Los, Beschäftigung - sofort! Lilly will Aufmerksamkeit
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Hallo liebe Mitglieder!
Seit 3 Wochen wohnt die jetzt 3 Monate alte Mischlingshündin Lilly bei uns.
Sie kommt aus Martinique (Karibik), wo sie und ihre 5 Geschwister auf der Straße gefunden und anschließend aufgepeppelt wurden. Wir haben sie hier her geholt und jetzt ist sie bei uns in ihrem neuen Zuhause angekommen!
In dem Wurf war sie die Kleinste, die folglich auch die meiste Aufmerksamkeit gebraucht hat, weil sie am schwächsten war.Sie ist eine tolle Hündin und wir sind wirklich glücklich sie bei uns zu haben! Lilly ist Tier und Mensch gegenüber aufgeschlossen, neugierig aber vorsichtig, verspielt, verschmust und sie hat schon eine gute Beziehung zu uns aufgebaut (schaut draußen immer nach uns, wartet bis wir da sind, sucht viel Kontakt).
Das wird jeder Welpenhalter kennen: in manchen Situationen treiben sie einen trotzdem in den Wahnsinn!
Anstrengend in unserem Fall ist, dass Lilly PERMANENT Aufmerksamkeit braucht. Sie muss schon wirklich extrem müde sein dass sie im Körbchen lieben bleibt wenn ich das Zimmer verlasse. Sonst watschelt sie mir immer hinter her und wenn ich was koche dann sitzt sie auch mal 20 Minuten in der Tür und starrt mich permanent an. Dabei hat sie immer diesen "Los, ich will beschäftigt werden? Was machen wir als nächstes?"-Blick. 
Ich weiß nicht ob das mit ihrer Vorgeschichte zusammenhängt und sie aufgrund dieser Erfahrung vielleicht Verlustängste hat. Ich versuche wirklich ihr Sicherheit und Beständigkeit zu vermitteln, ohne sie zu verhätscheln. Wenn sie mich ewig anstarrt und ich aber schon mit ihr draußen war, sie nicht auf die Toilette muss, sie gespielt hat und zuvor schon beschäftigt wurde aber wahrscheinlich noch nicht müde genug zum schlafen ist, dann ignoriere ich sie. Aber das hilft nichts. Sie zieht das durch und fängt irgendwann an zu quieken und bellen.
Was macht ihr in solchen Situationen? Habt ihr Tipps für mich wie ich reagieren könnte? Denkt ihr das könnte mit ihrer Vorgeschichte zusammenhängen? Kann es sein dass sie sich einfach noch nicht selber beruhigen kann? Würde es dann helfen wenn ich sie in den Schlaf/die Entspannung kuschel und dann erst meiner Arbeit nachgehe? Haltet ihr Sichtkontakt für nötig?
Danke schonmal für eure Hilfe!
Jenny - Vor einem Moment
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Hi,
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Huhu,
also ich kann da nur aus eigener Erfahrung sprechen und hab demnach keine Patentlösung parat - aber dafür einen ähnlichen "Fall" hier im Körbchen liegen

Unsere Kleine ist grad 7 Monate und kam auch mit ca. 3,5 Monaten aus Spanien zu uns. Sie ist auch die Kleinste ihrer Geschwister und vom Wesen her klingt sie zumindest ähnlich zu eurer Maus.
Am Anfang hat uns dieses auffordernde Starren (und wenn das nicht half: Gequieke) auch fast wahnsinnig gemacht - aber ich hatte mich dagegen gewappnet (kannte das vom Wuff meiner Ma). Sie wurde also stumpf ignoriert wenn alle anderen körperlichen Befürfnisse ausgeschlossen werden konnten - und wenn sie gar keine Ruhe gegeben hat, haben wir sie auf ihren Platz geschickt. Wenn sie dort blieb und still war, gab's kurz einen Streichler, Lob oder sogar Mini-Leckerchen.
Das haben wir in einem Atemzug mit dem Im-Körbchen-Bleiben während des Essens oder am-Tisch-Sitzens geübt.
Stille: Kurze Aufmerksamkeit und Leckerchen. Generve und Gejaule: "Platzverweis" (während des Essens auch mal kurz aus dem Raum schicken, wenn sie ruhig ist darf sie wieder rein).
Das hat vielleicht eine Woche gedauert bis sie geschnallt hat: Wenn ich rumnerve, bringt das eh nix. Wenn Herrchen und Frauchen am Tisch oder vorm PC sitzen, geh ich am besten ins Körbchen oder beschäftige mich mit mir selbst.Natürlich ist jeder Hund anders - aber vielleicht klappts bei eurer Maus ja auch :)
Viel Erfolg!
LG -
Danke für deine schnelle Antwort!
Klingt tatsächlich so, als wäre die beiden da ähnliche "Fälle"!Mit was beschäftigt ihr sie denn wenn sie ins Körbchen soll? Hat sie immer Spielzeug rumliegen dass sie sich dann nehmen kann oder kriegt sie das von euch? Kann sich euer Wuffel von selbst beruhigen oder braucht sie da immer ein bissl Kuschelhilfe?
Lilly lernt echt schnell, vielleicht ham wir sie da mal bestärkt in ihrem Verhalten und deswegen macht sie weiterhin so ein Theater. Es ist aber auch echt verdammt schwer ihr zu widerstehen wenn sie einen so anschaut mit ihrem Hundeblick... Den hat sie verdammt gut drauf!

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Hihi, ja, diesen Blick kenn ich...da hilft oft nur ein Herz aus Eis

Also, meist ist es so, dass sie ein Spielzeug von uns mit ins Körbchen gelegt bekommt, oder aber nen Kauknochen o.ä. Meist nagt sie da auch nur ein paar Minütchen drauf rum, und dann pennt sie ein.
Das klappte am Anfang natürlich nicht gleich so toll. Sie saß im Körbchen wie ein Schießhund, jederzeit bereit loszupreschen. Zwar still, aber immer noch dieser fordernde Blick. Wir mussten uns echt am Riemen reißen, jeden Blickkontakt zu vermeiden. Nach ca. 3-4 Mahlzeiten auf diese Weise hat sie dann irgendwann aufgegeben.
Da hilft nur: Durchhalten und irgnorieren, bei Stille und Entspannung belohnen, und falls sie laut wird, Auszeit und kurz raus. Das hat zumindest bei uns geholfen! :)
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Es gibt einen Unterschied zwischen bewußt den Hund ignorieren und sich wirklich auf etwas anderes konzentrieren. Solange ich meine Hündin bewußt ignoriere, zB wenn sie am Tisch bettelt, spürt sie meine innere Aufmerksamkeit immer noch auf sich gerichtet und gibt nicht auf. Sobald ich mich wirklich auf etwas anders konzentriere, zB neben dem Essen ein Buch lese und meinen Hund dabei einfach vergesse, gibt sie auf und geht entweder weg oder legt sich entspannt unter den Stuhl.
Dagmar & Cara
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Huhu,
wie läuft es denn mit Lily? Ist sie weniger hibbelig und ruhiger geworden? :)LG
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Hallo Hannah,
lieb dass du nachfrägst!
Es war ganz witzig meinen Beitrag selber nochmal zu lesen, weil sich in der Zwischenzeit so viel getan hat und Lilly jetzt ja auch schon 4,5 Monate alt ist. Das ist bei Welpen ja echt ein ganz schöner Sprung den sie da machen!Zu deiner Frage...
Lilly war leider ziemlich krank. Erst Schnupfen, dann Fieber, dann starke Gelenksschmerzen, sie konnte kaum mehr laufen und jetzt der Verdacht auf Rheuma. Wir waren daher mehr als einmal mit ihr beim Arzt und ich habe enorm viel Zeit mit ihr und ihrer Pflege verbracht. Das schweißt natürlich noch mehr zusammen. Lilly ist seitdem sehr anhänglich - sowohl drinnen, als auch draußen. Draußen finde ich das ganz prima, weil sie immer da bleibt, nicht weit wegläuft und immer auf mich schaut. Drinnen kann das schon echt manchmal nervig sein. Sie sucht sich immer ein Plätzchen, bei dem sie Sichtkontakt zu mir halten kann. Wenn ich das Gefühl habe, dass es ihr eigentlich zu anstrengend ist und sie nicht zur Ruhe kommt oder wenn ich nicht permanent in einem Raum bin, dann mache ich einfach die Tür vor ihr zu, sodass sie die Möglichkeit hat runter zu kommen und sie mich nicht immer beobachten kann. Meinstens schläft sie dann endlich ruhig ein (ich kann sie über den Balkon durchs Fenster beobachten
).Ich habe mal von einer Freundin die ebenfalls einen Hund hat gehört, dass man dem Hund nicht die Möglichkeit geben soll, immer auf Beobachterposten zu sein. Was meinst du/ihr dazu? Ich könnte mir vorstellen, dass das auch Auswirkungen auf die Rangfolge im Rudel hat, wenn sie immer meint mich "beschützen" zu müssen, oder? Ich stelle mir vor, dass das im Wolfsrudel z. B. eher die Aufgabe der Anführer (die wir ja sein sollten) ist.
Liebe (neugierige) Grüße,
Jenny -
Zitat
Lilly war leider ziemlich krank. Erst Schnupfen, dann Fieber, dann starke Gelenksschmerzen, sie konnte kaum mehr laufen und jetzt der Verdacht auf Rheuma. Wir waren daher mehr als einmal mit ihr beim Arzt und ich habe enorm viel Zeit mit ihr und ihrer Pflege verbracht. Das schweißt natürlich noch mehr zusammen. Lilly ist seitdem sehr anhänglich - sowohl drinnen, als auch draußen. Draußen finde ich das ganz prima, weil sie immer da bleibt, nicht weit wegläuft und immer auf mich schaut. Drinnen kann das schon echt manchmal nervig sein. Sie sucht sich immer ein Plätzchen, bei dem sie Sichtkontakt zu mir halten kann.Sünde, die arme Maus. Geht's ihr denn wieder gut? Gute Besserung weiterhin!

Achja, das kenn ich. Auri geht auch ungern freiwillig in einen anderen Raum als den, wo wir uns gerade aufhalten und sucht sich meist auch Plätzchen aus, von denen sie uns zwischen ihren Schläfchen aus gut sehen kann (außer wenn es heiß ist, dann verkrümelt sie sich in die Küche auf den Steinboden).
Mich stört es aber ehrlich gesagt nicht besonders, dass sie so anhänglich ist. Wir haben in der Wohnung mehrere Räume in die sie nicht darf oder nur auf Einladung, und wenn ich dorthin gehe, akzeptiert sie das auch und geht auf ihren Platz.
Ich lasse sie meist hinter mir her trappeln, denn idR will sie nur gucken, was ich jetzt mache (Küche? FRESSCHEN?? Achso, nein? Hmm..*zurück ins Körbchen trotte*). Wenn's mir mal zuviel wird (z.B. wenn sie hinter mir her trapselt und mir auffordernd gegen die Wade stupst obwohl wir grad ausgiebig Gassi waren/gekuschelt haben etc.) schick ich sie auf ihren Platz und da bleibt sie dann auch und beschäftigt sich selbst oder pennt.Da das Alleinbleiben gut funktioniert lass ich mir ihre Anhänglichkeit auch gefallen, denn es ist ja irgendwo auch echt herzig.
Mit Rangfolge, Kontrollzwang und bla hat das meiner Meinung nach nix zu tun. Sie ist ja schließlich erst 4,5 Monate alt und echt noch ein kleiner Knirps, der einfach viel Kontakt zu seinem Rudel braucht und möchte!
Klappt denn das Alleinbleiben?
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