• Hallo liebe Hundefreunde,

    mein American Bulldog Rüde ist nun 15 Monate alt, hatte mit 4,5 Monaten einen Kreuzbandriss. Der wurde mit einer Kapselraffung operiert, war aber nie das wahre. Gangbild war immer leicht humpelig, Hund konnte aber dennoch gemäßigt sein Leben genießen. Dann vor 2 Monaten kam die Verschlechterung. Das Röntgenbild ergab, das alles instabil ist und eine Kreuzband OP nötig ist. Es wurde nach der MMP Methode operiert (Weiterentwicklung der TTA). Der Tierarzt sah dicke Arthrosen. Oh nein! :-( Nunja alles gut soweit bis er sich nach 2 Wochen den Knochen im operierten Knie brach, weil er aufsprang als es an der Tür klingelte und ausrutschte. (ich mach mir heute noch Vorwürfe warum ich die scheiß Klingel an dem Tag nicht ausgemacht hatte).
    Tja wieder OP. Knochen wurde wieder verdrahtet. Hoffen und bangen…. und jetzt nach über 5 Wochen hängt das Bein im Stehen immer noch, humpelt sehr stark, liegt hier eigentlich den ganzen Tag nur rum, Gassi gehen nur 5-10 min, weil mehr in das 3 Beine laufen umschlägt. Er bekommt metacam, aber davon merkt man irgendwie gar nichts.
    Der Hund hat echt keine Lebensqualität mehr. Das tut einem so Leid und ich bin nur noch traurig. Er ist eigentlich ein sehr temperamentvoller Hund. Zudem kann er nicht alleine bleiben, was uns mehrere Hundert Euro Betreuungskosten beschert.
    Am liebsten würde ich ihn einschläfern lassen, weil wir alle nur noch leiden, vorallem der Hund. Er macht zwar so einen munteren Eindruck, aber Bewegung ist nicht mehr drin. Das hat doch keine Zukunft.
    Oder wie seht ihr das? Ich bin nervlich am Ende und will einfach, dass es ein Ende hat. Ich sitze seit 7 Wochen nur noch neben den Hund damit er es schont und es wird nicht ansatzweise besser.
    Wie würdet ihr die Situation einschätzen?

  • ganz ehrlich, nen hund kann auch mit einem versteiften knie oder drei beinen glücklich werden.
    ich würde unbedingt die meinung einer anderen tierklinik einholen, da die erste ja scheinbar ja bei der ersten op nicht so dolle arbeit geleistet hat und dann ggf physiotherapie und unterwasserlaufband vorschlagen.
    aber wichtig wäre erst mal zu gucken was da im knie und bein los ist. ob der bruch überhaupt verheilt.
    ein so junger hund sollte nicht vorschnell eingeschläfert werden

  • bitte nicht einschläfern .... schließe mich meinem Vorredner an, erst den Rat von einer zweiten Tierklinik einholen. Bei einer Hundemesse sah ich einen Hund mit speziell für ihn gefertigtem Rollstuhl (der Hund sah wirklich glücklich aus), vielleicht wäre das was für dein Hund. Zumindestens die erste Zeit damit das Knie geschont wird

    http://www.doggon-de.com/products.html#gebraucht

  • Hey..das klingt ja furchtbar! :mute:
    Das arme Männlein! Aber auch Ihr habt ganz schön was zu ertragen und ich weiß, wovon ich spreche. Meine Hündin kann auch seit über 2 Monaten nur noch ca. 10 Minuten am Stück ganz langsam laufen, weil die 2. Kreuzband-OP (also die am anderen Bein), eine TPLO, "versaubeutel" wurde. Sie wurde nachoperiert und nach Antibiogramm mit Medikamenten behandelt. Zudem bekommt sie Metacam, aber man bemerkt keine Besserung und immer wieder Rückschläge.
    An einem sehr verzweifelten Tag habe ich mal ausgiebig im Internet gestöbert und dabei ist mir diese Praxis untergekommen:
    http://www.orthovet.ch/
    Sie ist in der Schweiz, allerdings nah an der deutschen Grenze und ich werde da demnächst mal hinfahren. Schreib ihm mal, er wirkt in seinen Mails sehr nett!

    Bitte schläfert ihn noch nicht ein; ich denke auch nicht, dass das Bein amputiert werden muss. Ansonsten schließe ich mich Tokaia an, also nachforschen, was mit dem Bein los ist, vielleicht geht es vom Knochen aus, vielleicht vom Gelenk (da kann eine Entzündung drin sein durch Bakterien oder "einfach" nur ein nicht entfernter, kaputter Meniskus). So etwas heilt sehr langsam und auch Menschen mit Kreuzbandrissen können sehr oft ein Leid davon singen...
    Und wirklich ganz ganz wichtig!!!!! Physiotherapie!!!!!!

    Ganz liebe Grüße und Kopf hoch!
    Rike

  • Zitat


    Der Hund hat echt keine Lebensqualität mehr. Das tut einem so Leid und ich bin nur noch traurig. Er ist eigentlich ein sehr temperamentvoller Hund. Zudem kann er nicht alleine bleiben, was uns mehrere Hundert Euro Betreuungskosten beschert.
    Am liebsten würde ich ihn einschläfern lassen, weil wir alle nur noch leiden, vorallem der Hund. Er macht zwar so einen munteren Eindruck, aber Bewegung ist nicht mehr drin. Das hat doch keine Zukunft.
    Oder wie seht ihr das? Ich bin nervlich am Ende und will einfach, dass es ein Ende hat. Ich sitze seit 7 Wochen nur noch neben den Hund damit er es schont und es wird nicht ansatzweise besser.
    Wie würdet ihr die Situation einschätzen?

    Ich seh es so, dass der Hund nicht das Problem hat, sondern Du. Wie Du es auch schreibst: Alle leiden (den Part "vor allem der Hund" kauf ich dir nicht ab, denn "hat zwar so einen munteren Eindruck"), Du bist nervlich am Ende und willst, dass es ein Ende hat - zumal der Hund auch nicht alleine bleiben kann.
    Also deutlicher geht's ja kaum, dass einfach Du ein Problem damit hast, dass der Hund weiterhin bei Dir lebt.

    Wir haben einen Hund, dessen Knie definitiv dauerhaft kaputt ist. Alter unversorgter Bruch, falsch zusammengewachsen, das Knie ist eingesteift, hat nur noch 25 Grad Bewegungsspielraum, also von ganz gestreckt zu bisschen gebeugt, mehr geht nicht. Die Hüfte war luxiert, er bekam ne Femurkopfresektion und kommt damit super klar.
    Kein Problem.
    Dein Hund hat eben noch Schmerzen von der OP. Nach der Femurkopfresektion hatte ich auch zuerst Zweifel, ob das ne gute Idee war, weil er schlehter lief als vorher, aber jetzt nach gut einem Jahr, ist es super. Und das kaputte Knie macht nix. Wenn er viel gerannt ist, schont er die Seite, aber das finde ich mehr als akzeptabel. Wenn er trabt, MUSS er hüpfen, das geht gar nicht anders, weil er das Bein ja nicht beugen kann. Macht aber ja nix, hüpft er halt.

    Also wenn Du schon töten willst, dann werd Dir auch über den Grund klar und nenne ihn: Deine Nerven, Deine Vorstellung Deines Lebens, Dein "Leiden".

  • Zitat

    ich würde unbedingt die meinung einer anderen tierklinik einholen, da die erste ja scheinbar ja bei der ersten op nicht so dolle arbeit geleistet hat und dann ggf physiotherapie und unterwasserlaufband vorschlagen.

    Was kann denn die TK dafür, dass der Hund sich nen Knochen bricht, wenn er bei der Klingel aufhüpft und ausrutscht?

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