älterer Zweithund zu (einsamen) Junghund?
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Hallo, wir haben eine 7 Mon. alte Zwerglanghaarteckel-Hündin. Sie ist bestens sozialisiert, lieb und freundlich, gehorcht gut ist unkompliziert aber eher schüchtern und etwas sensibel. Da sie in einem größeren Rudel (bis sie 5 Mon. alt war) gelebt hat, haben wir den Eindruck, dass sie einen Hundekumpel bräuchte. Sie ist sehr anhänglich und bleibt nicht gern allein (also sie macht nichts kaputt oder so, ich würde eher sagen sie erduldet die Warterei still und leidend). Wir haben den Platz und die Zeit für einen zweiten Hund.
Jetzt überlegen wir eine 16 Monate alte Zwerglanghaarteckel-Hündin zu "adoptieren" - vorausgesetzt natürlich die beiden verstehen sich (wovon ich aber ausgehe). Hat jmd. Erfahrungen mit einem älteren Zweithund gemacht? Was sollte man da beachten? Manche sagen, den Ersthund immer zuerst begrüßen usw., andere sagen beide Hunde gleich behandeln. Wird unsere "Kleine" denn überhaupt Ersthund bleiben oder wird sie, weil sie jünger ist, automatisch zum Zweithund "herabgestuft"? Und wenn ja, ist das überhaupt ein Problem für die Hunde oder nur für uns Menschen, weil unser überalles geliebter Schatz vielleicht nicht mehr die Nummer 1 sein könnte?
Ich danke fürs lesen und freue mich auf Eure Erfahrungen - Vor einem Moment
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Hallo,
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Grundsätzlich ist ein zweiter Hund schon eine Bereicherung. ABER - deine Motivation dazu, halte ich für mehr als fraglich. Wenn man einen Hund für seinen Hund holt, kann das wirklich in die Hose gehen. Die Hunde werden untereinander so umgehen, wie Hunde nunmal mit einander umgehen. Das kann auch bedeuten, dass unter den beiden deine jetzige Hündin die Nummer 2 wird. Wenn ihr das emotional nicht verkraften könntet, wäre das unfair für den neuen Hund. Ebenso eine Gleichbehandlung und Gleich-Schätzung.
Wollte IHR den Hund für EUCH? Oder nur für euren Hund. Bei zweiterem würde ich persönlich davon absehen. Das wird sehr leich unfair für den "Neuen". Und ein Hund kann auch als Einzelhund absolut glücklich sein.
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Natürlich wollen wir den zweiten Hund auch! Aber als wir uns für Lotte entschieden haben, haben wir nicht gedacht, kurz darauf schon zwei Hunde zu haben. Und da wir im Moment "nur" Lotte haben, ist es einfach schwer vorstellbar, das wir einen zweiten Hund genauso lieb haben könnten...
Außerdem finde ich es durchaus legitim, über einen zweiten Hund als Kumpel für den ersten nachzudenken. Das heißt ja nicht, das wir den zweiten Hund komplett ignorieren, weil er ja nur ein Spielkamerad für den ersten ist. Vielleicht habe ich das aber auch falsch ausgedrückt in meinem Beitrag.Du schreibst eine Gleichbehandlung wäre unfair?
Also sollten wir abwarten, welche der beiden die dominantere ist und die dann bevorzugen? -
Hummel denke ich meinte das es unfair wäre wenn es keine Gleichberechtigung und Schätzung gebe...
Also nen Zweithund der nur so wenig älter ist und somit auch noch "unfertig" kann zu Problemem führen. KANN muss nicht! Denn die beiden werden ggf. ihre rangeleien haben wer der Boss ist und evtl. viel toben und du musst zwei gleichzeitig erziehen.
Das kann wirklich einige Nerven kosten!Ich finde da einen etwas älteren Hund, vielleicht so 5 Jahre, da die bessere Wahl ist. Aber das denke ich sieht auch jeder anders. Gibt auch genug Gespanne, die in der Alterspanne super händelbar sind, die du genannt hast.
Kommt dann aber immer was auf die Hunde und den Halter an.In der Regel finde ich zwei Hunde auch bereichernd, habe ja auch seit einigen Monaten einen Jungen Hecht zu meinem älteren Jack Russell geholt und das ist ein Traum!
Bei mir haben beide einen riesen Fleck im Herzen und ich liebe beide über alles! Wenn ihr Sorgen habt noch einen anderen so ins Herz zu schließen, weil der erste dann weniger dran sein könnte, würde ich mir das noch mal Überlegen.Beide Hunde haben gleich viel liebe verdient, da solltet ihr euch nicht vor Scheuen. Wäre schade, wenn der zweit einziehnde dann evtl. etwas vernachlässigt wird.
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Ja genau, so meinte ich das. Gleich viel Liebe zu haben, damit eine Gleichbehandlung automatisch passiert und eine Bewertung des Verhaltens auch auf den selben Maßstäben passiert.
Ich hätte keine zwei Hunde, wenn zwei Hunde nicht toll wären. Aber - ich würde so, wie ihr das schreibt noch warten. Und zwar aus dem Grund, bis bei euch selber der Wunsch nach Hund 2 so sehr brennt, dass ihr euch nicht mehr die Fragen stellen müsst, ob ihr den genauso liebhaben könnt.
Als mein Pepe gestorben ist, wusste ich auch, ich will wieder einen zweiten. Aber ich habe gewartet, bis der Wunsch brennt und mich dann auf die Suche gemacht - so ist es keine Sekunde in Frage, dass beide den selben Stellenwert haben. Ich hoffe, ich hab das verständlich ausgedrückt.
WENN würde ich auch auf jeden Fall zu einem deutlich älteren Hund (evtl so 5) tendieren, den ihr und euer Hund kennen lernen könnt - und wenn überall die Chemie stimmt und ihr fühlt "der gehört zu uns", dann passts.
Ich schreibe deshalb etwas "warnend", weil ich schon mehrere Menschen kenne, bei denen Hund 2 unter ähnlichen Bedinungen (zumindest liest es sich so) eingezogen ist - und als die ersten Probleme kamen (Hund 1 war nämlich zwar vermeindlich süß, aber auf "hundisch" ne kleine Sackratte und hat dann irgendwann vom sehr geduldigen Hund 2 eine verbraten bekommen) - da war Hund 2 dann der böse. Der wurde gemaßregelt und man musste sich zusammenreißen, nicht zuzugeben, dass man ihn gar nicht mehr gut leiden kann, wo er doch das Herzblatt beschädigt hat.
Der beschriebene Fall war ein Extrem, aber ich schreibe es auf, damit ihr ein bisschen versteht, was ich meine. Auch wenn es nicht so extrem sein muss - die Tendenz fände ich schon ungut und bei einer emotionalen Schieflage, wird ein Hund 2 auch immer darauf mitreagieren. -
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Zitat
Und da wir im Moment "nur" Lotte haben, ist es einfach schwer vorstellbar, das wir einen zweiten Hund genauso lieb haben könnten...
In deiner Vorstellung schreibst Du:
ZitatHallo,
ich wohne mit meiner Familie (zwei Kinder) in Hamburg. Wir haben seit 2 Monaten einen (jetzt) 7 Monate alten Zwerglanghaar-Teckel. Und wir sind rundum glücklich mit der Süßen!
Jetzt frage ich dich, liebst Du deine Kinder nicht gleich stark?
Genauso, wie man mehr als ein Kind lieben kann, kann man mehr als einen Hund lieben.
Aber, daß hängt von dir und deiner Bereitschaft das auch zu wollen, ab.
Gaby, ihre schweren Jungs und Finn
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Also, wollte jetzt mal den "Zwischenstand" berichten: am 22.12. ist Elsa (15 Monate) zu uns gezogen. Und Lotte (8 Monate) und sie verstehen sich ganz prima. Sie spielen und toben zusammen und genauso hatten wir uns das ja auch gedacht. Elsa kann natürlich noch nicht viel, aber sie lernt schnell und orientiert sich an der Lütten, wenn sie unsicher ist. Aber sie ist sich durchaus bewusst, dass sie die ältere ist und zeigt das auch deutlich, wenn Lotte zu frech wird. Also alles bestens! Noch ist sie durch den Umzug natürlich sehr verunsichert, aber das wird jeden Tag besser, mit viel Geduld und Liebe für beide!

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Naja, ich hoffe das ihr da nicht mit zwei so recht jungen Hunden (als Neulinge beim Mehrhunde halten) mal Probleme bekommen werdet.
Bezüglich dem "orientiert sich an Lütte" würde mich persönlich stören! Ich will das die Hunde sich an mir orientieren und nicht ein eigenes kleinse Rudel bilden bei dem ich außen vor bin...
Daher wird hier auch einzeln trainiert und auch mal einzeln Runden mit den Hunden gedeht.
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