Leinenführigkeit bei Angsthunden?

  • Hallo liebe Community,
    das ist mein erster Post, ich hoffe es regnet nicht gleich Kritik :-).
    Es geht darum, dass ich vor 3 Tagen eine Fellnase aus Italien ( aus einem Hundelager ) adoptiert habe,
    eine Labradormix-Dame. Dazu lebt seit 6 Jahren meine kleine Jacky-Hündin Tiny bei mir. Fjella hat sich in den 3 Tagen schon wunderbar eingelebt - ich haette nie damit gerechnet, dass das so schnell gehen koennte. Natürlich will ich auch gleich mit dem Gassigehen anfangen, das gehoert ja zu ihrer neuen Welt dazu.
    Nun zu unserem bisherigen Fortschritt:
    Im Garten trägt sie Geschirr und Halsband ohne Probleme, wir koennen auch mit der Leine schon Kreise gehen, ohne Probleme. Meine Frage ist nun - ist es nach 3 Tagen zu früh um schon in die Felder zu gehen, wo natürlich andere Hunde und andere Reize warten und sollte ich es versuchen, wäre es gut mit beiden Hunden zu gehen? (Die Leinenpflicht macht meiner Planung was das angeht in meinem Kopf einen Strich durch die Rechnung ;))
    Hat jemand hilfreiche Tipps und Tricks, wie ich mit der Situation umgehen soll?

    Liebe Grüße,
    Vanessa, Tiny und Fjella :-)

  • Hallo Vanessa,

    klar, warum solltest Du mit dem Hund nicht raus gehen sollen? :smile:
    An der Leinenführigkeit kannst Du irgendwann arbeiten, wenn sie sich eingelebt hat. Und die Leinenpflicht macht Dir sicher keinen Strich durch die Rechnung: ein solcher Neuzugang - erst recht ein Angsthund - gehört erstmal eine ganze Weile an die Leine, und zwar gut gesichert.
    Kannst ja anfangs zunächst etwas weniger frequentierte Wege gehen, wenn Du meinst, es könnten ihr zu viele Reize sein. Probier's aus.

    Alles Gute für Fenja und Dir viel Freude an ihr! :smile:

    Grüße
    Lisa

  • Das sie nicht von der Leine soll ist mir klar :-p es geht eher darum, ob sie nicht eher rückwärts laeuft und versucht Leine und Geschirr in unbekannter Umgebung zu entkommen :-) oder gibt sich das von ganz alleine?

    LG :-)

  • Zitat

    oder gibt sich das von ganz alleine?

    Ich bleibe mal bei meinen platten Sprüchen: Wer wagt, gewinnt.

    Alles mögliche KANN passieren, aber wie sie so drauf ist und reagiert, wirst Du erst erfahren, wenn Du mal einen Testlauf gemacht hast --- erst danach kann man die weiteren Konsequenzen daraus ziehen.

    Je weniger Aufhebens Du zu Beginn darum machst, umso besser.

  • Mit einem Angsthund würde ich mich immer wieder nur richtig gut gesichert nach "draußen" wagen - damit meine ich ein spezielles Angsthundgeschirr, aus dem ein Hund sich nicht so schnell rauswinden kann, wie mit einem normalen und damit meine ich zusätzlich ein Zugstophalsband, dessen Stop so eingestellt ist, dass das Halsband auch bei heftigem Zug nicht über die Ohren geht.
    Noch sicherer ist die Kombi mit 2 Leinen - manche Hunde beissen in Panik selbst Lederleinen durch.

    Hunde, die so gar nichts kennen, können wirklich extrem heftig reagieren. Das darf man einfach nicht unterschätzen. Manche Orgas verleihen solche Geschirre schon für die Anfangszeit, ansonsten gibt es sowas z. B. hier: http://www.camiro-heimtierzubehoer.de/product_info.p…&products_id=20 , aber auch bei anderen Anbietern.

    Ein zweiter Hund KANN enorme Sicherheit geben - aber auch da würde ich sehr sicherheitsbewußt vorgehen und mit 2 Personen die ersten Ausflüge angehen.

    Kennt man die Reaktionen des Hundes im Verlauf dann allmählich, kann man das Ganze dann oft recht schnell wieder deutlich lockerer angehen - aber mit einem noch sehr neuen Hund, den man einfach in vielen Situationen noch nicht einschätzen kann und der oft wirklich gar nichts kennt von unserer Menschenwelt, sollte man äußerste Vorsicht walten lassen. Es sind schon viel zu viele von ihnen entlaufen. Und einen Angsthund wieder einzufangen ist wahrlich keine erfreuliche Angelegenheit.

    Mein Motto ist da: lieber auf Nummer super-sicher.

    LG, Chris

  • Mir persönlich wäre das Sicherhgeitsgeschirr einfach sicherer. Das K9-Geschirr sieht zwar durch den Rückenteil sehr kompakt aus - aber ausbruchsicher scheint mir das nicht. Ich habe aber keines - deshalb ist das nur eine Einschätzung vom Bild her. Die Hunde winden sich wie ein Aal in Überschallgeschwindigkeit rückwärts aus dem Geschirr, wenn sie Panik bekommen und entwickeln da unvorstellbare Kräfte. Das sollte man für den Fall X (der nach Anti-Murphy dann hoffentlich nicht eintreten wird) einfach zur Vorsicht berücksichtigen.

    LG, Chris

  • Ich muss das jetzt hier updaten! :smile:
    Alles hat super geklappt! Sie ist mir zwar erst durch einen Zaun gehuscht, aber dann hab ich sie etwas abseits abgesetzt - da saß sie dann 10 Minuten und hat sich voellig verbluefft die Ferne angesehen - sie wusste ja die letzten 2 Jahre nicht, wie groß die Welt sein kann! :gut:
    Dann ist sie ein wenig gelaufen und hat sogar Pipi gemacht, ich war so stolz! :rollsmile: Den ersten Einstand mit einem anderen, etwas aufdringlichen Hund hatte sie auch, der sie fast in einen Maschendrahtzaun gejagd haette! ^^
    Ich musste sie dann leider ein Stueck tragen, wegen dem Zaun - ich weiß, dass das eigentlich Tabu ist -schaem- Aber alles in allem ist sie sehr schoen gelaufen, natuerlich erst nur in die Richtung in die sie wollte, wollte sie ja nicht gleich abschrecken, sondern zeigen, dass die Leine was ganz tolles ist! :roll:
    Ich bin ja so stolz! Und echt froh, dass ich es Heute ausprobiert habe und nicht gewartet habe bis es mich mega nervoes gemacht haette! ;)

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