Verhalten bei Fremdhundebesuch in eigener Wohnung
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Hallo,
meine Dackel-Mix-Hündin ist eine kleine Zicke anderen Hunden gegenüber. Sie spielt nicht mit anderen Hunden, wünscht eine recht große Individualdistanz und maßregelt andere Hunde recht heftig, die ihre gewünschte Distanz nicht einhalten, bzw. zu stürmisch sind. Wobei ich das Gefühl habe, das manchmal schon ein falscher Blick vom anderen friedlichen Hund ausreicht, damit sie knurrend, Zähne zeigend, mit aufgestellten Kamm und bellend maßregelt. Hat sie einmal klar gestellt, dass sie, bis auf das erste abschnüffeln, keinen Kontakt möchte und die anderen Hunde akzeptieren das, läuft sie ohne Probleme in Hundegruppen mit. Wir gehen ab und zu auch mal mit anderen Hundebesitzern spazieren.
Am Wochenende hatten wir das erste mal einen Mops, mit dem wir zuvor 2 Stunden zusammen spazieren waren, mit zu uns in die Wohnung genommen, da wir mit den Mopsbesitzern noch einen Kaffee trinken wollten. Der Mops ist absolut friedfertig und akzeptiert voll und ganz, dass meine Hündin keinen großen Kontakt will, sodass der Spaziergang harmonisch verlief und sie auch ganz dich beieinander laufen und nebeneinander sitzen können, ohne das meine Hündin zickt.
In der Wohnung fing sie dann aber wieder deutlich an rumzuzicken, hat ihn ständig angeknurrt und auch mal angebellt, obwohl der Mops eigentlich gar nichts von ihr wollte, aber ein bisschen aufgeregt durch die Wohnung gelaufen ist, da ja alles neu war. Habe meine Hündin dann mit auf die Couch genommen und der Mops blieb auf dem Boden, damit sie sich besser aus dem Weg gehen können und ich meine Hündin neben mir von der Couch aus besser kontrollieren kann. Sie hat dann den Mops von der Couch aus weiter angeknurrt, vorallem als mein Freund ein bisschen mit ihm rumgealbert hat. Kam er zu nahe an die Couch, wurden auch mal die Zähne gefletscht und gebellt. Ich hab sie dann immer etwas energischer angestupst und laut "Hey!" gesagt. Dann hat sie das knurren abgebrochen, aber dann meist wieder angefangen, wenn der Mops sich wieder zu nah zu ihr bewegt hat. Nach einigen Minuten hat der Mops sich vor der Couch abgelegt und mein Hund hat auch gepennt auf der Couch. Als sie ruhig war, hab ich sie dann auch gestreichelt.
Meine Frage ist, habe ich in der Situation richtig reagiert? Soll ich das knurren in solchen Situationen unterbinden? Oder ist das falsch? Der Mops hat ja eigentlich nichts gemacht, was aus meiner Sicht ihr gegenüber unhöflich oder so wäre. Er hat sich nur in der Wohnung alles angeschaut und hat auch keinen Kontakt zu meiner Hündin gesucht oder ihr versucht Spielzeug streitig zu machen (das habe ich vorsichtshalber alles weggepackt) oder ihr Körbchen beschlagnahmt. Er ist einfach nur durch die Wohnung gelaufen und eben entsprechend auch mal etwas naher an ihr vorbei, dann hat sie gleich gezickt.
Soll ich unterbinden, dass andere Hunde in ihr Körbchen gehen? Hat der Mops zwar nicht versucht, aber falls es mal einer versuchen sollte, würde ich gerne wissen, was die richtige Verhaltensweise wäre. - Vor einem Moment
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Hi,
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hi,
also ja ich würde grundsätzlich in so einer Situation das Knurren unterbinden (bei Eifersucht), aber ich hätte sie nicht auf die Couch genommen! Mein Kleiner macht auch gern ein auf Zicke, wenn er erhöht sitzt und er irgendetwas in Anspruch nimmt (Stuhl, Couch, sitzende Person, Körbchen etc) und da muss nur ein Hund daran vorbei gehen und er zeigt die Zähne... Wenn er da gerade bei mir auf dem Schoß sitzt, setze ich ihn Kommentarlos runter, meistens verpieselt er sich dann auch direkt wie ne beleidigte Leberwurst
Ich finde so ein Verhalten gar nicht gut, wenn der andere Hund ihn nicht in irgendeiner Art und Weise bedrängt!Lieben Gruß
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Achso Spielsachen, Körbchen etc räume ich immer weg wenn andere Hunde zu Besuch sind bzw lasse es wegräumen wenn wir zu Besuch sind, da meiner auch gerne Fremde Körbchen in Beschlag nimmt...
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Hm, Körbchen würde ich nur ungern wegräumen, irgendwo muss ich ihr ja noch eine Rückzugsmöglichkeit geben, wo sie sich hinlegen kann. Das ist entweder Körbchen oder Couch, woanders kann sie nicht entspannen. Habe sie extra deswegen auf die Couch genommen, damit sie entspannt und der andere Hund nicht ständig ihren Weg kreuzt (und damit ich sie gezielter korrigieren kann).
Aber kann auch mal versuchen, sie unten zu lassen, nur kann ich da dann nicht so schnell korrigieren, wenn sie knurrt, da ich ihr denn ständig hinterher laufen müsste, um sie anzustupsen (funktioniert mit anstupsen besser, als nur mit reinem Wortlaut). Aber ich hatte nicht das Gefühl, dass die erhöhte Position jetzt irgendwelche Besitzansprüche auslöst, sie hat unten genauso rumgezickt.
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Also ich würde sie in ihr Körbchen schicken. Dort darf sie dann auch knurren, wenn er zu nah kommt und sie keinen Kontakt möchte. Reagiert der Mops nicht, dann schick du ihn von ihrem Körbchen weg. Nicht das dein Hund körperlich werden muss, um ihren Platz zu 'verteidigen'.
Zudem würde ich auch dem Mops ein "Ersatzkörbchen" (Decke, dickes Handtuch oä.) einrichten. Möglichst so, dass deine Hündin ihn nicht die ganze Zeit beobachten kann. Nach der ersten Erkundungsrunde würd ich den Mops dann auch erstmal in sein Körbchen schicken, so dass er zu Ruhe kommt. Vielleicht auch beiden etwas zu kauen geben. DA ist aber wichtig dieses wegzuräumen, wenn beide wieder rumlaufen dürfen! Nicht das es deswegen zu Streit kommt.
Wenn die beiden runter gekommen sind/ entspannt sind, dürften sie wieder rumlaufen. Knurrt einer, wird er in sein Körbchen geschickt. Nicht strafend, sondern nett. So lernt der Hund, dass er, wenn ihm eine Situation nicht passt, einfach weggehen kann.
Auch wenn ihr mit einem der Hunde tobt, könnt ihr erstmal den anderen ins Körbchen schicken und dann mit entsprechendem Abstand spielen, so dass der im Körbchen nicht knurren muss...Edit: und jegliche andere Ressourcen wie Kauzeug, Spielzeug, Futternapf,... wegräumen, wenn ein Besuchshund da ist. ggf sogar einen zweiten Wassernapf aufstellen...
LG Anna
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Das mit auf den Platz schicken und jedem einen Platz zuweisen finde ich gar nicht mal so schlecht. Danke, das versuche ich beim nächsten mal :)
Wassernäpfe hatte ich sowieso zwei hingestellt und alle anderen Ressourcen waren weggeräumt.
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Ich habe das beim letzten Besuchshund ganz undiplomatisch gelöst: meine Hunde auf ihrem Platz, der neue auf seinem. Alle angebunden. Und wer Stunk macht, kriegt Ärger. (Der Besuchshund war sehr aufgeregt und unerzogen. Meine hätten ihn am liebsten verkloppt
)
Nachdem der Jungspund sich endlich beruhigt hatte, haben auch alle friedlich geschlafen.Prinzipiell gilt hier aber: ich entscheide, wer zu Besuch kommt. Meine Hunde dürfen ihre Grenzen abstecken, aber nicht indem man schon mal vorsorglich knurrt. Dürfen sie draussen ja auch nicht
Da reicht aber ein gezischtes "Lass es" meist aus...:)Gesendet von meinem HTC One mit Tapatalk 2
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hm, wenn mein Hund nicht agieren darf und abliegen muss, dann hat der Besuchshund auch auf einem Platz zu ruhen. Einer muss liegen und gehorchen (in "seiner" Wohnung) und der "Eindringling" darf rumlatschen...
..?Den würde sich Kimba dann aber auf die Liste schreiben...... :aufsmaul:
Ich hätte drum gebeten, den Mops doch bitte auch abzulegen.
Bin ich mit Kimba zu Besuch in einer fremden Wohnung, dann gehe ich rein, lege ihre Decke hin und da liegt sie drauf, bis wir wieder gehen.
Gruss Eva
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Zitat
hm, wenn mein Hund nicht agieren darf und abliegen muss, dann hat der Besuchshund auch auf einem Platz zu ruhen. Einer muss liegen und gehorchen (in "seiner" Wohnung) und der "Eindringling" darf rumlatschen...
..?Ganz genau. Keiner meiner Hunde bestimmt, wer sich wann und wie in der Wohnung zu bewegen hat.
Wenn mein Hund den anderen nicht bedrängt, darf er sich ja auch frei bewegen. Klappt das nicht, dann halt nicht.
Ich betitel andere Hunde aber auch nicht als Eindringlinge
Gesendet von meinem HTC One mit Tapatalk 2
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