Lebenswert? Was soll ich tun?
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Also er hat nun das Schilddrüsenmedikament bekommen, was aber nur eine minimale Besserung erziehlt hat: Ali hat sich immerhin mal wieder hin und wieder kurz aufraffen können um einen zu Begrüßen, was er schon lang nicht mehr gemacht hat. Die weiteren Geschwüre an Achselhöhle und Bauchbereich sind in den letzten zwei Wochen quasi explodiert von der Größe her

Wir waren nun auch noch bei einem weiteren TA, welcher davon abgeraten hat zu operieren (was auch mittlerweile unser alter TA tut
). Uns wurde nahe gelegt uns damit zu beschäftigen, ob wir unseren Ali nicht "erlösen" wollen.Wir fragen uns natürlich auch wie Lebenswert ist es als Hund, wenn man nichts sieht, schlecht hört, Geschwüre hat, keine Lust mehr hat zum Gassi gehen (obwohl er manchmal dringend muss
) - mir tut der kleine Kerl einfach täglich leid. Wir haben uns nun aber lange unterhalten - noch ohne Entscheidung.. es ist einfach sehr schwer sich mit diesem Gedanken nun wirklich konkret zu befassen :/Eine Frage noch: Unser Ali ist in den letzten zwei Jahren äußerlich extrem alt geworden. Er ist komplett grau geworden und hat ein sehr schlaffes, müdes Gesicht bekommen. Kann sowas von den Problemen kommen, die er nach und nach bekommen hat oder geht das eher hand in hand, dadurch dass er eben für seine Verhältnisse ein hohes Alter erreicht hat?
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Hallo,
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Wenn ein Hund sich so verhält wie euer Ali, dann ist seine Zeit gekommen. Zögert nicht, helft ihm, seine letzte Reise anzutreten. Lasst ihn nicht leiden oder wartet darauf, daß er von alleine stirbt. Dieses flache Aufflackern seiner Lebensgeister ist wie eine Kerze im Wind, er hat keine Kraft mehr, er kann nicht mehr und er zeigt es euch deutlich. Verschließt eure Augen nicht davor und erweist ihm einen letzten großen Liebesdienst. Ein Hund, der nicht mehr Gassi gehen kann, weil er keine Kraft mehr hat, der große Tumoren hat, der sichtbar abbaut, liegt im Sterben. Und ihr könnt euch entscheiden, ob ihr es verlängert oder verkürzt.
Ich wünsche euch viel Kraft! -
Moin,
ich würde da ganz hemdsärmelig vorgehen und erstmal all diese Sachen die der TA diagnostiziert hat "Vergessen".
Den Fokus würde ich, wäre Ali mein Hund, darauf legen:Zitat
Ich habe das Gefühl, dass er leidet, da sich sein Charackter so sehr stark verändert hat. Er hat so irgendwie jegliche Lebenslust verloren. Wobei er an manchen Tagen sogar noch relativ gern Gassi geht..
Du hast das Gefühl, dass er leidet. DAS ist wichtig, denn Du kennst Deinen Hund. Nun gilt es rauszufinden was dieses Leid verursacht und zu überlegen ob man daran etwas ändern kann.Was raubt ihm seine Lebenslust und was ist an den Tagen an denen er noch gern raus geht anders?
Darunter blind und taub zu sein leiden die wenigsten Hunde so, dass es ihnen das Interesse an ihrer Umwelt nimmt.
Leid wird "üblicherweise" verursacht durch:
- Schmerzen
- Atemnot
- Herzprobleme
- Übelkeit (z.B. durch Nierenprobleme)
- Stoffwechselerkrankungen
- hormonelle ProblemeNur um mal so ein paar zu nennen.
Schmerzen sind meist recht leicht abzukklären, indem der TA "testweise" Schmerzmittel gibt und man schaut ob sich der Hund verändert.
Ich kenne Fälle von Hunden, die kurz vorm einschläfern standen, weil sie eine reihe von im Alter nicht unüblichen Zipperlein hatten, dann nur noch rumlagen und nicht mehr fraßen.
Deren Halter schon dachten "jetzt ist der Krebs/die Nierenschwäche/das Herzproblem an einem Punkt an dem es nicht mehr weiter geht." und bereit waren das Tier einschläfern zu lassen und letztlich steckte ein einzelner, fieser, böser Zahn dessen Wurzel unter Eiter stand hinter dem Elend.
Also mein Tip:
setz Dich mit Leuten die Ali wirklich kennen und anschließend auch mit dem TA zusammen und überlegt ganz klar:
WAS quält Ali und WAS können wir dagegen tun.
Es kann sein, dass der Tumor, egal ob gut oder bösartig weh tut und "schuld" ist.
Es kann aber auch was Anderes sein.
Wurde Blut abgenommen? Geröntgt? ggf Ultraschall gemacht?
Das sind alles Sachen die recht flott gehen, denn natürlich sollte man sich bei einem Hund der offenkundig leidet nicht mehrere Wochen Zeit nehmen.
Aber ich würd darauf den Fokus legen: Finde raus was Ali quält und triff dann eine Entscheidung was das Beste für ihn ist.Alles gute Euch!
lg
Fraukie -
Zitat
Eine Frage noch: Unser Ali ist in den letzten zwei Jahren äußerlich extrem alt geworden. Er ist komplett grau geworden und hat ein sehr schlaffes, müdes Gesicht bekommen. Kann sowas von den Problemen kommen, die er nach und nach bekommen hat oder geht das eher hand in hand, dadurch dass er eben für seine Verhältnisse ein hohes Alter erreicht hat?
Das können alles Nebenwirkungen von dem Cyclosporin sein.
Was heisst denn: Für seine Verhältnisse ein hohes Alter???
10 Jahre sind doch kein Alter für einen kleinen Hund.Ich sehe es so, wie Fraukie. Der Hund kann ein "harmloses" kleines Problem haben, was ihm aber die Lebensfreude nimmt.
Du schreibst hier ständig von Einschläfern, aber weisst eigentlich nicht mal, was der Hund hat.
Auf Fragen gehst Du kaum ein.Nur, weil ein Hund schlecht sehen und hören kann, muss man ihn doch nicht einschläfern.
Die Tumore können harmlose Fettgeschwulste sein.Tierärzte kommen nach meiner Ansicht oft zu schnell mit dem Vorschlag, einen Hund einschläfern zu lassen.
Meine alte Hündin habe ich mit 12 Jahren noch operieren lassen. Drei Tierärzte wollten sie nicht mehr operieren und einschläfern. Die dritte Tierärztin konnte ich überreden, dass sie meine Hündin doch operiert.
Es war ein gutartiger großer Tumor. Nun ist sie das Ding los und lebt seitdem schon 3 Jahre lustig und vergnügt. Hätte ich auf die Ärzte gehört, wäre sie schon unter der Erde gewesen.
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