Objekt der Begierde

  • Hallo,

    ich (weiblich) habe da ein kleines großes Problem mit unserem 23 Wochen alten Labbi-Rüden und ich kann mir einfach nicht erklären, warum er sich nur mir gegenüber so verhält.
    Zum Problem:
    Ich beschäftige mich fast ausschließlich mit dem Hund (Spielen mehrmals am Tag, Gassi gehen am Abend etwa eine Stunde, Kommandos üben, etc.), allerdings hat der Hund fast täglich ca. 7 weitere Personen um sich, die sich aber nicht weiter mit ihm beschäftigen. Bis vor 4 Wochen hat sich das Kerlchen auch völlig 'normal' verhalten.
    Und nun das: Er springt mich an und beißt mich in die Arme oder in den Po und zerrt an mir. Allerdings nicht nur phasenweise, sondern mittlerweile fast den ganzen Tag über. Außerdem versucht er mich jedes mal zu "bespringen", wenn er mich sieht. Ich stoße ihn dann weg, sage nein und dreh mich von ihm weg. Aber er hört einfach nicht auf und greift mich entweder von hinten an oder rennt um mich drum herum und springt mich von vorne an.
    Vor einer Woche hat er mir so stark in den Arm gebissen, dass ich ihm im Affekt eine auf den Hintern gegeben habe. Ich hatte jedoch nicht das Gefühl, dass er darüber erschrocken oder ähnliches war, sondern er hat mich gleich wieder angegriffen und noch doller zu gebissen.
    Mittlerweile habe ich sogar Angst vor ihm, wenn er so wild ist. Was kann ich nur tun, dass er damit aufhört? Bei allen anderen Personen macht er das nicht. NUR bei mir. Ich frage mich langsam, ob er ein Autoritätsproblem mit mir hat. Anders kann ich mir sein Verhalten überhaupt nicht erklären.

    DANKE für eure Hilfe.

  • Nabend,
    Ich kann dir nicht sagen woran es liegt, dass er so etwas macht, ich kann dir nur sagen, dass ich die gleiche Phase mit meinem Rüden durch habe. Irgendwann fing er mitten im Spaziergang an an mir hochzuspringen und nach mir zu schnappen, einmal hat er dabei ein Gefäß am Handrücken erwischt und das gab ein schönes Ei... Ich hab es damals in den Griff bekommen in dem ich ihn abgelenkt habe - wenn er anfing, habe ich mich als erstes auf die Leine gestellt, damit er nicht hochspringen kann und hab dann ein kleines Übungsprogramm gestartet (Sitz, Platz, Pfote). Wenn er mitgemacht hat wurde er gelobt und bekam eine Belohnung, ansonsten sind wir solange stehengeblieben (mit Fuß auf der Leine) bis er ruhiger wurde und letztlich doch mitgemacht hat. Das ganze dauerte etwa 2 Monate, dann war der Spuk vorbei.

  • Huhu,

    Also so krass hatte ich das Problem damals nicht, aber etwa in dem Alter hat meine Hündin auch angefangen auszutesten, was beißmäßig so geht und übertrieben viel rumgezwackt, Angriffe gestartet (ich dachte auch manchmal, ich müsste Angst haben…) etc. Allerdings glücklicherweise auf dem Boden und ohne Hochspringen…
    Aber ich denke, das ist ganz normal in dem Alter. Klar, die Beißhemmung, die richtige Art zu Spielen usw. müssen ausprobiert werden. Bei einem artet das mehr aus, bei anderen weniger… Ich würde an deiner Stelle auch nciht verzweifeln, wenn das Verhalten noch eine Weile anhält.
    Halt im Fall von Spiel oder was anderem Positivem, diese Tätigkeit unterbrechen. Eventuell quietschen / aufjaulen (hört sich albern an, irritiert aber den Hund und er sollte raffen, dass das irgendwie schmerzhaft und uncool ist was er da gerade veranstaltet). Ansonsten, sofern möglich durch Abdrängen oder Ablenken unterbrinden.
    Aber im Grunde genommen denke ich, dass die Phase quasi von alleine wieder aufhören wird...

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