Erzfeind
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Ich hatte hier https://www.dogforum.de/hollandse-herd…ix-t172000.html ja mal kurz meine Geschichte beschrieben. Meine alte Hündin, die ich ausm Tierschutz übernommen hatte hasste andere Hunde bis zum Ende (Was leider schon nach einem halben Jahr kam). Kiara ist ganz anders. Ich habe mit ihr die Welpengruppe besucht, war viel unterwegs wo andere Hunde sind und sie ist ein sehr sozialer Hund mit sehr gutem Kommunikationsverhalten geworden. Nie musste ich mir irgendwelche Gedanken machen, sie hört gut bekommt Freilauf und lässt sich abrufen. Ich habe bei ihr festgestellt, dass sie mit unsicheren Hunden nicht besonders gut klarkommt. Hier muss ich ein Auge drauf haben und sie gegebenenfalls wegschicken, wenn sie zu präsent wird. Auch kein Problem. Jetzt gibt es aber den EINEN Hund..
Er heisst Marley und ist ein mittelgroßer wuscheliger Mix, vllt ein bissle BC drin, ich hab keine Ahnung, die Besitzer ebenfalls nicht. Er darf grundsätzlich eigentlich nicht von der Leine, da er nicht so 100% hört. Er hat eine sehr laute Art, bellt furchtbar viel andere Hunde an (Nicht aggressiv dabei), macht er wohl auch im Freilauf. Ich bin hier nach BaWü gezogen als Kiara circa ein halben-dreiviertel Jahr alt war. Sie kennt ihn also schon eine ganze Weile. Ganz geheuer war er ihr noch nie, aber es war auch nie ein Ding. Als der Mann der Familie mit ihm Gassi war, haben Kiara und er sich sogar mal im Freilauf getroffen und es war alles ok, haben sogar ein bissle gespielt auch wenn die erste Begegnung etwas rüpelhaft war. Das lief jetzt eigentlich die ganze Zeit immer problemlos ab, man sieht sich eh nicht besonders häufig, da die Familie gänzlich andere Gassizeiten zu haben scheint als wir.
Vor circa 3 Wochen lauf ich mit Kiara hoch zu unserer Gassi-Runde, sie net angeleint. Bleibt sie auf einmal bockssteif stehen, ich seh „Ah da kommt der Marley vom Gassi gehen heim“ ruf Kiara ab und lein sie an. Soweit so gut. Bis zu dem Zeitpunkt wo Kiara sich in die Leine schmeißt und abschaltet, bellt wie bescheuert, knurrt und richtig bösartig den Marley anmacht. Ehrlich gesagt war ich relativ perplex.. so hatte ich sie in 3,5 Jahren noch NIE erlebt. Als wir dann ein Stück weg waren war beruhigte sie sich recht schnell wieder und konnte entspannt Gassi laufen, auch wieder ohne Leine.Meine Freundin mit der kleinen Labbihündin, die Kiaras beste Freundin ist, kennt die Halterin von Marley ganz gut und so bat ich sie ein Treffen zu vereinbaren. Ich wollte wissen, ob das irgendwie en Gehirnfurz war, ob sich da was anbahnt oder sie nur den Marley wirklich net ausstehen kann. Das wär für mich ja ok, aber so ein Verhalten an der Leine ist für mich ein absolutes NoGo. Sie muss ihn nicht mögen, aber seine Gegenwart tolerieren und ihn ignorieren an der Leine MUSS sie. Wir trafen uns also zu einem Spaziergang. Das Bild war das Gleiche zu Beginn. Es hat ne ganze Weile gedauert, bis sie nicht mehr pöbelte. Ca 100-200 Meter Spaziergang bis sie langsam entspannte und anfing, sich wieder für ihre Umwelt zu interessieren zu schnüffeln und sich schließlich wieder wie meine Maus zu benehmen. Blieben wir stehen unterband ich ein fixieren von Marley und sie blieb dann auch weiter entspannt.
In den folgenden Tagen war ich sehr aufmerksam was andere Hundebegegnungen anging, aber egal wen wir sonst trafen war alles wie immer. Gestern aufm Balkon stand Kiara dann wieder da wie ein Ölgötze, brummte und wollte bellen, was ich unterband, als ich sah, dass es wieder Marley war der vorbei lief.. Die Bürste stand von Ohrenspitzen bis zur Rutenspitze und sie brauchte wieder ca 2-3 Minuten bis sie wieder entspannt war.
Ich hatte zwar schon von den „Erzfeinden“ gehört, aber sowas noch nie erlebt. Kiara war ein gänzlich anderer Hund und es ist NIE irgendetwas mit Marley passiert woraus ich das erklären könnte. Kennt jemand hier sowas auch? Wie kann sowas entstehen, wenn wirklich NIE irgendwas passiert ist? Ich bin etwas ratlos, wenn ich ehrlich bin. - Vor einem Moment
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Hallo,
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Es ist doch wie bei uns Menschen auch. Entweder man kann sich leider, oder eben nicht.
Ich finde ein Hund muss sich nicht zwangsläufig mit jedem anderen Hund verstehen. Ich gestehe meinem Schnurzelchen auch zu, ab und an mal andere Hunde nicht leiden zu können.
Das Einzige worauf ich achte und auch übe, ist die Randaliererei an der Leine. Da muss meine Maus lernen einfach den anderen zu ignorieren.
Auf der Hundewiese klappt das ja auch, wenn sie nicht mit allen spielen mag.Also wenn es bei euch so ist, dass es nur dieser eine Hund ist, den dein Hund nicht leiden kann, dann würde ich lediglich darauf achten, dass dein Hund keine Randale an der Leine macht.
Ich glaube in einem solchen Einzelfall kann man getrost auch mal dem Anderen aus dem Weg gehen, oder die Hundewiese verlassen, wenn der Andere auftaucht, einfach um Stress auf beiden Seiten zu vermeiden.
Hier scheint ja nicht unbedingt ein ausgewachsenen Aggressionproblem dahinter zu stecken. Von daher würde ich hier wahrscheinlich den einfachsten Weg gehen und Abstand halten. -
Es gibt sowas. Ich akzeptiere das dann..
Bei uns war es ne Hündin mit der Emi immer gespielt hat. Dann wurde mein Mädel läufig und die Hünin biestig.
Ich gehe den Leuten aus dem Weg, Emi hat den Hund echt zum Fressen gern.
Gute Frage warum, aber gibts wohl einfach! -
Ich kenn das. Spike hat auch eine Hündin, die er auf den Tod nicht ausstehen kann. Ich muss nur höllisch aufpassen, dass er sie nicht mal erwischt.
Die läuft nämlich immer alleine durchs Dorf und taucht manchmal plötzlich hinter einer Hecke oder auf unserem Grundstück auf
Ansonsten habe ich einen superverträglichen Hund....
Ich habe es abgehakt unter: Ist eben so.
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Ich will auch garnet, dass sie ihn liebt. Wie gesagt, sie muss nicht jeden mögen und darf eh nicht mit jedem spielen (will sie auch garnet) aber sie muss normal an der Leine dran vorbeilaufen können. Dass sie ihn net mag kann ich ohne Probleme akzeptieren. Mag beileibe auch nicht jeden und er ist wirklich ein lauter Zeitgenosse. Aber benehmen muss sie sich trotzdem. Das ist eigentlich das einzige Ziel woran wir jetzt arbeiten werden. Mich hats nur echt erschreckt, dass sie aus dem Nichts dermaßen heftig reagiert. Hatte ich wie gesagt noch nie erlebt bei ihr. Ich kann mit ihr bedenkenlos überall hin, ob Hundestrand, Rudelspaziergang mit ihr fremden Hunden von Bekannten die im Tierheim arbeiten , Hundeveranstaltungen völlig gleich…
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Ich fühl da echt mit dir, weil es bei uns genau so war....
Spike war mit mir im Hof, besagte Hündin taucht plötzlich auf. Er ist einfach mit Gebrüll auf sie drauf
Ich hatte das zuvor auch noch nie erlebt! Zum Glück hat er sie nicht verletzt.Wenn wir durch den Ort laufen (an der Leine) macht er auch ein riesen Theater und ist total im Wahn. Ich nehm ihn dann halt ganz kurz und gehe schnell weiter. Sobald er sie nicht mehr sieht beruhigt er sich wieder.
Ist ne sch.... Situation jedes Mal. Aber er ist dann null ansprechbar und anfassen geht auch nicht.
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Es geht. Über die Gewöhnung.
Sam hatte so eine Kandidatin, bei der hat er rot gesehen. Ein paar Wochen später, mit einigen gemeinsamen Spaziergängen an der Leine, können die beiden sogar in einem Raum sein, ohne dass Blut fließt.
Schritt 1 war: du hast diesen Hund nicht zu zerfleischen
Schritt 2: du hast diesen Hund zumindest zu dulden
Schritt 3: ist dann die Gewöhnung und da muss man nicht mehr soviel machen -
Ich denke, Marley signalisiert etwas, das deine Hündin sieht. Vielleicht fixiert er grenzenlos? Zieht den Eckzahn? Beobachte mal ganz genau, was er tut. Oft sieht man es nicht, kann aber durchaus sein, dass sie etwas sieht, was ihr nicht seht.
Ich würde ihr Sicherheit geben. Du musst sie schützen! Weg von Marley, sie muss ihn nicht lieben.
Ich weiß nur, dass all die Hunde, wo meine Hündin so drohte, kurz darauf auffällig wurden. Entweder ein Radfahrer wurde gebissen oder sonstwas. Die hat das schon vorher gesehen, dass da was kippt.
Nimm deine Hündon ernst und überlege, warum sie das macht. Das passiert nicht grundlos.
Meine hat auch eine Erzfeindin, wir gehen uns aus dem Weg.
Aber wenn meine so abgehen, dann stimmt irgendwas nicht. Und den Grund suche ich dann oft nicht bei meinen Hunden. Weißt du, was Marley funkt?
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@Schopenhauer Ich verfolge da nen ähnlichen Ansatz, eben weil das absolut ungewöhnlich für meine Hündin ist. Nach dem Spaziergang mit Marley und Frauchen hab ich noch en Weilchen drüber nachgedacht. Die Frau hat erzählt, dass sie ihn wohl nicht ganz von Anfang an hatten und er immer Probleme mit anderen Hunden hatte, bzw scheinbar nie gelernt hat zu kommunizieren. Auch wirklich sozialisiert mit anderen Hunden wurde er nie. Als ich ihn kennenlernte bellte er wie irre wenn er uns sah und zog arg auf Kiara zu. Es war aber definitiv kein aggressives Bellen, sondern eher ritualisiert als wenn er nicht wüsste, was man sonst machen könnte. Sie war deshalb wohl auch schon in verschiedenen Hundeschulen aber sie habens nie in den Griff bekommen.
Bei dem Spaziergang den wir dann ja gemacht hatten haben wir natürlich sämtliche Hunde aus der Nachbarschaft getroffen (auch die, die man so gut wie NIE trifft). Da hatte ich denn aber genug Gelegenheit mir anzuschauen, wie er so tickt. Bei jeder Hundebegegnung das gleiche Bild: Kommen die Hunde nah heran stellt er sich hin und bellt vor sich hin. Ich denke in seinem mangelnem Kommunikationsvermögen liegt der Hase im Pfeffer und sie kommt mit seiner „Einschränkung“ nicht zurecht, weiß nicht damit umzugehen, dass er sich irgendwie komisch verhält und geht deshalb nach vorn.
Gestern saßen wir aufm Balkon und auf einmal wird Kiara steif, fängt an zu knurren und will anfangen zu bellen. Ich seh, da läuft wieder der Marley unten vorbei und unterbinde ihr Verhalten. 2-3 Minuten stand sie noch bocksteif rum und fixierte den Weg, den er genommen hat mit ner wunderschönen Bürste vom Schwanzansatz bis in die Ohrenspitzen.. Doofe Nuss die. Naja nichts desto trotz hat sie an der Leine nicht den Dicken zu markieren. Aber da arbeiten wir dran. Musste nur meine Schrecksekunde mitteilen und mir mal andere Erfahrungen einholen. Hatte echt en bissle Schiss, ob sie auf einmal ein Problem mit anderen Hunden hat, aber es ist nur der eine.
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