Lauf! mit! mir! Wuff!!
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Hallo liebe Foris,
unser Hund Rufus (Mischling, 1,5 Jahre) ist eigentlich gut sozialisiert. Allerdings hat er eine Angewohnheit, die manchmal doch sehr nervig ist, vor allem aber mal zum Problem werden könnte, wenn er an den "Richtigen" (oder Falschen, je nachdem wie man es sieht..) gerät.
Manche Hunde (scheinbar unabhängig von Rasse oder Größe) findet er dermaßen toll, dass er sie bilderbuchmäßig zum Spielen (Rennen) auffordert - dabei kommt die gesamte Palette zum Einsatz: Hinlegen mit Hintern hoch, Schwanz wedeln, Anstupsen, Hoppsen...und Gebell. Viel Gebell. Vom Gequietsche á la "Ach biiiitte! Spiel doch mit mir!" bis zum auffordernden "Loooos! Lass uns Spass haben! Jetzt!"-Gebell. Und zum Leidwesen unserer Ohren ist er sehr ausdauernd damit, wenn der andere Hund es wagt schlicht und ergreifend keine Lust darauf zu haben und auf Durchzug stellt. Sobald er sein Ziel aber erreicht hat und der andere Hund ihm hinterher flitzt ist er in seinem Element - und da liegt das Problem: Meistens erreicht er sein Ziel. Er bekommt selten (wenn überhaupt) einen Rüffel seitens seiner Artgenossen - entweder ignorieren sie ihn komplett oder sie geben ihm nach. Woraus er wohl die Bestätigung zieht es wieder und wieder zu machen.. Versucht hat er es auch schon bei meinem Partner und mir - nur sind wir auf dem Appellohr taub, daher war die Sache schnell ausgestanden.
Bisher haben wir es so gehändelt:
- abrufen (klappt oft), kurz absitzen lassen, belohnen und wieder losschicken (wo das Dilemma dann weiter geht..), trifft leider nicht den Kern, weil er nicht versteht, warum wir das tun, klar. Trotzdem gern genutzt, weil wir gerne den Abruf unter Ablenkung trainieren.
- anleinen und weiter
- weiter ohne Leine.
Wir haben auch versucht ihn durch ansprechen oder zurechtweisen aus der Situation zu holen aber bisher leider erfolglos (beispielsweise kennt er den Befehl "Schluss" aber ich befürchte doch mir den Befehl kaputt zu machen, da er in anderen Situationen zuverlässig funktioniert, in dieser aber keinen Effekt zeigt).
Nun zeigt er dieses Verhalten nicht ständig (vielleicht bei 2-3%) aber ich möchte doch gerne andere Hunde vor seiner Penetranz und ihn selbst davor bewahren, dass es mal böse endet. In meiner (ehemaligen..) Hundeschule meinte man nur ich solle eine Wurfkette einsetzen, wovor ich aber doch einigen Respekt habe. Rufus ist ohnehin eher unsicher, da muss ich ihn meiner Meinung nach nicht noch mit einem Wurfgeschoss verstören...von den Folgen die es haben könnte, wenn er es mit mir verknüpft mal ganz abgesehen.Was haben wir noch für Möglichkeiten? Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht und falls ja wir können wir das möglichst ohne Wurfkette in den Griff kriegen? Und muss man befürchten, dass er Hundebegegnungen negativ verknüpft, wenn die Kette fliegt, wenn er gerade mit einem anderen Hund spielen möchte?
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Hallo,
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Huhu,
wenn du möchtest, dass dein Hund nicht mehr in solchen Situationen bellt, würde ich ihn jedes Mal, wenn er damit anfängt, aus der Situation rausholen. Es wird gebellt? Dann kommt er an die Leine und ihr geht. Immer und immer und immer wieder. :) -
Ich schließ mich deiner Frage mal an! Bei uns ist auch anleinen und weg schwierig, Madame fängt an Ticken zu spielen...

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Was meinst du mit "Ticken zu spielen"?
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Ich will sie anleinen, sie rennt vor der Leine weg, in die andere Richtung um den anderen Hund...
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Hihi - das Problem kenn ich. Bossi kann da auch überaus hartnäckig sein. Entweder der andere gibt irgendwann entnervt auf und rennt mit *gg oder ich geh einfach mit Kommando "weiter" weiter, fertig.
Ich habs in den ganzen 6 Jahren bisher nicht erlebt, daß ein hund ihn dafür irgendwie gemaßregelt hätte. Entweder die nehmen ihn nicht ernst, oder sie erkennen ganz klar seine Körpersprache (norn runter, po hoch, lefzenlecken beim Anderen, Gehüpfe, seitlich stehen statt frontal etc.), daß er´s nicht böse meint. Höchstens mal, daß einer sich wegdreht und geht, oder ein anderer unsicher wedelnd guckt "was will der?" (meist Goldies - die haben für das Gekläffe so gaaar kein verständnis *gg).
Die einzigen, die das oft mißverstehen, sind fremde Halter, die das nicht kennen! Die sind dann unsicher, ob der Hund das echt nett meint, oder rumprollt - die haben dann aber echt sowas von überhaupt keine Ahnung vom Körpersprache - der ist sowas von deutlich dabei, das kann man, wenn man nur für 5 Pfennige Hundekommunikation kennt, nicht falsch deuten.....
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Zitat
Ich will sie anleinen, sie rennt vor der Leine weg, in die andere Richtung um den anderen Hund...
Dann würd ich den anderen Halter bitten, seinen Hund kurz am Halsband zu nehmen, evtl. kommst dann besser an Deinen ran. Evtl. auch PLATZ befehlen, probier mal, ob er das macht in der Situation, dann kannst ihn holen. Mit Spieli oder Leckerli mitlocken hilft net?
Ansonsten: einfach weiterlaufen, die meisten Hunde sind nicht so "weg" bei sowas, daß sie nicht merken würden, daß der Halter verschwindet. Evtl. kannst ja in neutralen Situationen ein "...und tschüß" konditionieren (indem Du einfach weggehst, wenn Hundi beim normalen Gassi schnuppert o.ä.), und das dann in der Situation mit dazusagen, damit Hundi auch ja merkt, wenn Du gehst. Ich wette, das hilft ;-)
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Zitat
Die einzigen, die das oft mißverstehen, sind fremde Halter, die das nicht kennen! Die sind dann unsicher, ob der Hund das echt nett meint, oder rumprollt - die haben dann aber echt sowas von überhaupt keine Ahnung vom Körpersprache - der ist sowas von deutlich dabei, das kann man, wenn man nur für 5 Pfennige Hundekommunikation kennt, nicht falsch deuten.....
Ich bin nicht unsicher, weiß dass der Hund nicht 'rumprollt und habe Ahnung von Körpersprache - und wäre auch nicht begeistert
- und das hat nichts mit missverstehen zu tun.Ich hatte das erst heute ... Ich war ganz entspannt am Ball spielen mit meiner und ein Hund - der auch nur spielen wollte (wirklich
) - kam angelaufen, ließ sich nicht abrufen und tobte immer um meine Hündin 'rum. Ganz ehrlich? Das nervt! Da hat ein Hundehalter zu kommen und sein Tier einzusammeln. -
Zitat
Ansonsten: einfach weiterlaufen, die meisten Hunde sind nicht so "weg" bei sowas, daß sie nicht merken würden, daß der Halter verschwindet. Evtl. kannst ja in neutralen Situationen ein "...und tschüß" konditionieren (indem Du einfach weggehst, wenn Hundi beim normalen Gassi schnuppert o.ä.), und das dann in der Situation mit dazusagen, damit Hundi auch ja merkt, wenn Du gehst. Ich wette, das hilft ;-)So hab ich das bei meiner auch gemacht und klappt wunderbar

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Zitat
Dann würd ich den anderen Halter bitten, seinen Hund kurz am Halsband zu nehmen, evtl. kommst dann besser an Deinen ran. Evtl. auch PLATZ befehlen, probier mal, ob er das macht in der Situation, dann kannst ihn holen. Mit Spieli oder Leckerli mitlocken hilft net?
Ansonsten: einfach weiterlaufen, die meisten Hunde sind nicht so "weg" bei sowas, daß sie nicht merken würden, daß der Halter verschwindet. Evtl. kannst ja in neutralen Situationen ein "...und tschüß" konditionieren (indem Du einfach weggehst, wenn Hundi beim normalen Gassi schnuppert o.ä.), und das dann in der Situation mit dazusagen, damit Hundi auch ja merkt, wenn Du gehst. Ich wette, das hilft ;-)
Ich weiß nicht, aber ich werd's mal probieren! Locken funktioniert net, Hunde sind das beste überhaupt.
Denkste, die macht das dann beim nächsten Mal wieder. "Weiter" kennt sie und befolgt es auch wenn andere Hunde dabei sind. Es ist überwiegend bei Hunden die kleiner als sie sind, aber es ist absolut nicht aggressiv. Naja, gerade beim Spaziergang gings, aber bei kleineren Hund macht sie das. Hmm, mal gucken...
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