"Knurr-Anfälle" - Erfahrungen

  • Hallo liebe Hundefreunde,

    ich bin neu hier im Forum und suche seit Stunden nach ähnlichen Berichten, konnte aber nichts finden. Meine Westie-Hündin (Cheyenne, 2 Jahre) hat eigentlich immer wieder mal nachts geknurrt und ich ich dachte sie hätte vielleicht schlecht geträumt. Es ist jetzt aber seit 4 Tagen schlimmer. Das Knurren beginnt abends wenn sie entspannt daliegt. Sie beginnt plötzlich laut und aggressiv zu knurren und wirkt vollkommen abwesend. Sie hat einen leeren Blick und nach ein paar Sekunden schaut sie wieder normal, legt sich wieder hin und schläft. Es wirkt als würde sie nicht wissen was los ist. Das ganze geht 4-5 mal die Nacht! Ich bin morgen mit Ihr beim Tierarzt und versuche heute noch das Verhalten zu filmen, da es schwer zu erklären ist. Mich würde nur interessieren ob vielleicht jemand ähnliche Fälle kennt.
    Vielen Dank schon mal für eure Antworten.
    LG Kathi

  • Hallo Kathi
    Ich habe noch von keinem ähnlichen Fall gehört, oder etwas in der Art mit einem meiner ( 31 ) Hunde in den letzten 40 Jahren erlebt.
    Was du beschreibst, klingt für mich ziemlich "bedenklich" :| Warst du schon mal bei einem Tierarzt und hast das Verhalten geschildert ?
    Ich will dir keinen Schrecken einjagen, aber das könnte ein neurologisches Problem sein. Ich hatte vor vielen Jahren eine Zwergspitzhündin mit Epilepsie. Die hat sich auch manchmal "seltsam" verhalten. Das waren dann "kleine Anfälle". Einen "großen" hatte sie nie. Dafür allerdings ihre Tochter, die während so eines großen Krampfanfalls an Herzversagen starb :sad2:
    Verschiedene Erkrankungen des Gehirns verursachen "Ausfälle" oder merkwürdige Bewegungen, Verhaltensweisen...
    Lass deine Kleine am besten durch einen guten TA untersuchen !
    Ich wünsche euch beiden, dass es "nix Schlimmes" ist :gut:
    LG: Manuel

  • Zitat

    Meine Hunde knurren, "bellen", zucken mit den Augenlidern und "rennen" beide im Schlaf. Weiss nicht genau, wie das bei Deinem Hund aussieht, aber vielleicht traeumt sie nur.


    Macht meiner auch =) - und das beschriebene Knurren in der Nacht hatten wir auch schon.

    Da steht Herr Hund plötzlich im Raum und knurrt ganz dolle - mitten in der Nacht. Ich bin auch erschrocken dabei, hab ihn dann angesprochen wobei er mich ganz verdattert angesehen und sich dann wieder zum Schlafen hingelegt hat. Entweder hat er da vorher auch heftig geträumt oder er hat was gehört/wahrgenommen und konnte es nicht einordnen :???:

    Hat sich bei euch vlt. im Haus/Wohnung geändert, was sie jetzt hören könnte?

    Aber schön, dass du den TA deswegen konsultierst, berichte doch mal, was dabei rausgekommen ist. Ich drück dir die Daumen, dass es nichts schlimmes ist.

    LG
    Bine mit Puschkin

  • Vielen Dank für eure Antworten! Ich war bereits mit ihr beim Tierarzt und sie hat Neurologische Test durchgeführt. Soweit keine Auffälligkeiten. Wir machen jetzt noch ein großes Blutbild und beobachten ihr verhalten. Ich dachte anfangs auch das sie nur träumt. Es ist aber mehr als nur träumen, sie knurrt ins leere und schaut dann nach ein paar Sekunden so als wäre nichts. Sie ist auch nicht wirklich "da" wenn sie so heftig knurrt. Wir werden jetzt weiter beobachten und es zusätzlich mit Bachblüten versuchen. Ansonsten ist sie putzmunter :)

  • Hallo, diese Anfälle können einen epileptischen Hintergrund haben oder auch eine andere Erkrankungsform ( Gehirntumor, Stoffwechselentgleitungen, Hirnhautentzündung etc.) aber auch
    „Bulliwut“ – „Ragesyndrom“ oder „Cockerwut“!

    Hier mal ein Ausschnitt aus dem angehängtem Link:
    Eine besondere Form der pathologisch bedingten Aggression ist die Sudden Onset Aggression
    (CHISHOLM 2004), die auch „Mental lapse syndrome“ (BEAVER 1980) oder „Rage
    syndrome“ (PODBERSCEK 2004) genannt wird. Diese, bei verschiedenen Hunderassen u.a.
    auch beim Bullterrier auftretende Form des Aggressionsverhaltens, wird häufig der Kategorie Idiopathische Aggression zugerechnet, da bisher kein auslösender Reiz identifiziert werden konnte.
    Die Sudden Onset Aggression äußert sich in plötzlicher und unvorhersehbarer anfallsartiger Aggression. Das Verhalten tritt völlig unprovoziert und unkontrollierbar auf. Die Hunde machen dabei einen abwesenden Eindruck und greifen Personen, meistens die anwesenden Besitzer oder anwesende Tiere an. Dabei erscheinen die Augen des Tieres häufig glasig und die Pupillen sind weit dilatiert. Häufig speicheln die Tiere während eines solchen Anfalls vermehrt, erbrechen sich, setzen Kot und/oder Urin ab und entleeren ihre Analdrüsen.
    Überdurchschnittlich häufig erfolgen Anfälle kurz nachdem das Tier aus dem Schlaf erwacht
    (Waking Sudden Onset Aggression).
    Der Beginn der Erkrankung liegt bei den meisten betroffenen Tieren zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr. Rüden scheinen häufiger betroffen zu sein als Hündinnen. Über die Auswirkungen einer Kastration auf diese Erkrankung liegen noch keine ausreichenden
    Ergebnisse vor (BEAVER 1980, DODMAN 2003, PODBERSCEK 2004).
    Ätiologisch werden komplexe8 fokale Anfälle diskutiert. Die EEG-Auswertungen, der von
    DODMAN et al. (1996a) untersuchten betroffenen Bullterrier wiesen beispielsweise abnorme Muster, mit multiplen epileptiformen Spikes auf und unterstützen somit diese These.
    Laut PODBERSCEK (2004) muß sehr genau hinterfragt werden, ob die plötzlich auftretende Aggression tatsächlich gänzlich unprovoziert ist. Er vermutet in einem Großteil der Fälle eher
    eine zugrundeliegende statusbezogene und nicht pathologische Aggression.
    In den meisten Fällen wird der auslösende Reiz von den Haltern nicht erkannt und ist ihnen daher nicht bewusst. Insgesamt liegt aggressivem Verhalten nur sehr selten, laut SCHÖNING
    (2001) in weniger als 1 % der Fälle, eine pathologische Ursache zu Grunde (HART 1980,
    BLACKSHAW 1987, REISNER 1991, OVERALL 1993, PODBERSCEK 1997, 2004).
    Sowohl LANDSBERG et al. (2003) als auch PODBERSCEK (2004) kritisieren die vorschnelle Diagnose „Idiopathische Aggression“, und befürchten sie könne als Universaldiagnose für alle Hunde dienen, bei denen kein offensichtlicher Auslösereiz auf der Hand liegt.

    http://malinois-forum.de/forum/showthre…ckerwut-quot-!!!

    Hier mal ein Bericht von einer Betroffenen, wo ein Auslöser gefunden wurde

    http://www.hundezentrum-ulm.com/Cocker_Bulliwut.html

    Einen ähnlichen Fall ahben wir im Epiforum und dieser Hund versucht, in seiner Aggression den Zweithund anzugreifen. Dieser Anfall dauert nur Sekunden bis 1 Minuten.
    Eine gute Abklärung wäre da von Nöten.

    Alles Gute deiner Fellschnute!

    LG Sabine

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