• Der Wesenstest der Retriever sagt ja über die Eignung als Therapiehund nix aus. Das sind alles Dinge, die Du im Retrieverclub Deiner Wahl trainieren kannst.

    Aber Du hast dann ein Papier wo obendrauf Wesenstest steht, und das scheint zu genügen. Was das über die ganze Therapiehundeausbilderei sagt sei mal dahingestellt.....

    Es gibt verschiedene Zuchtvereine die Wesenstests als Prüfung zur Zuchttauglichkeit durchführen, aber die sind, soweit ich weiß nicht standardisiert, d.h. jeder kann seine eigenen Richtlinien zu Grunde legen.

    Ich würde denjenigen, der den Wesenstest verlangt, nach einer Empfehlung fragen, wo man den am besten ablegen sollte. Die werden Dir sicherlich was empfehlen. Und wenn Dein Hund gut sozialisiert ist und einen vernünftigen Grundgehorsam hat ist das bestimmt zu schaffen!

  • Leider gibt es noch keinen einheitlichen Standard in der Ausbildung zum Therapiehund und somit auch keine einheitlichen Eignungstests.
    Meine Trainerin,die selber in diesem Bereich arbeitet,testet für eine Ausbildungsstätte ob die Hunde sich überhaupt dafür eignen.
    Und da ist der Wesenstest des LCD nicht ausreichend,denn die Hunde müssen dafür sehr viel mehr mitbringen.
    Sie hatte z.B. unwissender Weise die Schwester meines Rüden getestet und war total begeistert von der Hündin.
    Als sie dann nach dem Züchter etc gefragt hatte,ist ihr bewusst geworden, dass es Verwandschaft meines Hundes ist und hat sich totgelacht, WIE unterschiedlich Geschwister sein können.
    Mein Hund( mit richtig gut bewertetem Wesenstest) wäre überhaupt nicht geeignet zum Therapiehund :D
    Er ist halt der "Arbeiter" und die Schwester ein sehr guter Therapiehund,die mit Dummyarbeit nicht sooo viel anfangen kann.
    Haben aber beide den gleichen Wesenstest vom LCD sehr gut bestanden.

    Man sollte sich die Ausbildungsstätte echt gut aussuchen. Und nicht die nehmen,die jeden ausbilden weil es Geld bringt.

    Meine Trainerin nimmt ihre Hunde mit 8 Jahren aus der Arbeit raus,weil es für die Tiere wohl echt anstrengend ist.

    LG Tina

  • Der Wesenstest der Retriever sagt ja über die Eignung als Therapiehund nix aus. Das sind alles Dinge, die Du im Retrieverclub Deiner Wahl trainieren kannst.

    Und wenn Dein Hund gut sozialisiert ist und einen vernünftigen Grundgehorsam hat ist das bestimmt zu schaffen!


    Wobei es beim Wesenstest aber eben NICHT darum geht, zu überprüfen ob der Grundgehorsam sitzt und ob bestimmte Verhaltensweisen antrainiert wurden. Es geht allein um das Wesen des jeweiligen Hundes. Ich habe mit Newton für diesen Test zum Beispiel Null Komma Nix trainiert. Eben, weil es nichts zu trainieren gab.

    Wie ich schon sagte, ich denke schon, dass einige Wesenseigenschaften, die (zumindest beim Labrador) erwünscht sind, der Therapiehundarbeit sicher zuträglich sind.

  • Und da ist der Wesenstest des LCD nicht ausreichend,denn die Hunde müssen dafür sehr viel mehr mitbringen.

    Da gebe ich dir sicher recht. Aber wenn man das frühzeitig weiß, dass man den Hund eventuell als Therapiehund ausbilden möchte, kann man ja auch schon in der Welpen- und Junghundzeit entsprechende Vorarbeit leisten.

  • Es geht allein um das Wesen des jeweiligen Hundes. Ich habe mit Newton für diesen Test zum Beispiel Null Komma Nix trainiert. Eben, weil es nichts zu trainieren gab.

    Weil überprüft wird, ob er den Standardanforderungen eines Labradors entspricht. Wenn er diesen nicht bestanden hätte, dann würde er auch keine ZZL bekommen, da er den Anforderungen nicht entspricht.
    Es ist doch super, dass ihr diesen Test so gut gemeister habt, aber es ist halt nicht mit den Aufgaben zu vergleichen, die ein Therapiehund in seiner Arbeit bewältigen muss.

  • Es kommt mit Sicherheit auch auf den Bereich an,in dem der Hund arbeiten soll. Ein Besuchshund muss wahrscheinlich nicht soviel leisten wie ein Hund,der mit Demenzkranken oder Schwerbehinderten arbeiten soll.

    Meine Trainerin,die ja wie gesagt in dem Bereich arbeitet, hat eine junge Hündin,die auch Therapiehund werden soll(te). Da ist sie sich aber noch unsicher,weil sie der Meinung ist,dass die Hünden den Job zwar machen würde,aber eben nicht mit Leidenschaft. Die Hündin ist nicht besonders interessiert an Menschen, zwar freundlich aber eben auch nicht mehr. Für die ist kleine,grüne Säckchen retten viiieeel wichtiger.

    Kurz gesagt- für bestimmte Bereiche in der Therapie reicht es einfach nicht ein nettes Wesen zu haben.

    LG Tina

    Edit
    Manche Sachen kann man nicht antrainieren. Und man sollte das Wohl des Hundes nicht aus den Augen verlieren. Siehe o.g. Beispiel

  • Wobei es beim Wesenstest aber eben NICHT darum geht, zu überprüfen ob der Grundgehorsam sitzt und ob bestimmte Verhaltensweisen antrainiert wurden. Es geht allein um das Wesen des jeweiligen Hundes. Ich habe mit Newton für diesen Test zum Beispiel Null Komma Nix trainiert. Eben, weil es nichts zu trainieren gab.

    Wie ich schon sagte, ich denke schon, dass einige Wesenseigenschaften, die (zumindest beim Labrador) erwünscht sind, der Therapiehundarbeit sicher zuträglich sind.

    Da gebe ich Dir in großen Teilen recht, aber Steadiness, Bringtreue und Schussfestigkeit.... Ok, ich kann es schon verstehen, dass man Gymnasiasten manchmal erschießen will...!!! xD Hab selbst so ein Exemplar zu Hause! Da ist es natürlich von Vorteil, wenn der Schulhund nicht gleich abzischt.

    Nein, Spass!! Aber für mich gehören zum Schul-/Therapie-/Behinderten-Begleithund ein Großteil der von Dir genannten Sachen, aber eben auch noch ein bisschen mehr.

    Und in meinem ersten Post meinte ich natürlich Keine Farbe!! Ich kann nur nicht mehr editieren :ka: .

  • Der Begriff Wesenstest ist nicht festgelegt. Verschiedene Zuchtvereine führen ganz unterschiedliche Wesenstests durch, um das rassetypische Wesen zu fördern und zu erhalten, zum Teil recht umfangreich, nicht nur bei den Retrievern, auch bei Hovawarten.
    Im größten Zuchtverein meiner Rasse dagegen gilt es schon als 'Wesensüberprüfung,', wenn der Hund sich auf einen Tisch stellen und vom Zuchtrichter anfassen läßt, ohne ihn zu beißen.

    Die behördlichen Wesenstests für Kampfhunde sind auch wieder unterschiedlich und von Bundesland zu Bundesland verschieden.

    Für die ehrenamtliche Tätigkeit bei den 'Helfern aus vier Pfoten', wobei wir Schulklassen und Kindergruppen mit Hunden besuchen und über Hunde informieren, wird auch ein Eignungstest für Hund und Halter durchgeführt. Dabei werden verschiedene Belastungssituationen durchgespielt, wie sie in Kindergruppen vorkommen können. Der Hund soll sich freundlich und kontaktfreudig zeigen, er darf ausweichen, wenn es ihm zuviel wird, aber nicht agressiv nach vorne gehen. Lärm, Unruhe, Bewegung dürfen ihn nicht aus der Ruhe bringen. Er muß sich Spielzeug und Fressen abnehmen lassen und darf bei ungeschicktem Anfassen und Bedrängen nicht schnappen.
    All das sind Situationen, die bei einer Hundestunde mit Kindern natürlich nicht vorkommen sollen, aber vorkommen können. Ein allzu empfindlicher Hund hat keine Freude an dieser Arbeit mit Kindern, wenn es gar zu einem Beißunfall käme, wäre das katastrophal.
    Der Hundehalter muß jederzeit das Wohl seines Hundes im Auge behalten und soll ihn gegebenenfalls aus der Situation herausholen. Der Umgang des HH mit dem Hund wird ebenso geprüft wie das Verhalten des Hundes. Wer seinen Hund über Kommando in unangenehme Situationen zwingt oder ihn darin festhält, hat keine Chance, den Test zu bestehen.
    Der Eignungstest für die 'Helfer auf 4 Pfoten' wäre zwar auch für angehende Therapiebegleithunde, Schulhunde usw interessant, er wird aber ausschließlich für Ha4P-Teams durchgeführt und nicht für Außenstehende angeboten.

    Du solltest dich am besten bei dem Anbieter der Therapiebegleithundausbildung erkundigen, was für einen Test sie genau verlangen und wo du ihn machen kannst.

    Viel Erfolg!

    Dagmar & Cara

  • Ich denke auch, daß Du da erst mal versicherungstechnisch abklären mußt, was da gefordert wird. Und: ist der Hund dazu auch wirklich geeignet? Sind alle damit einverstanden?

    Es gibt bereits einen Therapiehund. Der ist jetzt 14 Jahre alt. Versicherung braucht hat der auch eine ganz normale. Ausbildung auch keine besondere, wie er jung war, hat er etwas Agility gemacht, das war alles.

    Was dieser Hund kann, kann mein Hund auch. Mein Hund hört und folgt besser (außer er sieht/riecht/hört Hasen oder Murmeltiere), was aber in einem Gebäude kein Problem ist :pfeif: ).

    In einer Hundeschule war ich nicht. Weil ich hab den Hund bekommen, und hat alles brav gemacht, was ich wollte. Damit hab ich es belassen.

  • Es kommt mit Sicherheit auch auf den Bereich an,in dem der Hund arbeiten soll. Ein Besuchshund muss wahrscheinlich nicht soviel leisten wie ein Hund,der mit Demenzkranken oder Schwerbehinderten arbeiten soll.

    Es ist eine Psychotherapiestation für junge Erwachsene und Persönlichkeitsstörungen.

    Der Hund soll sich streicheln lassen, Leckerlie fressen und dürfte von zuverlässigen Patienten Gassi geführt werden.

    Sie ist unser Familienhund, sie ist auch zu Hause gut versorgt. Aber sie würde sich definitv eignen, da sie gerne, vorurteilsfrei und freudig auch auf unbekannte Menschen zugeht. Das wurde nie trainiert.

    Umgang mit Kleinkindern würde ich ihr persönlich auch nicht zumuten wollen.

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