Zusammenleben Welpe und kleines Mädchen

  • Liebes Forum,
    wie arrangiert man denn am besten das Zusammenleben eines Welpen mit einem gerade 1-jährigen Mädchen? Natürlich versucht unser 9 Wochen alter Retriever, unserer Tochter bspw. das Spielzeug abzujagen oder er springt an ihr hoch oder knabbert an ihren Klamotten oder ihrer Hand (was natürlich für sie alles einigermaßen einschüchternd ist.
    Wie kriegen wir den Welpen dazu, das Mädchen als Teil der Führungsetage des RUdels zu akzeptieren, während er (der Hund) eben nicht in der Führungsetage sitzt?

  • Führungsetage des Rudels :hust:

    Hey, Ihr leitet keinen Großkonzern. Ihr habt einen Hund bei Euch aufgenommen.

    Es ist vergleichbar mit einer Familie - der Hund ist (sorry, klingt blöd, aber ist für mich der beste Ansatz) ein weiteres Kind. Ihr habt die Aufgabe ihn zu hegen und pflegen, ihn zu erziehen, Grenzen zu setzen und Sicherheit zu vermitteln etc. Der Welpe wird nicht erkennen, dass Eure Tochter auf 2 Beinen läuft und deswegen "ein kleiner Rudelführer" ist. Wenn überhaupt, dann würde er sie eher als Schwester sehen und sich natürlich auch mal ausprobieren, testen wie weit er gehen kann.

    Wie gesagt, Ihr seid die "Eltern". D.h. Ihr müsste die Situation händeln und sofort unterbrechen.

    Ich würde die beiden keine Sekunde aus den Augen lassen. Euer Welpe muss ja noch lernen, dass er nicht an allem knabbern darf und er muss noch lernen, dass nicht alles ihm gehört. Ihm das zu vermitteln, dafür seid Ihr zuständig. Und das geht nur durch Konsequenz und durch Umsicht.

    Wichtigste Aufgabe (übrigens m.M.n. nicht nur wenn ein Kind im Haus ist): "Nein" beibringen. Da gibts zahlreiche Threads hier im Forum.

  • Wir werden bald in einer ähnlichen Situation sein, deshalb lese ich gespannt mit.

    Pläne habe ich schon viele, aber ich schaue mal, ob die Umsetzung dann klappt. Es wird sicherlich ein hartes Stück Arbeit:).

  • Dass ein Hund ein Kleinkind als ranghöher akzeptieren soll, ist Unsinn. Nicht nur ist der Hund ja nicht blöd und erkennt, was ein Kind ist (und ein Kind kann ja kein "Rudelführer" sein - das Rudel wird vom Elternpaar angeführt), auch kann ein Kind ja nicht als souveräner Anführer auftreten, wie denn?
    Ich denke, man sollte erst ab 10-12 Jahren erwarten, dass das Kind eine dem Hund ernthaft überlegene Position einnehmen kann, vorher ist es nur Spielkamerad.

    Wichtig ist eine sehr gute Beisshemmung; den Hund jetzt im Welpenalter mit Kinder unterschiedlichen Alters zu sozialisieren, ihm sehr viel Ruhe beizubringen und zu üben, dass er sich auf seinen Platz schicken lässt und dann dort auch bleibt und Pause (und seine Ruhe!!) hat, z. B. für später, wenn andere Kinder zu Besuch kommen.

    Ich würde dem Hund durch freundliches, aber bestimmtes Wegschieben bis - Schubsen immer wieder zeigen, dass stürmisches Verhalten nicht angebracht ist.

    Im Grunde ist das aber eine Konstellation, die man nicht so sehr durch Erziehung als vielmehr durch Management in den Griff kriegen muss.

  • Meine Vorschreiberinnen haben ja schon alles Wissenswerte zu dem Thema geschrieben :gut:

    Ich frage mich allerdings immer, wenn ich solche Postings lese, wo Neuhundehalter diese "altbackenen" Informationen, der Hund müsste in der Position unter JEDEM noch so jungen menschlichen Familienmitglied stehen, herhaben?
    Das Menschen und Hunde KEIN Rudel bilden, ist doch nun schon seit langer Zeit bekannt. Ebenso sollte einem erwachsenen Menschen doch eigentlich klar sein, daß ein einjähriges Fast-noch-Baby keine Führungspersönlichkeit für einen Hund sein kann?!

    Klärt mich doch bitte einmal auf, auch wenn es OT ist.
    LG von Julie

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