Übersprungshandlung- wie reagieren wir richtig?
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Ich habe ein Problem, weiss aber nicht wie ich dieses wieder los werde.
Folgendes: Wenn mein Mann mit unseren drei Shelties (unkastrierte Rüden, 4,3 und 2 Jahre alt) spazieren geht und auf einen anderen Hund trifft oder eine Katze in Sichtweite ist, dreht der 2 jährige am Rad. Er fängt an wie blöd zu bellen und attakiert den 4 jährigen, der sich dann auf den Rücken legt. Vorhin war der Auslöser eine Gruppe sich unterhaltender Menschen, also weder Hund noch Katze. Ich habe das Gefühl das wird immer schlimmer. Bei mir selber kommt solch eine Übersprungshandlung allerdings nicht so oft vor wie bei meinem Mann. Einmal allerdings (wir trafen auf einen Terrier die von allen dreien gehasst werden) erwischte der Übeltäter mein Bein. Was kann ich tun, denn zum ersten hat mein Mann kaum noch Lust mit denen zu gehen, zum zweiten habe ich doch Sorge das der 4 jährige mal verletzt wird, ist doch kein Zustand

Über Antworten würde ich mich sehr freuen!!!
LG
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Hi,
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Zuallererst getrennt gehen und das Verhalten strikt unterbinden. In der Gruppe wird es immer weiter eskalieren.
Konditioniere den Kleinen darauf, daß er dich anschaut, ansprechbar bleibt.
Erst dann kann er wieder mit den anderen zusammen laufen. -
Ich würde mit demjenigen, der scheinbar ein Problem hat, richtig tainieren und seine Ängste/Unsicherheiten/Verhaltensauffälligkeiten nicht einfach nur hemmen.
Ich habe selbst einen Hund, der zur rückgerichteten Aggression neigt und es hat ein Jahr gedauert, bis ich wieder mit beiden gleichzeitig an der Leine gehen und Reize durchstehen konnte. Vorher bin ich Auslösern aus dem Weg. Mir hat auch ein "Front Clip Harness" (Geschirr mit Brustring vorne) für diese Zeit geholfen, wenn Umorientierungssignale und Clicker nicht greifen konnten (oder ich schlicht nicht schnell genug regiert habe). Damit kann man den Hund über leichten Zug blitzschnell umorientieren, ohne, dass man ihn im Körper hängen hat.Wenn du nichts machst oder gar die Probleme deines Hundes nur unterdrückst, wird es sicherlich noch schlimmer werden.
Also. Getrennt gehen. Am Problem durch langsame Annäherung arbeiten. Alternativverhalten auftrainieren, die man abrufen kann. Umorientierungsigal zuverlässig aufbauen.
Erst wenn der Hund weniger Stress oder Frust hat, wieder in der Gruppe gehen. Lieber einmal einen Auslöser umschiffen, bevor man eine Eskalation provoziert.
Nicht einfach nur unterdrücken = Hund lernt nicht, wie man mit Stress umgehen kann.
Vielleicht auch etwas Gegenkonditionieren bzw. "Auslöser schönfüttern". -
Vielen Dank für die Antworten!
Nun, wenn ich mit dem jüngsten alleine unterwegs bin, zeigt er sich eher unsicher und andere Hunde interessieren ihn nicht wirklich. Wenn es zum Kontakt mit dem anderen Hund kommt, ist er zurückhaltend und eher unterwürfig.
Bin ich mit den dreien unterwegs, und ich erkenne die "Gefahr" schon im Vorfeld, kann ich ihn eigentlich gut ablenken, außer bei Terrier.
Das Problem hat mein Mann, der meiner Ansicht nach schon unsicher auftritt. Ich denke da liegt das Problem, oder?
LG
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Das kann schon sein. Wenn dein Mann allerdings weiß, was er machen könnte, würde er sicherer auftreten.
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Das stimmt allerdings :)
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