Spondylose, oder doch "nur" Alterserscheinungen?
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Hallo,
es geht um unsere Hündin Finja... Übernommen haben wir sie Anfang Januar aus dem Tierheim, sie ist ursprünglich ein Straßenhund aus Polen. Im Pass steht sie als Dackel-Terrier-Mix (ich halte sie für einen Welsh Corgi- Mix) und 2007 als Geburtsdatum, im TH gaben sie auch offen zu das junge Hunde sich besser vermitteln lassen. Wie alt sie wirklich ist? Jeder der sie sieht schätzt sie auf 8-10 Jahre.
Gesehen hatten wir im TH das sie wohl eine PL rechts hat, abgetan wurde es damit das sie halt lange gelegen hätte (ne ganze Woche lang?). Sie ist recht mopsig, ihr Idealgewicht kennen wir noch nicht. Ich hab 7 kg angepeilt, aber trotz teilweise Tageweise hungern (vor dem gefüllten Napf) und Bewegung nimmt Finja kein Gramm ab...Das als Vorgeschichte, nun zum "Problem".
Vor 2 Wochen ist Finja gegen eine Wand gelaufen, danach lief sie ganz normal weiter. Als sie zuhause aus dem Auto ausstieg hat sie kurz gehumpelt, dachte sie hätte sich nur verlegen.
Nächsten Tag humpelte sie nochmals nachdem sie einer Katze nach jagte aus der Nachbarschaft (sie jagt nur diese eine, wir wohnen auf einem Bauernhof wo es etliche mehr gibt).Gehumpelt ist sie danach nur sporadisch, es sah aber öfter beim Spaziergang so aus als ob sie in's Leere treten würde. Bei einem Menschen würde ich sagen, umknicken und einige Schritte humpeln und dann normal auftreten... Was auffiel, sie knabberte andauernd an ihrer linken Pfote...
Nachdem sie mich dann mit einem Blick anschaute, der nicht ihr (häufiger) trauriger Blick war, bin ich mit ihr zum TA (das war letzten Montag). Der TA hat ihre Schulter abgetastet und sie hat an einer Stelle nach ihm geschnappt... Also gab's eine Spritze und für 8 Tage Rimadyl.
Heute waren wir wieder da, sollte mit Finja die 2 Spritze abholen und neue Rimadyl für 8 Tage. Hab heute auch erfahren das die Spritze Dexamethason ist...
Nachdem ich dem Doc wieder ne Kurzfassung über die letzte Woche gegeben hatte, meinte er das es Spondylose sein könnte. Aber Röntgen möchte er erstmal nicht, denn egal was dabei rum kommen würde, die Behandlung wäre die selbe wie jetzt auch... Die schnelle Atmung liege wohl auch an der Hitze und ihrem Übergewicht, Schmerzen könnten es auch sein. Das Herz hat er abgehört, da ist nix nach seinen Worten. Aber irgendwo hab ich gelesen, das man rein durchs abhören nichts ausschließen könnte.
Nun zu den Punkten die mir aufgefallen sind... Finja hechelt seit 2 Wochen nach einem kleinem Spaziergang als wäre sie mit mir nen Marathon gelaufen. Bei der ersten Hitzperiode des Jahres hatte sie keine großen Probleme, normales Hecheln halt.
Aktuell hechelt sie auch zuhause oft, oder atmet in Ruhe sehr schnell (70-80 Atemzüge). Sobald sie merkt das ich sie beobachte versucht sie ruhiger zu atmen, heute hab ich Atemaussetzer beobachtet. Danach kam sie mit dem Kopf hoch und starrte mich völlig abwesend an.Mein Mann erzählte mir, das er vor ca. 3 Wochen 2-3 mal (abends beim angeln, da ist sie gerne dabei) beobachtet hat das Finja vor und zurück schaukelte und währenddessen nicht ansprechbar war für wenige Minuten. (Hab ich aber auch erst jetzt erfahren, er hatte es auf die Wärme geschoben)
Seit einer Woche tickt sie bei Fliegen aus, schnappt knurrend in die Luft. Sie hat mich neulich nicht erkannt, bin mehrfach an ihr vorbei gegangen (sie lag im Bad und ich war am Wäsche waschen) und plötzlich knurrte sie mich an und bellte als ich um die Ecke kam. Als ich sie ansprach kam sie sofort auf mich zugelaufen und kuschelte sich an. Sie wufft und knurrt abends bei jedem Geräusch (das hat sie bis dato nur gemacht wenn wir schon im Bett waren). Die letzten Abende hat Finja jedesmal ihr Herrchen angeknurrt wenn der von draußen wieder rein kam, nach Ansprache sofort Stummelschwanz gewackele vor Freude.
Bei den Spaziergängen wirkt es teilweise so, als ob sie steif gehen würde. Sie ist mehrfach mit der Hüfte eingesackt, so als hätte sie ein (für mich unhörbares) Sitz gehört. Bevor sie aber ganz "saß" lief sie schon wieder weiter. Heute ist sie dann bei der Mittagsrunde zur linken Seite weggekippt mit der Hüfte, kaum stand sie gleich nochmal das ganze... Sie schaut mich seit einer Woche fast ständig mit diesem "bestimmten" (hilf mir) Blick an, liegt zuhause eigentlich nur noch. Andererseits freut sie sich über ihre große abendliche Runde mit mir, wo sie ausgiebig schnüffeln kann. Wenn sie andere Hunde trifft muß sie da hin und hallo sagen. Sie liebt heiß und innig einen Labbi aus der Nachbarschaft, mit dem tobt sie auch. Das ist der einzige der sie zum spielen bekommt, wenn auch nur kurz.
Und der TA sagt abwarten, wenn es in einer Woche nicht besser ist dann Röntgen wir doch mal.
Was ich so ergoogle über Spondylose, passt das aber nicht so recht auf Finja.Tja, nun hab ich so einen riesen Roman geschrieben und vielleicht kann der ein oder andere mir ja etwas weiterhelfen und das Wirrwarr etwas ordnen...
Gehört das alles zusammen, durch ihre Schmerzen? Oder ist es vielleicht doch eher das Alter?
Liebe Grüße
- Vor einem Moment
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Hallo,
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Ich würde generell einmal röntgen.
Bei einer solchen Vorgeschichte weiß man nie, was der Hund durchgemacht hat. Neben Spondylose könnte man da noch andere Sachen entdecken. Wir haben bei Tierschutzhunden schon alles möglich auf Röntgenbildern gesehen, angefangen von schlecht verheilten alten Brüchen bis hin zu Projektilen aus diversen Schusswaffen.
Zum Thema Herz würde ich mich auf mal schnell abhören auch nicht verlassen. Idealerweise geht man für die Herzuntersuchung zu einem TA der dafür ausgerüstet ist und ein Farb-Doppler Ultraschall machen kann.
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Das sind so diffuse Symptome, dass das alles mögliche sein kann. Ich würde die Hündin in einer guten TK vorstellen, die am besten sowohl über einen FachTA für Orthopädie als auch einen für Neurologie und einen Kardiologen verfügt. Ein paar Deiner Beschreibungen könnten z. B. auf die Spätfolgen einer Staupe zutreffen, einiges könnte ortopädisch bedingt sein, bei anderen könnte kardiologisch und neurologisch was dahinterstecken. Das gehört gründlich abgeklärt. Aus der Ferne würde das in einem großen Rätselraten ausarten.
LG, Chris
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Also das mit dem "Nicht-ERkennen" und schwanken find ich eher seltsam. Bruno hat auch Spondylose. Bewegungsunlust, zucken vor Schmerz, hecheln- ja das haben wir beim letzten Schub auch gehabt. Aber alles andere?
Ich würds auch Röntgen und was das Herz angeht: Stimmt, abhören allein reicht nicht. Als wir noch nicht wussten, dass es Spondylose ist, hat mein Arzt auch abgehört und dann noch ein Blutbild gemacht. Da sind so bestimmte Herzenzyme, die dabei überprüft werden. er sagte auch, dass man nicht alles hören kann.
Hecheln und auch Aggressionen können sicherlich einfach nur mit Schmerzen zusammenhängen, aber dieses apathische? Ja, vlt. das Alter, aber auchdann gibt es sicherlich Medikamente und wege, um ihr das Alter schöner zu gestalten. -
Vielen lieben Dank für die Antworten!
Helfstyna, dann werde ich dem TA auf jedenfall auf die Füße treten wegen dem Röntgen, am besten dann einmal den ganzen Hund und nicht nur einzelne Gelenke, oder?
Also doch nochmal ihr Herz untersuchen lassen, war gestern mit allen 4 Kids (alle unter 6 Jahren) beim TA und war froh das es erstmal neues Rimadyl gab. Nächste Woche werde ich den TA darauf ansprechen...Chris, du meinst diese Old Dog Encephalitis? Was ich so gelesen habe, passt das aber eher nicht auf Finja.
Ja, irgendwie habe ich auch den Verdacht das es mehrere Baustellen gibt bei der Kleinen. Es ist irgendwie alles und nichts, und der Doc sieht erstmal nur ihre Schulter...Aprilkind, ja genau. Irgendwie würde ich ihr gerne den Lebensabend schöner gestalten, es wirkt nicht so als ob das Rimadyl ihr wirklich helfen würde. Klar soll sie nicht ganz schmerzfrei sein um es nicht zu übertreiben... Aber auch nicht leiden...
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Bei Spondylose muss man ohnehin die ganze Wirbelsäule röntgen, da hat man (je nach Größe des Hundes) schon mal weite Teile des Hundes mit drauf.
Aber wie auch Chris schon geschrieben hat, idealerweise lässt man die Symptome einzeln abklären bzw erörtert einmal, welche Symptome eine gemeinsame Ursache haben könnten und versteift sich nicht nur auf ein Problem. Viele TAs sind in letzter Zeit immer mehr auf der "geben wir mal schmerzmittel und warten ab" Schiene, vermutlich auch, weil viele Tierbesitzer verschreckt sind, wenn gleich die Geräte herangezogen werden, um eben nicht nur an den Symptomen rumzudrehen, sondern gleich nach der Ursache zu suchen.
Würde auch sagen, gute Tierklinik, nimm dir Zeit und schildere denen den ganzen Symptomkomplex.
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