Probleme mit meiner Hündin
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Für mich hört sich das auch nach einem extrem gestreßten Hund an. Pipi im Haus, Geschäft im Haus, Anbellen, Kaputtmachen udn Anfressen können alles Streßerscheinungen sein.
Schaut Euch mal Euren Tagesablauf an und berücksichtigt folgende Gedanken/Erklärungen dabei und versucht, nachzuvollziehen, wie sich der Hund bei sowas fühlen muß:
Wenn der Hund unsicher und neu bei Euch ist, hat er, zusätzlich zum Verkraften der Trennung von der vorigen Familie, gaaaanz viel zu lernen, was man im ersten Moment gar nicht wirklich so wahrnimmt als neuer Halter: Wer seid Ihr, wie reagiert Ihr wann, wie soll er sich verhalten, was mögt Ihr, wo bremst Ihr ihn aus, wie sind die Hausregeln, wo ist das Futter und wann wird gefüttert, darf er aufs Sofa/ins Bett oder nicht, wer gehört zur Famnilie, wer ist "nur" Besucher, wo darf er pinkeln/geschäfteln, er muß die neue Umgebung beim Gassi kennenlernen, da gibts taaaaausend fremde Leute und Hunde, er weiß nicht, wie und wann er sich auf Euch verlassen kann etc. etc.
Für solch einen Hund, der mit derart extremem Streß auf einen normalen Tagesablauf reagiert, würd ich erstmal jegliche Action komplett runterfahren und anfangs einfach mal Routinen einführen, und wenn er ruhiger wird, kann man diese anfangen zu variieren (nach Wochen) - Routinen geben Sicherheit:
Gassizeiten immer gleich. Kurze immer gleiche Gassistrecke und -dauer immer gleich. Gassigänger immer der Gleiche von Euch. Fütterungszeit immer gleich. Festen Platz (ooder 2-3, wie Ihr wollt) im Haus, und nur da hat er zu liegen (Rückzugsmöglichkeit).
Grundsätzlich erstmal Begegnungen mit fremden Menschen und Hunden vermeiden. Blockt alle Leute und Hunde ab, keiner soll sich dem Kerl nähern, weil ihn derzeit alles verunsichert. Er muß quasi lernen, daß Ihr ihm erstmal alles vom Leib haltet, was ihn stressen könnte, damit er lernt, er kann Euch vertrauen. Kein Fremder tatscht ihn an.
Besuche bei Freunden mit Hund erstmal sein lassen. Der muß doch erstmal ankommen dürfen bei Euch und sich zurechtfinden, bevor er allen Freunden den Familie präsentiert und mit denen konfrontiert wird.
Hört sich so an, als hätte der nicht viel kennengelernt, und muß eben jetzt Schritt für Schritt vieles lernen, das ihm unheimlich ist. Und das wird er nur dann, wenn er weiß, er kann sich auf Euch verlassen, daß Ihr alles, das ihm gefährlich erscheint, fernhaltet, damit er da sich langsam rantraut zusammen mit Euch. Sodaß er eben nicht mehr kläffen muß, weil er gelernt hat, ihr paßt auf, daß ihn keiner anfaßt, wenn er das nicht mag etc.
Gaaaanz klare Regeln einführen für daheim, aber nur die allernotwendigsten (zu viele kann er sich eh erstmal nicht merken), aber konsequent auf deren Einhaltung bestehen. Z.B. beim Klingeln an der Haustüre ins Körbchen gehen. NEIN heißt, er darf grad was net tun. Und mit viel Lob und Alternativverhalten zeigen, was er tun darf bei Euch: wenn er was anfressen möchte, einfach sobald Du das siehst, ins Körbchen locken und dort nen Knochen reichen, DEN darf er anknabbern. Wenn Du Besuch erwartest und das Auto vorfahren hörst, schon den Hund ins Körbchen mit Knochen. Also gar nicht erst so weit handeln lassen, daß Du was verbieten mußt, sondern eher rechtzeitig erkennen, wenn er was für Euch Falsches machen möchte, und ihm stattdessen eine Alternative anbieten. Ein Beispiel von uns: wenn ich merke, daß mein Bossi-Terrier seeeehr interessiert an einem entgegenkommenden Hund ist, mache ich ihn auf mich aufmerksam (bevor er losrennt in dessen Richtung) und werfe den Ball nach hinten, sodaß er, um den Ball zu holen, von dem anderen Hund weglaufen muß, den er grad fixiert hatte. Beim folgenden Spiel bin ich nämlich so interessant, daß er dann bei mir bleibt. Solche Sachen halt.
Achtet auf Eure Körpersprache: nicht frontal zum Hund stehen (bedrohlich), über ihn beugen (bedrohlich, da Ihr viel größer seid als er!)), sprecht ruhig mit ihm, damit er Vertrauen bekommt, habt Geduld und seid geduldig. Geht davon aus, daß ers nicht anders gelernt hat. Zeigt ihm, daß seine Plätze auch sein Rückzugsort sind, indem er dort niemals gestört oder betatscht wird. Wenn ihr was wollt von ihm oder rausmöchtet mit ihm, ruft ihn daher lieber zu Euch, als ihn aus dem Körpchen zu holen, das macht den Eindruck eines Überfalls, und er soll sich ja dort sicher fühlen. An den Korb geht keiner ran, Besucher werden geköpft, geteert und gefedert, wenn sie´s versuchen :-)
Stubenreinheitstraining und Alleinbleiben (das erst nach ner Weile anfangen!) würde ich wie mit nem Welpen trainieren, ders einfach noch net gelernt hat.
Solltest Du den Hund erwischen, wie er sich bereit macht, sich zum Geschäfteln/Pieseln hinzusetzen, einfach prompt hochnehmen (vor Schreck vergessen die das Pieseln erstmal), und sofort rausgehen mit ihm. Wenn er dort vor Streß erstmal net pinkelt, kein Problem - setz Dich neben ihn, warte einfach, vermittle ihm völlige Entspannung, sprich ruhig mit ihm, was auch immer ihn halt ebruhigt, mußt austesten - irgendwann will das Zeugs raus, er hat ja schon gezeigt, daß da was am Überlaufen ist irgendwo. :-) Und wenns dann kommt - ganz ruhig Loooooben. Aber nicht so wild, daß er erschrickt, gell - aufpassen.... *gg
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Hi,
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...war zu lang - hier der Rest:
Übrigens: ein Hund, der erst ein paar Wochen bei mir ist, wird hier grundsätzlich net abgeleint. Da muß doch erstmal ne Bindung bestehen und der Rückruf sitzen, bevor ich den ohne Leine laufen lasse! Dann kannst Du auch mit ihm ausweichen, wenn Euch wer entgegenkommt, ihn hinter Dich nehmen oder was auch immer, sodaß er die Leute nicht anbellen muß in seiner Unsicherheit. Das zeigt ihm, daß Du komische Situationen regelst und ihn beschützt. Dann muß er nimmer bellen.
Nachts gehört ein unsicherer Hund zu seinem "Rudel", also sprich zu Euch ins Schlafzimmer (die hat bestimmt momentan nachts Panik, so allein). Stell Dir für nächtliche Gassigänge einfach alle 3 Stunden den Wecker, einmal Du, einmal Dein Freund/Mann, damits net allzu stressig ist, und nachts echt nur vor die Tür gehen, Pipimachen und zurück - damit Hundi lernt 1.) ich komme regelmäßig raus und kann dann Pipi machen (irgendwann wird er mit Pieseln warten, bis es wieder so weit ist, weil auch die Blase sich an feste Zeiten gewöhnen kann) und 2.) nachts wird nur Pipi gemacht, es gibt kein Halligalli, nur weil ich Terz mache (sonst hast auf Dauer nen Hund, der nachts Spaß will und daran gewöhnt ist, daß auf Bellen/Winseln hin irgendwer aufspringt und ne Stunde Gassi geht *gg).
Ich würds auch mit ner Box mit einer Kuscheldecke drin machen (so wie der sich verhält, könnte ich mir vorstellen, er kennt sowas....Da geht auch einfach ein oben offener Karton, der hoch genug ist, da kann man z.B. von oben die Hand reinhängen lassen, sodaß er sich nicht einsam vorkommt), aber man kann auch einfach den Hund neben sich ins Bett legen (nachdem man sicher ist, daß er entwurmt ist, ich sprech da aus Erfahrung *gg) (nebenbei: auch hier kann man feste Zubettgehrituale finden, wie ein Betthupferl-Leckerli, nochmal bürsten oder so!) - dann merkt man am ehesten, wenn er unruhig wird, weil er mal muß. Versuch, daß er immer mit Deiner Hand o.ä. in Kontakt ist beim Schlafen (oder vielleicht kuschelt er sich auch einfach an Dich ran), vielleicht gibt ihm das etwas Sicherheit, und Du merkst am ehesten ein Unruhigwerden. Stellt Euch einfach Schlappen nebens Bett, schlaft im Jogginganzugm denn wenn er raus muß, dann solltet Ihr schnell gehen - auf den Arm nehmen (da pieseln sie meist net einfach los!), rin in die Schlappen, und raus mit Euch. Immer an die gleiche Stelle, sodaß er lernt, das ist eine Pipistelle für ihn. Wenn er pieselt, loben wie beim Welpen, und schnurstracks wieder ins Bett zurück (Achtung: wenn er noch geschäfteln muß, sollte er das natürlich auch mahen - meine eine Hündin muß da immer erst paar Schritte gehen, die andere geht raus, kackt und fertig, das kann unterschiedlich sein).
Das Alleinsein würde ich dann erst aufbauen, wenn er Euch etwas kennt und vertraut - ebenfalls über ein festes Ritual: man könnte nach ner Spielrunde nen Knochen ins Körbchen legen, nochmal knuddeln, ihn reinschicken mit einem besonderen Kommando und sich dann aufs Sofa setzen und ihn ignorieren. Beim nächsten Mal kannst, wenn das geklappt hat, dasselbe machen, nur daß Du mal kurz in der Küche was holst, statt aufs Sofa zu gehen. So kannst Du austesten, wie lange er schon von sich aus im Körbchen bleibt. Und Knochen hat auch den Vorteil: wenn ein Hund im Streß st, wird er den net fressen, Du siehst also gleich, ob das in-die-Küche-Gehen für ihn mehr Streß bedeutet als wenn Du auf dem Sofa sitzt. Dann kannst mal ins Bad gehen für 5 Min. Wenn sowas alles klappt, kannst auch kurz die Tür schließen, Dich einmal rumdrehen und wieder öffnen (wenn er ruhig ist natürlich, klar... :-) ).
Man kann auch einführen, das Radio anzulassen, wenn man das Zimmer verläßt - ein bisserl Gequatsche im Hintergrund vermittelt den Eindruck, er wird net alleine den Hausgespenstern überlassen. Am besten zu Zeiten probieren, in denen die Nachbarn grad arbeiten sind, damit Du nicht reingehen mußt, solang er kläfft. Aber gaaanz vorsichtig und kleinschrittig aufbauen, nachdem Du jetzt ja erfahren hast, er kann das mit dem Alleinbleiben gar net ab!Erst wenn der Alltag ein bißchen streßfreier für Euch geworden ist, und die Abläufe selbstverständlich und der Hund etwas ruhiger, macht es Sinn, anzufangen damit, Kommandos zu üben für den Grundgehorsam, denn ein Hund, der im Streß ist, ist nicht aufnahmefähig. Das würde zur Qual für euch und das Tier, weil einfach nichts klappen kann.
So - vielleicht war das jetzt ein bisserl durcheinander, ich habs halt so geschrieben, wies mir in den Kopf kam, aber vielleicht helfen Euch diese Erklärungen und Ideen ein bisserl weiter, und Ihr könnt für Euch und Euren Hund die richtigen Schlüsse ziehen und einen entspannteren Alltag zaubern :-) Evtl. einfach mal ausdrucken, und für Euch zusammenschreiben, was davon Ihr konkret wie umsetzen wollt (da müssen alle an einem Strang ziehen). Welche wenigen Grundregeln Ihr erstmal einführen möchtet. Wie die immer gleiche Gassirunde erstmal aussehen wird. Wie oft Ihr nachts den Wecker stellt. Wer mit dem Hund rausgeht. Wie Ihr welches Ritual für was einführen könnt etc. Eben einfach überlegen, was bei Euch am besten passen könnte, um dem Kerl ein bißchen Sicherheit zu geben.
Ist bestimmt voll anstrengend, dauernd wischen und Wäsche waschen zu müssen, weil er nicht einhalten kann - aber vergeßt dabei nicht, wie stressig sein Leben grad für ihn sein muß, sodaß er überhaupt erst reinmacht.....
Stellt ihn auch mal nem Doc vor - nicht, daß er ein körperliches Problem hat wegen der Unreinheit, denn dann würde sämtliches Training nix helfen.
Wißt Ihr, ob der Hund ursprünglich von nem Züchter kam? (normalerweise chipt ein Züchter den Hund, und über den Chip kann man evtl. via TASSO den Züchter rausfinden; oder über den Doc, der die Erstimpfung lt. Impfpaß gemacht hat -habt Ihr überhaupt einen mitbekommen?) Evtl., wenn der Züchter seriös war (und nur diese Familie den Hund "versaut" hat), wäre auch der Züchter interessiert, zu erfahren, wo der Hund hingekommen ist und wäre bereit, zu helfen mit Tips.
Viel Erfolg!
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Nein ist kein Durchfall! Sie bekommt Royal Canin....Ja wenn wir zu Hause Sind Ist alles ok! Sie meldet such auch nicht Wenn sie mal muss! Ich geh mit ihr nach dem fressen Und schlafen! Die letzte Runde ist 23 Uhr! Und dann um halb 5 morgens....Die letzte Mahlzeit Ist 18.30 Uhr!
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Wie oft und wie lange ist sie denn allein, also tagsüber?
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Wie lange muss sie denn Alleine bleiben?
Wie lange muss sie tagsüber bei euch alleine sein?
Wie oft und wie lange ist sie denn allein, also tagsüber?
Magst du die Frage bitte noch (ehrlich) beantworten?
Vielleicht liegt da "der Hase im Pfeffer".
Deine Hündin hat enormen Stress mit dem Alleinebleiben, Stress, der über Stunden (?) anhält, kann u.a. auch Ursache für die nächtlichen Aktivitäten in Form von Kot und Urin sein. -
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Sie ist am Tag höchstens 2 Stunden alleine! Weil mein Mann und ich uns überschneiden mit den Schichten! Und vielleicht mal nachmittags ne Stunde Wegen einkaufen Arzt etc
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Zwei Stunden sind für einen Hund eigentlich kein Problem, wenn er es kann und eure Hündin kann es nicht - dann ist es ein großes Problem.
Geld für das Futter muss schließlich verdient werden, daher kannst du das Problem nur mit einem Hundesitter lösen, bis sie gelernt hat, entspannt alleine bleiben zu können und da müsst ihr noch viel und vor allen Dingen kleinstschrittig üben.
Lässt sich ein Hundesitter organisieren?
Nachbarn, Verwandte, Freunde etc.?
Kleinstschrittig = nur Sekunden herausgehen, gleich wieder hereinkommen, Jacke anziehen, nicht gehen. Zeiten langsam ausdehnen.
Stellt euch darauf ein, dass es Monate dauern kann, denn was sie in den ersten 12 Monaten nicht gelernt hat und ihr massiven Stress bereitet, ist nicht in kurzer Zeit erledigt.Schau doch mal in diesen Thread:
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Momente bleibt sie schon alleine! Also ich kann ohne sie ins Bad! Oder in den Keller....Das geht schon! Auch Jacke anziehen und Schlüssel nehmen! Da bleibt sie auch ruhig! Also heute morgen war nix in der Wohnung! Kein Geschäft und auch nix kaputt! Erster Fortschritt? Wir haben hier auch eine Hundeschule, ich wollte morgen nachmittag einfach mal hin gehen und mir ein paar Tipps holen! Da sind auch Hundetrainer und fragen kostet ja nichts! Gestern bei unserer Runde ist sie auch wieder ausgeflippt weil ein Mensch und entgegen kam! Sie liess sich auch wieder nicht beruhigen oder ablenken! Obwohl der Mensch auf der anderen Straßenseite war!
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Gestern bei unserer Runde ist sie auch wieder ausgeflippt weil ein Mensch und entgegen kam! Sie liess sich auch wieder nicht beruhigen oder ablenken! Obwohl der Mensch auf der anderen Straßenseite war!
Es ist doch schon mal klasse, dass heute nacht nichts passiert ist.
Du solltest die Aufmerksamkeit der Hündin auf dich ziehen, bevor sie den Menschen ansieht und bellt.
Du musst umsichtig und vorausschauend Gassi gehen, alles zurest sehen, dann umlenken.
Ein Hund lässt sich auch kaum beruhigen bzw. ablenken, wenn er schon auf 180 ist. Der Stresslevel ist schon viel hoch.Später kannst du so vorgehen:
http://markertraining.de/zeigen-und-ben…ion-verbessert/So etwas in der Art sollte dir der Trainer der Hundeschule, in welcher du um Rat fragen möchtest, vorschlagen.
Bitte lasse dich nicht darauf ein, wenn er mit Wasserspritzern, Discs oder Wurfketten arbeitet.
Deine Hündin scheint unsicher zu sein, vielleicht durch mangelnde Prägung.
Das Bellen ist ein Symptom, die Ursache muss behandelt werden.LG Themis
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Hallo zu früh gefreut....Heute hat sie wieder alles kaputt gemacht und alle Geschäfte drin erledigt! Bei dem Hundetrainer bin ich gleich wieder gegangen, der erzählte mir irgendwas mit Ketten...War mir ein bisschen suspekt!
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