Erziehung durch positive Verstärkung
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Es tut mir leid, aber ich verstehe einfach nicht warum ich einen Hund in jeder Situation ab- oder umlenken muss. Wenn ich ihm wie beim Beispiel Katze jagen, einen Ball gebe, dann würde er doch immer noch Katze jagen wenn er mal keinen Ball hat. Dem Hund ist es doch egal auf was er den Trieb umlenkt. Dadurch lernt er doch nicht ihn zu kontrollieren.
Wenn ich möchte das mein Hund seinen Trieb kontrollieren kann, muss ich ihm doch zugestehen eine Entscheidung aufgrund von Versuch und Irrtum zu treffen, die es ihm erlaubt "freiwillig" nachzugeben und mir und meiner Entscheidung zu vertrauen. Wenn ich dem Hund das eigenständige Denken nehme, nehme ich ihm auch selbstbewusstsein und verunsichere ihn. Dadurch mach ich ihm langfristig mehr Stress als nötig ist. Wenn er statt Katze jagen, Ball verkloppen übernimmt, lass ich ihn doch in dem gleichen Zustand. Das ist wie wenn ich Schokokuchen in Möhrenform backe. Sieht anders aus, der Inhalt ist aber der gleiche. - Vor einem Moment
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Eben nicht.
Richtig gemacht, setze ich nicht mal einen Befehl ein. Er sieht Reiz - Leine strafft sich und bleibt da, wo sie ist. Nichts passiert - Hund kann nicht aus. Hund kommt ins Denken, denn er will ja etwas lösen, aber nach vorne geht nichts. Beim Nachlassen, Umwenden, Sitzen... bei allem, wo er sich beruhigt und abwendet vom Reiz, bekommt er Bestärkung oder Bestätigung. Bis dahin sage ich absolut nichts.Es setzt also voraus, dass er das Hirnkastl einschaltet, nicht auf meinen Reiz (Nein, lass das etc.) reagiert, sondern selbst drauf kommt. Dazu MUSS er runterkommen. Die Belohnung findet erst statt, wenn er völlig bei mir ist, also aus seiner Trieblage raus.
Dies bewerkstellige ich ohne einen einzigen Befehl, welcher ja ein erneuter Reiz wäre und das will ich nicht.
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Setzt aber vorraus das der Jäger monatelang an der Leine ist, nicht abgeleint wird, etc..
Und das will zumindest ich auch gar keinen Fall... -
Ja, ich nehme das bei meinem Jungspund auf mich und hoffe dann, 12 Jahre Ruhe zu haben. An die Leine muss er eh im Moment.
Um zum Thema zurück zu kommen: trotzdem gibt es bei mir zwischendrin auch ein Nein und seltenst ein Packen im Fell

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Zitat
Ja, ich nehme das bei meinem Jungspund auf mich und hoffe dann, 12 Jahre Ruhe zu haben. An die Leine muss er eh im Moment.
Nun ja, ich verstehe da nicht so ganz warum man es sich so schwer macht da, dem Junghund den Freiraum nimmt, etc.
Alles nur um sagen zu können "Wir haben das rein positiv geschafft"?
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Nö, ich habe mit Strafe kein Problem, wie Du wissen wirst, wenn Du meine Beiträge verfolgst. Ausserdem strafe ich ja bei dieser Methode (er darf nicht hin), ist ja gar nicht rein positiv.
Ich mache das, weil ich daran glaube, dass diese Methode von Erfolg gekrönt sein wird - ganz einfach.
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Zitat
Nun ja, ich verstehe da nicht so ganz warum man es sich so schwer macht da, dem Junghund den Freiraum nimmt, etc.Uiuiui, diesbezüglich werden wir wohl nicht auf einen Nenner kommen.
Nein, ich mag es nicht haben, dass mein Jungspund von 60 cm alles "freudig begrüsst" und mit jedem nur spielen will
- das mute ich meiner Umwelt einfach nicht zu.
Meiner lernt schon, dass das Leben kein Ponyhof ist und ich denke, bei meinem Hund, so wie er tickt, ist das auch das Richtige.Sorry, für 2. Post.
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Nunja, zwischen "Der Hund darf alles anspringen, rumrennen, jeden bedrängen" und "Mein Hund muss immer an der Leine bleiben" gibt es aber durchaus eine große Grauzone.
Meine Jungspunde (die nicht sonderlich viel kleiner sind als deiner
) dürfen auch niemanden anspringen, irgendwo hinterherhetzen, jeden Bedrängen, etc. - trotzdem müssen sie nicht ihr erstes Lebensjahr an der 1m - Leine verbringe...
Ist halt einfach das, was ich nicht verstehe...Wenn es doch mehr als genug andere Möglichkeiten gibt, muss ein Junghund meiner Meinung nach nicht monatelang an der Leine leben.Aber jeder wie er mag.
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Ach das liebe ich....
1-m-Leine? Wo steht das? Ich habe eine 3- und eine 5- und eine 10-m-Leine.

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Zitat
Eben nicht.
Richtig gemacht, setze ich nicht mal einen Befehl ein. Er sieht Reiz - Leine strafft sich und bleibt da, wo sie ist. Nichts passiert - Hund kann nicht aus. Hund kommt ins Denken, denn er will ja etwas lösen, aber nach vorne geht nichts. Beim Nachlassen, Umwenden, Sitzen... bei allem, wo er sich beruhigt und abwendet vom Reiz, bekommt er Bestärkung oder Bestätigung. Bis dahin sage ich absolut nichts.Es setzt also voraus, dass er das Hirnkastl einschaltet, nicht auf meinen Reiz (Nein, lass das etc.) reagiert, sondern selbst drauf kommt. Dazu MUSS er runterkommen. Die Belohnung findet erst statt, wenn er völlig bei mir ist, also aus seiner Trieblage raus.
Dies bewerkstellige ich ohne einen einzigen Befehl, welcher ja ein erneuter Reiz wäre und das will ich nicht.
Entschuldige, aber ich verstehe das immer noch nicht. Wenn der Hund durch die Leine gezwungen ist dem Trieb nicht nachgehen zu können und deshalb eine Entscheidung trifft, setzt das nicht voraus das er dieselbe Entscheidung ohne Leine trifft, da die Ausgangsposition eine völlig andere wäre.
Da unterscheidet sich für mich der Hundehalter vom Hundeführer. Entweder ich halte den Hund einfach durch ein Hilfsmittel (in deinem Fall wäre das die Leine) davon ab, etwas zu tun oder ich vermittel ihm das ICH bestimme wo die Grenze seines tuns verläuft und er lernt für sich das zu respektieren und dieser Führung zu vertrauen. Dann ist es letztlich egal in welcher Situation er sich befindet. - Vor einem Moment
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