Lahmheit, Nervenverletzung?

  • Hallo,

    Also, mein Hund hat vor ca. 7 Wochen angefangen zu humpeln, also bin ich mit ihr zum TA. Dieser meinte dann entweder sei es eine Sehnenentzündung oder eine Dysplasie in Ellenbogen oder Schulter, er gab mir ein entzündunghemmendes Mittel und sagte wenn es in 10 Tagen nicht besser ist dann müssten wir ein röntgen unter Narkose machen.
    Es wurde nicht wirklich besser, ich bin aber nicht wieder hin, weil ich an eine Dysplasie nicht glaube und daher von einer Sehnenentzündung ausgegangen bin - die dauern ja eben manchmal lange, haut mich wenn ihr wollt aber ich wollte eben nicht das mein Hund mal eben in Narkose gelegt wird.

    Vor einer Woche dann habe ich versteckt unterm Fell dann doch einen Dornen in ihrer Pfote gefunden (10 mal vorher gesucht und nichts gefunden) gezogen und ihr auf anraten meines Onkels (Allgemeinmediziner) eine Woche Antibiotika verpasst.
    Aber seit ich den Dornen gezogen habe humpelt sie erst so richtig schlimm.

    Heute war ich also wieder beim TA und der bleibt weiter bei dem verdacht auf Dysplasie, als ich dann darauf bestanden habe das es was mit dem Dornen zu tun haben muss weil es sonnst keine Erklärung dafür gibt warum sie nach dem ziehen so viel schlimmer humpelt als davor meinte er es könne beim ziehen ein Nerv geschädigt worden sein das sei Schmerzhaft aber wirklich in Erwägung schien er es nicht zu ziehen.
    Letztlich hat er mir dann ein Schmerzmittel gegeben und gesagt ich solle ihn am Montag über den Stand der Dinge unterrichten.

    Also meine Einschätzung und mein Wissen ist dieses: bei einer Dysplasie tritt eine Lamheit auf die aber kommt und geht und nicht plötzlich da ist und sich konstant hält wie es bei Samira der Fall war bzw ist, zu meist tritt sie erstmalig auch eher in jüngeren Jahren in Erscheinung und sehr selten bei einem Erwachsenen Hund von 4 Jahren.
    Ein Dornen im Fuß tut weh und ist eine plausible Ursache zu humpeln, wird der Dornen entfernt und daraufhin beginnen starke Schmerzen muss es einen Zusammenhang mit dem Dornen und den Schmerzen geben.
    Eine Entzündung liegt offenbar nicht vor, die würde man sehen.

    Ich hab den Eindruck das der TA nja... so weit ich das verstanden habe würde man eine solche Verletzung einfach mit Schmerzmittel behandeln, welches sie jetzt auch bekommt bis Montag... Schmerzmittel zu verschreiben kostet aber nicht viel Narkose und Röntgen bringt da schon mehr.
    also bevor ich sie röntgen lasse werde ich mir eine zweite Meinung einholen, und wahrscheinlich auch sonnst den TA wechseln.

    was ich mich jetzt wirklich frage ist, nehme ich sie mit zum Gassi gehen oder muss sie weiterhin zu Hause bleiben?
    und, wenn sie jetzt mit Schmerzmittel aufhört zu humpeln bedeutet das überhaupt was? wirkt es nicht auf schmerzen in der Pfote oder am Gelenk gleichermaßen?

    was meint ihr zu dem ganzen?

  • Zitat


    was meint ihr zu dem ganzen?


    Ein Humpeln aus heiterem Himmel bedeutet ziemlich sicher auch, dass der Hund Schmerzen hat, darum gehört das schnell und anständig abgeklärt. Zeigt die Hündin irgendwo (Pfote, Ellbogen, Knie, Schulter, Hüfte,...) gezielt Schmerzhaftigkeit? Wie genau hat der TA untersucht, hat er jedes Gelenk durchbewegt? Lässt Dein Hund das entspannt mit sich machen? Lahmt sie immer auf der gleichen Seite, oder ändert sich das? Wenn der TA auf Ellbogen oder Schulter tippt, warum die Narkose fürs Röntgen? Die braucht es bei halbwegs kooperativen Hunden nur bei HD-Aufnahmen der Hüfte, weil die Hinterbeine dafür gestreckt und eingedreht werden müssen, was in der Tat schmerzhaft ist.
    Hast Du einen fähigen Physiotherapeuten an der Hand? Was sagt der?

    Ohne eine Diagnose zu kennen, würde ich nicht zu mehr oder weniger Bewegung raten, je nach Ursache des Lahmens kann das eine wie das andere hilfreich aber eben auch kontraproduktiv sein.

  • Als humpeln aus heiteren Himmel würde ich es nicht (mehr) bezeichnen, da ich eben jenen Dornen gefunden habe bei dem ich vermute das er schon die gesamte Zeitspanne dort gesteckt hat und ich ihn nur nicht gefunden habe, also die ursprüngliche Ursache war, das es nach dem ziehen dieses Dornens so viel schlimmer geworden ist kann kein Zufall sein. Auch das sie gerade jetzt einen solchen Dornen stecken hat und lahmt aber die Ursache eine andere ist müsste ja schon ein sehr großer Zufall sein. Oder nicht?

    Das sie Schmerzen hat ist klar aber wo verrät sie nicht, also bei Berührung oder Bewegung zeigt sie nirgends Schmerz. Der TA hat die Pfote genau untersucht, beim draufherumdrücken hat sie kurz leise gewinselt, das könnte aber auch einfach Unbehagen gewesen sein. Die Gelenke hat er eher flüchtig untersucht.

    Es ist der linke Vorderlauf, kein Wechsel.

    für was die Narkose nötig ist verstehe ich auch nicht.

    Mit einem Physiotherapeuten hatte ich nie zu tun, sie hatte vorher ja noch nie Beschwerden in dieser Art.

    Danke für deine Antwort

  • Dass ein Dorn Ursache für Humpeln sein kann, ist natürlich gut möglich, dass es nach dem Ziehen des Dorns schlimmer wird, ist eher seltsam. (Also es ist natürlich so, das hab ich verstanden, aber es ist nicht besonders logisch. Stell Dir bei uns einen eingezogenen Spreißel vor, wenn der weg ist, sind auch die Schmerzen verschwunden.)
    Ich würde in verschiedene Richtungen denken:
    - beim Ziehen des Dorns ist nicht alles rausgekommen -> ist die Stelle noch offen? wenn ja, dann evtl. Zugsalbe
    - Sehnenentzündung -> warum wird es unter Entzündungshemmern nicht besser?
    - andere Entzündung, z.B. Abszess wegen eines Fremdkörpers -> ist die Stelle geschwollen, rot, heiß? Sicherheitshalber bitte Körpertemperatur im Auge behalten
    - es ist tatsächlich zufällig gleichzeitig was passiert (Pfote vertreten, Wirbel blockiert,...)
    - Dysplasien entstehen i.d.R. sehr früh, äußern sich aber erst sehr viel später. Ein vierjähriger Hund ist da eher auf der frühen Seite. (Einer meiner Hunde hat HD, die macht sich jetzt mit 11 Jahren langsam bemerkbar. Übrigens konstant, sie läuft sich nicht ein oder hat mal mehr, mal weniger Schmerzen.) -> Röntgen zur Abklärung und ggf. Unterstützung der Gelenke durch Physiotherapie und/oder Ernährung
    - Dorn + Bänderzerrung, könnte nach Entfernung des schmerzhaften Dorns und der daraufhin ausgelasseneren Bewegung das Band erneut gezerrt haben, darum die Verschlimmerung -> eher Schonung
    - daran denken, dass ein Humpeln vorne durch ein Problem hinten entstehen kann, der Hund geht in die Schonhaltung, belastet vorne mehr, überlastet, darum wirds vorne letztlich schmerzhaft
    - irgendwas anderes

    Deswegen wäre mein Vorgehen:
    - Entzündungszeichen beobachten (Stelle schmerzhaft, geschwollen, rot, heiß, Fieber, vermehrtes Trinken, ruhigeres Verhalten)
    - Röntgenbild ohne Narkose mindestens des ganzen vorderen Bereichs, Pfote, Ellbogen, Schulter, Hals- bis Brustwirbelsäule
    - guten Physiotherapeuten konsultieren
    - evtl. Zweitmeinung einholen


    Wie hat sich die Hündin inzwischen unter dem Schmerzmittel gezeigt?

  • Das es nach dem ziehen schlimmer geworden ist finde ich auch sehr seltsam aber ist nun mal so... und da er einige Wochen gesteckt hat finde ich es schon vorstellbar das es anders ist als wenn ich mir einen einfange und ihn sofort ziehe, aber seltsam durchaus, doch an Zufall glaube ich da nicht, dafür war der Zeitpunkt zu offensichtlich, "Wechselwirkung" ist vorstellbar...

    das noch was drin sein könnte, daran habe ich auch schon gedacht, dummer weise war ich in dem Moment als ich den Dornen gezogen hab so perplex das da jetzt doch ein Dornen war das ich nicht wirklich drauf geachtet hab, auch wie Tief, also in welchen Winkel und so... wer ich da Geistesgegenwärtig gewesen hätte ich ihn auch aufbewahrt und ihn dem Tierarzt gezeigt... aber ich dachte da eben auch "ich hab ihn gezogen, dann ist ja jetzt wieder gut"

    Anzeichen für eine Entzündung gibt es nicht, und auch das Antibiotikum hat nicht angeschlagen... also nichts rot, heiß oder geschwollen. von der stelle wo der Dornen war ist auch nichts mehr zu sehen.

    würde man eine Schonhaltung hinten nicht aber auch sehen?

    ich werde mir dann auf jeden Fall eine zweite Meinung ein holen.

    Danke für deine ausführliche Antwort

  • Hallo,

    ehrlich gesagt, glaube ich eigentlich nicht, dass Dein Hund sieben Wochen lang einen Dorn in der Pfote hatte und deswegen lahm ging. Meiner Meinung nach hätte er dann schon längst die Pfote ständig benagen müssen.
    Mein Hund hat ED. Sieben Jahre hat man gar nichts bemerkt, dann ging das Lahmen los und eigentlich nie mehr weg. Von einem Tag auf den anderen.
    Wenn Du auf der sicheren Seite sein willst, dann lass den Hund röntgen oder geh zumindest zu einem Spezialisten in Sachen Orthopädie. Für z.B. Sehnengeschichten haben die ganz bestimmte Prüfgriffe.

    Alles Gute!
    Liebe Grüße,
    Birgitta

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