Jungrüde dreht auf - was für Möglichkeiten?
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Huhu,
jetzt erstelle ich noch einmal ein Thema, bei dem ich hoffe, dass ich ein paar Tipps bekomme :)
Mein Merlin, 6 Monate alt, ist ein aufgedrehter und fröhlicher Hüpfer. Gerne auch mal liebevoll "Ochsenfrosch" genannt. Der Kerl spielt und tobt gerne und bolzt dabei gerne durchauf - die Gegend - vorallem mit anderen Hunden. Und er liebt Menschen. Besonders Kinder und meine Freunde bzw. meinen Freund.
Dabei ergeben sich zwei "Probleme", die ich nun mit ihm trainieren muss.
1. Er dreht total auf. Merlin ist, nachdem irgendwas Aufregendes passiert oder nach viel Aktion, völlig überdreht und schafft es oft nicht von alleine wieder runter zu kommen. Er ist immer der Letzte, der mal ein Spiel beendet (bei Hunden) oder sich schlafen legt (wenn ich zB bei meinen Eltern mit ihren Hunden, auch Merlins Schwester Zelda) und das auch nur, wenn ich ihm Geschirr und Leine anlege und ihn sanft zur Ruhe zwinge. Wenn sich dann aber wieder was regt, ist er wieder voll dabei. Auch nach Spaziergängen ist er oft noch überhitzt und bekommt dann seine 5 Minuten und Bellattacken.
Meine Methode? Versuchen ihn auszubremsen und zur Ruhe zwingen. Lege ich sein Geschirr dran, wird er bei mir daheim ruhiger. Wenn er aber nicht alleine ist (zB mit anderen Hunde, etc.) muss ich ihn schon mit Leine bei mir halten und warten bis er sich beruhigt. Vorher wird aber protestiert und gequietscht. Und während die anderen hunde schlafen, nervt er rum und tippelt lieber jedem hinterher obwohl er eigentlich schon längst einen Herzinfarkt bekommen müsste....Aus lauter Stress scheint er dann auch gern mal die Coach meiner Eltern oder das fremde Hundebett anzupinkeln.2. Er springt viele an. Besonders die, die keinen Hundekontakt wollen... Mich springt er schon sehr lange nicht mehr an. Im Freilauf lasse ich ihn mittlerweile nur noch an der Schleppleine, weil die Gefahr doch zu groß ist, dass überraschend jemand auftaucht und Merlin dann sofort durchstartet. Wenn jemand ihn streicheln will, gerade Kinder die er sehr liebt, dann muss ich ihn immer am Geschirr am Boden halten. Dabei lobe ich ihn natürlich immer wenn er auch mit den Pfoten unten bleibt. Aber würde ich ihn nicht halten, wäre seine Zunge schon wieder im Gesicht des Menschen. Und gerade bei kleinen Zwergen kann das schon wieder gefährlich oder einfach unschön für die Eltern werden. Auch wenn ich Besuch habe, tut Merlin die ganze Zeit so, als würden diese gerade erst reinkommen. Da wird begrüßt und gequietscht und gewedelt und gesprungen was das Zeug hält. Oft schon muss ich ihn dann im Haus an die Leine nehmen oder ihn mit seinem Kong bändigen. Ärger gab es dann auch schon wenn er zB absolut nicht von meinem Freund ablassen will und ihn dauernd voller Freude anspringt und in die Haare beißt.
Leider stellt sich Merlin ja nicht nur einfach mit den Vorderpfoten am Menschen auf sondern hüpft richtig wie ein Kängeru in die Luft. Clickern bringt dabei auch nur wenig, da ihn die Leckerlis oder Zuspruch null Interessieren. Der anzuspringende Mensch ist viel besser.3. Leider dreht Merlin wegen meinem Mitbewohner, mit dem ich aber wenig zu tun habe, total auf. Er wird leidenschaftlich begrüßt und besprungen. Hört er ihn will er sofort hin und begrüßen. Es wird auch an seiner Tür gescharrt und in seinem Zimmer dann ununterbrochen gebellt. Ich kann da kaum mehr machen als Merlin wieder stillschweigend wegzuziehen oder zu mir zurufen und Tür zu schließen. Ein entspanntes Nebeneinander herleben ist da noch kaum möglich...kann aber auch am Alter liegen, wer weiß...
4. Ich bin viel mit meiner Mutter und Merlins Schwester Zelda unterwegs. Die beiden lieben sich abgöttisch und sind gemeinsam ein unausstehliches Team...Mit den beiden zusammen ist ein Training während des Freilaufs kaum zu denken. Da funktioniert kein Abrufen mehr... Was aber wirklich stört ist das Rumgehampel während der Autpfahrt. Die beiden sitzen mit Gurten auf der Rückbank und müssen ständig während der Fahrt spielen. Leider ist dann auch immer mein Merlin der Unruhestifter...Ein Abbruchkommando hält da nicht lange und selbst wenn jmd dazwischen sitzt versuchen sie immer noch über Umwege miteinander rumzuschnäbeln.
Ich weiß, er ist jung und voller Lebensfreunde und dass alles kam schon zigmal in ähnlich klingenden Threads aber es ist manchmal echt schwierig, wirklich sinnvolle Tipps für meine Situation herauszufiltern.

Vielen Dank..
- Vor einem Moment
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Wenn Merlin mit mir alleine ist ist er übrigens ein Schatz...
Kein Gespringe, kein Geziehe, er legt sich nach einem "Schluss jetzt" dann auch mal hin...abgesehen davon dass er zur Zeit auch bei mir Bellattacken bekommt, aber die legen sich bei mir schneller wieder als bei anderen...
Ihm fehlt es soweit auch an nichts, hat klare "Regeln" bzw. Zeiten.
Ich achte eben wegen seiner Art auch darauf, dass es einen Ausgleich zwischen Action und Ruhe gibt. Wie gesagt, ich muss ihm immer zeigen, wann jetzt mal Schluss ist und ihn sanft dazu nötigen, einfach mal zu entspannen...
Er ist einfach irgendwie ein Ritalinkind
und ich weiß noch nich zu 100% wie ich damit umgehen kann, sodass er sich weiterhin wohl fühlt. -
spiel vorher unterbrechen, ihn zu ruhe "zwingen", auch eben zu schlafenszeiten.
anspringen unterbinden.wenn du das alles schon machst, würd ich das noch bischen mehr machen, sprich früher abbrechen usw. und eben durchziehen, irgendwann wird er es schnallen und ruhiger werden.
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Ich würde überprüfen, ob die tägliche action nicht zu viel ist und evtl. den Alltag umstrukturieren.
Ruhezeiten einfordern (dem Hund beibringen, auf Kommando ins Körbchen zu gehen, was zu Kauen anbieten - das entspannt).
Gezielte Hundekontakte suchen, wo es vielleicht mal NICHT darum geht, zu spielen. Große Hundeansammlungen meiden.
Besuchersituation anders regeln. Hund muss erst Ruhe halten und darf nur dazu, wenn er ruhig ist. Ansonsten ins Körbchen schicken, bis er runter kommt.
Wie sieht der Alltag aus? Kann es sein, dass ihr den Hund mit zu viel Freilauf, zu viel Hundekontakten und zu viel action künstlich hochdreht?
Dann würde ich insgesamt mal einen Gang raus nehmen und ruhige Sachen mit dem Hund machen, wo er sich konzentrieren muss und mit DIR sich etwas erarbeiten kann. (Futtersuchspiele, Apportiertraining usw.)Hundkontakte nur nach Freigabe durch Dich (der Hund soll lernen, zu fragen, ob er darf). Auch mal an anderen Hunden vorbei gehen und ihn NICHT hin lassen. Vielleicht auch mal nur einen Spaziergang in reizarmer Gegend an der Leine und DU machst was mit Deinem Hund statt ihn von anderen Hunden bespaßen zu lassen.
Ich denke, ein bisschen mehr Struktur und Freiraumbegrenzung tut einem jungen Hund immer gut. Und das er lernt, dass mal NICHTS passiert.
Und entsprechende Arbeit, die ihn geistig auslastet. Das macht viel müder, als wenn man stundenlang durch die Gegend läuft.
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Ich würde den kompletten Umgang mit dem Hund verändern.
Wildes Toben mit anderen Hunden würde ich streichen. Ruhige Spaziergänge machen, auf denen nichts passiert und auf denen geübt wird, ruhig zu bleiben bei Aussenreizen.
Zu Hause würde ich Alternativen etablieren, damit der Hund in Besuchersituationen weiss, was er tun darf ( ausser Springen, Begrüssen usw. ) .
Der Hund muss niemanden aktiv begrüssen und der Hund muss auch draussen niemanden begrüssen oder gar gestreichelt werden !
Angefasst werden und ruhig bleiben schliessen sich aus!
Bring dem Hund bei, bei dir zu bleiben, sich an dir zu orientieren, wenn er nicht mehr weiter weiss.
Beginne aktiv mit der Erziehung, im Moment betreibst du Schadensbegrenzung.
Dein Hund ist im Moment mit seinem Leben, so wie ihr es ihm bietet, überfordert, helft ihm, eine Struktur aufzubauen und zur Ruhe zu kommen.
Ich würde nicht nur ein bisschen verändern, ich würde alles verändern.
Wenn ihr anfangt, ihm bewusst Alternativen anzutrainieren, wird er genug zu tun haben und braucht mit Sicherheit keine " Auslastung " mehr.Spaziergänge am besten mit ruhigen Hunden, die ihn ignorieren.
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