Junghund aus Tierheim humpelt
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Hallo zusammen,
leider muss ich meinen 2. Beitrag im Forum schon in der Rubrik Gesundheit posten...
Vor zehn Tagen habe ich meine Maus Yoko, 8 Monate alt, Mischlingshündin (53cm, 17,5 kg)
aus dem Tierheim abgeholt.
Als ich das erste Mal Anfang Dezember dort war lag sie auf der Quarantäne-Station weil sie gehumpelt hat,
und der Verdacht auf Schleimbeutelentzündung bestand.
Betroffen ist der rechte Vorderlauf, wahrscheinlich das Ellenbogen-Gelenk.
Es wurden Röntgenbilder gemacht, diese blieben aber ohne Befund...
Eine Woche später konnte ich sie dort besuchen, und wir sind zusammen Gassi gegangen, da war alles gut.
Anschließend waren wir nochmals eine Stunde mit der ganzen Gassi-Runde vom Tierheim unterwegs, da war auch alles okay.Am dritten Tag als sie hier war, hat es leider wieder angefangen.
Verletzt hat sie sich denke ich nicht, da sie sehr zurückhaltend ist und auch nicht gespielt hat und sich
erstmal zurückgezogen hat...
Ich war dann bei einer Tierärztin, und sie bekam für fünf Tage Onsior 20mg und Schonung verordnet.
Herz, Fieber und sonstiges waren ohne Befund.
Daran haben wir uns auch gehalten, aber es wurde leider nicht besser.
Hin-und wieder fängt sie auch ohne Anstrengung im liegen an zu hecheln...
Gestern war ich dann in der Tierklinik weil sich keine Besserung einstellte. Dort ist sie auf einmal wieder ziemlich
normal gelaufen, und ausser leicht erhöhter Temparatur und die Empfehlung in die Orthopädie-Sprechstunde
zu kommen ist da nicht viel passiert...Heute früh war es nach 15 Minuten Gassi so schlimm, dass sie sich hingelegt hat und nicht mehr weiter laufen wollte. Ich hab sie dann die letzten 250m heim getragen...
Ich bin ein bissel durch und mit meinem Latein am Ende.

Hat jemand einen Rat oder eine Idee was es sein könnte?

LG
Rainer - Vor einem Moment
- Neu
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Wurde geröntgt?
Es kommt bei Hunden in dem Alter und der Größe gerne zu Ellbogendysplasie, z.B. durch einen isolierten Processus anconaeus. Der sitzt in der Ellenbogengrube.
Das ist durch das abgebrochene Stück schmerzhaft.
Da der Processus sich immer wieder bindegewebig festsetzt, ist die Lahmheit nicht durchgehend.
EDIT: gesehen dass geröngt wurde. -
Danke für deine Antwort!
Nur im Tierheim bis jetzt, und da waren die Bilder unauffällig...
Leider ist die Tierärztin aus dem Tierheim bis 07.01. im Urlaub und ich komme nicht an die Bilder.Hätte man das dort nicht schon sehen müssen?
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Jein.
Es gibt viele TA die Röntgenbilder nicht richtig lesen können. Da hab ich schon Sachen erlebt...
Ich würds nochmal woanders röntgen lassen, eben mit Vermutung auf IPA. -
Dann gerate ich anscheinend genau an die...

Morgen um Viertel vor Zehn gehts wieder zum TA, aber zu nem anderen...

Dann lass ich sie auch nochmal röntgen, mag nicht bis 07.01. warten...
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Ich würde auch dringend auf ED (Ellenbogendysplasie), und zwar FCP und IPA, untersuchen lassen. Das Problem ist, dass man beides häufig auf Röntgenbildern nicht sieht bzw. schon ein sehr geschultes Auge benötigt, um die Anzeichen zusammen mit der Klinik richtig zu deuten.
Bei meinem Hund waren ein CT und eine Szintigraphie nötig, um die Ursache des Übels (monatelanges Lahmen) zu erkennen. Man kann auch eine Arthroskopie machen lassen und wenn sich ein Befund ergibt, gleich den "Übeltäter" entfernen lassen.
Größe, Gewicht, Alter und Deine Beschreibung von der Lahmheit passen zu dem Krankheitsbild (das übrigens sehr oft auftritt).
LG
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Bei Mila war es leider ED.
Auf dem Röntgenbild zu erahnen, Gewissheit brachte ein CT.
Lass danach sehen, es sind tierische Schmerzen......... -
Das ist ja echt schrecklich wenn es so wäre... Die Maus tut mir echt leid...
Wie geht es euren Hunden den jetzt, nach der Diagnose und Operation?
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Warte erstmal ab.
Naja, die Erkrankung ED selbst ist halt unheilbar. Die OPs sind immer nur Symptombekämpfungen. Meist geht es nach den OPs mehrere Jahre gut, manchmal muss nachoperiert werden, manchmal kommt auch noch das andere Bein hinzu. Die größte Gefahr sind halt Arthrosen, die sich natürlich an operierten Stellen schneller bilden und ja das eigentliche Schreckgespenst sind. Sie entstehen aber auch, wenn man nicht operiert.
Unsere FCP-OP ist jetzt ca. 2 Monate her, seit 2 Wochen ist endlich die Leinenpflicht vorbei. Nachdem Szinti und CT Aufschluss gaben, wurde eine Arthroskopie durchgeführt und ein loser Knochenteil entfernt. Inzwischen ist mein Hund zwar lahmheitsfrei, aber noch nicht wieder voll belastbar. Das wird noch dauern, ich schätze, noch bis März.
Für die Zukunft muss halt Einiges beachtet werden. Es gibt bestimmte Futterzusätze, kontrolliertere Bewegung (bzw. nicht mehr täglich einen wilden Tobe-Marsch mit der Hundegruppe über Stock und Stein), kein Ball-/Stöckchenspielen mehr (die Stop-Bewegungen müssen vermieden werden). Alles eine große Veränderung für meinen sportlichen, aktiven, verspielten und ballverrückten Hund. Der Hund muss sich also einschränken, wobei ich wichtig finde, dass der Hund nicht merklich an Lebensqualität einbüßt.
Lass die Untersuchungen machen, vielleicht sind das alles ja auch nur Unkenrufe und es ist alles ok. Es kommen ja auch durchaus andere Ursachen für die Lahmheit in Betracht.
LG
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Danke!
Dann bleibt erstmal nichts anderes übrig, als abzuwarten, sie morgen untersuchen zulassen und zu hoffen dass sie keine ED hat.Schon ganz schön traurig die Geschichte...
Was könnten noch andere Ursachen sein?
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