Leinenführigkeit
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Hallo Foris,
ja ich weiß, das Thema x mal durchgekaut, aber ich habe zu einer der vielen Methoden wie man einen Welpen Leinenführig bekommt eine Frage, da ich hier auch schon einmal gelesen haben, das manche es so handhaben.
Und zwar geht es mir um die Technik das der Hund von Anfang an lernt nicht an einem vorbei zu laufen. Freunde die grade einen Welpen haben handhaben es so und da ich vielleicht iiiiiiirgendwann wieder einen Hund möchte, grübel ich grade darüber nach.
Ich finde es recht gut, da mir persönlich später bei einem Erwachsenen Hund zwei Dinge wichtig wären....
Nämlich das er entweder Fuß geht (nein kein Hundeplatz Fuß sondern einfach nur neben mir, oder eben frei läuft und das ganze mit und ohne Leine).
Viele lassen ihren Hund ja auch einfach einen Meter an einer normalen Leine vor, aber irgendwie finde ich das ungünstig, da ich denke es fällt einem Hund später sehr schwer diesen Radius ohne Leine dann einzuhalten....oder doch nicht?Vielleicht mag mir ja jemand etwas dazu sagen der es so handhabt?
Meine Freunde handhaben es dann einfach so das sie den Hund abdrängen, die ersten Wochen war er sehr brav dabei, inzwischen ist er 4 Monate und da ich relativ häufig mit dem Hund gehe, merke ich das es nun immer häufiger vorkommt das ich ihn korrigieren muss. Er hüpft dann auch gleich zurück, aber im gleichen Moment auch wieder vor. Ist es vielleicht bei einem Welpen zu viel verlangt? (Wie gesagt er soll nur nicht an mir vorbeilaufen, mehr nicht.......Fragen über Fragen...
Assira
- Vor einem Moment
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Fusslaufen, auch wenn es kein Sport-Fuss ist erfordert höchste Konzentration vom Hund, und ein Welpe ist damit auf die Dauer schlicht überfordert. Er muss dabei die ganze Zeit Formationslaufen machen, während 1000 Eindrücke auf ihn einstürmen..... Wie weit soll er denn Fuss laufen? Mehr als 30, 40 Meter würde ich da noch nicht verlangen, je nach Ablenkungsgrad sind schon 10 m eine Höchstleistung! Die Anforderungen, entweder in Dauer, oder in Ablenkung, sollten nur ganz langsam gesteigert werden.
Weiter fällt mir auf, dass wohl versucht wird, nur über Strafe bei falschem Verhalten zu arbeiten. Das vermittelt ihm bestenfalls, was er NICHT tun soll, nicht aber, was er tun soll (nämlich nebenher laufen). Er weiss schlicht nicht, was gefragt ist, und hat auch keinen Anreiz, es zu tun. In dem Alter entwickelt sich das Interesse für Aussenreize ganz stark, die Welt ist soo spannend, und da möchte er sie in einem passenden Tempo erkunden....
Mein Tipp:
- Anforderungen drastisch senken, erst nur wenige Schritte in ablenkungsarmer Umgebung.
- Erwünschtes Verhalten belohnen! Und wenn es nur 3 Schritte sind - für den Welpen ist das gar nicht einfach, und Leistung sollte honoriert werden.Leinenspaziergänge im Fuss sind für einen Welpen eine Überforderung. Je nach Wohnsituation wird Freilauf nicht überall machbar sein, meist braucht man eine Möglichkeit, den Welpen zwar angeleint zu haben, aber doch entspannt und mit Schnüffelerlaubnis, und Möglichkeit zum Versäubern. Viele Hundehalter nutzen da die Unterscheidung von Geschirr und Halsband: erste kurze Übungen zum Leine laufen am Halsband, mit Geschirr ist mehr Freiheit gegeben.
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Genau das dachte ich mir auch, das es eventuell zu viel Konzentration fordert.
Jedoch soll der Hund sich ja auf nichts konzentrieren, sondern einfach nur nicht überholen.....gelobt wird er mit Leckerli und Stimme, das ist ja klar. Ist aber nicht mein Hund, kann ich nicht reinreden und war nur ein Beispiel für die MethodeAber so für meinen persönlichenn Wissensdurst:
Wenn ich zu dem an der langen Leine gehen von Anfang an ein Kommando mit einbaue, hält der Hund diesen 2 Meter Kreis dann auch später ein? Ich kenne eben fast nur Hunde die entweder Fuß können oder rennen, aber sich in der Nähe ohne Leine bewegen nicht, habe es aber durchaus schon gesehen. Wie komme ich da hin? Obiges wäre für mich eben so die Lösung gewesen das es dann eben entweder nur Fuß gibt oder rennen.Ich hoffe das ist nun nicht total verwirrend ...
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Zitat
Genau das dachte ich mir auch, das es eventuell zu viel Konzentration fordert.
Jedoch soll der Hund sich ja auf nichts konzentrieren, sondern einfach nur nicht überholen.....
Genau das erfordert Konzentration! Er soll ein Tempo laufen, welches ihm nicht entspricht, ein gleichmässiges Tempo - das ist vollkommen unnatürlich! Beobachte ihn mal ihm Freilauf, da wird er stoppen, schnüffeln, dann lossprinten, wieder Stopp und umdrehen, usw..... Er muss da ständig auf den Menschen achten, obwohl es soviele ungleich wichtigere Dinge (in seinen Augen!) für ihn zu tun gäbe. Das IST Konzentration!ZitatAber so für meinen persönlichenn Wissensdurst:
Wenn ich zu dem an der langen Leine gehen von Anfang an ein Kommando mit einbaue, hält der Hund diesen 2 Meter Kreis dann auch später ein? Ich kenne eben fast nur Hunde die entweder Fuß können oder rennen, aber sich in der Nähe ohne Leine bewegen nicht, habe es aber durchaus schon gesehen. Wie komme ich da hin? Obiges wäre für mich eben so die Lösung gewesen das es dann eben entweder nur Fuß gibt oder rennen.
Es ist sehr unwahrscheinlich, dass der Hund diesen Leinenradius ohne weiteres auch ohne Leine einhalten wird, hängt aber auch stark vom Hundetyp ab. (Btw, eine 2 m Leine ist eine kurze Leine!) Oft wird bei der Leinenführigkeit nämlich dem Hund beigebracht, den Leinenzug sofort zu lockern. Er macht seinen erlaubten Radius also am taktilen Signal fest, nicht an einer abstrakten Distanz - das ist für ihn viel schwieriger. Man muss ihnen dieses Kommando also ohne Leine nochmal extra erläutern und beibringen. Wobei es bei einigen Hunden nicht viel braucht, wenn sie eh sehr auf ihren Menschen fixiert sind. Für andere ist ein Kommando, im 2-3 m Umkreis zu bleiben purer Stress und oft nur über recht drastische Methoden beizubringen. Für die ist ein lockeres Fuss einfacher - oder dann eben angeleint an einer längeren Leine. Meine Hunde sind so - die schnüffeln entspannt an der 3 - 5 m Leine, ohne zu ziehen, sie aber abgeleint in dem Radius zu halten ist extrem stressig für alle. Mir ist es den Aufwand nicht wert, will ich sie dauerhaft so nahe haben, kann ich auch anleinen, denn Freilauf ist ein so enger Radius nicht. Aber es gibt Hunde, da geht das recht leicht - hatte auch schon so einen.Merke: Hunde können - grad was den Radius betrifft, sehr verschieden sein.

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Ok, jetzt habe ich es kapiert, danke für die Auskunft.
Ich denke auch das es auf den Hund ankommt, aber ich dachte man kann das schon von Anfang an recht gut lenken :)
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Ich denke ein älterer Hund weis ganz genau (sofern man es ihm beigebracht hat) wann er an der Leine locker nebenher laufen soll/muss und wann er voraus darf.
Ich habe das "Fuß" bei allen drei Hunden zuerst als Kommando aufgebaut, das erleichtert einiges, als wenn man nur mit dem Körper arbeitet.
Da aber jeder meiner drei Hunde dann am Ende eine unterschiedliche Definition von "Fuß" hatte (nebenher gehen, zwei Schritte voraus ohne ziehen oder hinter mir) wollte ich, dass alle drei es gleich machen, nämlich hinterher gehen - also so wie deine Bekannte es vor haben.Da hab ich dann auch mit dem Fuß zurückgedrängt bzw den Weg versperrt. Da alle drei aber schon aus dem Welpenalter raus waren haben sie das verstanden und waren nicht so typisch-welpig-dödelig

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