Hund wie ausgewechselt wenn wir nicht da sind

  • Hi,

    mich beschäftigt da schon seit längerem eine Frage nach dem "Warum" im Verhalten meines Hundes. Er ist nun 6 (Border Collie) und ist in der Regel 24 Stunden mit uns zusammen (hauptsächlich mit meinem Mann, da Bürohund). Dort war er schon dabei als er 12 Wo. war.

    Das alleine zuhause bleiben war eigentlich noch nie ein Problem. Er hat nie was kaputt gemacht, 8 Stunden ist kein Thema, er schläft dann und ist total entspannt. Auch alleine in fremden Hotelzimmern bleiben ist kein Thema.
    Soweit so gut.

    Nur wenn wir ihn alleine bei anderen Personen lassen ist er vom Verhalten wie ausgewechselt. Er spielt nicht, er frisst nicht, er lässt sich nicht ansprechen, er kuschelt nicht, er will auch ungern mit anderen Menschen Gassi gehen (unter Zwang geht es dann, aber auch nicht gern, ihn zieht es dann immer wieder zum letzten Punkt wo wir waren).
    Und wie gesagt auch bei Personen die er schon sein ganzes Leben kennt. Sobald wir dann wieder reinkommen alles super, dann ist er wieder allen gegenüber aufgeschlossen, von einer Sekunde auf die andre, als hätt man nen Schalter umgelegt. Wenn weg, dann ist er wie ausgeschaltet.

    Normalerweise "freut" er sich über jeden Menschen, er spielt mit jedem, nimmt Leckerlies, steckt jedem (auch völlig Fremden) den Kopf zwischen die Beine usw., nur eben nicht wenn wir nicht dabei sind.

    Zuhause und auch draussen ist er keine grosse Klette. Klar, bordertypisch ist er immer da wo wir sind, aber Kontaktliegen oder grossartig kuscheln ist nicht so sein Ding, er hat nen Dickkopf und ne sehr weite Distanz auf Spaziergängen (aber immer kontrollierbar). Deswegen hat es mich auch gewundert als uns davon berichtet wurde dass er so ein Verhalten an den Tag legt wenn wir nicht da sind.

    Kennt das jemand? Was bedeutet es? Und welche Fehler haben wir gemacht?
    Es schränkt uns nun nicht grossartig ein, aber praktisch wäre es nun schon 1,2 mal gewesen wenn die Nachbarin ihn auf Gassigänge hätte mitnehmen können. Und irgendwann kommt der nächste Hund und da sollte das schon anders laufen, wünschenswerterweise ;)

    Freu mich über eure Meinungen/Erfahrungen.

    Lg,
    Sabrina

  • Hab keinen Border, kenn ich trotzdem. Mein Herdimix, wenn bei uns nur einer länger als einen Tag fehlt, wird getrauert. Ist sie mal bei Verwandten liegt sie den ganzen Tag da und wartet. Gassi gehen max. 250m, dann schmeißt sie sich auf den Boden oder bleibt stur sitzen. Nur zurück ins Haus funktioniert. Alleine im Hotel/Ferienhaus geht auch nicht, obwohl sie im Auto oder zuhause nie Probleme mit dem Alleinbleiben hatte.

  • Kenne ich.......unser Laboreiro war auch so.

    Wenns beim nächsten Hund anders laufen soll: Ein Rasse nehmen die nicht so extrem auf seine Menschen fixiert ist.
    Ob es sinnvoll ist,eine Grundeigenschaft eines Hundes zu " bekämpfen",ich weiß nicht.

  • Zitat

    Kenne ich.......unser Laboreiro war auch so.

    Wenns beim nächsten Hund anders laufen soll: Ein Rasse nehmen die nicht so extrem auf seine Menschen fixiert ist.
    Ob es sinnvoll ist,eine Grundeigenschaft eines Hundes zu " bekämpfen",ich weiß nicht.

    Nene, nix andre Rasse ;) Meine Frage war ja auch eher nach dem "Warum"?
    Ob "er hat eben so eine angeborene Eigenschaft" oder "da haben wir wohl was vermurkst durch verhätscheln usw." - an ersterem kann man nicht gross herumdoktern, das is mir klar. Aber an letzterem kann man arbeiten ;)
    Wie gesagt, ich empfinde meinen Hund im normalen Umgang nicht als extrem fixiert und klettig.

    Btw., er ist auch anders wenn mein Mann oder ich mit ihm alleine sind. Da wird dann, wenn nicht animiert, auch nur geschlafen. Wenn wir beide mit ihm zusammen sind wird dann wieder exzessiv Fernseh geschaut oder die Katze wird angestarrt. Auch wieder als hätt man nen Schalter umgelegt sobald das dritte "Rudelmitglied" reinkommt.
    Finds schon seltsam und würds mir gern erklären können...

  • Als Beute betrachten meine Hunde mich sicher nicht.

    Ich denke, dass es eher mit der großen Kooperationsbereitschaft während der Jagd zusammenhängt. Damit man dort noch was davon übrig hat, muss man im Leben neben der Jagd verdammt viel davon haben. Und das mündet dann eben gerne mal in Rockzipfeltum.

    Viele Grüße
    Corinna

  • Es hängt sicherlich auch damit zusammen, dass wenn ihr ihn allein zu Hause lasst, dann weiß er ihr werdet wiederkommen, vielleicht nicht sofort aber doch in einer Zeitspanne die ihn nicht verunsichert.
    Wenn ihr ihn bei wem anders lasst dann weiß er vermutlich nicht für wie lange, möglicherweise sogar über Nacht?! Davon abgesehen spielt er ja auch nicht wenn er allein zu Hause ist…nur weil er bei anderen Menschen ist muss das für ihn ja auch nicht besser sein als wenn er allein auf euch wartet.
    Ich würde das auch nicht unbedingt der Rasse zuschreiben, das kann bei Hunden anderer Rassen auch zutreffen.

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