Mein Hund zwackt mich in die Wade-Leinenaggression?
-
-
Hallo,
unser Rüde (ca. 2 Jahre) ist eigentlich ein sehr sozialer Hund. Wenn er ohne leine ist, verhält er sich prima. Er geht Streitigkeiten lieber aus den Weg. Nun ja er stammt ja auch von der Straße (er ist aus Ungarn).
Wenn er an der Leine ist und ein Hund bellt ihn an, dann merkt er sich das sehr gut. Heute gingen wir spazieren, es kommt ihn ein Hund entgegen, der ihnvor paar Tagen sehr anbellte. Er klaffte schon von weitem und zerrte an der leine. Ich versuchte auf ihn beruhigend einzureden-nichts. Der andere Hund bellte auch stark. Als wir vorbei waren, drehte mein Hund um und bellte ihn immer noch nach. Ich zog ihn hinter mir her. Er biss mich wieder in die Wade und bellte den anderen Hund weiter an.
Ich versuchte ihn auf andere Gedanken zu bringen und warf einen Stein weg. Das interessierte ihn nicht. Er bellte immer noch nach.
Wie kann ich denn mit solchen Situationen umgehen? Was mache ich falsch? Beschützen kannes ja nicht sein, Macht erkämpfen?
Wäre sehr dankbar über Eure Antworten.
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
-
-
Das Zwicken in dein Bein ist vermutlich eine Übersprungshandlung, die durch den Stress entsteht, in den er sich reinsteigert. Für dich wäre es wichtig, den Stress nicht aufkommen zu lassen, bzw ihn nicht so stark hochpegeln zu lassen, dass er nicht mehr ansprechbar ist. Abstand halten und eine Alternativhandlung anbieten wären schonmal Möglichkeiten. Oder informiere dich über "Zeigen und Benennen", indem du das hier mal in die Suchfunktion eingibst.
-
Zu allererst: Bloß niemals beruhigend auf den Hund einreden wenn er Angst oder aber Aggression zeigt! Das verknüpfen die leider total falsch. Ich rege mich auf, Frauchen redet nett mit mir - ergo findet sie das gut, dass ich mich daneben benehme! Und das tust du ja offensichtlich nicht

Sobald du siehst, dass dein Hund anfängt sich anzuspannen, zu versteifen, jemanden zu fixieren, stups ihn beim Gehen mit dem Fuß nach hinten an seiner Seite an und sage scharf nein. Guckt er dich an und lenkt seine Aufmerksamkeit auf dich, sofort loben und Leckerli/Spielzeug / Streicheleinheit.
Macht er das schon lange? Je nachdem, wie gefestigt das Verhalten ist, kann es eine Weile dauern, bis es wieder aus dem Hund raus ist. Bei meinem hat es einige Wochen gedauert, hat sich mit der Methode aber erheblich verbessert, sodass er nur sehr selten auf 1-2 Hunde, die er leider absolut nicht leiden kann, reagiert. Das aber auch bei weitem nicht mehr so dolle wie früher.
Die Berührung mit dem Fuß, soll den Hund übrigens einfach nur aus dem Konzept bringen, seine Konzentration auf sein Ziel unterbrechen und ihn ablenken von dem, was er eben gerade tut. Man soll ihn nicht treten oder so etwas, bloß anstupsen, gerade weil er schon mal aus seiner Laune heraus nach dir geschnappt hat, würde ich hierfür nicht die Hände nehmen, sondern eben den Fuß. Davon ganz ab, muss man sich dafür einfach nicht bücken und kann es immer aus dem Laufen heraus machen. Ein weiterer Vorteil der Methode könnte sein, dass er sonst von dir "nur" ein nein hört und eben nicht damit rechnet, körperlich von dir ermahnt zu werden es zu lassen. Den Überraschungsmoment kann man da gut nutzen. Du musst es nur eben schon machen, bevor er sich da rein gesteigert hat und bereits bellt. Direkt machen, wenn er sich just in Moment X anfängt anzuspannen, steif macht und fixiert.
Ansonsten hilft es abzuschätzen, wie viel Distanz er zu anderen Hunden braucht, meinetwegen auch nur zu bestimmten, damit du aus der Entfernung mit ihm an dem Problem arbeiten kannst, ohne, dass er sich in sein Verhalten bei einer direkten Konfrontation herein steigern muss.
Hoffe, ich konnte helfen :)
-
Viele Dank für eure beiden Antworten.
Es ist wirklcih schwiegig ihn aus der Situation dann wieder zu bekommen. Einmal hatte ich meinen Schlüssel neben ihn geworfen. Das hat ihn nun kurz interessiert. Heute hatte ich schon möglichst zeitig Aus gesagt, aber das nützte nichts. Ein Leinenruck macht ihn noch aggresssiver. Am liebsten würde ich ihn loslassen von der Leine, aber traue es mir nicht so recht.Wir waren erst im Urlaub. Da war ein großer Rüde ohne leine kein Problem, die haben das untereinander ausgemacht-überhaupt nicht bös. Abends haben wir ihn beim Spaziergang getroffen (beide Hunde an der Leine) und er ist völlig ausgerastet und wollte mich auch wieder in die wade zwacken.
Anfangs hat er bei Nachbars Hund immer so aggressiv reagiert. Da habe ich ihn zum Zaun gelassen und die beiden haben gespielt.
-
stups ihn beim Gehen mit dem Fuß nach hinten an seiner Seite
Wenn du Pech hast, stupst dich dein Hund zurück, vielmehr er schnappt. Je nachdem was du für ein Kaliber an der Leine hast, kann das durchaus passieren.
Ich würde lieber am Blickkontakt arbeiten, damit der Hund sich auf seinen Halter konzentriert und nicht auf den kläffenden Hund.
-
-
Wie gedenkst du den Blickkontakt zu erhalten, wenn der Hund völlig abgedriftet ist gedanklich und nur noch auf den Hund reagiert?
-
Suche dir vor Ort Hilfe!
Das ist kein Fall für Dr. Dogforum !
-
Wie gedenkst du den Blickkontakt zu erhalten, wenn der Hund völlig abgedriftet ist gedanklich und nur noch auf den Hund reagiert?
Bei uns klappt das hervorragend, meine Hündin interessieren kläffende, pöbelnde Hunde überhaupt nicht.
Sie geht ohne einen Mucks dadran vorbei. Alles Übungssache. -
Das muss man vorher üben und in der Situation frühzeitig einfordern. Wenn der Hund bereits abgedreht ist, ist eh schon alles zu spät.
-
Bei uns klappt das hervorragend, meine Hündin interessieren kläffende, pöbelnde Hunde überhaupt nicht.Sie geht ohne einen Mucks dadran vorbei. Alles Übungssache.
Und deine Hündin hatte dich früher bei Hundebegegnungen auch gebissen?
Oder weshalb schreibst du das hier?
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!