Kaninchenwiese vor der Tür - wie für AJT nutzen?
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Als ich heute Nachmittag von der Arbeit nach Hause gekommen bin habe ich Rehe auf dem Feld vor unserem Haus gesehen....habe mir die Hunde geschnappt, eine Portion Futter und wir haben die Rehe beobachtet und dabei "Popcorn" gefuttert

Die Rehe sind langsam auf das nächste Feld gegangen und wir hinterher (nein die Rehe sind dann nicht panisch weggerannt, hatten einen relativ großen Abstand zu denen)
Wir haben solange geschaut bis es dunkel war und (war nicht das erste mal Rehe gucken) mittlerweile fressen beide lieber als die Rehe zu beobachten
Ohne Leine geht es bei Rehsichtungen sicherlich noch nicht, ABER wir haben jeden Morgen auch Hasen auf drei Feldern an denen wir jeden Morgen lang gehen... mittlerweile juckt die beiden das nicht mehr dass die da sitzen.. Wenn ich da zwei Jahre zurück denke... kurz Wild gesehen waren die beiden 2 Wochen lang draussen im "Jagdmodus" 
Also hinsetzen und gucken lassen und evtl. das schauen belohnen. Hat bei meinen jedenfalls funktioniert.
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Hallo,
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Einfach rumsitzen und nichts tun kann funktionieren.
Aber ich würde das lieber erst machen, wenn ich mir einigermaßen sicher wäre, dass ich eine Desensibilisierung auch innerhalb meines Zeitfenster schaffe.
Denn grade bei Ninchen läuft das ja nicht so elend langweilig mit der Beobachtung wie z.B. bei Kühen. Die sind ja echt meistens totaaaal langweilig. Bei den Ninchen aber muss nur mal ein anderes Hund-Halter-Gespann vorbeikommen und -hui- da flitzen sie so lustig... Könnte also auch ein Hangeln von Action zu Action werden.
Da würde ich dann lieber dem Hund was zu tun geben. Unterordnung? Oder Appotieren? Is ja recht wurscht, halt etwas, was man auch eher ruhig tun kann. (Also IPO-wettkampfartige UO vllt eher nicht
)
Und vllt vorher schon mit dem Hund das Entspannen auf einer Decke oder mit einem Signal üben? -
Danke, kaham :)
Die normale Dummyarbeit und Reizangel klappt auf der Wiese, klar, manchmal sind sie erstmal etwas abgelenkt, aber recht bald verstehen sie, dass es jetzt Zeit zum Arbeiten ist. Da sind die aber halt auch in nem anderen Modus. Ich werde wohl auch einfachere Sachen probieren, normales Umorientieren, schau, Sitz, Stopp etc. etwas, wo sie nicht den Modus wechseln, sondern im Normalzustand + Ninchen Adrenalin sind.
Und mit dem Zeitfenster hast du eindeutig Recht! Ich habe mir gestern (war ein schöner sönniger, warmer Tag) ne Stunde Zeit genommen, nach ner guten halben Stunde war Herr Hund einigermaßen entspannt. Ich wollte also gerade gehen und SCHWUPPS kam ein Ninchen gehoppelt... joah, da war natürlich wieder Action. Problem: Ich konnte nicht wieder über ne Stunde da bleiben, da die Arbeit anfing :/ Also nur gute 15 min gewartet, er hat sich auch minimal etwas beruhigt und dann halt nach Hause.
Ist halt auch mitunter blöd, wenn man so lange mit nur einem Hund draußen ist, wenn man genau weiß, zuhause sitzt der zweite Hund alleine. Aber mitnehmen geht halt nicht - die drehen sich gegenseitig im Aufgeregtsein wieder hoch. -
LisaSaar,
ich würde gar nicht zu der Wiese gehen, solange der Hund noch gar nicht in der Lage ist den Reiz auszuhalten. Sich da hin setzen und ne Stunde, oder auch halbe Stunde zu warten, bis der Hund sich beruhigt halte ich für kontraproduktiv. Woher weißt du denn, ob dein Hund sich wirklich beruhigt hat, oder einfach nur viel zu ko ist, um noch irgendwie auf den Reiz des Jagbaren zu reagieren?
Falls ich dich da falsch verstanden haben mit "auf die Wiese setzen, wenn die Kaninchen da sind, und der Hund ne halbe Std lang "Tänzchen" ohne Ansprechbarkeit aufführt, dann korrigier mich bitte.Ich würde es eher umgekehrt machen. Den Reiz (also Kaninchensichtung) nur solange zulassen, solang der Hund gerade noch einigermaßen ruhig und ansprechbar ist, und direkt wieder gehen, sobald sich Anzeichen fürs "Ausrasten" zeigen. Notfalls anfangs im Sekundentakt, oder Minutentakt.
Beim AJT fängt man nämlich im Normalfall bei ganz geringer Reizlage an, macht alle Übungen bis sie richtig sitzen, und erst dann erhöht man die Reizlage und geht zur nächsten Stufe über.Bei uns sah und sieht das Ganze dann wie folgt aus:
Wir haben anfangs sämtliche Übungen zunächst daheim gemacht, bis sie fast hundertpro saßen. Das geht noch recht schnell. Dann verlagerten wir das Training auf das kleine Straßenstück vor der Haustür (verkehrsberuhigte Straße direkt am Feld, dazwischen aber noch eine große Baumreihe und Hecke als Sichtschutz zum ersten Feld). Auch hier haben wir die Übungen solang gemacht bis unsere Maus soweit war, dass wir ins Feld gehen konnten, wo wir aktuell wieder fleißig unsere täglichen Übungen machen.
Das Ganze geht jetzt schon knapp über ein Jahr, und ausschließlich an der Schleppleine. Aber Vortschritte sind erkennbar, und im Vergleich zu früher, können wir mittlerweile viel entspannter Gassigehen. Nur noch selten muss ich Ashanti aus ihrem Schnüffelwahn von Spuren abrufen, und bei Wildsicht bleibt sie jetzt auch zuverlässig auf Kommando stehen und hält fast durchgehend Kontakt zu mir, auch wenn sie total unter Strom steht.
Ich wäre nie auf die Idee gekommen, sie einem solchen Stress mitten auf der Kaninchenwiese länger als es ihr eigenes Erregungslevel zulässt, auszusetzen.
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LisaSaar,
ich würde gar nicht zu der Wiese gehen,
Hallo, leider geht das nicht, da die Wiese direkt vor meiner Haustür ist und wir dran vorbeigehen müssen um spazieren zu gehen/zum Auto zu kommen, etc. solange der Hund noch gar nicht in der Lage ist den Reiz auszuhalten. Sich da hin setzen und ne Stunde, oder auch halbe Stunde zu warten, bis der Hund sich beruhigt halte ich für kontraproduktiv. Woher weißt du denn, ob dein Hund sich wirklich beruhigt hat, oder einfach nur viel zu ko ist, um noch irgendwie auf den Reiz des Jagbaren zu reagieren?
Falls ich dich da falsch verstanden haben mit "auf die Wiese setzen, wenn die Kaninchen da sind, und der Hund ne halbe Std lang "Tänzchen" ohne Ansprechbarkeit aufführt, dann korrigier mich bitte.
Ja, das hast du falsch verstanden. Beide sind aufgeregt, klar. Allerdings kann ich ruhig stehen bleiben, sie setzen sich auf mein Kommando (bei Maya brauchts nur eine langsames "Sitz", bei Tizian muss ich manchmal ein zweites Mal auffordern). "Tänzchen" machen sie nur, wenn ein Kaninchen wirklich vor ihrer Nase davonrennt. Durch Körperkontakt beruhigt sich Tizian wieder (Maya auch so) und nach ein paar Minuten kann ich sie wieder umlenken. Aber aufgeregt sind sie trotzdem.Ich würde es eher umgekehrt machen. Den Reiz (also Kaninchensichtung) nur solange zulassen, solang der Hund gerade noch einigermaßen ruhig und ansprechbar ist, und direkt wieder gehen, sobald sich Anzeichen fürs "Ausrasten" zeigen. Notfalls anfangs im Sekundentakt, oder Minutentakt.
Beim AJT fängt man nämlich im Normalfall bei ganz geringer Reizlage an, macht alle Übungen bis sie richtig sitzen, und erst dann erhöht man die Reizlage und geht zur nächsten Stufe über.
Danke für den Hinweis, allerdings ist mir das nicht unbekannt. Die geringe Reizlage ist (jetzt auf dieser Wiese) erstmal nur Spur, dann Ninchen sehen, dann Ninchen wegrennen. Leider kann man ja andere Lebewesen nicht wirklich manipulieren, wann sie denn bitte jetzt stehen bleiben sollen oder nicht. Und wie gesagt, Wiese komplett meiden ist keine Option. Das, was wir auf dieser Wiese machen (Sitz, Dummy, Apportieren, Reizangel) machen wir mit Tizian schon seit er bei uns ist (also 13 Monate). Wie gesagt, er dreht ja nicht komplett frei. Ich will ja nur noch ein paar Tipps haben, wie man so eine tolle Wiese noch nutzen kann, außer "Entspannen und Warten".Ich wäre nie auf die Idee gekommen, sie einem solchen Stress mitten auf der Kaninchenwiese länger als es ihr eigenes Erregungslevel zulässt, auszusetzen.

Und das tue ich ja auch nicht
Wie gesagt, mit Maya machen wir das AJT schon seit 2011, mit Tizian jetzt seit über einem Jahr. Er hat sich so toll entwickelt, er bleibt selbst bei Kaninchenspuren und -sichtung ansprechbar, bei weglaufendem Ninchen braucht er ein paar Minuten zum runterkommen, aber auch dann können wir wieder ihn ansprechen. Aber irgendwie empfinde ich die Wiese echt als Geschenk - mir fehlen nur die Ideen, diese zu nutzen. -
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Ok, dann habe ich das tatsächlich falsch verstanden. Danke für die Aufklärung.
Dann seid ihr doch schon auf einem guten Weg, wie ich finde. ;-)Bei uns ist es im Übrigen genauso mit der Wiese. Die erreichen wir als erstes sobald wir den kleinen verkehrsberuhigten Bereich vor unserem Haus verlassen. Da muss man immer vorbei, wenn man nicht unbedingt ne halbe Stunde Umweg laufen mag, bevor man eine ninchenfreie Wiese erreicht. Wobei das hier in der Region sowieso schwer ist, da es hier nur so wimmelt von den Viechern. Zum Glück ist dieses Jahr kein wirkliches Karninchen-Jahr, sodass die Population sich ausnahmsweise mal in Grenzen hält.
Wir nutzen die Wiese für diverse Nasenübungen, und demnächst auch mal zum Trailen. Ashanti soll halt lernen den Ninchenduft auszublenden, wenn sie andere Aufgaben hat. Das klappt mit Dummysuchen, Leckerchen suchen, Objektsuche ganz gut, solange die Viecher sich nicht blicken lassen.
Das war vor nem Jahr kaum möglich mit Ashanti solche Übungen dort zu machen, da sie sehr schnell und dann auch echt extrem in ihre Spurenschnüffeln-Welt verfiel, und nicht mehr ansprechbar war. Mittlerweile geht das zum Glück aber ganz gut :-)Ich bin gespannt auf weitere Berichte ;-)
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