Ich muss mich mal abreagieren....

  • Hallo und Danke für die vielen Antworten!

    Nur nochmal vorab, damit es nicht zu Missverständnissen kommt: Jonna ist NICHT mein erster Welpe und sie ist NICHT mein erster Border Collie und ich habe NICHT absolut gar keine Ahnung von Hunden und mir ist auch klar, dass ein bisschen Welpenblues dazu gehört (ich versuch nur, den möglichst angenehm zu gestalten). Außerdem habe ich niemals geschrieben, dass ich Ignorieren sinnvoll finde, sondern habe das nur als eine Möglichkeit von vielen, die so kursieren genannt. UND der Hund ist erst seit einer Woche bei uns, steht also wahrscheinlich unter Veränderungs-Stress. Bei manchen Antworten hatte ich so das Gefühl, dass der Eindruck entstand, deshalb wollte ich das nochmal klar stellen..

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    Mit einem Welpen ist man in der ersten Zeit STÄNDIG am Nein sagen.


    Oh ja... Ich frag mich halt echt, ob das für den Hund nicht auch irgendwie extrem verschüchternd ist, wenn er alle fünf Minuten zurechtgewiesen wird, das kann doch nicht gut sein?! Außerdem ist es bei Jonna so, dass eine strenge Ansprache sie null interessiert (das war bei unserer alten Hündin zB am Anfang anders, die hat darauf sofort reagiert). Eigentlich bringt es nur was, sie sanft mit der Hand vom begehrten Objekt zurückzustoßen und dann davor stehen zu bleiben. Sobald man weggeht, hängt sie allerdings wieder dran :muede2:
    Nachdem so viele das hier schreiben, werde ich wohl echt heute mal zum Fressnapf fahren und so einen Kennel besorgen. Mein Freund findet das zwar auch mal wieder unnötig, aber das ist mir egal.

    @ Lockenwolf: Danke :rollsmile: Ja, im Stehen würde auch gerade gerne schlafen, geht aber schlecht... Ja, gut wir sind nachts ja auch alle drei Stunden draußen, nur ich bleibe eben wach bis 12 oder 1 und bin dann ab 7 auch wieder wach und zwischendurch halt ein Mal. Vielleicht muss ich echt mal ein bisschen mehr auf mich achten. Und nachher bringe ich mal ein paar Sachen in den Keller, die sie dauernd anfällt und die wir nicht unbedingt hier oben brauchen. Spielzeug hat sie en masse, aber wenn ich mit ihr spiele wird sie davon auch nicht ruhiger (BC halt, die merkt nicht, dass sie müde ist). Jonna kann nur Sitz, weil die Züchterin ihr das schon beigebracht hat und ansonsten bringe ich ihr halt ihren Namen bei (so viel sollte schon drin sein). Und das "Sitz" ist insofern ganz praktisch, weil sie dann auch mal was machen kann, wofür sie seeeehr gelobt wird, da sie ansonsten meistens "Lass das" zu hören bekommt ;-) Also ich trainiere momentan überhaupt nicht richtig mit ihr, habe ich die nächsten Wochen auch nicht vor.

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    nach 5 Min. spielen mit Frauchen war Sie für lange Zeit "außer Gefecht "


    Oh Gott, davon kann ich nur träumen. Fünf Stunden würden Jonna vielleicht erschöpfen... Das liegt halt wahrscheinlich an der Rasse. Kauartikel hat sie auch immer mindestens drei verschiedene zur Auswahl, benutzt sie auch gerne und wird dafür gelobt. Aber immer nur Knochen findet sie anscheinend langweilig, wenn es stattdessen tolle Stuhlbeine gibt... Eine Alternativlösung fürs Pipi-machen möchte ungern einführen, da das nach meinen Informationen die Stubenreinheit nur verlangsamt. Da wisch ich lieber ab und zu mal eine Pfütze weg.

    @ muecke: Ja, wir haben uns den Hund gemeinsam angeschafft, sowie den davor auch. Alles was du schreibst ist natürlich absolut richtig, weiß ich auch. Nur manchmal ist das eben alles nicht so einfach...

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    Wie soll man bei einem Hund die Frustrationstoleranz heraufsetzen, wenn man selbst keine hat ?


    Sorry, finde ich ziemlich daneben so etwas hier zu unterstellen. Außerdem schreie ich den Hund nicht an.

    @ Corinna: Danke für deine Hinweise. Die Welpenspielstunde zur Zeit ist extra für Border-Collies. Ich habe nicht gesagt, dass ich sie ignoriere oder das sinnvoll finde. Und ich weiß auch aus eigener Erfahrung, dass ein BC mehr als fast alle anderen Hunde Ruhe lernen muss, sonst würde ich hier auch gerade nicht so einen Stress machen.

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    Ich rate Dir zu Boxentraining und zum Abspecken der Zeiten, die Du raus gehst. Außerdem Ruherituale trainieren über ganz viel Belohnung.


    Ja, wie gesagt Boxentraining werde ich jetzt mal ausprobieren. Die Rausgeh-Zeiten lassen sich halt schwer abspecken, aber ich werde mal versuchen, noch weniger zu machen und wenns nur ein paar Minuten sind. Das Trainieren der Ruherituale bereitet mir ehrlich gesagt gerade auch Schwierigkeiten. Denn immer wenn ich sie mit ruhiger Stimme lobe oder ihr ein Leckerlie gebe, wenn sie sich gerade entspannt dann hole ich sie dadurch wieder aus ihrer Entspannung und sie denkt, jetzt gibt es wieder Action. Wie kann ich denn unter diesen Umständen am besten Rituale etablieren und die Entspannung konditionieren? Hast du damit Erfahrungen?

    Zitat

    Am 2. Wochenende nachdem wir sie bekommen haben, habe ich meinen Mann angeschrien, dass ich es stark bereue mir einen Hund genommen zu haben.


    Das habe ich bei unserem ersten gemeinsamen Hund auch getan, obwohl ich damals unbedingt den Hund wollte :lachtot: Und Milou wurde der beste Hund aller Zeiten, also immer positiv denken, du hast schon Recht.

    @ trampelvieh: Ja, du sagst es. Ich werde mal versuchen, in einer ruhigen Minute mit ihm zu reden. Neutraler Boden geht gerade schlecht wegen dem Welpen.

  • Den letzten Post von Mücke habe ich erst jetzt gelesen. Finde ich nicht gerechtfertigt. Du kennst mich nicht. Du kennst meine Arbeitsweise nicht. Du kennst den Welpen nicht. Du kennst meine alten Hunde nicht. Also was soll das? Erzähl mir bitte nicht, du wärst noch nie von einem Welpen gestresst gewesen und alle deine Hunde haben schon als Welpen brav dann geschlafen wann du wolltest und dann getobt wann du wolltest. Sorry, sowas Dreistes muss ich mir nicht geben.

  • Zitat

    Den letzten Post von Mücke habe ich erst jetzt gelesen. Finde ich nicht gerechtfertigt. Du kennst mich nicht. Du kennst meine Arbeitsweise nicht. Du kennst den Welpen nicht. Du kennst meine alten Hunde nicht. Also was soll das? Erzähl mir bitte nicht, du wärst noch nie von einem Welpen gestresst gewesen und alle deine Hunde haben schon als Welpen brav dann geschlafen wann du wolltest und dann getobt wann du wolltest. Sorry, sowas Dreistes muss ich mir nicht geben.

    Was ist an meinem letzten Post nicht gerechtfertigt ?

    Meine Antwort habe ich auf deinen Eingangspost bezogen, wo du schreibst, dass du nicht mehr weiter weisst, verzweifelt bist usw...

    Ich habe nicht geschrieben, dass du selber den Hund anschreist, aber ich hatte es an anderer Stelle innerhalb dieses Threads gelesen.

    Man kann einen Molosser nicht mit einem BC vegleichen, das stimmt, aber ich hatte zeitgleich zwei Kleinkinder, also auch nicht sooooo wenig zu tun :D

    Und nein, meine Welpen habe ich nie angeschrien und auch nicht ständig " nein" sagen müssen.
    Sie wissen nämlich nicht, was das bedeutet.

  • Ehrlich gesagt wollte ich einfach nur mal ein bisschen Dampf ablassen und es ist nicht so, dass ich keine Ahnung habe wie ich mit einem Hund umzugehen habe oder dass ich komplett verzweifelt bin und nicht mehr weiter weiß. Und diese Gefühle des "Oh-Gott-was-habe-ich-mir-da-angetan" gehören wohl zu jedem Welpenalltag dazu.
    Und wie gesagt, ich habe meine Welpen noch nie angeschrien und renne auch nicht mit "nein, nein" rufen hinter denen her, weil sie natürlich noch nicht wissen/wussten was das bedeutet. Man kann "nein" aber auch anders demonstrieren, dass der Hund es versteht ohne das Wort "nein" zu kennen und diese verwende ich eben, wenn Jonna meint meinen Stuhl zerlegen zu müssen.
    Anscheinend drücke ich mich entweder extrem unklar aus oder wir missverstehen uns einfach aus anderen Gründen.
    Ich finde es schade, dass das, was von meiner Seite eigentlich als Austausch von Erfahrungen und Meinungen gedacht war in Diffamieren ausartet.

  • Eigentlich bin ich mehr der Leser, nun muss ich aber auch mal meinen Senf dazugeben.

    Mücke, ich denke, Du bist einfach "verwöhnt" von Deinen Welpen ;) und kannst Dir gar nicht vorstellen, wie nervig ein Welpe einer derart hyperaktiven Rasse sein kann.

    Ich hatte zwei Irish Setterwelpen und die haben mich auch oft an den Rand des Wahnsinns getrieben. Das erste Jahr war eigentlich ehrlich gesagt jeweils die Hölle :lol: . Man soll den Hund viel loben. Na toll, im ersten Jahr taten beiden gefühlt nichts, wofür man sie hätte loben können ;) . Erst danach war an Konzentration/Lernen überhaupt zu denken. Es wurden tolle Hunde, die beide fast 15 Jahre alt wurden.

    Danach hatte ich nur erwachsene Tierschutzhunde.

    Jetzt habe ich seit Mitte Januar einen Schwarzen Russischen Terrier Welpen und, klar weiss man, dass Welpen unterschiedlich anstrengend sind aber dass ein Welpe so problemlos und toll sein kann, hätte ich trotzdem nicht für möglich gehalten. Der ist sowas von entspannt und lernwillig, das ist unglaublich. Da könnte die Welpenzeit ewig dauern.

    Jemand, der keinen so anstrengenden Welpen jemals erlebt hat, kann sich vermutlich nicht annähernd vorstellen, wie nervig das sein kann. Gut, ich käme auch nicht auf die Idee, mir eine BC, Aussi o.ä. anzuschaffen, auch als erwachsenen Hund nicht. Du sicher auch nicht ;) .

    Das ist nunmal selbst gewähltes Leid und da hilft nichts als durchhalten ;) .

    LG
    Claudia

  • Auch wenn ihr scheinbar der Meinung seid, ich kann nicht " mitreden" , weil meine Hunde so einfach waren ...

    Ich kenne hibbelige, nervige Hunde, so isses nicht. Die hatte ich auch schon zu Besuch bei mir.

    Der Schlüssel ist die eigene Gelassenheit. Natürlich ist es eine Herausforderung, entspannt und ruhig zu bleiben, wenn der Welpe nur Blödsinn macht.

    Und ja, Bandit als als Welpe auch mal Blödsinn gemacht.
    Er hat Spielsachen kaputt gemacht, er hat meine damals 2 jährige Tochter als Sparringspartnerin missbraucht :ugly:

    und er hat es geschafft, nach 2 Wochen von mir Küchenverbot zu bekommen, weil er da ebenfalls auf ziemlich lustige Gedanken kam. :hust:

    Der hat nicht die ganze Zeit in der Ecke gelegen und gepennt.

    Aber bei der eigenen inneren Haltung muss ich anfangen und mir die erstmal bewusst machen.

  • Ehrlich gesagt finde ich die Diskussion hier gerade etwas sinnlos und würde mich freuen, wenn wir die beenden könnten.
    Nichtsdestotrotz stimme ich dir in dem Punkt der inneren Gelassenheit absolut zu, Mücke. Aber bis man ein 24/7-Yogi wird, dauert es wohl hundert Jahre ;-)

  • Übrigens ist seit gestern alles fast perfekt. Sie schläft alles zwei Stunden für 2-3 Stunden und kaut an ihren Kauspielzeugen statt wie bekloppt durch die Wohnung zu rennen (außer nach aufregenden Gassi-Runden für maximal eine Viertelstunde). Es waren wohl wirklich ausschließlich Eingewöhnungsschwierigkeiten, die Jonna so gestresst haben. Ich mache mir nur immer zu viele Sorgen, gerade weil es eben ein BC ist.

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