Nerviges Bellen Zuhause - wie abstellen?

  • Hallo ihr Lieben, mein Hund bellt alles Mögliche im Fernsehen an, vorzugsweise Tiere. Außerdem bellt sie wenn die Nachbarn sich unterhalten (man hört es ganz zart durch die Wand, wir hören es kaum) oder irgendein anderes Geräusch kommt.

    Das alles geht schon ein paar Monate. Ich muss dazu sagen, dass sich mein Labbi-Mix in der Pubertät befindet und eigentlich kein "Bell"-Hund ist.

    Bisher haben wir diese Dinge ausprobiert: Hund auf seine Decke geschickt, Schnauze zu gehalten und Nein gesagt, Hund ins Platz gebracht, Hund mit Leckerli gelobt wenn sie bei einem Tier im Fernsehen nicht gebellt hat.
    Aber alles ohne Erfolg.
    Und bei einem plötzlichen, derart lauten Bellen mitten in der Nacht oder frühen Morgen, weil Madame irgendwas gehört hat zerspringt einem das Herz vor Schreck und außer Meckern fällt einem dann schlaftrunken nix ein :muede:

    Also wer hat Tipps???? :hilfe: :hilfe: :hilfe:
    Mein Mann und ich freuen uns schon drauf!

  • Hallo,

    Also wir gehen immer "nachschauen". Er hört also ein Geräusch im Treppenhaus/vor dem Fenster oder wo auch immer. Ich gehe hin, schaue mir das mit ganz viel Gestik sehr genau an. Drehe mich zu ihm und sage "passt doch alles". Meistens wufft er jetzt nur noch ein Mal oder lässt es. Wichtig, wenn er anschlägt ist auf Jedenfall zu reagieren, sonst wird es sich festigen. Wie gesagt wir haben mit dieser Methode großen Erfolg. Die Mitbewohner können sogar die Tür aufsperren, ohne dass er anschägt (manchmal). Ungewohnte Geräusche (z.B. der Mixer in der Küche) werde aber doch noch "angezeigt".
    Bei "Fernseh"-Geräuschen, kannst du ja gezielt vorgehen. Ich haben einige Wochen lang, jeden Tag mehrmals auf Youtube ein Video angemacht, wie ein Baby lacht, weil er Baby-Geräusche einfach zum bellen fang. Naja irgendwann fand er sie langweilig...

    Viel Erfolg beim Üben.

  • Ganz ehrlich?
    Wenn es mit ignorieren nicht klappt, würde irgendwann bei mir was fliegen. Elvis darf auch bellen, aber wenn er sich da reinsteigern würde und wegen jedem Furz bellen würde, neeee. Da kommt dann ein Kommando und dann fliegt halt was. Vorzugsweise ein Schlüsselbund oder die Kette. Ja ja böses Meideverhalten.

  • Hallöchen,

    das ist nervig, kenne ich hier recht gut.
    Ich kann dir leider nicht DIE Lösung sagen, nur erzählen, womit es bei uns um Welten besser geworden ist.
    Meine Fayhu hat vor allem alles was sie aus Fenster sieht angebellt und Geräusche im/ums Haus.
    Nix (Strategien ähnlich wie bei euch) hat geholfen.

    Der erste bahnbrechende Anstoß war, als mir eine Freundin geraten hat, den Hund in so einer Situation betont leise anzusprechen, fast schon im Flüsterton. Das bringt die Fluff irgendwie viel besser wieder dazu, ihre Aufmerksamkeit auf mich zu richten.

    Der nächste Schritt war, sie dann ganz ruhig zu mir zu rufen. Für das Kommen - was ja verbunden ist mit dem Ablassen von dem "Alarm schlagen" - hat sie bei mir ein Lecker kassiert. Das selbe Spiel, sobald sie weiter bellen gehen wollte.
    Mit der Zeit hat sich so ein "Kommentar" mit leiser Stimme dazu eingebürgert: "Siehst du was? Hab schon gehört, ist gut!" - ein Signal für sie, dass ich "Bescheid weiß".

    Ich muss sagen, ich war selber überrascht, wie schnell es gegangen ist, dass ein kurzes Wuff genügt, dann guckt sie/geht sie zu mir und legt sich wieder hin. Mittlerweile ist es dadurch um Welten besser. Sie sieht/hört ja weiterhin, aber bellt bei vielem erst gar nicht, oder nur ein, zwei mal kurz auf. Den Keks hinterher braucht es auch nimmer.

    Mmmh, ich hoffe das klingt nicht zuuu verrück, weil letztendlich bestätige ich meinen Hund scheinbar für genau das, was ich unterbinden wollte - das Aufpassen und durch das Bellen melden.

    Nachhinein ist mir klar, wieso. Fayhu ist ein Hund der MITdenkt und MITarbeiten will, eine Aufgabe übernehmen will. Bei "nur" Gehorchen um des Gehorchens Willen geht nix. Sie ist ein nordischer Mix, vielleicht deshalb muss sie einen Sinn in einer Sache sehen und auch ihre Aufgabe gezeigt bekommen. Wenn sie dann dafür Anerkennung bekommt, ist sie glücklich (... und in dem Bell-Fall jetzt alle, weil Ruhe herrscht :D ) Mit jeglichem Unterbinden und kompromisslosem "Hund-hat-zu-gehorchen-wenn-ich-Abbruchsignal-gebe" u.Ä. geht bei uns eben nichts weiter.

    Ich sage ja nicht, dass sowas als Ansatz grundsätzlich falsch ist, sicher gibt es Hunde die genau so geführt werden müssen (und auch wollen und damit am zufriedensten sind).
    Wie gesagt, es ist kein Patentrezept, vielleicht aber eine Anregung zum Probieren?

    Wünsch euch, dass ihr es bald in Griff bekommt :)
    Lieben Gruß

  • Ich habe auch gemerkt, das ein: "ah da ist was, ich geh gucken- alles klar nichts schlimmes" meinen Hund nach einem oder einem zweiten Wuff zum schweigen bringt. Wenn ich ihm den "Mund" verbiete dann prustet er noch leise und angespannt in sich rein und beruhigt sich nicht so schnell wieder.

  • Danke für die Antworten.@ vendai: klingt echt absurd aber klar es klingt logisch was du wegen der Aufgabe schreibst.
    @ lilaelvis: kann auch helfen, vor allem nachts. Ich könnte ja mal den Wecker schmeißen ... Spaß ;-) Zumindest steht mir nachts nicht der Sinn nach Ursache suchen....t sh ""

  • Oh das verstehe ich gut.
    Wenn hier nachts der Schneeflug vorbeirauscht meldet Nero auch (total verpennt). Ich bin dann aber eher ruhig und nicht maulig und nach zwei Mal Wuff ist dann auch meist Ruhe... Manchmal noch ein Schnauber :p

  • Zitat

    Ganz ehrlich?
    Wenn es mit ignorieren nicht klappt, würde irgendwann bei mir was fliegen. Elvis darf auch bellen, aber wenn er sich da reinsteigern würde und wegen jedem Furz bellen würde, neeee. Da kommt dann ein Kommando und dann fliegt halt was. Vorzugsweise ein Schlüsselbund oder die Kette. Ja ja böses Meideverhalten.

    Jep. So ging das bei allen Hunden bisher ratzfatz, und ohne das sie nen seelischen Schaden davon getragen hätten ...

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!