Bandscheibenvorfall
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Hallo!
Ich suche nach Leuten, deren Hunde einen Bandscheibenvorfall hatten. Habt ihr operieren lassen? Welche OP Methode wurde gewählt? Wie ging es euren Hunden nach der OP?
Die Diagnose bei unserem Dennis (Entlebucher, 4 1/2 Jahre alt) lautet wie folgt:
"Bandscheibenvorfall L7/S1 mit Verlagerung der Cauda equina und Kompression beider Segmentalnerven L7 (rechts mehr als links)"
Ich wäre vor allem an Erfahrungen von Leuten interessiert, bei deren Hunden ein ähnlicher Fall vorlag!
Danke & liebe Grüße!

- Vor einem Moment
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Hallo,
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Von einem Facharzt:
Zitat
Zur Operation rät er nur in ganz seltenen Fällen. Trotzdem werden seine Patienten sogar dann wieder gesund, wenn sie unter einem schweren Bandscheibenvorfall leiden. „Weil 90 Prozent aller Bandscheibenvorfälle von selbst ausheilen“, so Marianowicz. „Der Körper und seine Selbstheilungskräfte schaffen das in der Regel von ganz allein. Man muss ihm nur die nötige Zeit dafür geben.“ Diese Zeit beziffert der Rückenspezialist auf etwa sechs bis zwölf Wochen. Natürlich kann und soll der Arzt dem Körper dabei helfen. Dann können konservative Therapien wie Krankengymnastik, Schmerzmittel und Injektionen diese Zeit deutlich verkürzen. -
Danke, interessant. Das bezieht sich aber auf Menschen und da fällt die Bandscheibe glaube ich eher seitlich vor und nicht in den Wirbelkanal.
Aus dem Wirbelkanal kann das Bandscheibenmaterial nicht von selber verschwinden.

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Hallo,
es wäre wohl wichtig, zu wissen, welche Symptonme Dein Hund zeigt.
Meiner wurde wegen CES operiert, also schon irgendwie vergleichbar. Heute hat er ziemlich starke Rückenprobleme, die sich auf die Vorhand auswirken - Fehl- und Überbelastung, die zu galoppierender Arthrose und Entzündungen von Sehnen, Muskeln,Schleimbeuteln etc. geführt hat.
Ich würde heute nicht mehr so schnell operieren lassen. Es sei denn, der Hund hat schon deutlich erkennbare Lähmungserscheinungen.
Wenn nicht, würde ich es mit Physio probieren, außerdem eine gute Schmerztherapie, wenns sein muss, auch mal einen Cortison-Stoß. Man braucht aber Glück und Geduld, den richtigen Tierarzt zu finden...Alles Gute!
Birgitta -
Hallo,
ja während bei Menschen heute der Trend mehr zum konservativ behandeln geht, wird beim Hund nach wie vor in der Regel operiert, zumindest, wenn es zu gravierenderen Symptomen kommt (Grad 2-3, das heißt Lähmungserscheinungen, Inkontinenz etc.). Insofern wäre es tatsächlich hilfreich, wenn du kurz den Allgemeinzustand deines Hundes schilderst.
Dann ist es so, dass man, wenn man sich zur OP entschließt, dies schnell tun sollte, da Nerven sonst irreparabel durch den Druck geschädigt werden können.
In zwei Fällen, die ich persönlich bei Hunden im Bekanntenkreis erlebt habe, wurde der Hund nach erfolgter OP (trotz vollständiger Lähmung beider Hinterläufe vor der OP in einem Fall) fast wieder völlig der Alte, auch meine beiden Hundephysiotherapeuten berichten von tendenziell guten bis sehr guten Prognosen, sofern eben schnell gehandelt wird.Was raten denn deine Tierärzte? falls du nicht sicher bist, hilft es vielleicht auch eine Zweitmeinung von einem Orthopäden/Chirurgen einzuholen oder vielleicht auch den Hund einem erfahrenen Hundephysiotherapeuten vorzustellen, die sind da in der Regel auch sehr fit und haben viel Erfahrung bei der Beurteilung und Prognose.
Falls du dich gegen eine OP entscheidest, wird vermutlich mit Glucocorticoiden und Schmerzmitteln bei strikter Ruhighaltung behandelt werden, um die Schwellung/Entzündung zu bekämpfen. unterstützend würde ich auch hier einen Physiotherapeuten einschalten, mit Schwimmen oder auf dem Unterwasserlaufband kann sehr gut unterstützende Muskulatur aufgebaut werden, ohne dass das Skelett zu stark belastet wird.
Viel Glück bei der Entscheidungsfindung und gute Besserung deinem Hund, ein Bandscheibenvorfall mit unter 5 Jahren ist ja ne ziemlich krasse Sache

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Ach ja, google mal nach "Failed Back Surgery Syndrome", das gibt es in erschreckend hoher Zahl bei Menschen, aber auch bei Tieren. Bei Hunden kommt dazu, dass sie die Kraft aus dem Lendenwirbelbereich dringend zur Fortbewegung brauchen. Fehlt es hier oder verbleiben Schmerzen, dann verlagert sich die Belastung nach vorne.
Ich würde Dir in jedem Fall zu einer zweiten kompetenten Meinung raten.Liebe Grüße,
Birgitta -
Danke für eure Antworten.
Ich sollte dazu sagen, dass es sich bei dem Bandscheibenvorfall nicht um einen plötzlichen handelte, sondern laut Uni Prof. um einen über Jahre (!) gehenden degenerativen Prozess. Da unser Dennis auch HD D1 hat, also HD-mittel, haben wir stets, wenn er beim Aufstehen morgens aufgejault hat, an die Hüfte (Arthrose) gedacht. Fälschlicherweise, denn es war wohl nie die Hüfte Als wir ihn operieren lassen wollten (Goldimplantae), wurde davor ein Röntgen gemacht von Hüfte und Wirbelsäule und da sah man eine "Unruhe" und die beiden Tierärzte, also unserer und jener, der die GI gemacht hätte, rieten uns zur Klärung zu einem CT.
Dennis hatte diese Beschwerden (aufjaulen beim Aufstehen morgens) ca. 2-3 Mal pro Jahr und nach ein paar Tagen mit Medikamenten (nicht-steroidale Entzündungshemmer, teilweise auch Cortisonhaltig z.B. "Phen-Pred") waren diese Beschwerden immer weg und wir konnten absetzen bzw. ausschleichen.
Seit Weihnachten beobachten wir eine extreme Häufung der Beschwerden und ein sofortiges Wiederkehren nach Absetzen der Mittel. Und er wollte von sich aus z.B. nicht ins Auto springen (keine Sorge, das wird er auch nie wieder tun - wir haben schon eine Rampe gekauft!).
Die Prof. an der Uni, die uns nach dem CT die Bilder und den Befund erklärte uns, dass eine OP "umstritten" ist, aber in seinem Fall würde sie diese schon vorsichtig empfehlen, da wirklich sehr viel Bandscheibenmaterial im Wirbelkanal liegt.
Unser Tierarzt war jetzt auch nicht so angetan von der OP, bot aber an, sich bei einem Chirurgen zu erkundigen. Was ihn dann doch erstaunte war die Häufung der Beschwerden. Wir selber haben vor 1-2 Neurochirurgen zu kontaktieren.
Eine Physiotherapeutin in einem anderen Hundeforum hat mir aufgrund des Befundes und aufgrund von Dennis' Alter eindeutig zu einer OP geraten.
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Ah okay, danke für die Ausführungen. in diesem Fall würde ich persönlich mit auch noch die zweige Meinung vom Neurologen/Chirurg einholen, aber tendenziell eher auf intensive Physiotherapie setzen und vorerst von einer OP absehen.
Ist zwar nicht ganz billig, aber hilft meiner Erfahrung nach enorm. mein altern Dobi ist gesundheitlich die reinste Baustelle, aber mit regelmäßiger Physio halten wir ihn nun schon seit Jahren auf einem konstant guten Niveau.mensch, das tut mir ja echt leid mit eurem Dennis, so jung und schon solche gesundheitliche Probleme, das ist wirklich nicht schön.
daher nochmal alles Gute und schnelle Besserung!
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