Frecher Welpe "vs." antiautoritärer Ersthund - Tipps erbeten
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Hallo,
ja wir haben es gewagt, unserem Sam, (ca. 2 Jahre, Pudel/evtl. Spaniel-Mix) der sich in dem letzten halben Jahr sehr gut weiterentwickelt hat, haben wir einen Welpen aus dem TS dazugesellt. - Sam ist immer und grundsätzlich freundlich und defensiv, er ist niemals aggressiv selbst in Extremsituationen nicht, weicht Konflikten aus und geht offen und freundlich auf alle anderen Hunde zu.
Auch dieser Welpe ist ein Mischling, man schätzt Neufundländer/Labrador, wobei der Neufi sichtbarer ist als der Labbi. Welpe ist jetzt 13 Wochen alt, wir haben sie seit sie 10 Wochen alt ist.
So... es läuft soweit alles viel entspannter als viele unkten, Welpe (Maya) macht so für sich keine Probleme.
Mir fallen jetzt im Zusammenleben aber ein paar Situationen auf, zu denen ich Eure Meinung gern hätte.
1. Maya zwickt Sam gern und kabbelt mit ihm herum, knurrt dabei spielerisch, ich denke aber manchmal, sie steigert sich zu sehr hinein, sie fängt an zu bellen und grummelt und zieht ihn an den Ohren, zwickt in die Beine etc., er fordert sie auch oft zum Spiel auf, scheint auch recht robust zu sein, wenn es zu arg an die Ohren geht, quiekt er kurz und es gibt eine ganz kurze Pause. Er maßregelt sie aber niemals und nur wenn sie ganz arg nervt, zieht er sich zurück.
-> Mir wurde seitens Bekannten geraten, grundsätzlich kein Spielen zwischen beiden Hunden zuzulassen. Andere sagen, wenn Sam nicht sagt, es wird zu wild, soll ich aber abbrechen wenn es meines Erachtens zu turbulent zugeht. Was meint Ihr?
Ich versuche sie natürlich auch mit anderen Hunden zusammen zu bringen, Welpengruppe, andere Hunde etc., sie ist (natürlich?) nur bei Sam so frech und wild. Bei anderen Hundebegegnungen ist sie sogar eher vorsichtig, legt sich hin und leckt die Lefzen der anderen etc.
2. Wenn Sam einen Kauknochen hat, und sich damit irgendwo hinlegt, geht sie sobald sie es entdeckt hin und nimmt ihm diesen ohne Umstände ab, er guckt hinterher, bestenfalls steht er noch auf und wechselt den Platz, aber auch da is sie natürlich hinterher.
-> Wie muß ich mich dazu verhalten?
Ich gehe auch getrennt mit beiden, mache mit jedem ebenso Sachen alleine, übe mit ihr die grundlegenden Dinge, mit ihm setze ich seine Hobbys fort, mache lange Spaziergänge, treffe "seine Hundebekanntschaften" etc..
Nur hab ich den Eindruck, dass sie ziemlich unverblümt ihm gegenüber ist und er ist (logischerweise?) nicht der "Erzieher-Typ".
Ist das alles normal für das Alter oder muß ich da was regeln? Sehe grad mal wieder den Wald vor lauter Bäumen nicht...

Danke Euch für Denkanstöße!
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Während vieles für mich (andere können dazu sicher professioneller antworten!) recht normal und welpenhaft klingt, würde ich persönlich, wenn ich Ressourcen verteile diese auch zuteilen und das nicht gänzlich den Hunden überlassen. Gäbe es vielleicht die Mögichkeit dem einen links, dem anderen rechts im Raum etwas zu geben und auch wieder wegzunehmen? Ich kenne deinen Ersthund ja nicht, aber meine Hündin ist auch so eine, die NIIIE etwas Böses sagen würde und sich wirklich alles gefallen lässt, ich weiß aber trotzdem dass sie das stresst, würde also im Zweifel dem Kleinen auch mal "verbieten", sie zu belästigen. Das ist aber indivuell, nicht jeder Hund ist gleich gut im "Kindergärtnern" und oft wissen die Hunde auch viel besser, wann etwas wirklich zu frech ist und was nicht. Aber das kann man auf die Entfernung auch schwer sagen!
Viel SPaß mit den beiden :)
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Ich habe meine älteren Hunde vor den wilden Jungspunden geschützt, wenn ich merkte, es nervt.
Ich bin Erziehungsberechtigte der Welpen, nicht mein Althund!
Kauteile klauen war von Anfang an ein NoGo!
Ich habe aber auch Hunde, die sich von einem Welpen nicht die Butter vom Brot nehmen lassen, die Erziehung der "Alten" hätte für den Welpen böse enden können!
Aber auch dem geduldigsten Hund kann es mal zu viel werden und er reagiert vielleicht über, deshalb regel ich das! -
Ich würde dem Großen evtl eine Ruhezone geben, die für die kleine Tabu ist. Spielen untereinander ist oke, aber ein Rückzugsort wäre schon nett für Sam.
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Ok danke Euch soweit

Nicht dass ich falsch verstanden werde: Ich erwarte nicht, dass Sam die Kleine komplett erzieht, aber ich hab bei ihm in seiner Junghundphase die Erfahrung gemacht, dass hie und da eine gesunde Ansage von einem vernünftigen erwachsenen Hund besser und schneller verstanden wird als 1000 Worte meinerseits. Aber wahrscheinlich ist er einfach noch nicht alt genug bzw. "souveräner Althund" in dem Sinne.
Ich möchte nur nicht, dass sie irgendwann denkt man könnte mich jedem Hund so umgehen

Ruhezone für Sam ist notiert. Er hat zwar welche, aber die sind nicht konsequent tabu bislang, also er hat da schon seine Ruhe, aber ich achte nicht so sehr darauf wann sie sich doch mal dorthin begibt.
Zitat(...) würde ich persönlich, wenn ich Ressourcen verteile diese auch zuteilen und das nicht gänzlich den Hunden überlassen. Gäbe es vielleicht die Mögichkeit dem einen links, dem anderen rechts im Raum etwas zu geben und auch wieder wegzunehmen?
Ich gebe z. B. ihm etwas und dann ihr. Wenn man nix macht, lässt sie ihrs erstmal liegen und guckt was er hat.
Beim Fressen habe ich sie in getrennten Räumen - er interessiert sich nicht die Bohne für ihr Futter, sie aber sehr für seins und sie is da auch ganz unbedarft, ihm in den Napf zu gucken oder gar was wegzufressen. Seither getrennte Räume.
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Das hört sich sehr ähnlich wie bei mir vor drei Monaten an.

Mein Großer ist zwar schon 9 Jahre alt, vom Verhalten her aber ziemlich so wie du deinen Sam beschreibst. Als ich dem den Welpen vor die Nase gesetzt habe, hat er auch nur geguckt und alle mehr oder weniger vorsichtigen Spielversuche über sich ergehen lassen.
Ich hab's so geregelt, dass Spielen im Haus erlaubt ist, solange sie nur ein bisschen auf dem Teppich "herumkugeln" und der ältere Hund nicht genervt ist – das hängt natürlich auch von der Wohnsitation ab, Rennspiele auf Laminat wären bei mir z.B. keine gute Idee... Für's richtige Flitzen gehe ich mit ihnen auf die Wiese oder in den Hof/Garten. Wird das Spiel drinnen zu wild, löse ich die Party auf.

Mit den Kausachen gehe ich so vor, dass jeder einen Platz im Wohnzimmer hat, auf den er sich zurückziehen kann und der für den anderen (in der Zeit) tabu ist. Am Anfang musste ich aufpassen und danebenstehen, damit der Lütte nicht auf dumme Gedanken kommt, mittlerweile kann ich den Raum verlassen.
Grundsätzlich fand und finde ich es klasse, dass der Große so viel Geduld mit dem Neuzugang hat – und damit das auch so bleibt, regele ich eben viele Situationen, bevor Frust oder Stress überhaupt erst entstehen können.
Edit: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass auch Welpen schon sehr gut unterscheiden, bei welchem Hund sie sich was erlauben können. Deshalb würde ich mir da keine Sorgen machen, dass sie von deinem Ersthund automatisch auf andere Hunde schließt – immer vorausgesetzt, sie hat viel Kontakt zu anderen Hunden unterschiedlicher Größen und Altersgruppen.

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Zitat
Mir wurde seitens Bekannten geraten, grundsätzlich kein Spielen zwischen beiden Hunden zuzulassen. Andere sagen, wenn Sam nicht sagt, es wird zu wild, soll ich aber abbrechen wenn es meines Erachtens zu turbulent zugeht. Was meint Ihr?
Dein Sam zeigt doch, wenn es ihm zu wild wird: Er quiekt und bricht das Spiel ab.
Das kann Dein Welpe beides gut verstehen.Er macht das genau richtig:
Zitat
wenn es zu arg an die Ohren geht, quiekt er kurz und es gibt eine ganz kurze Pause. Er maßregelt sie aber niemals und nur wenn sie ganz arg nervt, zieht er sich zurück.Den Kauknochen würde ich von der Kleinen nicht klauen lassen. Da ist Dein Sam eindeutig zu gutmütig. Das kann man aber Welpen recht schnell beibringen, dass Futter nicht geklaut wird.
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