nicht befolgter Rückruf - "einfach" abholen

  • Was ich jetzt noch nicht verstanden habe: Wieso darf ein Hund nicht buddeln? Als mein Sohn klein war sass der sundenlang im Garten und hat gebuddelt.
    Die Frage ist: was ist daran schlecht, wenn ein Hund buddelt? Ist das ein Fehlverhalten? Wieso muss man das abbrechen, den Hund abrufen?
    Mein Rüde buddelt auch wahnsinnig gerne, am liebsten im Blumenbeet, wo die Erde locker ist...ich hab das bisher immer zugelassen, weil es mich nicht stört und die Rosen das abkönnen.
    Ist das jetzt ein Erziehungsfehler, den ich da mache?

  • Zitat

    Was ich jetzt noch nicht verstanden habe: Wieso darf ein Hund nicht buddeln? Als mein Sohn klein war sass der sundenlang im Garten und hat gebuddelt.
    Die Frage ist: was ist daran schlecht, wenn ein Hund buddelt? Ist das ein Fehlverhalten? Wieso muss man das abbrechen, den Hund abrufen?
    Mein Rüde buddelt auch wahnsinnig gerne, am liebsten im Blumenbeet, wo die Erde locker ist...ich hab das bisher immer zugelassen, weil es mich nicht stört und die Rosen das abkönnen.
    Ist das jetzt ein Erziehungsfehler, den ich da mache?

    Nochmal: Ich habe gar kein Problem damit, wenn Smilla ihren Spaß an Mauselöchern hat. Das Buddeln selbst würde ich auf der Wiese abbrechen, weil es Löcher schafft, die für Mensch und Tier gefährliche Stolperfallen sind und dem Bauern die Grasnarbe kaputt machen - im Wald und auf dem eigenen Grundstück dürfte sie das, aber Smilla ist keine große Buddlerin. Mir geht es um einen durch Ablenkung nicht befolgten Rückruf. Das Verscheuchen vom Loch ist einfach nur das Abbrechen des Verhaltens was sie ablenkt.


    naijra: Du hast das Problem sehr gut auf den Punkt gebracht. Ich erkenne das Problem und gelobe Besserung! :smile:

  • Ich habe das "Problem" bei drei verschiedenen Typen Hund bereits erfolgreich gemeistert.

    Typ 1 - ein Urlaubshund, der einfach aus Langeweile gebuddelt hat. Er kannte nichts anderes. Da wars natürlich wahnsinnig einfach, denn ich habe mich mit ihm beschäftigt. Fürs Mitkommen gab es verschiedenste Spiele bzw. Belohnungen. Nach drei Tagen hat er nicht mehr für die 4 Wochen, die er da war gebuddelt, selbst, wenn ich nicht viel mit ihm gemacht habe

    Typ 2 - mein Pflegehund, der entdeckt hat, dass Mäusejagd Spaß macht - allerdings ist er nicht der "Überjäger". Ich gestehe, zur Sicherung läuft er mit einer 1-Meter-Leine, allerdings nur, weil er neigt, Löcher gegen Fremdhunde zu verteidigen und eigentlich mit den wenigsten Hunden Kontakt haben will. Für die Mäuselöcher selbs nutze ich die Leine nicht.
    Er kommt mit, wenn man sich ca. 20 - 30 Meter entfernt hat. Das wurde sofort gemakert und ich bin mit ihm gemeinsam zum Löch zurückgerannt und habe "mit ihm gebuddelt". Zwischendrin hab es eine Belohnungsabänderung, wie einfaches Leckerli oder aber ein anderes Spiel. Ca. 2 - 3 Wochen hat er vermehrt an Löchern gegraben - allerdings nicht mehr so lange wie vorher an einem Loch.
    Ich habe die Taktivk beibehalten udn mittlerweile buddelt er so selten, dass ich sage, er buddelt gar nicht mehr.

    Typ 3 - Leidenschaftlicher Jäger. Mäusebuddeln war und ist funktionaler Verstärker, auch unter Signal. Anfänglich war er aber so frustriert, wenn er ein bisschen gegraben hat, dass er herumgeschrieen hat. Um ihn daraus zu bringen gabs ne Clickersalve und in die Kuhle hineingestreute Leckerlis,d ie eine Fähre raus gebildet haben. Wenn er bei mir war, hat er einen Handtouch gemacht und ich bin wieder zurück (er wäre von selbst wieder hingelaufen). Das Spiel ging 5 -10 Mal, dann konnte er vom Loch weg. Heutzutage kann er auf Signal aufhören zu buddeln und bekommt dafür Fährtenspiele oder den Prey Dummy.


    Ich würde also den Hund eben nicht abdrängen. Mit ein paar Wochen Übung kann man dem Hund entweder beibringen, dass es Besseres gibt, oder es zumindest kontrollieren.

  • Zitat


    Und genau hier ist mein "Problem": Sie merkt sofort, dass mit mir nicht mehr gut Kirschen ist, wenn ich komme und sie abhole - soll sie ja auch durchaus merken. Allein durch meine Körpersprache weicht sie dann vom Loch zurück und harrt im Sicherheitsabstand der Dinge.

    Du baust Druck auf. In dieser beschriebenen Situation, geht es nicht mehr um "Hier", sondern um: "MACH was sage". Um ein Durchsetzen deines Komandos. Was ich so konsequent finde.

    Zitat


    Mein Plan ist aber ja sie an die Leine zu legen, also gehe ich in die Hocke und rufe sie (streng) heran. In der Situation kann ich mit Strenge aber gar nichts erreichen, sie bleibt zuverlässig soweit entfernt von mir, dass ich nicht an sie ran komme.

    Der Druck, die Energie, die du aufgebaut hast besteht immer noch. Und lässt den Hund weichen.

    Zitat


    Erst wenn ich durchschnaufe und in freundlichem Säuselton rufe, kommt sie heran und lässt sich anleinen.

    Hier lässt du den Druck raus und gibts dem Hund eine erneute Einladung.
    Perfekt gemacht. So arbeitet Anne Krüger: Harmoniologie.

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