Probleme mit dem Welpen / Aggressivität

  • Hallo ihr Lieben! Mein kleiner ist nun seit ca 5 Wochen bei mir. Er kommt aus Bulgarien und ist ein Husky Mischling, ca 4-5 Monate alt. Ihm geht es soweit gut, er frisst und wächst und spielt und eigentlich ist er auch unheimlich lieb. Er beherrscht "Sitz" bereits super, kommt meistens wenn er gerufen wird und hört auch schon auf "Nein" ganz gut. Allerdings habe ich einige Probleme mit ihm die ich hier mal auflisten werde, denn so langsam bin ich überfordert.

    - Er ist extrem frech der großen Hündin (Collie Mix, ca 2-3 Jahre) gegenüber. Anfangs war er richtig bösartig eifersüchtig wenn ich sie mal streichelte, das hat sich schnell von allein gelegt aber beim Spielen geht er oft zu weit, beißt zu fest, nimmt ihr Spielzeug weg, reagiert bösartig wenn sie etwas von ihm nimmt und frisst ihr Futter - kommt sie allerdings in die Nähe von Futter das er begehrt (nichtmal unbedingt sein Napf) wird er bösartig. Sie ist einfach viel zu gutmütig und zieht sich meistens nur zurück.

    - Er war eigentlich schnell so gut wie stubenrein; mittlerweile macht er mindestens 5x täglich in die Wohnung. Wenn wir allerdings außer Haus sind (auch als wir letzte Woche überraschend 4,5 Stunden weg mussten) macht er garnichts. Er stellt auch nichts an sondern wartet ganz lieb und geduldig bis wir wieder kommen - sind wir allerdings zuhause macht er uns quasi vor die Nase. Auch wenn wir im Garten waren macht er keine 10 Minuten später häufig wieder in die Wohnung.

    - Das schlimmste Problem; in der ersten Woche war er ganz ruhig und lieb. Dann fing er an zu bellen bzw knurren wenn jemand zur Haustür reinkam bzw ihn aus dem Schlaf hochschreckte, das war aber eher vorsichtig und zaghaft und da die Große einen sehr ausgeprägten "Wachhundinstinkt" hat, dachte ich zunächst er schaut sich das nur ab. Dann begann er Menschen die ihm draußen zu nahe kamen bzw Radfahrer anzuknurren ebenso wie Besuch in der Wohnung. Das ging aber immer nur ein paar Minuten bzw bis das angebellte Objekt verschwand und es sah sehr danach aus als hätte er einfach nur Angst. Mittlerweile knurrt er ständig wenn er draußen etwas hört oder sieht (auch weit entfernt) und auch bei Besuch wird er nicht schnell ruhig und er und die Große stecken sich mit dem gebelle gegenseitig an. Gestern haben wir ihn mitgenommen als die Große zum Tierarzt musste damit er die Umgebung schonmal sieht und keine Angst hat - da ist er jedoch richtig aggressiv geworden. Er hat Die Ärztin und die Helferinnen wirklich richtig bösartig angeknurrt und gebellt und wurde erst ein wenig ruhiger als ich ihn auf den Arm nahm - ganz beruhigt hatte er sich erst als wir raus gegangen sind. Es klang wirklich so als wolle er bald schnappen und er macht auch schon länger beim Knurren Andeutungen aber er schnellt immer nur nach vorne und zieht sich dann schnell zurück - "droht" also nur. Heute Morgen wollte meine Mutter ihm dann sein Geschirr anlegen. Bisher hat er sie noch nie angeknurrt oder Ähnliches aber ihr gegenüber war er laut ihrer Aussage heute Morgen wohl auch so aggressiv. Ich weiß wirklich nicht woran das liegt und ich hab echt keine Ahnung was ich da tun sollte..

    Würde mich sehr freuen wenn mir jemand helfen kann! Seine Schwester legt dieses Verhalten wohl nicht an den Tag, laut ihrem Frauchen ist sie ganz lieb und ruhig
    vielen Dank im Vorraus :ops: :hilfe:

  • Da hast Du aber einen bösen Welpen erwischt :lol:

    Mal im Ernst, ein Welpe ist weder aggressiv noch bösartig.

    Meistens erwacht im Alter von 5-6 Monaten der Wachinstinkt und eine Unsicherheitsphase beginnt. Die Welpen nehmen nun bewusst das fremde Außen wahr.
    Lass ihn alles kennenlernen, beruhige ihn, wenn etwas unheimlich ist.

    Meine Welpen sind in dem Alter zum Nachbarn rüber und haben ihn heftig in seinem Garten angebellt. Der stand ganz steif vor Angst vor den Zwergen. :D
    Das hat sich alles gelegt.

    Zitat

    Er ist extrem frech der großen Hündin (Collie Mix, ca 2-3 Jahre) gegenüber.

    Da sie weder alt noch schwach ist, wird sie lernen, sich zu wehren.
    Außerdem wird sie nachher die Hosen anhaben, wenn der Kleine erwachsen ist.
    Rüden ordnen sich Hündinnen im Allgemeinen unter.

  • Husky -Mix aus Bulgarien? Irgendwie unwahrscheinlich...

    Bei uns kommen grad immer mehr Herdenschutzhunde und Herdenschutzhundmixe aus Rumänien und Bulgarien an, Freundin von mir (die echt Ahnung hat) hat einen auf Pflegestelle und die ist toll, aber auch sehr kernig. Gerade auch mit den anderen Hunden, z.B. wenn es ums Futter geht. Die 5 Monate alte Hündin hat ihren erwachsenen Rüden komplett eingeschüchtert... Bedarf einigem Management und sehr viel Konsequenz.

    Vielleicht die Möglichkeit in Hnterkopf behalten.

  • Klingt für mich als hätte dein Welpe einfach noch keine Grenzen aufgezeigt bekommen. Wenn er eure Althündin bedrängt etc. Warum gehst du nicht dazwischen? Wenn sie ihn nicht zurechtweisen kann/will, ist es deine Aufgabe für Ruhe zu sorgen. Schick ihn weg, wenn er frech ihr gegenüber wird und gut ist. Und am Napf des anderen hat keiner der Hunde etwas zu suchen. Beaufsichtige daher die Fütterung.
    Wenn er Menschen anknurrt, klarer Abbruch und du bringst ihn kurz aus dem Zimmer. Dann neuer Versuch. Aggression gegen Menschen wird nicht geduldet. Das musst du ihm jetzt klar machen bevor er größer wird und richtige Zähne bekommt. Und ja, so wie du es beschreibst, wird es nicht mehr lange dauern bis er zu schnappen und dann zu beißen beginnt.
    Wenn er natürlich unsicher ist und Angst hat, zeige ihm, dass es nichts zu befürchten gibt, z.B in dem du den Menschen berührst und ihn aufforderst näher zu kommen und zu schnuppern.
    Aber wenn er einfach nur frech wird, weil er gerade etwas nicht möchte, ist Verständnis und Beruhigung völlig fehl am Platz.
    Was die Stubenreinheit angeht, einfach wieder öfters mit ihm rausgehen bis er das Prinzip wirklich geschnallt hat. Wenn es sein muss, wieder jede Stunde. Wobei in dem Alter natürlich immer noch mal ein Unglück passieren kann.

    Wenn wie von einem User vermutet wirklich ein Herdenschutzhund drinsteckt, braucht er nichts nötiger als eine klare Führung und strikte Grenzen und Regeln. Dann wird das auch.

  • Zitat

    Da hast Du aber einen bösen Welpen erwischt :lol:

    Mal im Ernst, ein Welpe ist weder aggressiv noch bösartig.

    Meistens erwacht im Alter von 5-6 Monaten der Wachinstinkt und eine Unsicherheitsphase beginnt. Die Welpen nehmen nun bewusst das fremde Außen wahr.
    Lass ihn alles kennenlernen, beruhige ihn, wenn etwas unheimlich ist.

    Meine Welpen sind in dem Alter zum Nachbarn rüber und haben ihn heftig in seinem Garten angebellt. Der stand ganz steif vor Angst vor den Zwergen. :D
    Das hat sich alles gelegt.

    Hazel hat in dem Alter auch fremde Menschen aus Unsicherheit versucht zu verbellen, aber dass ein Hund in dem Alter schon versucht durch Schnappen nach vorne zu gehen, halte ich nicht mehr für normal und dieses Problem sollte angegangen werden, bevor der Hund älter wird. Indem man ihm zeigt, dass er nichts zu befürchten hat und indem man klare Grenzen im Umgang mit Menschen setzt.

  • Ich finde die Entwicklung auch bedenklich. Es macht dem Lesen nach den Eindruck, als ob Euer Hundekind in Situationen geworfen wird von Euch und dann ziemlich viel selbst regeln muss im Leben und nun anfängt es auf seine Art zu tun...

    Beim Drangsalieren der älteren Hündin ist ganz klar der Mensch gefragt. Hunde sind Hunde, weil sie Führung durch ihre Menschen benötigen. Auch dabei ;)

    Ich denke, dass der gesamte Umgang mit beiden Hunden da eine Rolle spielt und rate Euch zu einem Hundetrainer, der sich das Ganze mal bei Euch Zuhause anschaut.

    Viele Grüße
    Corinna

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