Ziemlicher Sorgenfall

  • Hey an alle,
    ich möchte mal ein paar Tipps zu meinem Zweithund :smile:
    Zunächst einmal, unser Erster ist nun ein Jahr, ein kleiner Terrier den wir (finde ich) ganz gut hinbekommen haben :D
    Nun kam es dazu, dass ich über Freunde von einer Hündin in seinem Alter erfahren habe, der es wohl nicht so gut ging in der Familie, in der sie lebte.... Da jeder mein gutes Herz kennt, war schon kalr, dass ich sie adoptieren sollte & dann "mal schauen" hieß es offiziel... Klar, ich möchte sie nicht mehr hergeben & meine Familie (Freund & zwei Kinder) sehen dass genauso, zum Glück. Leider macht sie uns unheimliche Probleme seit dem ersten Tag an dem sie hier ist. Sie hatte sogleich keinerlei Angst usw. vor ihrem neuen Zuhause, wohl aber eine große Unsicherheit anderen Menschzen, vor allem großen, breiten Personen gegenüber. Das einzige was wir von der Familie wissen, ist dass diese so gut wie gar nicht mit ihr draußen waren (man hat ja einen Hinterhof) , sie nicht viel kennen gelernt hat & dort lebte seitdem sie 8 Wochen alt war... Als ich sie abholte bellte sie mich auch sofort an, dann sprang sie auf einmal auf meinen Schoß & schlief...
    Mit den zwei Hunden klappte es auf anhieb, sie kuscheln sogar zusammen sie spielen & verstehen sich bestens.
    Nur mit Tinka scheint es immer schlimmer zu werden. Sie ist zum einen sehr territorial, bellt alle an, die am Auto zu nah dran sind & jeder fremde Besuch wird bei den ersten malen angebellt aber auch sehr böse & unsicher.... Unsere Nachbarn im Hausflur & dann fing sie auch im Wald damit an... Zunächst lief sie nur neben mir , dann mal etwas voraus & da fing es an, sie bellt alle Menschen im Umkreis von 5 Metern an, manchmal ist sie wie in einem Wahn & hört einfach nicht auf sich umzudrehen & zu bellen obwohl wir schon wer weiß wie weit weg sind... Dann auf einmal bellt sie auch den einen oder anderen Hund ganz böse an... Sie achtet bei spaziergängen auch überhaupt nicht mehr auf mich, es sei denn, ich verstecke mich, dann sucht sie mich & haut aber wieder ab.
    Es scheint mir so, als wäre ich zu loasch gewesen & nun hat sie die Führung übernommen, mein erster Hund hört immer noch Problemlos, doch sie orientiert sich ja nicht an ihm. Ich laufe sehr viel mit ihr, ich jogge tägllich morgens mit ihr, ich habe es mit der Schleppleine versucht, aber ich bin eig immer mit Kiwa unterwegs & das alles klappte überhauptnicht, außer dass wir uns alle unheimlich verhedderten & trainiert haben wir nichts... Sie läuft auf Kommando hinter mir, aber wenn sie eine Person sieht ist sie weg oder wirft sich in die Leine, die sie neuerdings nur noch hat.
    Sie schlägt auch im Haus ständig an, manchmal bis zu 20 mal in der Nacht, wo ich nicht mal ein Geräusch höre... Ich habe eine super Hundeschule, die ich aber erst in vier Wochen besuchen kann, ich habe ihr sitz & platz beigebracht, arbeite mit dem Futrterbeutel, abr sie tut eig nur, was sie will es ist ihr dann auch egal, zb darf sie niemals ins Kinderzimmer, wie Monchichi, unser erster auch, aber sie tut es immer wieder , obwohl ich immer konsequent bin, ich zische sogar beim schlaflied ein "raus", was sie dann auch befolgt, aber dann iwann geht sie einfach wieder rein...
    Ich finde in der kurzen Zeit hat sie so viel gelernt & verstehe daher dieses absolut schlechte verhalten nicht, eine Freundin sagte, sie will mich beschützen, sie läuft auch permanent hinter mir her, in der Wohnung oder auf der Strasse, in der Stadt,... nur im Wald zb nicht... Bevor das ein Roman wir, vll habt ihr ja dazu schon ein paar Ideen, manchmal hat man ja auch so scheuklappen, dass man nicht sieht, was da so falsch läuft.... Zb sucht sie im wald auch keinen Blickkontakt, auch so ein Punkt...
    Ich bedanke mich für alle Antworten bin schon etwas verzweifelt weil ich mir so vielo Mühe gebe & da ich auch noch auf andere Kinder aufpasse, beruflich ist es um so wichtiger, dass es endlich besser läuft!!! Zu Kindern sucht sie übrigens die Nähe, ist immer lieb, geht zu Ihnen, selbst zu den ganz kleinen, bellt nie, freut sich & zeigt vor allem nicht diese Unsicherheit, sie kriegt bei Erwachsenen ne richtige Bürste ...

  • Wie lange ist sie denn jetzt schon bei euch?
    Ich würde ihr verhalten erstmal als reeelativ normal betrachten, wenn man bedenkt, dass sie in ihrer Prägezeit fast nichts kennen gelernt hat. Dann ist jeder Mensch und jede unbekannte situation "unheimlich", dadurch bellt sie wahrscheinlich.
    Wie reagiert sie denn wenn ihr besuch habt? Sie bellt erstmal, und dann? Ist sie den Besuchern gegenüber neugierig oder will sie sie auf Abstand halten?

    Lies dir mal den (ewig langen) Thread über "Zeigen und Benennen" durch, ich denke, das könnte was für euch sein.
    Das Hinterhertippeln würde ich versuchen zu unterbinden, es könnte Kontrollverhalten sein...
    Und bei dem "Dicköpfig sein" (zb dass sie immer wieder ins kinderzimmer geht): Durchhalten, langen Atem zeigen, aufgestellte Regeln bloß nicht einknicken lassen nur weil es zu anstrengend ist, sie immer wieder daran zu erinnern. Ihr schafft das schon :smile:

  • Wie ich das nachgelesen habe, ist Tinka grad mal einen Monat bei Euch. Zusätzlich ist sie in einem "schwierigen" Alter und wird gerade erwachsen - aber das ohne den richtigen Background einer anständigen Erziehung und Sozialisation.

    Insofern finde ich ihr Verhalten bei dieser Mischung und diesem "Lebenslauf" ebenfalls absolut normal und nicht wirklich ungewöhnlich ;)
    Vielleicht würden klarere Regeln, strengere Grenzen und vor allem ein abgespecktes Tagesprogramm als Erste Hilfe dienen. Grenzen z.B beim Betreten des Kinderzimmers.......... kann Dein Freund sie nicht daran hindern bzw sie auf ihrem Platz halten während Du drin bist ?
    Ich würde ihr mehr Ruhe verordnen, vielleicht an einen Kennel gewöhnen, Spaziergänge für die nächste Zeit anders timen und die Strecken so wählen, daß möglichst wenig los ist. Im Zweifelsfall erstmal nur Pippirunden drehen und die Hunde zuHause mit Aufgaben auslasten (Suchen, Tricks lernen, Wohnzimmer-Agility......... :D )

    Damit würde ich die nächste Zeit erstmal versuchen zu überbrücken. Nächtliches Gebelle - schläft sie bei Dir im Zimmer, ist die Tür zu? Wenn nicht, würd ich das auch erstmal so einführen.
    Rituale einführen an denen sie sich orientieren kann - sie ist absolut unsicher und versucht, mit ihrer eigenen Strategie mit den Situationen umzugehen......... aus ihrer Sicht logisch, für Deine Ohren nervig....... :D

  • Terrier sind sehr sensibel, vor allem für jede Unsicherheit im Umgang mit ihnen, sie brauchen klare Regeln und Grenzen, die (mehr als bei anderen Rassen(meine Meinung) wirklich immer eingehalten werden müssen. Ein Nein muß immer ein Nein sein, man darf nie ein Komando aussprechen ohne es dann auch durchzusetzen auch wenn es länger dauert.

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