Problematisches Verhalten
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Was soll denn das sein wenn nicht eine Belohnung, wenn man dem aufdringlichen Hund ein anderes Spielzeug zur Beschäftigung anbietet? Und wenn man sich nicht auf das Zwicken einlässt, inwiefern zeigt das dem Hund, was er stattdessen tun kann? Was ist der Unterschied zwischen "sich nicht drauf einlassen" und ignorieren?
Zwickt er, drehe ich mich weg, dann spiele ich weiter. So lernt der Hund in der Situation, wo die Grenzen des Spiels sind. Ist er so aufgedreht, dass er das nicht versteht, muss ich das Spiel abbrechen (alleine um mich selbst zu schützen). Ich kenne genügend aufgedrehte Spieler, die gerne mal zwicken.
Die Altenrative = gebührliches Spielen.Wo belohne ich den Hund für das Verhalten? Er möchte doch mit mir spielen - wenn ich ihm stattdessen ein Ballspiel anbiete, wo verstärke ich denn das Zwicken damit? Besonders wenn ich es ihm schon anbiete, wenn ich in den Garten gehe.
Alternative = anderes Spiel. - Vor einem Moment
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Das nicht aufs Anspielen eingehen allein ist aber noch kein Alternativverhalten zeigen, das kommt erst mit dem Spieli anbieten. Deine zwei Optionen sind also bloss eine. Denn wenn er sich nicht auf das Spielzeug einlässt (was meiner zB meist nicht tut, denn er will mit MIR Action), besteht das Problem unverändert weiter. Du empfiehlst dann Abbruch, allerdings ohne den Hund anzubinden oder wegzubringen - wie also stellst du sicher, dass der Hund nicht deine Aufmerksamkeit weiterhin beansprucht (was doch auch eine Belohnung darstellt)?
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"Oder lege sie ins Platz" ist eine Alternative - und zwar für deine anderen Vorschläge. Allerdings keine ALternative für den Hund nach dem Anbinden oder Wegsperren - außer du packst es ans Ende dieses Vorgehens, was allerdings wenig sinnvoll sein dürfte.
Und wann bestätigst du das Ruhigsein in deinem Vorschlag? Ich habe das doch für dich übernommen, oder etwa nicht?
Einen Hund zu "fixieren" ohne ihm eine Möglichkeit zu geben, damit umzugehen, auch noch in so einer hohen Erregung, soll bitte was genau bringen? Erkläre es doch bitte mal.Du hast genau drei Schlagworte gegeben ("Anbinden", "Wegsperren", "ins Platz legen") - ohne Begründung.
Ich sagte, dass Frust (und ein solches Verhalten einfach "wegzusperren", KANN frustauslösend sein!) eine Vorstufe für aggressives Verhalten sein kann.
Du musst ihn dafür nicht belohnen. Du zeigst dem Hund, was er statt "Zwicken" tun kann. Entweder indem man sich nicht auf das Spiel einlässt oder indem man ihr eine andere Beschäftigungsmöglichkeit anbietet. Das ist die Alternative.
Ja, das habe ich aber für dich ausgeführt - du hast einfach nur von "Wegsperren" und "Anbinden" gesprochen. Und das habe ich aufgegriffen. Das "ins Platz legen" habe ich gar nicht kommentiert.
Was machst du eigentlich, wenn du mal ohne Hunde weggehst? Arbeiten zum Beispiel. Dann sperrst du die Hunde auch ein. Was lernen sie dann und wie gehen sie mit dem Frust um? Nichts anderes tut man nämlich, wenn man in einem Garten arbeiten will und Hund nervt. Dann kommt Hund eben ins Haus. Da er sicherlich öfters mal alleine ist, dürfte das kein Problem ist.
Ein intelligenter Hund wird schnell überlegen, warum er immer wieder ins Haus kommt. Irgendwann wird er ein anderes Verhalten anbieten und merken, dass er bleiben darf. Der Hund wird anfangen zu denken, du nennst es shapen. Also wird der Hund lernen, was das gewünschte Verhalten ist. Was bitte ist daran so schwierig?
Und wenn man im Garten arbeiten oder sitzen will, muss ich bei nem überdrehten Hund ganz sicher keinen Ball rausholen, denn bei nem Balljunkie wird der Hund irgendwann komplett durchknallen. Außerdem würde ja das Verhalten belohnt. Der Hund lernt, dass er nur massov werden muss, um zum Erfolg zu kommen. Da erzieht grad der Hund den Menschen und nicht umgekehrt.
Und ja, es ist nicht schlimm für nen Hund angebunden zu sein, damit man in Ruhe arbeiten kann. Denn letztendlich wird Hund in vielen Situationen an die Leine genommen und auch öfters mal angebunden, zum Beispiel beim Bäcker, im Gasthaus, im Cafe,.... da ist es dann für dich ok, nicht aber, im Garten, wenn Hund nervt?
Und wenn du mir nochmal erzählst, dass der Hund leidet, wenn man ihn ins Haus packt und Frust schiebt, dann frag ich mich, wie Menschen den Hund überhaupt alleine lassen können, wenn sie nur den Müll rausbringen.
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Das nicht aufs Anspielen eingehen allein ist aber noch kein Alternativverhalten zeigen, das kommt erst mit dem Spieli anbieten. Deine zwei Optionen sind also bloss eine. Denn wenn er sich nicht auf das Spielzeug einlässt (was meiner zB meist nicht tut, denn er will mit MIR Action), besteht das Problem unverändert weiter. Du empfiehlst dann Abbruch, allerdings ohne den Hund anzubinden oder wegzubringen - wie also stellst du sicher, dass der Hund nicht deine Aufmerksamkeit weiterhin beansprucht (was doch auch eine Belohnung darstellt)?
Nein!
Die Alternative IST gebührliches körperliches Spielen.
Ich empfehle gar nicht den Abbruch - ich empfehle zu zeigen, dass Zwicken das Spiel kurz stoppt und mache dann weiter.
Lediglich ebi einem sehr hochgefahrenen Hund gibt es ein richtiges Time-out. Bis er runtergefahren ist.Ich stelle gar nicht sicher, dass der Hund meine Aufmerksamkeit nicht erhält, denn ich sehe die ganze Situation anders. Ich sehe da ein ritualisiertes Spielen, das mit dem Garten verbunden ist. Wenn ich gar kein Spiel im Garten haben will, dann muss ich ja ganz anders vorgehen.
Es war aber die Frage, wie der Hund "normales Spielen" lernt. Und ja, da belohne ich den Hund, wenn er normal spielt. Ich muss ihm aber durch Wegdrehen/Felssein erstmal zeigen, dass ich nicht gezwickt werden will.Ich kann natürlich auch mittels Abbruchsignal und konditionierter Entspannung arbeiten und mir ein Spielverhalten zurecht shapen. Aber das geht selbst mir zu weit.
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Was machst du eigentlich, wenn du mal ohne Hunde weggehst? Arbeiten zum Beispiel. Dann sperrst du die Hunde auch ein. Was lernen sie dann und wie gehen sie mit dem Frust um? Nichts anderes tut man nämlich, wenn man in einem Garten arbeiten will und Hund nervt. Dann kommt Hund eben ins Haus. Da er sicherlich öfters mal alleine ist, dürfte das kein Problem ist.
Ich kann mir leisten, meine Hunde kaum alleine lassen zu müssen. Aber davon abgesehen. Wo ist das eine Strafe für nicht gebührliches Spielen, wenn ich meine Hunde, die allesamt das Alleinebleiben gelernt haben und
beherrschen?
Wo ist das ein adäquater Vergleich?
Man hat sich doch den Hund selbst so erzogen - also muss man es auch ausbaden, meiner Meinung nach. Wegschließen alleine wird das Problem nicht lösen? Jedes Mal wenn der Hund dann mit in den Garten darf, wird er wieder aufdrehen.
Ist dein Vorschlag also ernstlich, den Hund auch dann wegzusperren?ZitatEin intelligenter Hund wird schnell überlegen, warum er immer wieder ins Haus kommt. Irgendwann wird er ein anderes Verhalten anbieten und merken, dass er bleiben darf. Der Hund wird anfangen zu denken, du nennst es shapen. Also wird der Hund lernen, was das gewünschte Verhalten ist. Was bitte ist daran so schwierig?
Der Hauptgrund, warum nicht wenige Leute das Shapen ablehnen (nebst, dass sie keine Ahnung davon haben), ist die Aussage, dass ihr Hund frustriert wird, weil er nicht gelernt hat, auszuprobieren.
Die oberste Regel beim Shapen ist: Bringe deinen Hund niemals in einen Konflikt, sodass er frustriert wird.
Shaping wird übrigens mittels positiver Verstärkung gemacht und kleinschrittig aufgebaut, bis der Hund das Prinzip gelernt hat.
Dein Vorschlag ist negative und positive Strafe im Gesamtpaket - Strafe hemmt Verhalten, ist also fürs Free Shaping nicht so unbedingt toll.ZitatUnd wenn man im Garten arbeiten oder sitzen will, muss ich bei nem überdrehten Hund ganz sicher keinen Ball rausholen, denn bei nem Balljunkie wird der Hund irgendwann komplett durchknallen. Außerdem würde ja das Verhalten belohnt. Der Hund lernt, dass er nur massov werden muss, um zum Erfolg zu kommen. Da erzieht grad der Hund den Menschen und nicht umgekehrt.
Ein Hund wird doch nicht gleich zum Balljunkie.
Ich biete bei futteraggressiven Hunden immer Tauschgeschäfte mit höherwertigen Leckerlis an. Deshalb sind diese Hunde nicht noch futteraggressiver geworden.
Ich habe lediglich gesagt, dass ein anderes, ruhigeres Spiel für den Hund vielleicht besser wäre.ZitatUnd ja, es ist nicht schlimm für nen Hund angebunden zu sein, damit man in Ruhe arbeiten kann. Denn letztendlich wird Hund in vielen Situationen an die Leine genommen und auch öfters mal angebunden, zum Beispiel beim Bäcker, im Gasthaus, im Cafe,.... da ist es dann für dich ok, nicht aber, im Garten, wenn Hund nervt?
Wenn man den Hund irgendwohin mitnimmt und ihn anbindet, dann wird das geübt.
Im Cafe und Gasthaus bist du bei ihm, das ist kein passender Vergleich.
Wenn man den Hund unbedingt vor dem Laden anbinden will, dann trainiert man das doch.ZitatUnd wenn du mir nochmal erzählst, dass der Hund leidet, wenn man ihn ins Haus packt und Frust schiebt, dann frag ich mich, wie Menschen den Hund überhaupt alleine lassen können, wenn sie nur den Müll rausbringen.
Ich habe NUR gesagt, dass du keine Alternative für den Hund anbietest und das ein Nährboden für Frust sein kann (Möglichkeit) - und Frust nun einmal gerne Aggression begünstigt.
Es gibt aber auch nicht wenige Hunde, die unter Trennungsangst leiden, bei denen man eben das Haus nicht mal fürs Müllrausbringen verlassen kann. Glaub mir, da gabs Hunde, die innerhalb von einer halben Minute Sofapolster zerbissen haben.
Warum? Weil die Leute nicht geübt haben.
Kommt gar nicht so selten vor. -
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Kareki, du mißverstehst da was, TS will nicht gesittet spielen, sondern im Garten in Ruhe aufräumen. Sie will nicht, dass der Hund sie zum Spielen zwingt, wenn sie es gar nicht will. Es ist ein unanständiges Verhalten des Hundes, ähnlich einem Kind, das dich tritt und beißt, weil es spielen will, Mutter aber grad keine Zeit hat. Es ist geradezu frech.
Und sowas geht einfach nicht. Spaß Ende. Übrigens, von Balljunkies scheinst du keine Ahnung zu haben, hast wohl keine.
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Gut, dann ist das im Laufe der Diskussion wohl etwas verloren gegangen, ich lese den Thread ja meist komplett, ehe ich antworte.
Dennoch ist "Wegsperren" oder "Anbinden" alleine keine Lösung. Ich muss zumindest - so weit waren wir schon - richtiges Verhalten bestätigen und den Hund nicht sich selbst überlassen. Was ich aber tue, wenn ich den Hund wegsperre/anbinde, um im Garten "in Ruhe" zu arbeiten...
Und wenn ich dann eh schon die Alternative zeige, dann muss ich doch gar nicht Einsperren/Anbinden. Als Mensch sollte man einfach ein bisschen Zeit investieren.
Ich sehe da keine Frechheiten, sondern ein hausgemachtes Problem, ein Ritual, das man aufbrechen kann.Ja, denn ich lasse Hunde nicht zu solchen werden.

[Doch, ich glaube durchaus, dass ich Ahnung davon habe - richtiges Spielen ist nicht nur Bällchenwerfen!]
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