Winseln bei Aufregung, Stress...

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    Hi liebes Forum,
    Ich wende mich mal mit meiner zweiten Frage an euch:
    Es geht zwar nicht um ''meinen'' Hund, aber da wir trotzdem zusammen wohnen, geht es mir genauso auf die Nerven...
    Das Problem besteht darin, dass Bella bei jeder stressigen, aufregenden Situation anfängt zu winseln oder schlimmstenfalls zu bellen. Also beispielsweise bei hundebegegnugen, wenn Besuch kommt, wir nachhause kommen usw.. Da ich in Zukunft Bella immer öfter zum Gassi gehen mitnehmen werde und es mir so oder so immer mehr auf die Nerven geht, versuche ich ihr das abzugewöhnen. Mein Trainingsansatz war, zu warten bis sie aufhört zu winseln und zu quietschen und sie erst dann zum Besuch, anderen Hund etc. zu lassen. Bloß fängt sie sobald man sie los lässt sofort wieder an :headbash: !Die Alternative bestände darin sie gar nicht zum gewünschten Objekt zu lassen, was aber auch keine richtige Lösung.. Auch das Flora meist genauso aufgeregt herumspringt, nur ohne zu winseln, hilft auch nicht wirklich, da die beiden sich immer gegenseitig hochputschen. :roll:
    Ich fände es toll vielleicht noch ein paar neue Trainingsansätze und Ideen zu bekommen!
    Ich mit den zwei Nervnasen

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  • Ich würde es mit Desensibilisierung versuchen.... Der Hund freut sich, weil er die Erfahrung gemacht hat, dass bei gewissen Reizen und Situationen, etwas tolles passiert....Aufmerksamkeit erhalten, sich selbst belohnen zu können.


    Wenn nicht mehr das vom Hund Erwartete eintrifft, sinkt auch die Erwartungshaltung.


    Klingelt es z. B. an der Tür, macht man Beispielsweise nicht auf. Solange nicht, bis Hund nicht mehr auf das Klingeln reagiert. Das kann man mit Freunden/Bekannten ja üben. Als Mensch heißt es, beim Klingeln ÜBERHAUPT keine Reaktion zu zeigen....einfach das weitermachen, was man gerade gemacht hat. Verhält sich Hund irgendwann ruhig und ist an dem Klingeln nicht mehr interessiert, dann kann man steigern und ab und an die Tür auch aufmachen. Laaaaangsam, eher beiläufig zur Tür gehen und vor allem nicht, SOFORT nachdem es geklingelt hat...eher einige Sekunden verstreichen lassen, bis man selbst auf das Klingeln reagiert. Plant einige Tage/Wochen mit ein.... nicht zu schnell ausreizen....


    An der Leine draußen: Bei Sicht von anderen Hunden, den eigenen an die Leine nehmen und kommentarlos an den anderen Hunden vorbeigehen, ohne ihn zu beachten, einfach im angemessenen Tempo, ruhig und souverän. Kontakt ist nicht erwünscht. Irgendwann versteht der Hund, dass er SO nicht an sein Ziel kommt.


    Was uns super geholfen hat: Einfach mal in den Park (zuerst in einer ruhigen Gegen, in der man kaum jemanden trifft), sich auf ne Bank hocken, Buch einpacken und Hund an der Bank festleinen. So sitzt man dann.... ist Hund quirlig und fiept, nicht drauf einsteigen, einfach gewähren lassen. Ist Hund ein paar Minuten ruhig, hat sich TOTAL entspannt, dann ruhig wieder losbinden und den Weg fortsetzen. So lernte Milo zu warten. Sich selbst runterzufahren, seine Umwelt zu beobachten und nicht auf jeden Reiz einzusteigen. Sitzt das, dann kann man dies in belebteren Gebieten weitertrainieren....


    Das war unsere Taktik und es hat erstaunlich schnell funktioniert.... hat aber souveränes und konsequentes Verhalten zu 100 % abverlangt..... kein Pardon.... sich selbst auch niemals hinreißen lassen, es auch nur ein einziges Mal anders zu machen......

    „Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst du, oh Mensch, sei Sünde, mein Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.“

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