Ist das schon Scheinträchtigkeit?
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Ich habe ihr das ja auch nicht geraten mit dem Galastop und so, sondern ich habe nur die Frage beantwortet, wie das bei MEINER Hündin war.Nein, das habe ich wohl gelesen, das Du es Ihr nicht geraten hast.
Aber Du hast geschrieben Kastration sei die einzige Alternative zu Galastop (=Hormongabe) im Falle einer Scheinschwangerschaft. Und das ist NICHT richtig! Das wollte ich nur noch mal in aller Deutlichkeit sagen!
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Hallo,
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Ich muss hier noch etwas ergänzen.
Ich finde es unsinnig, einfach irgend ein Mittel bei Scheinschwangerschaft oder auch bei einem Milcheinschuss zu gegen.
Beides ist völlig natürlich und bedarf keiner Behandlung, auch nicht mit Homöopathie.
Behandeln sollte man nur, wenn Probleme auftreten.
Scheinbar ist es sehr schwer, natürliche Vorgänge einfach anzunehmen und abzuwarten.
Man muss nicht alles manipulieren. -
Zitat
Ich finde es unsinnig, einfach irgend ein Mittel bei Scheinschwangerschaft oder auch bei einem Milcheinschuss zu gegen.Beides ist völlig natürlich und bedarf keiner Behandlung, auch nicht mit Homöopathie.
Behandeln sollte man nur, wenn Probleme auftreten.
Dem kann ich mich nach den Erfahrungen mit meiner Hündin nur anschließen.
Madame ist fast 7 Jahre alt, unkastriert, alle 5,5 Monate läufig (zum ersten Mal mit 8 Monaten) und bietet danach in ihrer "Scheinmutterschaft" immer das volle Programm - Nestbau, Ersatzwelpen (sie hat sogar meinen Wecker verschleppt
), Milchbildung, verändertes Verhalten (anhänglich, für einige Tagen viel am Herumlaufen und Fiepsen/Jaulen). Ich habe dagegen bislang nie irgendetwas unternommen. Klar, ein paar Tage ist die Fiepserei manchmal nervig, aber das legt sich wieder. Und genauso versiegt die Milchbildung bei ihr ohne Anwendung irgendwelcher Mittelchen (ja, ich weiß, es gibt auch Hündinnen die damit große Probleme bekommen können).
Ich würde also abwarten, wie sich alles entwickelt, bevor ich über Arzneimittelgabe oder gar Kastration nachdenken würde. -
Bei der Scheinträchtigkeit stimme ich zu, beim Milcheinschuss bin ich anderer Meinung.
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Bei der Scheinträchtigkeit stimme ich zu, beim Milcheinschuss bin ich anderer Meinung.
Der eigentliche Sinn einer Scheinträchtigkeit in der Natur, ist ja der mögliche Einsatz der Hündin als Amme. Darum ist auch die Bildung von Milch natürlich.
Nur, wenn das Gesäuge entzündet ist, dann muss man es behandeln, z. B. mit Quarkwickeln.
Das kommt aber sehr selten vor.Hier mal die Beschreibung eines Tierarztes, der das recht gut erklärt hat:
Zitat
Anfangs stehen neben ei- nem beginnenden An- schwellen des Brustdrüsen- gewebes allgemeine Unlust und/oder Aggression ge- genüber Artgenossen im Vordergrund.
Später, zum Ende der Pseudogravidität (ca. zwei Monate nach dem Ende der Läufigkeit) kann das Gesäuge stark anschwellen und dann richtige Milch oder auch nur eine wässrige bräunliche Flüssigkeit produzieren (Pseudolaktation). -
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... Aber Du hast geschrieben Kastration sei die einzige Alternative zu Galastop (=Hormongabe) im Falle einer Scheinschwangerschaft. Und das ist NICHT richtig! Das wollte ich nur noch mal in aller Deutlichkeit sagen!
Das hier hatte ich geschrieben:Zitat... und sie bekommt dann von meiner Tierärztin ein Mittel dagegen (Galastop).
Das ist zwar auf Dauer auch nicht so toll, aber die andere Alternative wäre dann halt die Kastration gewesen. ...
Sollte heissen: Meine Tierärztin sagte mir damals, dass eine Kastration die andere Alternative wäre.
Ich habe nicht behauptet, dass eine Kastration generell die einzige Alternative zu Galastop ist, sondern das war eben in unserem Fall damals das, was unsere TÄ zu uns gesagt hat und da die TS mich ja gefragt hatte, wie es bei uns war, habe ich ihr darauf geantwortet.Ich stimme euch zu, dass man nicht gleich vorschnell handeln sollte, deshalb haben wir unsere Hündin auch bis heute nicht kastrieren lassen.
Sollte unsere Madame wieder so eine heftige Scheinträchtigkeit haben, dann werden wir es vielleicht entweder mal mit Homöopathie versuchen, oder wenn es ohne Milcheinschuss abläuft machen wir gar nichts (außer das schon erwähnte Ablenken, Auslasten, Spielzeug wegräumen usw.)
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Ich hab nochmal eben ne Frage: Nu hab ich gelesen, dass häufige Scheinträchtigkeiten das Krebsrisiko (Gesäugeleiste, Gebärmutter) erhöhen. Stimmt das? Weil dann wäre ja eine Kastration doch ne gute Entscheidung...
Hat da jemand zufällig Zahlen drüber? -
Kenne keine zuverlässigen Studien dazu, finde es aber unwahrscheinlich, da die Phase der Scheinträchtigkeit ein natürlicher Teil des Zyklus ist.
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Däumeline, das ist ein Tierarztargument.
Die Kastration bringt Geld in die Kasse.Warum sollte ein völlig natürlicher Vorgang Krebs entstehen lassen?
Bekommt eine Frau durch ihren natürlichen Zyklus automatisch Krebs??Kastrierte Hündinnen bekommen genauso Gesäugetumore, wie unkastrierte Hündinnen.
Nur ein sehr kleiner Prozentsatz der Gesäugetumore sind hormonbedingt.
(Bielefelder Studie)Ob ein Hund Krebs bekommt, hängt massgeblich vom Immunsystem ab.
Eine gesunde Lebensweise schützt viel zuverlässiger vor Krebs.Außerdem erhöht die Kastration die Gefahr bestimmter Tumorarten.
ZitatAlles anzeigenNachteile der Kastration:
- wenn vor einem alter von 1 Jahr durchgeführt, steigt das Risiko für Osteosarkom (Knochenkrebs) erheblich an; dies ist ein häufiger Krebs bei mittelgroßen bis großen Rassen mit schlechter Prognose.
- sie erhöht das Risiko für Hämangiosarkom (Blutgefäßkrebs) in der Milz um das 2,2-fache und im Herz um das über 5-fache; dies ist ein häufiger Krebs und Haupttodesursache bei einigen Rassen
- verdreifacht das Risiko für Schilddrüsenunterfunktion
- erhöht das Risiko für Fettleibigkeit um das 1,6-2 -fache, ein häufiges Gesundheitsproblem bei Hunden, mit vielen damit zusammenhängenden anderen Gesundheitsproblemen (z.B. HD, aus einer anderen Studie)
- sie verursacht Inkontinenz bei 4-20% der Hündinnen
- sie erhöht das Risiko für ständige oder chronische Harnwegsinfekte um das 3-4 - fache
- sie erhöht das Risiko für eine nach innen Wölbung der Vulva, vaginaler Dermatitis und Vaginitis, besonders für Hündinnen, die vor der Pubertät kastriert werden
- sie verdoppelt das geringe Risiko (< 1%) für Blasenkrebs
- sie erhöht das Risiko für orthopädische Erkrankungen
- sie erhöht das Risiko für Impfnebenwirkungen (um 30%) -
Dr. Niepel:
ZitatUnd: Wer weiß z.B. schon, dass Mammatumoren auch bei kastrierten Hündinnen hormonunabhängig auftreten können und das diese Tumore wesentlich häufiger maligne sind als hormonabhängige der nicht kastrierten Hündin? So ist es z.B. umstritten ob nichtkastrierte Hündinnen, die an Mammatumoren erkranken, zwecks Rezidivprophylaxe kastriert werden sollen.(Schärer, 2002)....”
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