Junghund bellt sehr gerne

  • Hallo Zusammen,

    wir haben eine kleine Baustelle bei unserer fast 6 Monate alten Dobermannhündin, sie bellt sehr sehr gern!

    Vielleicht kurz zu den Situationen:

    1. Morgens im Garten. Ich stehe morgens auf und gehe gemeinsam mit ihr in den Garten, um dann spazieren zu gehen. Sobald sie draußen ist, bellt sie (ob da wer ist oder nicht, ist ziemlich egal). Auch sonst, wenn sie draußen ist zum spielen(immer mit uns) verbellt sie alles, was sich ums Grundstück herum bewegt...Teilweise eben auch Fliegen, oder imaginäre Gespenster!

    2. Andere Hunde und Menschen beim Spazieren gehen. Sobald sie in der Ferne andere Menschen/ Hunde sieht, bellt sie - Ich denke das ist einfach Unsicherheit und gehe einfach normal mit ihr weiter und beachte es nicht, oder lenk sie durch Kommandos ab.

    3. Beim Spielen mit anderen Hunden - Sobald sie mit anderen Hunden spielt, kläfft sie diese im Spiel permanent an. Sie spielt allgemein sehr laut (bellen, grummeln, fiepen etc. aber alles fröhlich und nicht ängstlich, da hört sie sich anders an).

    Im Endeffekt finde ich 2. und 3. nicht schlimm, wollte es nur dazu anmerken, vielleicht ist es ja für den Kontext wichtig. Ich denke 2. bekommen wir auch auf Dauer gut in den Griff, in dem wir einfach mit ihr üben...

    Ich wüsste einfach nur gerne, wie ich auf 1. reagieren soll. Im Grund bewacht sie das Grundstück (so kommts zumindest bei mir rüber), soll ich dies einfach ignorieren, ihr positiv zusprechen (oder quasi zum Zaun gehen und den imganiären Menschen freundlich hallo sagen, damit sie weiß alles ist i.O.) oder sie zurechtweisen (also lautes "nein" oder so).

    Habt ihr vielleicht ein paar Tipps für mich?

  • In dem Alter erwacht der Wachinstinkt.
    Das wird erstmal gerne und ausgiebig getestet.

    Beim Spielen bellen sehr viele junge Hunde. Das ist normal, genauso, wie Kinder beim Toben laut sind.

    Das Anbellen von Fremden auf dem Spaziergang und auf dem Grundstück würde ich nicht ignorieren.

    Bei meinen Hunden wird das Wachen kurz gelobt mit ruhiger Stimme, evtl. kurzer Körperkontakt durch Hand auflegen.
    Sie wissen dadurch, dass ich das Melden ernst nehme und mich, falls nötig, darum kümmere.

    Ein weiteres Bellen verhindere ich mit dem Satz: Nun ist gut. Das verstehen die Hunde nach einer Weile. Dann folgt nach dem 1. Bellen nur noch ein leises "Wuff".

    Auf Spaziergängen verfahre ich ähnlich, beruhige den Hund, lasse einen jungen Hund auch mal einen Moment schauen und gehe dann ruhig weiter.

  • Ignorien ist blöd beim Bewachen des Grundstücks, da selbst belohnend. Selbst redend (sorry, dieses Wortspiel konnte ich mir gerade nicht verkneifen :D ), brauchst du es auch nicht mit positiv Ansprechen zu versuchen.

    Bei meiner ist ja auch Dobermann drin - und sie bewacht sehr, sehr, sehr gerne. Am effektivsten: Leine dran und beim Bellen ohne Kommentar rein. Als Schritt davor würde ich noch empfehlen: Wichtig bei Luna war und ist, dass man sie ernst nimmt. Sie bellt und du gehst gucken. Wenn sie berechtigt gebellt hat, loben. Wenn nicht, dann sagen "alles gut". Wenn sie dann nicht aufhört, ist der Garten kurze Zeit tabu.

    So kann man ihr beibringen, wann sie bellen darf und wann nicht. Zumindest bei uns war es sehr gut, wenn es auch recht lange gedauert hat. Aber ich will keinen Hund, der nie bellt. Er soll ja aufpassen (dürfen).

  • Danke erstmal für die Antworten!

    Puhh... Na dann werden wir wohl mit Schleppleine in den Garten! Dürfte ja warscheinlich schon reichen, wenn die einfach frei hinterherschleift, hauptsache ich komme schnell dran, wenn sie bellt (die ganez Zeit festhalten ist blöd, weil wir wirklich viel im Garten sind und bei dem guten Wetter wird das nur noch mehr).

    Mich stört das kurz bellen bei nem Grund ja auch gar nicht, nur munteres dauerhaftes Kläffen muss halt nciht sein!

  • Das ist Dobermann.

    Punkt 1 würde mich zB gar nicht stören. Macht Cardassia auch, das gehört zum Morgenritual, raus aus der Hautstür und dann voll Speed laut bellend einmal durch den Garten, vorne am anderen Ende mit den Vorderpfoten auf den Zaun und einmal umgucken.
    Das ist einfach eine Form zu sagen "Aufgepasst Welt, ich bin wieder auf Wachtposten, das ist mein Revier"
    Das gleiche gilt für Spaziergänger und Co. Ich habe kein Problem damit, wenn mein Hund Passanten kurz meldet.
    Was ich nicht dulde ist dauerndes Gekläffe aus Langeweile.

    Mich würde allerdings zweitens mehr stören und daran würde ich vermehrt Arbeiten, weil das richtig unangenehm werden kann, beim erwachsenen Hund und gerade beim Dobermann kein besonders gutes Bild abgibt.

  • Mich stört das Bellen an sich ja auch nicht! Dafür sind wir ja vorher extra umgezogen, in ein Haus am Waldrand, wo sich eigentlich keiner beschwehrt (unsere Nachbarn(Rentner über 70)finden das sogar ganz super, weil sie der Meinung sind der Hund würd auf uns alle aufpassen ;) ... Die finden das echt ganz toll, das wir nen "großen" schwarzen Hund haben). Nur Gespenster ankläffen und/oder einfach nur bellen, weil grad nix spannendes passiert, muss halt nicht sein!

    Ich hab ihr im Garten nun die letzten 2 Tage eine 20m Schleppleine dran gemacht (hab sie einfach hinter ihr herschleifen lassen) und seitdem ist Himora draussen ruhig^^ Sie hat zweimal kurz angeschlagen, weil Kinder vor dem Grundstück herumrannten, aber es gab kein sinnloses Gekläffe :smile: Obs bisher Zufall ist, keine Ahnung...


    @ Helfstyna, ja du hast schon recht bezüglich der Spaziergänger etc. ...Ist in der Hinsicht warscheinlich auch nciht so förderlich, dass wir wirklich im Nirgendwo wohnen und bei Spaziergängen sehr sehr seltern überhaupt mal wen sehen! Jetzt wo es wärmer wird, wollen wir vermehrt mal in Gegenden laufen, wo mehr Hund und Menschen unterwegs sind, um sie da besser dran zu gewöhnen!

  • Hallo,
    Übermäßiges Bellen kann auch ein Zeichen für Stress sein. Evtl. ist sie über oder unterfordert. Wenn du das ausschließt, würde ich entsprechend situationsabhängig daran arbeiten.

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