Wie viel übt ihr bei der Hundeerziehung?

  • Hallo,

    mich würde mal interessieren, wieviel oder wie lange ihr so täglich mit euren Hunden übt/trainiert?

    Mich beschäftigt gerade diese Frage, da ich zu meiner 4-Jährigen Ersthündin eine 14 Wochen alte Hündin habe, die ich natürlich nun auch erziehe.

    Bei meiner ersten habe ich als Welpe es gut gemeint und im Nachhinein weiß ich, dass ich mit ihr zu viel gemacht habe.

    Nun gehe ich es bei der kleinen Hündin entspannt an und übe eben, wenn ich Lust habe, ich stresse mich auch nicht damit, sie täglich an irgendwelche neuen Orte schleppen zu müssen, sondern fahre bei allem einen Gang runter.
    Sie soll mich erst mal mögen und hier sein, mich und meine Hündin kennenlernen und lernen, Ruhe zu halten und es auch auszuhalten, das nicht immer Action ist.

    Das heißt nicht, dass wir nichts machen, nur übe ich eben nicht 50 mal am Tag sitz, sondern vielleicht nur 10 Mal...
    Ich freue mich, wenn sie lieb ist und mit meiner Althündin mitläuft und spielt....dazwischen auf den Einzelspaziergängen übe ich mal Futterbeutel bringen und am meisten eben, dass sie auf mich achtet und herkommt, wenn ich rufe....aber alles ziemlich relaxt und eher "wohldosiert"


    Das sehen manche Hundehalter immer anders, aber meine Hunde sind wohlerzogen und es macht mit ihnen Spaß und Zuhause sind sie ruhig und schlafen schön oder kommen zum Kuscheln.

    Ich bin gespannt, welche Einstellungen ihr habt und was ihr darüber denkt,

    Liebe Grüße

    Silke und Hündinnen

  • Hey Silke,
    ich sehe das genau wie Du, Training dann, wenn ich Lust dazu habe, aber nicht 100 x Sitz, Platz oder Fuß. Das ist weder für Mensch noch Hund wirklich toll und macht keinen Spaß.
    Sicher müssen Hunde die Grundkommandos beherrschen, um alltagstauglich zu sein, aber ich möchte Hunde, die Hunde bleiben und nicht abgerichtet sind oder wie eine Maschine reagieren.

    Wir machen hin und wieder Langsamkeitstraining, was beide Hunde toll finden, denn es dauert nur ein paar Minuten und sonst wird "gearbeitet", ZOS oder Apportieren, denn bei diesen Beschäftigungen hat man gleich die Erziehungsarbeit inbegriffen, denn die Hunde müssen das tun, was ich will.

  • Hallo Conny,

    danke für deine Antwort.

    Was genau ist " Langsamkeitstraining" ? Davon hab ich noch nie gehört, würdest du es mir mal erklären? Könnte das was für meine Hunde sein?

    Wir machen auch viele Dinge, aber so in Maßen, bei der Hitze machen wir nur morgens und Abends unsere Gassigänge und dazwischen im Garten nur, was wir mögen...

    Ich mache mit meinen Dummyarbeit, also Apportieren, Longieren, Tricks. Radfahren, Schwimmen für das körperliche Wohl.

    Apportieren und Impulskontrollübungen machen wir bei jedem Gassigehen, solange ich eben sehe, die Hunde sind motiviert und machen mit, solange sie noch voll bei der Sache sind höre ich meistens auf, damit sie motiviert bleiben.
    Dann machen wir es ähnlich, bei unserer Beschäftigung ist Erziehungsarbeit auch inklusive, bei zwei Hunden sowiseo, denn wenn der eine dran ist, muss der andere abliegen, und so lernen sie ja auch, Pause zu machen.

  • Ich übe mit meinen Hunden nicht mehr wirklich regelmäßig an der Erziehung rum. Unsere tägliche "Übung" ist einfach, dass ich den Hunden zeige, dass wenn ich was sage es auch so meine und möglichst konsequent bin.
    Es kann also passieren, dass ich keinen einzigen Befehl sage beim Spaziergang, genauso kann es viele geben, die dann aber einen Grund haben.
    Wenn das ganze noch nicht sitzt, übe ich natürlich öfter, oder wenn wir Spaß dran haben und der Hund was anbietet.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gewisse Sachen erst mal sacken müssen und man nur üben sollte wenn man auch die Muße dazu hat.

  • Dieses Langsamkeitstraining kann man nicht einfach so erklären, man muss es sehen .
    Wir haben das auf dem Hundeplatz gemacht und ich fand es recht gut, aber für Deinen Welpen ist das noch nichts

    Mach' nicht zu viel, das überfordert jeden Welpen und weniger ist oft mehr ;)

  • ok, mich hat nur das Wort interessiert!

    Nö, zuviel mache ich nicht :-) Ist nicht unser Ding...Welpe soll erstaml unseren Alltag mitmachen udn Ruhe lernen, wie gesagt...in Ruhe die Welt kennenlernen.


    Anja, so ist das bei uns auch oft beim gassigehen...manchmal brauch ich keine Kommandos und manchmal auch viele....
    Finde es auch einfach wichtig, dass meine Hunde meine Grenzen akzeptieren.

  • Ich übe mit meinen beiden in jeder Minute unseres Zusammenlebens


    mal relaxen, mal nicht ans Essen zu gehen bzw. Besuch rein zu lassen

    es ist alles irgendwie Übung
    was Sitz, Fuß, etc. angeht, machen wir maximal 3x die Woche was
    sonst rufe ich bereits gelerntes halt ab bei Bedarf , was jedes Mal eine Übung ist ;)

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