unregelmäßig auftretende Durchfallproblematik

  • Hallo ihr Lieben
    Ich habe ein Problem und ich hoffe ihr könnt mir evtl. weiterhelfen.

    Ich habe Mitte August einen 9 Jährigen Mischling aus dem Tierheim geholt. Condor ist 70cm hoch wiegt ca. 36kilo und ist eine Mischung aus Ridgeback, Labrador und Schäferhund.
    Als er zu mir kam war er übergewichtig, hatte kaum Muskeln, hat sich die ersten Wochen ständig vertreten und oft gehumpelt und hatte keinerlei Kondition. Er hat bereits altersbedingt leichte Athrose.
    Mitlerweile hat er gut abgenommen und ist viel sicherer beim Laufen und Toben so das er jetzt seit 3 Wochen humpel-frei ist ;)

    Ich habe Ende August angefangen ihn vom Trockenfutter aufs Barfen umzustellen. Da dies meiner Meinung nach die gesündeste Futtermöglichkeit ist.

    Jetzt zu meinem eigentlichen Problem :

    Condor hat in unregelmäßigen Abständen Durchfall. Unabhängig von dem was ich fütter. Zum Beispiel haben wir mal 2 Wochen Ruhe und dann ganz plötzlich tritt wieder Durchfall auf. Meistens dauert dieser dann 1-2 Tage an und ist dann ebenso schnell wieder weg wie er gekommen ist. manchmal kommt es 2x die Woche vor dann wieder einen längeren Zeitraum gar nicht. Es ist auch nicht so das er frisst und dann alles sofort wieder raus muss, sondern er frisst dann ist Ruhezeit und 5-6 Stunden später beim nächsten Spaziergang hat er dann Durchfall.

    Wir waren bereits bei Tierarzt und haben vorsorglich gegen Würmer und Giardien behandelt da der Durchfall oft auch schleimig ist.

    Jetzt zur Vorgeschichte (ja die gibts auch):

    Condor war 3 1/2 Jahre lang im Duisburger Tierheim (der arme Kerl) und hat dort das erste Jahr durchgehend nur Kot wie Wasser gehabt. (dort wurde eben das gefüttert was gerade als Spenden vorhanden war) ab dem zweiten Jahr hat dann eine nette Tierheimmitarbeiterin die Condor ins HErz geschlossen hat für ihn gekocht (reis mit Hühnchen) das hat er ganz gut vertragen aber die Durchfälle traten trotzdem auf. Anschließend wurde auf Wolfsblut trockenfutter umgestellt (das hat er die letzten 1 1/2 Jahre im TH bekommen). Hier war die Durchfallproblematik fast weg, aber eben nur fast ...auch hier ist es immer mal wieder vorgekommen das plötzlich nur Wasser kam. Allerdings dann immer sofort nach dem Fressen. Das ist bei mir jetzt nicht der Fall.

    Vom allgemein Zustand her geht es ihm blenden er rennt und tobt und hüpft wie ein Junger Hund er frisst ohne Probleme und scheint auch keine Bauchschmerzen zu haben. Allerdings treten zwischenduch immer mal wieder Blähungen auf. (aber das war zu der Tierheimzeit noch extremer).

    zur Zeit gehören diese Sachen den Hauptbestandteilen von Condors Fressen:
    Fleisch (mit und ohne Knochen)
    Huhn
    Rind
    Pute

    Gemüse:
    Sauerkraut
    Reis
    Nudeln
    Möhren
    Kartoffeln
    Mais
    rote Beete

    Obst:
    Bananen
    Äpfel

    (ich fütter natürlich noch andere Sachen aber das sind so die Hauptbestandteile die meistens dabei sind)

    Er reagiert auch sehr sensibel auf STress, wenn ich sehr gestresst bin dann reagiert er auch schon mal mit Durchfall. Aber oft sehe ich keinen Zusammenhang.

    Der Tierarzt meint solange er das Futter nicht sofort wieder ausscheidet nimmt der Körper noch die Nährstoffe auf auch wenn es nachher flüssig wieder raus kommt. Aber trotzdem mach ich mir Gedanken.

    Gibt es eine Möglichkeit den Magen- und Darmtrakt positiv zu unterstützen oder zu stärken? Vielleicht ein homöopathisches Mittel?
    Macht es Sinn mal eine DArmspiegelung und eine Blutuntersuchung vornehmen zu lassen? (da mach ich mir allerdings Sorgen bezüglich der Narkose)

    Vielleicht habt ihr ja ein paar Tipps für mich wie wir das noch besser in den Griff kriegen können
    Vielen Dank :)

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  • Ich mag Menschen, die einem älteren Hund ein Zuhause geben :gut:

    Du könntest mal ein großes Kotprofil machen lassen.
    Da werden alle möglichen Parasiten, Keime und auch die Bauchspeicheldrüse untersucht.
    Das finde ich sinnvoller, als eine Darmspiegelung.

    Mit der klassischen Homöopathie haben wir solche Probleme bei unseren Tierschutzhunden gut wieder hinbekommen. Aber da sollte eine erfahrene Homöopathin herangezogen werden.

  • Das wäre noch eine Idee mit dem Kot-Profil ... ähm ist vielleicht eine blöde Frage aber was bring ich denn dann mit? Durchfall oder festes Häufchen? :headbash: haha hört sich irgendwie blöd an aber ich wüsste es jetzt tatsächlich nicht.. tendiere aber zum festen Häufchen

    ich frag mal meinen TA ob ich das bei ihm abgebe oder nach exomed schicke die machen das ja auch ;)

    ich werde auf jedenfall noch mal mit meinem TA sprechen ob es was homöopathisches gibt mit dem ich ein bisschen unterstützend helfen kann.. beim Barfen kann man ja praktischerweise super alles mögliche zufüttern :)

    Danke dir ;)

  • Durchfall könnte die Ergebnisse verfälschen, darum würde ich feste Haufen abgeben, am besten von 3 Tagen gesammelt.

    Zitat

    ich werde auf jedenfall noch mal mit meinem TA sprechen ob es was homöopathisches gibt mit dem ich ein bisschen unterstützend helfen kann..

    :hust: Einen Tierarzt würde ich nun gerade nicht fragen, es sei denn, er hat eine jahrelange Zusatzausbildung in der klassischen Homöopathie gemacht. Hat er aber wahrscheinlich nicht.

    Die klassische Homöopathie ist eine sehr!!! wirksame Heilkunst.
    Man kann damit auch "richtige" Krankheiten behandeln und nicht nur ein bisschen unterstützen.

    Dafür sollte man sich eine gut ausgebildete Tierheilpraktikerin suchen.

  • Sammle doch drei Tage lang von jedem Kot, den der Hund macht, etwas ein,

    und besprich Dich mit dem TA darüber, mit welchem Labor der zusammenarbeitet und mit welcher Methode die Proben da untersucht werden. Nach meiner Erfahrung ist Laboklin eines der besten Labs, weil die nicht nur qualitativ sondern auch quantitativ ( nicht nur z.B. Borellien oder Giardien) sondern auch wie viele davon machen können.

  • In der Praxis meines TA´s arbeitet eine Tierheilpraktikerin :) Hab sie bis jetzt noch nicht kennen gelernt weil sie nicht an allen Tagen in der Woche anwesend ist aber ich glaub ich werde da mal nachfragen ;)

    ok also festes Häufchen dann sammel ich mal ...ähm wo "lager" ich die denn am besten? über die 3 Tage?

    :D

  • Erstmal brauchst Du so ein Röhrchen für Kotproben. Und dann geht´s so:

    Entweder nimmst Du die Häufchen in der Plastiktüte mit nach hause und gibst von jeder Entleerung etwas davon rein ( kirschkerngross) echt von jeder, wenn der mehrfach am Tag kotet, von jeder Portion etwas, und das über drei Tage...

    Oder Du nimmst das Röhrchen mit auf die Gassigänge, gibst jedesmal was davon rein und entsorgst den Rest gleich. Ist natürlich weniger diskret.

    Ich mach´s zuhause. Ausserdem mache ich es nicht mit diesem Probenlöffel, der im Röhrchen drin ist...mit dem schaufelt man jedesmal raus, wenn das Röhrchen dann voller wird, jedesmal das, was schon drin ist ( igitt) .

    Ich entferne deshalb als erstes den Probenlöffel und stopfe die kirschkerngrossen Stuhlproben mittels eines Plastik- Stickers für Pflanzenbeschriftung rein..den ich vorher längs halbiert habe, damit ich damit auch ins Röhrchen reinkomme...nehm jedesmal einen neuen.

  • na das kann ja lustig werden :D aber da ich sowieso schon immer einige Zeit neben dem "Haufen" meines Hundes rum stehe um zu schauen wies aussieht (bei immer wiederkehrendem Durchfall achtet man irgendwie automatisch verstärkt darauf) und die Leute das schon immer mit höchst seltsamen Blicken beobachten ists jetzt auch nicht mehr schlimm wenn ich auch noch drinn rum popel :P

    Ich werd mir mal so ein Röhrchen besorgen und dann gehts ans Sammeln ...

    ach was freu ich mich :rollsmilie2:

    aber wenns hilft ...fürs Hundili tu ichs dann

  • Meine Hündin hatte auch so ziemlich die gleiche Problematik die du beschreibst.

    Empfehlen kann ich dir ein Durchfalltagebuch. Schreib auf was der Hund wie lange zu fressen bekam. Wann er Durchfall hatt, die Konsistenz und wie lang er anhielt. Auch besondere Tagesereignisse kann man hier festhalten.

    Dann würde ich eine Ausschlussdiät angehen, also 6 Wochen nur eine Protein und eine Kohlehydratquelle füttern. So kannst du systematisch Futtermittel als Ursache ausschließen.

    Desweiteren ist eine Entgiftung sinnvoll um quasi von 0 zu starten ohne Altlasten. Bei Nele hat das Ziegengold Elixier Wunder gewirkt, gibt aber mehr Möglichkeiten.
    Darmsanierung sollte man auch machen.

    Der Stress kann eine Ursache sein, bzw. durch die Vorgeschichte des Hundes sich eine chronische Dickdarmentzündung entwickelt haben die dann halt ab und zu durchbricht. So war es bei meiner Hündin.


    Was hat bei meiner Hündin geholfen?
    Normale TA leider gar nicht, bis auf dass sie per Rektoskopie rausgefunden haben, dass sie eine chronische Colitis hat. Als das AB dauerhaft nichts bewirkt hat, wollten sie mit Cortison anfangen.
    Gottseidank bin ich davor zu einer Tierheilpraktikerin gegangen, die uns dann die Entgiftung gegeben hat, Bachblüten und uns mit der Ernährungsumstellung geholfen hat.
    Für Nele gabs dann noch ne Art Stress-Schocktherapie, wodurch sich mein ganzer Umgang mit ihr geändert hat und ein Zweithund tat dann sein übriges. Stressdurchfall ist jetzt quasi gegessen und das richtige Futter haben wir auch gefunden :D

  • So ein Röhrchen hatte ich noch nie, ich nehm einen ausgewaschenen Joghurtbecher, Hüttenkäsebecher pp.
    Das wird eingetütet und direkt in die Parasitologie gefahren. Wir haben Glück und haben sowas direkt um die Ecke. Es entfällt der Versandweg und die Proben werden noch am selben Tag untersucht.
    Weiß nicht, wo du wohnst, aber bei den Uni Tierkliniken gibt es eine Parasitologie eigentlich fast immer.

    Wenn Schleim um den Kot ist, den Schleim unbedingt für die Probe mit einpacken :hust:

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