Hirnhautentzündung

  • Hallo,

    meine kleine Emma (7 Monate alt) hat eine Hirnhautentzuendung. Ihr ging es ganz fuerchterlich schlecht, sie konnte sich kaum noch bewegen. Also habe ich sie in die Tierklinik gebracht, wo sie ein paar Tage bleiben musste. Jetzt ist sie wieder seit 2 Tagen zuhause und ihr Zustand ist definitiv besser als vorher! Aber jetzt wird es nicht mehr besser.. Ich brauch jetzt keine Aussagen wie "Geh nochmal in die TK oder zum TA", das mache ich kommende Woche sowieso. Am Montag kommen naemlich noch ein paar Testergebnisse, um feststellen zu koennen was der Erreger war.
    Aber ich wollte fragen ob hier irgendjemand Erfahrungen mit Hirnhautentzuendungen bei seinem Liebling hat? Wie lange hat es bei euch gedauert, bis es sich langsam gebessert hat? Ist das normal das es so lange dauert?
    Ich mache mir solche Sorgen um meine kleine..

    Ich hoffe das mir jemand mit seinen Erfahrungen helfen kann

    Liebe Grueße aus dem Frankenland

  • Ich kann dir leider nicht mit Erfahrung helfen, aber vielleicht wäre es sinnvoll, wenn du die genauen Symptome deines Hundes beschreiben würdest. Es geht im schlecht und jetzt geht es etwas besser ist schon sehr vage.
    Ich wünsche deinem Hund jedenfalls gute Besserung, dass er schnell wieder auf die Beine kommt.

    LG Nele

  • Ich denke, es ist wie bei allen Krankheiten, es braucht seine Zeit. Sie kann nicht, nachdem sie aus
    der Tierklinik kommt, sofort wieder topfit sein.
    Warte die Ergebnisse ab und besprich mit dem Arzt wie du sie wieder aufpäppeln kannst.

  • Ihre momentanen Beschwerden sind momentan der Eirige Gang. Gerade die Hinterbeine sind noch recht steif. Sie jault oefter, der Schmerzen wegen. Wenn ich sie nach draussen ums Eck zum pinkeln lasse, ist das schon fast zu viel fuer sie. Sie moechte mehr, schafft es aber einfach nicht.
    Jeder der sie kennt und ansieht sagt, sie schaut so krank aus. Es zerreist jedem das Herz. Weil sie normalerweise eine total lebendige Huendin ist, die Menschen und andere Hund uuuuueber alles liebt. Jetzt schafft sie es kaum noch jemanden zu begrueßen. Also alles in allem, sie ist einfach total schwach und hat Schmerzen in den Gliedern.

    Balefire: Danke fuer deine Genesenungswuensche :-)

    harry97: Ja ich weiss dass das nicht von Heut auf Morgen geht, es geht mir ja lediglich um die Erfahrungen. Wie lange man in etwa damit rechnen darf, dass sie wieder die alten sind.
    Ich habe keine Ahnung ob es eine Woche oder 5 Wochen dauert. Man will einfach wissen woran man ist..

  • Also ich Tante google mal gefragt und so wirklich viele informative Artikel gibt es zu dem Thema nicht, aber ich habe mehrfach gelesen, dass die Therapie 6 Monate dauert in denen immer wieder das Blut kontrolliert wird, um keinen Rückfall zu haben.
    Manche der Symptome können auch bleiben und grundsätzlich kannst du wohl sehr froh sein eine MEningitisform erwischt zu haben, die Deine Maus überlebt. Das ist nämlich nicht immer der Fall.

    Ich denke Deinem Hund wird es noch eine Weile schlecht gehen. Wahrscheinlcih ist das auch von Hund zu Hund auch unterschiedlich aber auf ein paar Wochen würde ich mich schon einstellen.
    Ich würde ihr Schonkost (gekochtes Hühnchen mit sehr matschigem Reis) kochen damit ihr Verdauungstrakt nicht hart arbeiten muss, sie so viel schlafen lassen wie sie will, sie lange und ruhig streicheln und eventuell sanft massieren, damit sie sich geborgen fühlt, drauf schauen, dass sie trinkt und mich einfach in Geduld üben.

    Gute Besserung für den Wautz!!

  • Hi,

    eine meiner Hündinnen hatte eine Hirnhautentzündung. Der Erreger war damals Ehrlichia phagocytophila, heute besser bekannt als Anaplasma phagocytophilum.

    Angefangen hatte es bei Yanta an einem Donnerstag mit Fieber. Freitag vormittag kamen die ersten zentralnervösen Störungen. Das Ganze ging soweit, dass sie Sonntag nicht mehr in der Lage war, zu stehen oder zu sitzen. Am Montag meinte die Chefin unserer TK, sie würde uns lieber nach Bern in die Neurologie überweisen, da seien Fachtierärzte für Neurologie. Zu dem Zeitpunkt schaffte sie es nicht mal mehr wirklich, ihre Beine überhaupt zu bewegen.

    Dienstag abend konnte sie sich wieder aufrichten und ein paar Schritte gehen. Allerdings wankte sie wie ein stockbesoffener Seemann bei Windstärke 10 oder so. Das Ganze als "eieriger Gang" zu beschreiben war eher beschönigt. Und es ging auch nur, wenn sie in Erregung kam. Also bsp. es hat geklingelt, Telefon hat geläutet oder sonst was, wo Hund normal kurzzeitig hochfährt.
    Durch den Adrenalinstoss in dem Moment kam es kurzfristig zu einer "Besserung" der Symptome.
    Danach war der Zusammenbruch aber deutlich stärker.

    Mit Unterstützung konnte sie am Mittwoch wieder selbst vom Auto in die Klinik laufen. Aber das Problem war - es musste schnell gehen. Je langsamer sie lief, desto weniger konnte sie das Gleichgewicht halten und kippte um. Laufen war demnach nur mit Unterstützung und Absicherung möglich.

    Bis sie wirklich wieder allein und ohne ständige Abstützung laufen konnte, also bis sie wieder von sich aus grundsätzlich das Gleichgewicht halten konnte, vergingen einige Wochen.

    Zurück blieben als Folgeschäden eine partielle Hinterhandlähmung und Koordinationsstörungen. Beides ist lange Zeit nur dann aufgefallen, wenn man Ahnung hatte von wegen "Bewegungsablauf" Hund.

    Deutlich zu sehen waren die Koordinationsstörungen auf dem Unterwasserlaufband unserer Physio. Ihr Gang war völlig ataktisch, als würden Vorderhand und Hinterhand von zwei verschiedenen Hunden stammen.

    Das hat sie aber nicht davon abgehalten, noch einige Jahre freudig in der Seniorengruppe im Agi mitzutrainieren und auch in der Seniorenklasse noch Turniere mitzulaufen. Ebensowenig hatte sie Probleme damit Obedience und DogDancing Tricks zu trainieren. Im Gegenteil. Gerade solche Übungen wie Rückwärtsgehen, Rückwärtsslalom durch die Beine usw. haben mE dafür gesorgt, dass sie ihre Hinterbeine wieder weitgehend koordiniert bekommen hat.

    Natürlich nicht wie vorher.

    Erwarte nicht, dass deine Hündin innerhalb von 2-3 Tagen wieder völlig fit wird. Vermutlich wird sie immer mit Folgeschäden zu kämpfen haben.
    Generell dauert so was. Die ersten Besserungen gehen häufig schnell wenn die Schwellungen im Hirnbereich wieder zurückgehen. Aber dann geht es abhängig von den bleibenden Schädigungen teilweise eher langsam.

  • Meine hat chronische FSME. Sie ist oft wechselwarm. Sie bekommt wegen was anderem Schmerzmittel, so kommen wir klar. Es ware deffinitiv eine Zecke.

    Gute Besserung!

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