder whatever, was er halt gern mag). Wenn er damit wiederkommt (notfalls mit Hilfe der Schlepp einholen), mit ihm damit spielen - Zerrseil ist da besser, wenn er zB gern zerrt.
    Dann in der Folge den Ball immer weiter wegwerfen, oder beim Werfen mal springen lassen - der Hund muß sitzenbleiben, bis Du Freigabe gibst. Wenn das gut funktioniert, Leine ab, BLEIB-Signal geben (vorsichtshalber mit der Handfläche zum Hund noch optisch blocken), und den Ball wei am Anfang ganz wenig kullern, Dann weider Entferneng und Schwierigkeit erhöhen.

    Reizangelspiel: Mit Spieli an Reizangel wedeln, währen Hund absitzt. Erst auf Freigabe darf er aufspringen und sich das Ding holen.

    Fruttoleranz: mal net gleich streicheln, wenn ER das will, sondern erst paar Minuten später. Beim Füttern erst 2 Minuten im Sitz warten lassen, bevor er es bekommt. Bis hin zu: Futter zubereiten, stehenlassen udn erstmal selbst Abendessen, bis ers kriegt. Aber nie geben, wenn er gerade bettelt. Geht ja darum, daß er sieht, RUHE bringt zum Ziel, nicht Impulsivität und Rumgehopse, der soll ja lernen, sich im Griff zu haben.

    Man kann auch bei dem Ball-Wegroll-Spiel den Hund mal 5 Minuten sitzen lassen, bis man Freigabe erteilt, den zu holen.

    Gemein (und seeeehr fortgeschritten): Ballspielen, während der Hund absitzt. Rumschussern, sich gegenseitig zuwerfen, am Allergemeinsten über den Hund hinweg sich den Ball zuspielen *gggg Übt Impulskontrolle, und Frusttoleranz. Als Bestätigung aber immer wieder mal den Hund mitspielen lassen und Freigabe geben, den Ball auch mal zu holen!

    Fursttoleranz kann man auch daheim üben: Hund muß im Nebenzimmer warten, während man selbst im Wohnzimmer hörbar Spaß hat, der Ball rollert, oder gealbert wird.

    Oder: es klingelt, der Hund darf erst zur Haustüre, wenn Ihr den Gast begrüßt habt, und er ruhig im Körbchen lag. Für manchen Hund ist das schon ne erhöhte Anforderung an die Selbstbeherrschung, je nachdem, was er bislang kennt.

    Du siehst, es gibt im Alltag ca. hunderttausend Möglichkeiten, sowas zu üben - wenn man sich die Möglichkeiten dann mal bewußt macht.

    Aber bitte immer alles so vorsichtig dosieren, daß man den Hund auch noch bestätigen kann, nicht den Hund so weit reizen, daß er die Geduld verliert. Ziel ist ja Impulskontrolle seitens des Hundes, und nicht, den Hund so lang zu reizen, bis er Selbige sogar noch verliert, da lernt er ja nix bei *gg

    Das Spiel heißt ja nicht "wer verliert zuerst die Geduld" :-)

  • Mit der unterschiedlichen Leinenlänge war glaub ich gemeint, zum Üben ne andere Leine als fürs normale Gehen, bei dem er ziehen kann. Sodaß für den Hund ganz klar ist "jetzt wird gearbeitet, da muß ich anständig laufen" (1m-Leine, Halsband, evtl. sogar noch Wortkommando fürs Arbeiten) und "jetzt ist Freizeit, jetzt darf ich ziehen" (lange Leine, Geschirr, verbales Freigabesignal).

    Zum Rausgehen kannst Geschirr und Halsband anziehen, und dann eben jeweils die passende Leine einklinken - die Kurze eben ans Halsband zum Arbeiten, die lange ins Geschirr zum Rumstromern.

    Die Unterscheidung macht es dem Hund klarer und damit einfacher, zu verstehen, was jeweils erwartet wird, sodaß das anständige Laufen an der Leine (das bei mir auch ein Markieren oder ewig schnuppern in der Stadt verbietet) etwas ganz Anderes wird, als das normale Gehen von A nach B, bei dem er auch mal schnuppern und markieren darf.

    Hat den Vorteil, wenn zB anfangs ein Fremdhund entgegenkommt, den Deiner unbedingt begrüßen möchte und darf (die Konzentration ist dann anfangs erstmal eh hin *gg Ruhige Hundebegegnungen ohne Begrüßung üben wir dann wann anders *gg), dann kannst ein kurzes SITZ verlangen (Stichwort Impulskontrolle!), die lange Leine ganz ruhig ans Geschirr machen, die andere wegnehmen, und dann Freigabe zum Begrüßen erteilen. Das Begrüßen ist dann die Belohnung fürs Stillhalten während des Umleinens. Auf Dauer wir der Hund dann auch an der kurzen Leine gar nicht mehr versuchen, Hnde begrüßen zu gehen, weil er merkt, dafür ist die lange Leine "zuständig" :-)

  • Kann nimmer editieren, sorry....

    Tip fürs Üben: erstmal ne Runde rennen lassen und Pipi machen lassen, schnuppern lassen - dann ist die erste Energie weg, und Leinenführigkeit übt sich leichter, als wenn der Hund mal muß, und Du aber ordentliches Gehen verlangst, während er den nächsbesten Busch im Hinterkopf hat. Später muß das dann auch gehen, aber net gleich am Anfang. erstmal gehts darum, daß der Hund versteht, daß an kurzer Leine gut gelaufen werden muß.

  • Dann wurde das Halti wahrscheinlich vorher nicht vernünftig antrainiert. Ähnlich wie beim Maulkorb würde man vor dem Training erst mal eine Gewöhnung machen.

    Somit ist das Werkzeug sicherlich schon verbrannt.

    Aber das Halti Harness ist womöglich sicherlich eh die bessere Variante.

    Da wird schon von alleine sehr viel Kraft raus genommen, da der Ring, an der man die Leine festmacht, vorne an der Brust sitzt.

    Man darf aber nicht davon ausgehen, dass der Hund von alleine dann nicht mehr zieht, sondern man übt damit gezielt Leinenführigkeit von Anfang an, so dass der Hund weiß, aha, wenn die Leine vorne dran gemacht wird, muss ich artig gehen.

    Verschiedene Leinen/Leinenlängen in Verbindung mit Halsband oder Geschirr zu nutzen, macht immer Sinn.

    Jeder Hund hat ja erst mal keine Idee davon, wie er an der Leine laufen soll. Für ihn ist Ziehen ja erst mal normal und je häufiger er durch Ziehen auch noch ans Ziel kommt, desto mehr wird er auch ziehen. Er lernt es also quasi von Anfang an, weil niemand drauf achtet.

    Genauso wie ich fürs Trailen ein bestimmtes Geschirr nur dann benutze, wenn der Hund seine Trailarbeit macht, würde ich ein bestimmtes Führsystem nur dann nutzen, wofür ich es verwenden will.

    Das locker an der Leine laufen will ja erst mal gelernt werden. Wenn der Hund immer mit der gleichen Leine spazieren geführt wird, kommt man ja nicht umhin, dass er immer mal wieder zieht und möglicherweise sogar Erfolg damit hat. Ich kann ja nicht den ganzen Spaziergang üben bzw. ein junger Hund kann auch noch nicht einen ganzen Spaziergang an lockerer Leine laufen.

    Von daher einfach zwei Sachen aussuchen, mit dem einen wird geübt, mit dem anderen darf der Hund erst noc weiterhin sein altes Verhalten zeigen und ich habe einfach mehr Lust, den Anfang und das Ende der Übungseinheiten selbst zu bestimmen.

    Und wenn man es mal eilig oder einen schlechten Tag hat, übt man halt mal gar nicht und Hund darf alles so machen wie bisher. Macht er ja eh momentan, von daher darf ich da auch erst mal gar nicht mehr erwarten.

    Bei meinem Spinone habe ich das von Welpe an so gemacht und er hat somit erst gar keine falsche Verknüpfung gemacht. An der kurzen Leine darf er weder schnüffeln, noch Pinkeln oder einem Hund Hallo sagen. Da soll er einfach auf mich achten und gedanklich bei mir sein.

    Der Rest war mehr oder weniger Freilauf und ganz selten gab es mal ne lange Leine, wo er dann auch schnüffeln und pinkeln darf, wenn es die Situation so verlangt. Aber selbst an 2 m-Leine ist das Verhalten nicht übermäßig anders, man sieht es nur am Hund, ob er gedanklich bei mir ist oder "frei" hat und an der Leine mitbestimmen darf.

    Bezüglich Impulskontrolle und Frustrationstoleranz gibt es hier sicher in vielen Threads schon einige beschriebene Übungen.

    Impulskontrolle beschreibt das Sich-Hemmen-Können bzw. das Ruheverhalten an bewegten Reizen.
    Der Hund lernt also erst mal, NICHT auf sich weg bewegende Objekte zu reagieren. Ruheverhalten wird bestätigt.

    Frustrationstoleranz ist einfach das Frust aushalten können, wenn der Hund etwas will/ein Ziel verfolgt, es aber nicht oder nicht sofort bekommt. Auch hier wird Ruheverhalten belohnt, indem er dann das, was er will dann darf.

    Beide Verhaltensweisen haben direkt auch mit Jagdverhalten zu tun. Es ist immer günstig, wenn der Hund nicht jedem Reiz sofort entspricht, sondern einfach auch mal bei sich (oder beim Menschen) bleiben kann.

    Er muss halt lernen, dass es sich lohnt bzw. er seinem Ziel durch Ruheverhalten näher kommt.

    Wenn man einen Hund am rollenden Ball zum Beispiel stoppen oder abrufen kann, hätte man schon mal eine gute Basis.

    Und wenn der Hund bei einer Wildsichtung nicht wie ein Irrer in der Leine steht, sondern ruhig bleibt, ist das auch ein großer Schritt.

    Auf all das kann man gezielt hintrainieren. Wichtig ist immer, klein anzufangen und die Ablenkung erst nach und nach weiter zu steigern.

  • Ganz lieben Dank für die vielen Ideen, sehr hilfreich!

    BieBoss: Viele Sachen, die Du angesprochen hast, werden gemacht UND funktionieren prima. Zum Beispiel vor der Nasenarbeit muss der Hund im Platz warten, Spielzeug wird geworfen und der Hund wartet auf Freigabe, klingelt es muss der Hund auf seiner Decke warten, Auto geht auf, Hund muss warten bis das "Aussteig-Komando" kommt, Futter wird vor die Nase gestellt, der Hund muss im Sitz warten bis "Nimm" gesagt wird ( in unterschiedlichen zeitlichen Längen) usw.... das funktioniert alles wirklich reibungslos.... nur halt wird ein Spaziergang in der freien Natur gemacht, dann gehts mit Karacho los :-(

    Die Übung mit unterschiedlichen beweglichen Objekten und er darf nicht losschiessen, dass ist nen guter Tip, um ihn mehr kontrollieren zu können.


    @gorgeus2000 Danke für den Tip mit Geschirr, Halsband und jeweils unterschiedlich bzw passende Leine dazu, das wurde gestern und Samstag konsequent gemacht und zumindest an der kurzen Leine hat er umsetzen können, dass da nicht mehr gezogen werden muss. Sieht jetzt schon so aus, dass sie mit kurzer Leine nicht mehr immer hinterherfliegt ( nur noch an der Schleppleine)

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