Welpe (13wochwn) will nicht laufen

  • Ich habe seit 1 Woche einen kleinen mopswelpen (13wochen)
    Die ersten zwei Tage ist er noch relativ gut an der Leine gelaufen. Dann mussten wir an einem sehr warmen Tag die Tochter an den Bus bringen und abends wieder abholen. Klar,dass er bei der Hitze noch laufen wollte. Habe ihn getragen und ab und an laufen lassen. Wir waren abends dann auf dem Feld und hab ihn frei laufen lassen... Hund wie ein bekloppter rumgerannt und gehüpft und mit natürlich auch hinterher gelaufen.
    Seitdem will er aber nicht mehr an der Leine laufen. Bis zum Feld sind es ca 100 m und ein Haufen Ablenkungen (doofe Nachbarn mit doofen Kommentaren,die den Hund für extra ablenken,wenn ich in der Hocke bin und ihn zum laufen animieren will, oder Autos/Fahrräder / andere Leute,die hundi streicheln wollen. Dazu war es auch noch warm. Ich gebe zu,ist zuviel.deswegen habe ich ihn jetzt bis zum Feld getragen und dann frei laufen lassen. In habe es noch einmal danach mit ständig in die Hocke und locken versucht,wir haben bald ne Std für die paar Meter gebraucht und ich und Hund waren fix und alle. Seitdem hab ich wohl auch beim Hund etwas an Begeisterung( also die er für mich hat) verloren. Heute morgen wollt ich ihn tragen,da hat er Wild gezappelt und wollte auch nach mir schnappen.
    Ganz deprimierend ist dann noch,wenn ein Mann mit seinem 8wochen alten welpen ohne Leine entgegenkommt. Der welpe schön Sitz! Und bleib! Macht ... -aargh (aber Mann hat noch einen Hund ,bei dem welpe sich wohl einiges abschaut und hatte davor 5 weitere gehabt,also viel Erfahrung,im Gegensatz zu mir,die nur mit älteren Hunden Erfahrung hat.)
    Ich komm mir total doof und unsicher vor,obwohl ih mich sehr intensiv darauf vorbereitet / informiert/ belesen habe. Jetzt habe ich angst,die ersten Tage schon soviel falsch gemacht zu haben,dass das die Bindung zum welpen beeinträchtigt.
    Wie kann ich das retten/ besser machen?
    Ich Versuch schon alles etwas lockerer/entkrampfter angehen zu lassen.
    Komm mir vor wie ein Idiot:(

    Danke schonmal für eure Antworten :D

  • Achso: noch ne Info....
    Also ohne Leine kommt er mir nach (manchmal auch nur mit Zureden und locken)
    Und auf dem Feld sowieso.
    Und wenn er an der Leine ist,ein Bissl läuft und dann schnuppert,habe ich ihn immer erst schnuppern lassen. Ist das falsch? Ich denke,so lernt er die Umgebung doch kennen und ist dann später eher bereit,zu laufen.
    Bloß nehm ich ihm dann alle aus dem Maul(er nimmt ALLES ins Maul),da es entmint nicht gut ist,die Blüten / Blätter/ Samen/ den Müll andrer Leute ins Maul zu nehmen.

    Ist das richtig,ihn bis zur "lösestelle" zu tragen? Bisher hat er auch nur großes Geschäft erledigt. Pipi nur in der Wohnung (er zeigt es nicht so offensichtlich bzw komm ich dann nicht so schnell runter,dann müsste er ins Efeu vorm haus machen,was die Nachbarn bestimmt nicht so toll finden)
    Die Züchterin meinte noch,ich soll das Vlies PAd mit dem Pipi drauf mal mitnehmen und dort hinlegen.wo er machen darf.

  • Hallo!

    Das einige Welpen noch nicht so weit weg von der "sicheren Höhle" laufen wollen, ist normal!
    Mach nicht so weite Strecken.
    Vor allem nicht, wenn schon die ersten 15 cm von der "Welt" für den Welpen so spannend ist, daß er sich das alles erst einmal in Ruhe anschauen und später noch verarbeiten muß.
    Mit der Zeit werden sie "mutiger" und erkundigen dann mehr von der Gegend, als es uns manchmal lieb ist.

    Auch hier, mach nicht zu viel:
    - Hund geht zum Pinkeln und Koten raus, da darfst Du ihn gerne bis zur Lösestelle tragen.
    - Hund "lernt" die Welt kennen. Aber dann in seinem Tempo!!!! Wenn er gucken will, dann laß ihn doch gucken!


    Dann: Vergleiche niemals Deinen Hund mit einem anderen!
    Damit setzt Du vor allem ihn unter Druck. Ein Welpe muß nicht DAS schon können, nur weil ein anderer Welpe schon so zeigt.
    Wenn Du die Vergleiche weg läßt, sinkt Deine Erwartungshaltung und Dein Hund kann Dich nicht mehr enttäuschen!
    Und genau DAS ist wichtig!


    Es ist wirklich schön, daß Du so einiges gelesen hast.
    Jetzt ist Dein Bauchgefühl gefragt.
    Schau Dir Deinen Welpen so an.
    Er "sagt" Dir schon, was er braucht.
    In dem jungen Alter ist es meist viel Ruhe.
    Mit der Zeit werden sie schon munterer.


    Legst Du Dich denn schon mal auf den Boden?
    Einfach nur so?
    Kommt er zu Dir?
    Du kannst ihn kraulen, oder einfach nur mit Körperkontakt bei Dir liegen lassen.


    Ja, laß ihn ruhig schnuppern.
    Das so junge Hunde gerne alles in den Maul nehmen, ist normal. Damit lernt er die Welt begreifen.
    Bring ihm ein NEIN bei, und dann "erklär" ihm, daß es vielleicht besser ist, nicht alles ins Maul zu nehmen.


    Wegen der "Toilettenzeiten":
    Als Mensch sollte man seinen Hund jedes Mal nach dem Schlafen, nach dem Fressen und nach dem Toben raus tragen.
    In den Wachphasen, je nach Ablenkung, so alle 1,5 - 2 h raus.
    Sollte es dennoch zu "Unfällen" kommen, dann geh lieber noch etwas früher raus.
    Die Zeiten kannst Du erst wieder anfangen zu "dehnen", aber langsam, wenn die "Unfälle" aufgehört haben.


    Hunde "melden" sich schon.
    Nur nicht so, wie ein Mensch das gerne hätte.
    Denn die meisten Hunde "reden" nicht, wenn sie müssen, also jaulen, bellen. Sie gehen auch nicht immer zur Tür, oder kratzen noch daran.
    DAS ist Wunschdenken vom Halter.

    Wenn die Hunde müssen, werden sie unruhig. Laufen viel durch die Wohnung, fangen an zu schnüffeln.
    Das wirst Du beobachten und seine Anzeichen "lesen" lernen müssen. Wenn Du die Anzeichen erkennst, dann wirst Du SOFORT mit ihm raus müssen!


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • Hallo,

    erst mal ist das alles ganz normal! Ein 13 Wochen alter Wolf- oder Wildhundwelpe würde sein Lager noch nicht verlassen und hat Angst davor. Diese Angst ist in unseren Hundewelpen noch mehr oder weniger vorhanden. Oft zeigt sie sich erst ein paar Tage nach dem Umzug, wenn die Bindung an euer zuhause wächst. Diese Angst verschwindet in den nächten Wochen von allein, Du brauchst keine Erziehungsmaßnahmen dafür.
    Such ihm - nahe am Haus, falls ihr keinen Garten habt- einen Platz, an den Du ihn zum Lösen bringst. Bleib geduldig da, bis er pieselt. Etwas Pipi-Geruch dort hinzubringen ist eine gute Idee.

    Zum Feld würde ich ihn noch tragen oder sogar in einem Kinder/Handwagen fahren - lass die Leute ruhig lachen. Dort darf er spielen, ohne weit zu laufen, und dann geht es wieder nach hause.

    Ansonsten ist jetzt Ankommen und Kennenlernen angesagt - viel daheim sein, spielen, kuscheln und in ganz kleinen Schritten die Welt kennen lernen. Ein bisschen Sitz und Platz üben schadet nicht, aber für Leinentraining, Bleib-Übungen usw. ist noch Zeit, wenn die Bindung aufgebaut ist.

    Lernt euch erst mal richtig kennen und habt Gedult - in zwei Monaten habt ihr diese Probleme nicht mehr!
    Viele Grüße von Menke

  • ich denke SheltiePower und Menke haben schon alles gesagt :gut: ...

    unsere Maus ist zwar jetzt schon fast 11 Monate, doch sie wurde erst spät stubenrein, erst als sie bei uns eine Weile war und da wir das anfangs mit dem Gassi nicht wussten, habe ich hier viel (sehr viel und noch immer) gelesen und dazu gelernt. Wir sind mit Jacky alle 2 Stunden raus zur Lösestelle und es hat fast immer geklappt, Nachts sowieso da hat sie tief und fest gepennt und wir waren beruhigt ;) ....

    zu FESTEN Zeiten sind wir von nun an mit ihr raus und gaben ihr Futter und ALLES ist super außer jetzt bei dem zu warmen Wetter, das macht ihr und den Katzen ziemlich zu schaffen :sad2: ....

    mit so nem Tuch in der Wohnung machen lassen, würde ich nicht tuen, denn WIE kriegst du das wieder raus?
    dann lieber ALLE 1,5 - 2 St. raus und lösen lassen, ist meine Meinung, umso älter sie wird und so länger hält sie es aus.... wir gehen jetzt ALLE 3-4 Std. raus und zwischendurch wenn sie zu ihrer Leine guckt, aber das halten die immer länger auf und das ist gut....

    unsere kleine hat immer am Balkon gekratzt oder kurz bevor sie sich hingesetzt hat, hat mein LG sie ''geschnappt'' und ist mit ihr raus, war immer alles rechtzeitig, zwischendurch einige Unfälle und jetzt schon gar nicht mehr.... sie war 3 Wochen glaube ich bei uns und danach schon relativ gut ''stubenrein'', hier und da mal ein Unfall, aber mehr nicht....

    mit den Grundkommandos haben wir auch relativ früh angefangen, glaube das wir ihr erst 4 Wochen zum Ankommen gegeben haben und dann angefangen haben mit Nein, Sitz, Platz, Bleib etc., heute hat sie die PERFEKT drauf und sie gibt sogar ''Pfote'' auf Ansage :D .... wir sind noch am ''Schäm dich'' dran oder ''Totstellen'', aber es klappt noch nicht so und das muss es auch nicht....

    gib deinem Hund ein wenig Zeit und mache bitte nicht so viel....

    noch ne andere Frage: Lässt du deinen kleinen Hund von fremden einfach so anpacken oder fragen sie vorher?

    lg und viel Spaß....

  • Also Amy war auch so eine, die nicht wirklich mit mir mit laufen wollte, dann hat sie sich immer hingesetzt und gebockt. Da ich viel mit ihr im Garten gespielt habe, dachte ich auch, das würde sich mit der Zeit legen, aber es hatte sich nichts geändert.

    Dann bin ich auf folgende Idee gekommen:

    Hund an die Leine, (sie hat sich wirklich nach 2 Meter hingesetzt) dann gehe soweit sie wollte und dann "heyheyheyhey" geklatscht, gelaufen und sie ist mit mir mit gelaufen, weil sie spielen wollte. Das ging ne Woche so, alle Nachbarn dachten wohl ich hab nen voll Schuss :ugly:
    ABER: Seit dem hat sie sich nie wieder einfach abgesetzt und läuft schön mit an der Leine, sie ist jetzt ein Jahr und wenn sie mir zu lange (5 Min) an der selben Stelle schnuppert und gar nich mehr weg will, dann mache ich das immer noch und Amy rast immer noch mit :)

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