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ehemalige Pflegehündin im Tierheim *traurig*

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    Hallo Ihr Lieben!


    Ich bin heut schon den ganzen Tag durch den Wind...ich glaub, ich bin "zu weichherzig" für diese Welt. :hust:


    Und zwar kam ich Anfang September völlig unverhofft zu einem Welpen, eine entfernte Bekannte rief mich damals verzweifelt an ob ich "noch heute" einen Welpen aufnehmen könne wenigstens für ein paar Tage in Pflege... (hatte mal einen Beitrag dazu hier, aber dieser ist anscheinend nach der Aktualisierung verschwunden).


    Die Kleine kam aus einem "schlechten Umfeld" - die Leute hatten schon einige Hunde und haben sich den auch noch angeschafft, aber plötzlich sollte der dann doch ganz schnell weg, zur Not aussetzen oder so.... :gott:


    Ich habe ganz spontan zugesagt, die Kleine kam noch am gleichen Abend bei mir an, halb verhungert und getrunken hat sie auch wie ein Weltmeister.
    Fütterung war echt krass (SO hab ich noch keinen Hund FRESSEN sehen!), sie war richtig gierig und ich hatte Probleme, den Napf von der Arbeitsplatte zum Boden zu bekommen (denn am liebsten wäre sie mir in den Napf gehüpft).


    Zudem war sie extrem verwurmt, gleich am nächsten Morgen ging ich mit ihr zum TA und ließ sie entwurmen, im Kot waren mehr Würmer als Kot! :ugly:


    Na jedenfalls blieb die Kleine knapp eine Woche bei mir, ich hörte mich um wo sie unterkommen könnte (ich hätte sie womöglich sogar behalten, aber mein Mann ist der "Vernünftige" von uns - und zwei Hunde sind bei uns finanziell nicht drin, zumal wir auch gern mal verreisen und es schwieriger wäre, 2 große Hunde unterzubringen als nur einen) genauso wie einige Bekannte sich umhörten...


    Dann meldete sich die Bekannte von der ich die Hündin bekam, sie hätte Jemanden. Ein Kumpel von ihr und seine Familie sucht schon länger einen Familienhund der größer wird und sie leben im Haus mit Garten und sind hundeerfahren.
    Alles klang sehr gut und ich erklärte mich bereit (nach einem Telefonat mit dem jungen Mann) die Hündin dorthin zu geben.


    Ich bekam von der Bekannten dann noch 2 Wochen lang immer mal wieder ein Foto der Süßen und der ontakt brach ab (sie meldete sich nur sporadisch, hätte wohl kaum Kontakt zu dem neuen Besitzer usw.
    Ich war glücklich, für diese arme Hundeseele ein geeignetes Zuhause gefunden zu haben und beließ es dabei, wollte ja auch nicht aufdringlich sein...


    Vor ein paar Tagen traf ich jedenfalls einen anderen bekannten Hund zufällig auf der Strasse (bei "ich freu mich" erwähnt) der aufrgund des Gesundheitszustandes der ehemaligen Besitzerin im TH landete.
    Ich schaute dann heute Nacht mal wieder auf die Tierheim-Seite bei "zuhause gefunden" und war happy und schaute mir dummerweise die aktuellen Hunde an die ein Zuhause suchen...


    Und dann entdeckte ich "MEINE" süße Pippilotta (so hatten wir sie in der Woche bei uns getauft, weil sie als kleiner Welpe ja auch noch überall hinmachte) und war/bin entsetzt...
    Erst wollte ich es garnicht glauben,... ich habe ja immernoch Fotos der Maus auf meinem Rechner und habe echt JEDEN FLECK verglichen und war letztendlich sicher "DAS IST SIE"!


    Ich schrieb besagte Bekannte an, ob ihr Bekannter die Kleine vielleIcht ausgesetzt oder abgegeben hätte "Nee, das würde er NIEMALS TUN" kam direkt als Antwort.
    Ich fotografierte die Bilder vom TH ab und schrieb, es müsse dieser Hund sein...ich wär ja nicht doof und erkenne alle Flecken an der gleichen Stelle...


    Heute kam eine Antwort, er habe die Hündin zu seinen Großeltern auf den Hof gebracht und sie müsse da wohl noch sein... und "äh jaaa, sie sähe ihr verdächtig ählich"
    und vorhin schrieb sie "das ist sie definitiv, aber wie sie ins TH kam weiß sie nicht und zu dem Bekannten hätte sie kaum noch Kontakt...


    Lange Rede kurzer Sinn: Ich bin mal wieder in meiner Meinung bestätigt, daß viele Menschen "kalt" sind..


    Diseser kleine Hund hat mir quasi "nichts bedeutet", er landete ungeplant bei mir und ich habe mein Bestmöglichstes getan, ihm ein schönes neues Zuhause AUF LEBENSZEIT zu finden und habe mich auf meine Kosten um eine Entwurmung, gute Erstversorgung,Leinenführigkeit und Co. gekümmert (mal davon abgesehen daß ein nicht sozialisierter Welpe der nichts kennt überall hinmacht) um diesen dann durch Zufall als Fundhund im Tierheim zu entdecken?


    Seit heut morgen beschäftigt mich dieses Thema, wenn ich könnte, würde ich die Maus am liebsten zu mir holen....
    Auch were ich direkt morgen im TH anrufen, der die Kleine ist definitv nicht 04/14 geboren wie dort geschätzt ist, als sie zu mir kam war sie höchstens 12 Wochen alt (also eher 06/14) und etwas zu ihrer "Geschichte" erzählen....


    Worauf ich hinaus möchte:
    ICH kann es nicht nachvollziehen, daß man sich ein Tier anschafft und nach kurzer Zeit wieder "loswird"...sei es daß es dann doch "nicht passt" oder Ähnliches.
    Man baut doch eine Bindung auf...und obwohl die Hündin nur eine Woche bei mir war, werde ich sie immer in meinem Herzen haben.... ich habe mich um sie gekümmert und sie aufgepeppelt, auf ein perfektes Zuhause für sie gehofft und war zuversichtlich daß es gutgeht (weil sie so jung war).


    Vor nichtmal 2 Monaten hatte ich ein ähnliches Erlebnis: Anfang Januar letzten Jahres war ich mal wieder im Stettiner Tierheim Spenden abgeben (Decken, Futter und ausgediente Halsbänder/Leinen von mir und Bekannten), dort entdeckt ich eine entzückende kleine Hündin, frisch kastriert, seit 3 Wochen im TH, die sich immer die OP-Wunden aufbiß (doof bei Minusgraden in einem Außenzwinger).


    Ich nahm sie spontan mit als Pflegestelle und sie blieb knapp 5 Wochen bei uns.
    Da sie eine echt tolle Hündin war, war ich etwas "streng" bei der Auswahl der neuen Familie und dachte dann letztendlich, die richtige gefunden zu haben.


    Sie wurde letztendlich mit einem Schutzvertrag vermittelt und ich bekam immer wieder Bildervon der Maus, mit der Zeit immer weniger aber ich war happy, die "richtige" Wahl getroffen zu haben...


    Bis ich vor 2 Monaten eine unerwartete WhatsApp-Nachricht erhielt:
    Ob ich ein wenig über die Hündin erzählen könnte /Alter, Vergangenheit usw.) sie sei nun in Hannover und meine Handy-Nr. wurde von den alten Besitzern weitergegeben...
    Nur komischerweise haben die sich vorher nie bei mir gemeldet daß sie abgegeben werden soll (war eigentlich so vereinbart gewesen, wenn was ist bitte erstmal AN MICH wenden) und ich war logsicherweise geschockt von solch einer Nachricht....


    Die Besitzer wussten quasi genauso viel über diese Hündin wie ich, ich habe alles haargenau erklärt (wo sie herkommt, wann genau sie zu mir kam und unter welchen Umständen, Alter, wann kastriert) und dann wendet sich plötzlich ein NEUER Besitzer bei mir, um genau diese Fragen zu klären?


    Ich bin mächtig nttäuscht, in nur so kurzer Zeit gleich 2 solch negative Erfahrungen zu machen und frage mich:
    Sind die meisten Menschen einfach nur kaltherzig und betrachten Hunde als austauschbare "Dinge", deren man sich entledigt wenn es nicht mehr passt???


    Ich könnte dieses niemals tun, nichtmal mit Hunden die mir "eigentlich nicht am Herzen liegen" weil sie nicht meine sind, geplant angeschafft...


    Ich würde gerne wieder einen Pflegehund aus dem Stettiner TH bei mir aufnehmen zur weiteren Vermittlung (hat dann bessere Chancen) aber ich habe echt Angst, wieder solch e9ine schlechte Erfahrung machen zu müssen...


    Das ist übrigens der Link zu "meiner" Pflegehündin, die im September eine Woche bei uns leben durfte:


    http://www.tierschutz-berlin.d…7d52e39f8d09ca7a4add24e43

    LG Karo + Abby (Labrador-Schäferhund-Mix, *1.5.11)

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  • Das ist schon hart, mit einem halben Jahr schon mindestens 3-4 Besitzer und jetzt im TH :(.
    Man kann den Leuten halt nur vor den Kopf schauen... es gibt schon einen Grund, warum viele Leute, die länger im Tierschutz sind, ein bisschen zynisch werden, bzw. dass manche Tierheime bei der Vermittlung so wählerisch sind.


    Ich würde das mal mit dem TH Berlin klären, dass Du den Hund und den Vorbesitzer kennst - "wurde gefunden" heisst ja evtl auch "wurde ausgesetzt", und das ist nicht rechtens. Vielleicht kriegt der alte Besitzer dann wenigstens ein saftiges Bussgeld.


    Das ist auch der Grund, warum es keine Gute Idee ist, mit irgendwelchen Familienhunden Welpen zu produzieren. Das Risiko ist einfach zu gross, dass die zu Wanderpokalen werden.

  • Ich werde auch direkt morgen dort anrufen, die Seite wird ja nicht täglich aktualisiert und vielleicht hast die Maus ja bereits ein neues Zuhause.
    Aber ich als Neubesitzer würde mich freuen, etwas mehr über die Hintergründe/Vergangenheit meines Hundes zu erfahren...


    Ich habe vom damaligen Besitzer nur den Vor- und Nachnamen (es ging ja so schnell und ich war "quasi" nur die Zwischenpartei die den Hund in Obhut nahm, eben damit dieser nicht "auf der Strasse landet"), keine Adresse, weiß nur, in welchem Bezirk er angeblich lebt....


    Was mich eben an mir nagt ist, das ich mir so viele Gedanken um dieses Tier mache (oder um jedes andere) und mich frage: Wie kann man nur???


    Wie gesagt, dieser kleine Welpe damals war gerademal knapp eine Woche bei mir, ich habe aber bis jetzt einen ganzen Ordner auf dem PC von ihr (knapp 50 Bilder), habe mich immer wieder mal gefragt wie es ihr ergangen ist und muss sie dann letztendlich im TH wiederentdecken durch Zufall?!?


    Wäre es jetzt der erste Hund mit solch einer Erfahrung könnte ich es noch unter "Schicksal" verbuchen, aber durch das Erlebnis von vor zwei Monaten (OK, der damals vermittelten Hündin scheint es super zu gehen im hoffentlich entgültigem Platz) bin ich total erschüttert....


    Ich nehme spontan einen mir unbekannten Hund (nicht stubenrein, verwurmt, halb verhungert usw) in Pflege, gebe ihm meine Zeit, Liebe, Fürsorge und bezahle die anfallenden TA-Kosten und vermittle ihn in ein scheinbar toller Zuhause um ihn kurze Zeit später im TH zu entdecken?


    Hätte ich da nicht zufällig reingeschaut, würde ich es nie erfahren...


    Und da frage ich mich wiederum:
    Ich als Neubesitzer nehme einen Hund auf, er bekommt wie bei mir Fürsorge usw... und er landet nichtmal 6 Wochen später als Fundhund im Tierheim???


    ICH KÖNNTE DAS NIE und frage mich immerwieder seit heute morgen: wie bringen das andere Menschen übers Herz, besonders bei einem "unschuldigen" Welpen?


    Ich schaue mir dann meinen Hund an der von kleinauf bei mir lebt (und ein liebenswertes Tier ist, aber auch nicht immer einfach in mancher Hinsicht) und frage mich immer wieder "was wäre, wenn mein Hund im TH landen würde?"


    Besonders in der Welpen/Junghundphase kann man so viel falsch machen und der besagte Hund hat in seinem bisherigen Leben keinen festen Halt gehabt und das in einem Land wo so viele Menschen sich bewußt für meinen Hund aus dem Auslandstierschutz entscheiden.


    Ich finde es total traurig und mir wird die Kleine sicherlich noch lange "im Kopf rumschwirren"....

    LG Karo + Abby (Labrador-Schäferhund-Mix, *1.5.11)

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