Diagnose Bandscheibenvorfall
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Hallo,
kann mir jemand von Euch sagen, wie man einen (leichten) Bandscheibenvorfall beim Hund diagnostiziert? Kann man sowas beim Röntgen erkennen oder braucht es dazu ein CT/MRT?
Welche Symptome würdet Ihr bei einem Hund in diesem Fall erwarten?Vielen Dank und viele Grüße,
Claudia - Vor einem Moment
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Hallo Daschenka,
bei meiner Hündin wurde ein Bandscheibenvorfall diagnosiziert auf Grund der 'normalen' Untersuchung.
Ich möchte hier anmerken - wir waren beim Facharzt. Am Tisch stand ein Facharzt für Inneres und ein Facharzt für Chirurgie und Orthopädie.
Die Hinterhand war zu diesem Zeitpunkt komplett gelähmt. Auf Grund von wirklich seeeehr beherztem zupacken des Arztes an der Pfote kam eine Reaktion der Hündin. Er - der Doc - meinte daraufhin, ich finde es super, wenn auch nur verstärkt, aber sie spürt ... wir schaffen das.Die Behandlung erfolgte mit Akkupunktur, Ostheopathie, chinesischen Heilkräutern ... als dies kein Vorwärts mehr brachte, habe ich mich an eine Homöopathin gewandt ... und dann hatte ich das Gefühl, das ist es alles nicht, der Hund hatte einen Infarkt. Ich kann es nicht begründen, ich bin gut geschult und ich weiß, feststellen kann man das nur durch eine Computertomographie ...
Etwa ein halbes Jahr nach der Hinterhandlähmlehmung lag sie tot bei mir im Bett. Jetzt weiß ich, das war ein Infarkt der Lunge/Herz/Hirn, vermutlich der zweite, der erste fand im Rückenmark statt.
Wirklich aufgeklärt hätte das ganze nur eine Comuputertomographie - auf dem Röntgenbild sah man nichts.LG Lady
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Hallo Lady,
vielen Dank für Deinen Beitrag.Im vorliegenden Fall (nicht mein Hund) geht es um einen 2 1/2 jährigen super trainierten Hund, der einen Tag nach einem Wettkampf leichte Schmerzreaktionen (jammern) beim aufstehen/ins Auto steigen zeigte.
Der TA diagnostizierte sofort (ohne Röntgen etc.) einen leichten Bandscheibenvorfall und beendete damit quasi seine Sportkarriere und erschreckte die Besitzerin so, dass sie fürchtete, der Hund würde innerhalb kurzer Zeit nicht mehr laufen können.
Das hat mich sehr geärgert (es ist ein Hund aus meiner Zucht) und ich habe mein Bestes getan, die Besitzerin zu beruhigen aber wollte gern noch mal andere Meinungen dazu hören.Vielleicht hat ja auch noch jemand anders irgendwelche Erfahrungen.
Ach so, nach zwei Tagen Schmerzmittel und Ruhe war der Hund wieder wie neu, spricht in meinen Augen auch eher gegen einen Bandscheibenvorfall.
LG, Claudia
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Hallo Daschenka,
sorry wenn ich jetzt sarkastisch werde ...
ich würde deinen Welpeneltern sagen, dass du diesen TA super klasse findest. Ohne irgendwelche Bilder der Wirbelsäule, kann er mit seinen Augen durch den Pelz erkennen was da los ist. Ist ja auch wirklich kostensparend ...
*sarkusmus ende
Ich kenne das Problem sehr gut, ich meine, wenn man denn da steht und gegen die Meinung eines TA an soll.
Sage doch deinen Leuten sie mögen einen Facharzt/Orthopäden aufsuchen. Egal was da war, es war ja irgendetwas. Und wenn der Hund sportlich geführt wird, ist es ja nicht verkehrt das abzuklären.Was die Spontanheilung des Hundes angeht - das spricht nun wirklich nicht für einen Bandscheibenvorfall. Aber wie gesagt, ich würde es vom Facharzt abklären lassen.
Alles Liebe - Lady
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hatte das Thema heute erst mit meinem Tierarzt (haben seit 2 Monaten eine teils heftige Hinterhandlahmheit). Er meinte zur definitiven Diagnose (vor allem bei leichten Bandscheiben-Geschichten) bedarf es ein MRT... CT reiche nicht immer aus.
Und das obwohl mein Tierarzt ein CT im Haus hat, ein MRT nicht.
Lg -
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Vielen Dank für Eure Beiträge.
Ja, das erste was ich der Besitzerin geschrieben habe war die Frage, ob die TÄ in der Schweiz wohl im Studium auch den Röntgenblick lernen....
Zum Glück hat sie sich seither wieder etwas beruhigt und folgt meiner Empfehlung einen Spezialisten drauf schauen zu lassen, sie kennt wohl einen sehr guten Osteopathen.Ich bin ja nun auch nicht ganz unbeleckt, habe immerhin eine Ausbildung als Tierarzthelferin und auch einige Jahre in dem Beruf gearbeitet und finde es manchmal wirklich absolut unglaublich, wie und was manche TÄ diagnostizieren.
Ich könnte mich da wirklich aufregen aber das nützt ja auch nix.Vielen dank nochmal für Eure Meinungen. Als Züchter ist es nicht immer ganz so einfach, zu behaupten so schlimm kann es ja gar nicht sein, immerhin gibt es genug Züchter die alle Probleme in ihrer Zucht wegreden. Aber da der Hund zu weit weg ist und ich nicht mal einen Blick drauf werfen kann, kann ich es halt nur mit reden versuchen, eine Aufklärung der Sache liegt ja in meinem eigenen Interesse. Zum Glück sind meine Welpenbesitzer alle schon erfahren mit der Rasse und auch ganz vernünftige Menschen.
LG, Claudia
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Meine Schäferhündin hat vor 1,5 Jahren üble Beschwerden in der Hinterhand entwickelt, nur ein MRT konnte definitv Aufschluss geben. Obwohl die Hündin noch keine ausgeprägten Lähmungen hatte, lag ein Bandscheibenvorfall vor. Durch OP haben wir den beheben lassen, Nachsorge mit Physio - und der Erfolg war sehr befriedigend.
Auch hier hatte ich erstmal mit "rassetypischen" Diagnosen zu tun - Deutscher Schäferhund im fortgeschrittenen Alter, ehemaliger Sporthund, Hinterhandprobleme vorprogrammiert. Diagnosen durch bloßes Draufgucken... Und als aufgeregter und besorgter Halter ist es da schon ganz schön schwierig, vernünftig und sortiert zu reagieren.
Auch ich habe guten Kontakt zum Züchter meiner Hündin, was mir ebenfalls eine Hilfe war.
LG,
Petra. -
Also bei Sunny hat man es beim CT "wunderbar" bzw absolut deutlich gesehen. Wir haben aber das CT aufgrund des Verdachtes von Problemen mit den Bändern machen lassen, ob der TA bei Verdacht auf Bandscheibe ein MRT hätte machen lassen weiß ich nicht.
Bei Sunny hat sich der Bandscheibenvorfall durch leichtes Humpeln nach dem Aufstehen und nach langem Laufen geäußert.
Ist ja auch ein Unterschied, ob Halswirbelsäule oder Rücken. Da können verschiedene Symptome auftreten, vom Humpeln bis zur kompletten Lähmung.
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