Was sollte ein Welpe als erstes lernen?

  • Hallo!

    Meine Vorredner haben schon so viel genannt und alles ist gleichermaßen wichtig. Ein richtiges "Zuerst" gibt es ja nicht - so wie es schon gesagt wurde: Die ersten Befehle werden gleichzeitig antrainiert.

    Aus meiner Erfahrung heraus ist das "hier" eines der generell wichtigsten Kommandos überhaupt (Sitz und Platz sind mehr oder weniger Gimmicks, Stubenreinheit dauert eh länger, genauso wie die Gewöhnung an Ruhezeiten und -orte) - den Hund abrufen zu können, wird ja auch später umso wichtiger, wenn er oder sie gelernt hat, dass sie in der Nähe rumtoben kann, aber sofort zurückkommen muss, wenns verlangt wird.

    Und das Zweite: Frustrationstoleranz. Empfinde ich immer noch als superwichtig (nicht nur als Welpe, sondern auch später), damit kann man gar nicht früh genug anfangen - das aber natürlich in angemessenen kleinen Schritten...

  • Namen und auf mich achten, finde ich sehr wichtig. Was sich dann bei uns daraus entwickelte war das "komm her".

    Zitat


    Und das Zweite: Frustrationstoleranz. Empfinde ich immer noch als superwichtig (nicht nur als Welpe, sondern auch später), damit kann man gar nicht früh genug anfangen - das aber natürlich in angemessenen kleinen Schritten...


    Würde mich mal interessieren, wie du das konkret übst.

  • Zitat


    Und das Zweite: Frustrationstoleranz. Empfinde ich immer noch als superwichtig (nicht nur als Welpe, sondern auch später), damit kann man gar nicht früh genug anfangen - das aber natürlich in angemessenen kleinen Schritten...


    Würde mich mal interessieren, wie du das konkret übst.[/quote]


    Mich auch!

  • Mir wäre auch wichtig, den Hund als allererstes in den bestehenden Alltag einzuordnen und der sieht ja bei jedem anders aus.
    Strukturen und Regeln überlege ich mir von Anfang an und setzte diese dann auch durch.

    Ansonsten schaue ich einfach immer pro Hund, was gerade vom Lernen her angesagt ist, regel alles situativ, extra Üben kommt eigentlich kaum vor.

    Wichtig wäre mir immer ein adäquater Umgang mit Menschen und anderen Hunden/Tieren. Also kein Anspringen, kein Rempeln, kein Nerven.
    Den Hund auf seinen Platz zu schicken ist meistens das erste, was meine Hunde lernen, egal ob Welpe oder Tierschutzhund.

    Für Sitz, Platz und andere Dressurkunstücke verschwende ich in in den ersten Monaten eigentlich keine Zeit. Die Lern-Zeitfenster nutze ich auch lieber für allgemeine Benimmregeln, Standruhe, Frustrationstoleranz, vielleicht noch ein "Bleib", ein "Aus" und als allererstes auf jeden Fall auch ein Universalabbruchkommando "Nein", das ich relativ früh aufbaue.

    Dann irgendwann Leinenführung, Impulskontrolle, Apportieren.

    Sitz und Platz mache ich irgendwann nebenher einfach nur so. Dringend brauchen tue ich es nicht und halte das auch gar nicht für wichtig. Ist ja schnell gelernt, das muss ein Welpe noch nicht können.

  • Zitat


    Würde mich mal interessieren, wie du das konkret übst.


    Mich auch![/quote]

    Also ich habe den Hund in Situationen gepackt, die ihn frustriert haben - z.B. in einem Restaurant unter dem Tisch nix tun. Gezappel habe ich ignoriert, stärkeres Gejaule verboten (so weit möglich), wenn sie ruhig war habe ich sie ab und zu gekrault und ihr ein Leckerchen gegeben. Das ganze dann peu a peu gesteigert.
    Bei ihrer großen Freundin ist die Frustrationstoleranz immer noch recht niedrig (bzw hält nicht lange vor) aber mannomann, am Anfang war das echt krass. Ich weiss noch wie wir mal gaaaanz weit hinten in ein komplett leeres indisches Restaurant gegangen sind. Wir hatten den Kellner vor Krach gewarnt, er war einverstanden, bringt sogar noch Leckerlie für die Kröten - und kurz darauf ging das Theater auch schon los. Und dann kommen andere Gäste und setzen sich ausgerechnet neben uns :muede:
    Die waren Gott sei Dank verständnisvoll, aber wir haben uns dann trotzdem etwas beeilt.

    Oder man unterhält sich mit wem auf der Straße, stellt sich auf die LEine und dreht dem Hund, wenn er rumspackt, den Rücken zu und läßt ihn Theater machen. Wenn er ruhig ist belohnt man das, wenn nicht ignoriert man das Verhalten. Irgendwann wird das Gezappel dann weniger.

    Zumindest habe ich das so gemacht - soweit ich mich erinnern kann. Es ist echt krass, wieviel ich aus der Welpenzeit schon vergessen, bzw. verdrängt habe. So lange ist das echt nicht her. Das Rückruf-tamtam, z.B. ich muss mich richtig anstrengen, um mich zu erinnern wie ich es aufgebaut und dann durch die Pubertät hindurch eingefordert und verstärkt habe. Das war fast ein Dauerkampf - ist es manchmal heute noch, wenn die Kröte z.B. absichtlich bummelt damit ich sie rufe und sie vielleicht ein Leckerlie abstauben kann. :motz:

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