wie lernen eure Hunde?
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Gast67804 -
14. Oktober 2013 um 16:22
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Da ich im Moment mit beiden Hunden an einem neuen Trick übe, ist mir aufgefallen wie unterschiedlich Hunde lernen.
Mozart, TeGoRetSchna, 2 1/2 Jahre alt.
Er hat eine Art Urvertrauen in mich und lernt unglaublich schnell und viel und er lernt am besten, wenn ich ihm zeige was ich von ihm will. Ich kann ihn mit Lecker führen ohne das er den Kopf verliert und er dennoch lernt. Er braucht keine einzelschritte, ich zeige ihm, er macht.
Beispiele:
Gib Pfote: Kommando geben, Pfote nehmen, Lob, Lecker. Nach 5 Wiederholungen musste ich nur noch Hand hinhalten und Kommando geben, nach weiteren fünf nur noch Hand hinhalten.
Peng: Kommando Platz, neues Kommando, ihn dann vorsichtig um'werfen', Kommando down (heißt Kopf ablegen), kurz bleib, Lob, lecker. Zwei Einheiten à 5 Minuten und er hatte es drauf.
Skateboard fahren: unheimliches teil hinstellen, Kommando tipp (irgendwas mit der Pfote antippen) dabei das board bewegen, lob, lecker. Gestern das erste mal gemacht, heute hat er es drauf.
Beim letzten Beispiel habe ich wirklich gemerkt, was er für ein Vertrauen in mich hat. Er hatte Angst vor dem Skateboard und hat sich zuerst deutlich unwohl gefühlt, nachdem ich ihm gezeigt habe was ich will, war es kein Ding mehr.Picasso, ChineseCrestedDog, fast 6 Monate alt.
Er braucht wesentlich länger zum lernen und ist eher ein 'tryanderror' typ, bzw schaut sich von andren etwas ab. Führung mit Lecker sind nicht möglich, da schaltet das Hirn ab, also nutzen wir Nasentarget und klicker. Er braucht die belobigung für jeden kleinen Schritt.
Beispiele:
Gib Pfote: Hunde nebeneinander setzen, Mozart Kommando geben und überschwänglich loben, Picasso Kommando geben und jeden kleinen Schritt (pfote heben, pfote strecken, pfote auf hand legen) loben. 3 Einheiten à 5 Minuten nötig.
Bleib: Mozart Kommando geben, Picasso bei 'Fehlverhalten' ignorieren, Mozart loben. Nach ein paar mal hatte er es sich von Mozart angeguckt und wurde natürlich ebenfalls gelobt.
Skateboard fahren: Ding hinstellen, und jeden Schritt mit Target führen und belohnen (neben board stellen, pfote auf board, auf board stehen) wir sind noch nicht soweit, erstmal steht er nur darauf, morgen fange ich langsam mit der Bewegung an.Beiden macht tricksen und lernen gleichermaßen Spaß, sie sind voll dabei und konzentrieren sich super.
Wie sieht das bei euch aus? - Vor einem Moment
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Lupo ist vom Lernverhalten wie dein Mozart.
Er lernt sehr schnell, ist sehr eifrig bemüht zu verstehen.
Bei ihm geht auch viel durch Leckerführung, die aber schnell
abgebaut werden kann. Wir arbeiten ohne Klicker, Target usw.
Oft mache ich mir Gedanken wie ich etwas aufbauen kann.
Lupo zeigt mir dann oft, dass er keine Zwischenschritte braucht.
Er macht's einfach- gibt's Lob dafür wird's gespeichert und
ist schnell mit Kommando abzurufen. -
Es klingt ein bisschen so, das sei das, wie es bei Mozart geht, besser.
Ich finde das gar nicht. Meine Hündin kommt auch besser damit klar, wenn ich sie in die Position reinmanövriere sozusagen. Ich sehe das aber nicht als ausschließlichen Pluspunkt. Denn jede Medaille hat zwei Seiten: Sie tut sich schwer damit, selbst etwas auszuprobieren und braucht dann dafür Mini-Shaping-Schrittchen. Daran muss ich mich erst wieder gewöhnen, da ich vorher ein Clicker-Geniechen hatte - mit ihr konnte ich riesige Schritte machen, ohne zuviel Frust und erst recht nicht mit Aufgeben des Hundes. Beim Hund jetzt (ein unsicheres Dingelchen) muss ich da aufpassen. Auch wenn sie schon viel, viel stabiler geworden ist und viel mehr durchhält mit Motivation. -
Ich finde keines von beiden besser. Jedes ist gut und genau richtig. Ich passe mich da dem Hund an

Mich interessiert einfach, wie verschieden die Hunde dabei sind bzw wie ihr 'das Talent' eures Hundes nutzt.Und wenn ein Hund eeeeewig braucht für einen Trick ist das auch nicht tragisch. Mir ist nur der Unterschied zwischen meinen beiden aufgefallen.
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Karlie lernt am allerbesten durchs shapen. Sie bietet sehr vieles an und weiß nach jedem Click, wofür er war und zeigt das Verhalten nochmal. Toller Shaping-Hund. Durchs führen ist sie auch ganz gut zu lenken, aber im Shapen ist sie noch besser. Obwohl wir das noch nicht so lange machen, weiß sie schon, dass sie selbst was zeigen muss. Und Pfötchentricks jeglicher Art liegen ihr total, da ist es noch einfacher.
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Zitat
Ich finde keines von beiden besser. Jedes ist gut und genau richtig. Ich passe mich da dem Hund an

Mich interessiert einfach, wie verschieden die Hunde dabei sind bzw wie ihr 'das Talent' eures Hundes nutzt.Ich versuche es auch umgekehrt - nicht nur, aber auch. Ich versuche den Hund bei dem einen oder anderen Trick etc. bewusst auf die Weise zu trainieren, die er nicht sowieso schon gut kann.
Zum einen ist es praktisch, wenn Hund und Halter verschiedene Arbeitsweisen für sich erschließen. Zum anderen glaube ich auch, dass es den Hund (und Halter) insgesamt weiter bringt, eben nicht immer das weiter zu perfektionieren, was man eh schon gut kann, sondern auch mal das auf ein gutes Niveau zu bringen, was man noch gar nicht so gut kann.
Ich finde, man lernt auch grade dann immer noch interessante Aspekte, die einem vorher gar nicht aufgefallen wären.Was mir da aber dann selber ein Beinchen stellt: Ich bin nicht grade mit großer Geduld gesegnet und muss mich wirklich beherrschen, nicht auf die altbewährte Schiene zu trainieren - auch wenn es da zumindest erst mal schneller ginge.
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