Abruf vom Apport-Trainingsfrage
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Hallo ihr Lieben,
an die erfahrenen unter euch hätte ich mal eine Trainingsfrage....
Ich übe gerade mit meinen Hündinnen, dass ich sie zum Dummy schicke, sie aber auf dem Weg abrufe und danach, als Bestätigung dafür, dass sie nach dem Abruf zu mir kommen, dürfen sie dann zum Dummy und den Apportieren.
Jetzt habe ich einige Male das so geübt, dass ich den Dummy geworfen habe, habe sie losgeschickt, dann der Abruf, Hund kommt, bekommt dann bei mir eine Hand voll Leckerli für das unterbrechen des Apports und zu mir kommen und dann nachdem sie die Hand leergeputzt haben, durften sie direkt ab zum Dummy...
Nun die Frage ( also diese Übung klappt so echt gut): Ist es richtig, sie nach dem Abruf noch mit Leckerli zu belohnen, oder sollte ich sie nach dem zu-mir-kommen-nach-abruf direkt ohne Leckerli zum Dummy schicken?
Für meine jüngere Hündin denke ich ist gleich zum Dummy rennen die größere Bestätigung, der älteren geht es eher ums Fressi, liebt es aber dann auch mit dem Dummy zu apportieren.
Sollte ich es bei der jüngeren ohne und bei der älteren mit Futter machen?Hier gibt es doch auch Retriever-Halter, die mit denen richtig arbeiten, wie trainiert man das am besten, ich bin kein Fachmann, meine Apportieren nur sehr gerne und jetzt wollen wir diesen Abruf festigen.
Kann das Üben von Abruf von einem begehrten Objekt auch beim Abruf von wirklich begehrten lebenden Objekten (Reh, Katze, Hase usw) einen Erfolg bringen, oder eher nicht?
Danke für eure Antworten!
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Hi,
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Meines Wissens nach, wird der Hund nicht abgerufen, sondern gestoppt - so das er dort bleibt wo er gerade in dem Moment wo der Stopppfiff kommt bleibt -, soll sich einem Zuwenden, damit man ihn dann Einweisen kann in die Richtung in die er suchen/apportieren soll.
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Ok, ich kenne mich nicht aus, ich gehe ja auch nicht zu Prüfungen, wollte nur einen guten Tipp, wie ich den Abruf festigen kann....also Abruf von einem begehrten Objekt...
Stoppen könnte ich die beiden aber auch mit Steh oder Platz, wir haben z.B. einen Pfiff für Platz.....
Wäre es besser nicht abzurufen, sondern zu stoppen...auch in einer Situation mit Hase oder so...? -
Zitat
Stoppen könnte ich die beiden aber auch mit Steh oder Platz, wir haben z.B. einen Pfiff für Platz.....
Wäre es besser nicht abzurufen, sondern zu stoppen...auch in einer Situation mit Hase oder so...?Also bei der Dummyarbeit, sollst Du den Hund auf Entfernung ja einweisen, sprich im per Handzeichen (Armzeichen) die Richtung vorgeben in die er suchen und dann apportieren soll. Da wäre es ja "unsinnig" wenn Du ihn zu Dir heran rufst. Es ging ja auch um eine Apport-Trainingsfrage.

Von Wild abrufen ist ja nun eine ganz andere Kiste. Wenn Du ihn da abgerufen bekommst, dann mach das, allerdings ist für viele Hunde das Stoppen "leichter", sie müssen "nur" stoppen und sich nicht komplett abwenden und sich dann auch noch vom "Objekt der Begierde" entfernen.
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Ein liegendes Dummy ist kein Reizersatz für ein fliehendes Reh!
Aber: du kannst natürlich auf diverse Arten den Grundgehorsam festigen. Auch den Abruf trainieren. Allerdings wird der Hund bei echtem Interesse an Wild, dieses nicht vergessen "nur" weil er mit dem Dummy geübt hat. Sprich dafür muss der Reiz immer stärker werden, der Abruf immer besser sitzen. So kannst du die ganze Kette festigen.
Allerdings: es gibt einen Zeitpunkt, da kannst du den durchstartenden Hund meist nicht mehr bremsen. Diesen Punkt muss man erwischen und den Hund davor stoppen. Diesen Punkt kann man mit viel Training immer mehr ausweiten.
Kommt aber natürlich immer auf den jeweiligen Hund und dessen Interesse am Wild an. -
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Danke.
Das mit dem Einweisen habe ich jetzt noch nie geübt, bei der Übung, wo ich sie Abrufe sehen sie auch selbst den Dummy, sie wissen also, wo er ist.
Das mit dem Einweisen wollte ich später dazu nehmen, wenn alles andere gut klappt... Verlorensuche machen die beiden auch schon ganz gut.Ich bekomme sie, wenn sie eben losgespurtet sind nicht vom Wild abgerufen, weshalb ich jetzt angefangen habe, sie zumindest von einem begehrten Objekt abzurufen....also nur als Übung. Dann ist das eine Übung, die nicht fachmännisch zu einem "richtigen" Apport gehört, aber trotzdem: wie würdet ihr denn dann bestätigen oder gibt es andere Arten, das zu trainieren, oder ist das gut so, wie wir es begonnen haben?
Aber vielleicht ändere ich das dann in stoppen? Was wäre da besser? Platz oder Steh? FürSteh habe ich noch keinen Pfiff.
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Danke, wildsurf.
Ich weiß, leider ist ein Reh mit dem Dummy nicht zu vergleichen

Aber ich dachte, ich kann den Abruf verbessern, genau.
Meine haben kein Interesse an Fährten aufnehmen oder aufstöbern, sie sind Aussies, sie sind beide Sichtjäger, wobei man, wenn sie ein Reh erblicken sie Abrufen kann, so lange es sich noch nicht bewegt...allerdings ein fliehendes Reh, das versuche ich zu vermeiden...gehe auch sehr aufmerksam Gassi, aber manchmal gibt es hier suizidgefährdete Rehe, die plötzlich einen Meter neben einem vorbeispurten....ist zum Glück bisher nur einmal passiert

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Bleib einfach dran. Such nach Objekten, die für deine Hunde enorm wertvoll sind und bau die schrittweise ins Training ein um die Ablenkung zu erhöhen.
So wie du schreibst ist der Gehorsam ja sehr gut.
Wichtig für dich zu wissen: je begehrter das Objekt, desto hochwertiger muss die Belohnung ausfallen! Futter reicht da meist bald nicht mehr. Ausser du winkst mit ner frischen Lammkeule
Abruf vom fliehenden Wild wäre dann die Königsdisziplin
und dementsprechend lang ist der Weg dorthin.
Ich bin der Meinung, arbeite mit dem was du schon hast und festige das. Es bringt nichts, einen Superpfiff oder Superschlachtruf einzubauen. Denn das müsstest du genau wie jedes andere Kommando wieder über Jahre festigen bis es am Wild sitzt. Bleib bei dem was du als Grundlage ja schon hast, das ist solide und damit lässt sich prima arbeiten.
Die Impulskontrolle kannst du auch noch mit einbauen, um das Durchstarten rauszuzögern. -
Ich würde beim Dummytraining nicht mitten im Loslauf-Suchmodus den Hund noch mal abrufen.
Es könnte passieren, dass Du ihm damit auf Dauer die Motivation und auch die Schnelligkeit nimmst, weil er nicht genau weißt, ob er gleich wieder gerufen wird oder nicht.Solche Sachen würde ich unabhängig von der Dummyarbeit üben bzw. für die Dummyarbeit nur den Stopp-Pfiff mit einbauen als Hilfe für den Hund.
Mit dem Stopp-Pfiff würde ich den Hund auch nicht an Wild bremsen wollen.
Klar ist das jagdliche Arbeiten toll und sicher kann man auch einige Bereiche daraus in der Realität, also an Wild, benutzen, trotzdem allem würde ich da eher zweigleisig fahren und bei der Dummyarbeit andere Begriffe verwenden und auch andere Ziele setzen.
Für den Alltag würde ich da parallel anders arbeiten. Gutes Abbruchsignal, guter Rückruf, Impulskontrolle - und das an allem möglichen, auf das der Hund abfährt, von leicht bis schwer.
Das Dummytraining würde ich von der Alltagserziehung komplett getrennt halten, damit der Hund den Spaß und die Motivation nicht verliert und weil ich verhindern möchte, mir gut aufgebaute Begriffe im Alltag selbst wieder zu versauen.
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Ddanke für eure Antworten.
Stimmt, so habe ich das noch gar nicht gesehen, dass man das vl nicht so sehr mit Erziehung vermischen sollte,die man im Alltag braucht.
Also dann trainiere ich damit einfach mal wieter, vl hat jemand einen wirklich guten Buchtipp zu dem Thema??Wie sähe das denn aber aus, wennich Dummysuche und Erziehung trenne, denn Abruf von begehrten Objekten, oder Stop vor begehrten Objekten, kann ich in der Realität gar nie trainieren, ich hab ja keine Trainingsrehe oder Trainingshasen, meist Leine ich sie an, wenn ich Rehe vor ihnen sehe, aber wenn es direkt mal an uns vorbeirennt, dann funktionierte bisher auch der super Pfiff nicht.
Ist dann eine hochwertige Belohnungfür meine ältere Hündin nicht dann trotzdem super Futter, sie findet Futter besser als den Dummy...oder ist es dann der richtige Weg, sie zum Dummy zu schicken, als Belohnung?
Wenn der Abruf aus dem Suchmodus oder Apportiermodus die Motivation wegnimmt, wie verhält sich das mit dem Abstoppen? Also wenn ich statt dem Abruf Signal "Steh" gebe, dann stoppen sie und sehen mich an, nimmt das nicht die Motivation? Das versteh ich nur nicht ganz, weil sie dann ja auch unterbrochen werden?
Wiesowürdest du den Stop-Pfiff nicht am Wild verwenden, wie stoppst du die Hunde bei Wild? Oder meinst du damit, du würdest das Signal anderst benennen, weil Wild kein Dummy ist, und man es nicht vermischen soll?
Sorry, dass ich so umständlich frage, aber ich möchte es nur verstehen :-) Ist mir noch nicht ganz klar

Und dann zu den Piffen eine Frage: Ich habe einen Triller für "Hier" und einen kurzen Doppelpfiff ( tüt-tüt) für Platz...wenn man weitere Pfiffe einbaut, können die HUnde das dann unterscheiden? UNd welche Pfiffe nehme ich da....sowas wie lang kurz lang, oder habt ihr da Ideen?
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