Junghund von großem Hund gebissen

  • Also das mit dem "unter sich ausmachen" verstehe ich, dass ein Hund dem anderen mit gewaltfreien Mitteln erklärt, dass er nicht mag, d.h. knurren, bellen oder ähnliches. Dass sofort gebissen wird habe ich noch nie gehört.
    Und egal ob die 50:50 Regelung greift oder nicht, wichtig für uns ist, dass bei Luna alles wieder in Ordnung kommt und sie keine Schäden, sowohl körperlich als auch vom Wesen her, bleiben.

  • Zitat

    Wenn der Geschädigte an der Beißerei mitschuldig ist so hängt nach §254 BGB die Verpflichtung zum Schadenersatz davon ab, in wieweit der Schaden mehr von dem einen oder dem anderen verursacht wurde.
    Bei einer Schadensersatzforderung wird z.B. berücksichtigt ob der Geschädigte seinen Hund unangeleint laufen ließ. In den meisten Fällen führt es zur Teilung des Verschuldens, da nicht eindeutig zu klären ist, wer die Beißerei begonnen hat.


    Quelle:http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__254.html


    Danke. Jetzt fehlte nur noch ein Link der aussagt, dass "ohne Leine" als Mitschuld bewertet wird. Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Wie sehe das denn z.B. bei einem Vorfall auf einer Hundefreilauffläche aus?

  • Zitat

    Ich meinte noch: das machen die Hunde schon unter sich aus

    Nein, nein, nein!

    Die Hunde machen gar nichts unter sich aus, schon gar kein 5 Monate alter Junghund. Da bist DU in der Verantwortung, der Kleinen Schutz zu geben. DU musst die Sache regeln, DU trägst die Verantwortung für das Hundekind.

    Ich weiß echt nicht, wo dieser unsinnige Satz herkommt und wie es sein kann, dass der sich immernoch bei einigen hält... :???:

    Bitte überdenke deine Einstellung und pass in Zukunft besser auf, denn sonst ist es nicht wirklich verwunderlich, dass soetwas passiert.

    Der Kleinen wünsche ich gute Besserung.

  • Ich kenne die 50-50 Regelung auch so.
    Buddy hatte einmal einen Hund verletzt, als beide frei liefen und auch dort galt diese Regelung. Ich hatte alles an meine Versicherung übertragen und die haben dann anstandslos die Hälfte übernommen.

    Tja und als Buddy einmal einen angeleinten Hund verletzte, hat meine Versicherung alles übernommen.
    Und ich geh mal davon aus, dass Versicherungen dort einen besseren Überblick auf das Rechtliche haben.

    Ich würde es als dumm gelaufen abhacken und dass nächste mal vorsichtiger sein.

    Lg und gute Besserung ans Hundekind.

  • nur mal so zum thema aus dem nichts gebissen wir haben hier in der nachbarschaft ne weiße schäferhündin die hat einen anderen hzund einfach aus dem nichts auch gebissen.

    naja der kleinen gute besserung
    und für die näöchsten spaziergänge einfach hundi wenn anderer hund kommt an der leine lassen und dann erst abmachen nach rücksprache mit dem HH. wobei ich denke die kleine wird bestimmt sowieso erst mal andere hunde meiden:(

  • Zitat

    Also das mit dem "unter sich ausmachen" verstehe ich, dass ein Hund dem anderen mit gewaltfreien Mitteln erklärt, dass er nicht mag, d.h. knurren, bellen oder ähnliches. Dass sofort gebissen wird habe ich noch nie gehört.

    Ist es dein erster Hund? Sry wenn du das schonmal gesagt hast oder so. Also es gibt nicht umsonst diese Gelbe Schleife für Hunde an der Leine, die z.B. auch bissig sein können.

    Wie ist es denn beim Menschen? Die einen sagen einem, wenn sie einen nicht leiden können, die anderen schlagen grundlos zu. Warum sollte das beim Hund nicht auch so sein?

    Also bei einem Fremden Hund, den meiner noch nie gesehen hat oder den ich nicht kenne, würde ich NIEMALS meinen Hund hinlaufen lassen, NIEMALS!

    Du weißt nie wie das Gegenüber reagiert. Und das du selbst schuld bist bzw. 50:50 kriegen wirst, kann ich dir auch fast sicher sagen, ich arbeite beim Anwalt und wir hatten erst so einen Fall und da war es 50:50.
    Hast du denn einen weiteren Zeugen für den Vorfall? Wenn nicht könnte es schwierig werden für dich, zu beweisen, dass der andere Hund "aggressiv" war, andererseits willst du denn das die andere HH richtige Probleme bekommt, wenn du ihr unterstellt, dass ihr Hund aggresiv ist?

    Hund beißt Hund
    Beißen sich Hunde gegenseitig, so kommt die gesetzliche Tierhalter-Haftpflicht (§ 833 BGB) zur
    Anwendung. Dies bedeutet im Regelfall, dass der eine Hundehalter für die Verletzung
    (Behandlungskosten) am anderen Hund aufkommen muss. War aber der eine Hund angeleint und der
    andere Hund nicht, so gilt ein anderer Haftungsverteilungsmaßstab. In diesem Fall trägt der Halter des
    nicht angeleinten Hundes die Kosten für die tierärztliche Behandlung des anderen Tieres alleine.
    Amtsgericht Frankfurt, Az.: 32 C 4500/94-39

    Quelle: http://www.emsbachdalmis.de/html/p_gericht…nd_um_den_.html

    § 833
    Haftung des Tierhalters

    Wird durch ein Tier ein Mensch getötet oder der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist derjenige, welcher das Tier hält, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. Die Ersatzpflicht tritt nicht ein, wenn der Schaden durch ein Haustier verursacht wird, das dem Beruf, der Erwerbstätigkeit oder dem Unterhalt des Tierhalters zu dienen bestimmt ist, und entweder der Tierhalter bei der Beaufsichtigung des Tieres die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet oder der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden sein würde.

    Quelle: BGB

    Hunde werden im Gesetz als Sache bezeichnet. Generell muss also die andere HH für den Schaden aufkommen, aber du hast grob fahrlässig gehandelt, in dem du deinen Hund ohne Leine, ohne Rückruf(wenn er das überhaupt schon kann), an einen fremden Hund herangelassen hast. Bei grober Fahrlässigkeit kannst du froh sein, wenn du nur 50:50 bekommst.

  • Hallo,
    meine Hündin ist auch letzten Sommer gebissen worden. Ähnlich wie in dem vorliegendem Fall waren beide Hunde ohne Leine und die andere Hündin hat ohne Vorwarnung zugebissen.
    Ich war damals natürlich sehr aufgeregt und wollte erst gar nicht die Adresse der Halterin, sondern schnell in die Tierklinik (meine Hündin musste auch genäht werden, ich war mir nicht sicher ob es weitere innere Verletzungen gab).
    Später war ich froh, dass ich die Adresse der Halterin doch hatte.
    Ihre Haftpflichtversicherung hat den Schaden anstandslos komplett übernommen.
    Ich würde das auf jeden Fall versuchen und mich gar nicht auf einen Leinendiskussion einlassen.
    Ein Hund, der, ohne zu warnen, einfach derart zubeißt, ist vielleicht schon mal auffällig geworden.
    Ich hatte damals auch durchklingen lassen, dass ich eventuell auch das Ordnungsamt informieren könne (heute mein Hund, morgen ein Kind) - hätte ich allerdings nicht gemacht, wäre vermutlich auch sinnlos gewesen. Ich war so unglaublich sauer!
    Man hat ja nicht nur den kranken Hund, man ist ja selber - genauso wie der Hund auch - total traumatisiert.
    Ich brauchte lange Zeit, bis ich mit meinem Hund wieder entspannt Hundebegegnungen erleben konnte (und sie natürlich auch).

    Ich wünsche gute Besserung!!

    Liebe Grüße

  • Zitat

    Hallo,
    meine Hündin ist auch letzten Sommer gebissen worden. Ähnlich wie in dem vorliegendem Fall waren beide Hunde ohne Leine und die andere Hündin hat ohne Vorwarnung zugebissen.

    Wie alt war dein Hund da? 5,5 Monate? Wie war sie trainiert, konnte sie Rückruf etc? Lief dein Hund auf den anderen zu oder kam der andere an? Alles fragen die bei der Versicherung gestellt werden und es kommt auch darauf an, was der andere HH seiner Versicherung meldet.

    Aber wenn die andere schon von 50:50 redet, dann wird sie das auch definitiv ihrer Versicherung so sagen, dann kannst dich entweder auf einen LANGEN Kampf mit Rechtsanwälten einstellen oder du bezahlst die Hälfte einfach selbst, weil es DEINE eigene Schuld ist.

  • Nur weil man nicht gesehen hat, dass der Hund droht, heißt es nicht, dass es keine Drohungen gab. Nicht jeder Hund sendet massive Drohsignale mit Mordsgetöse, viele Hunde komunizieren sehr fein, mit kleinen Gesten und nur weil der übermütige Junghund und der Besitzer der ein paar Meter daneben stand ein feines Lefzenzucken, eine Anspannung der Muskel usw nicht gesehen hat, bedeutet das nicht, dass der andere Hund nicht kommuniziert hat, dass ihm das ganze gegen den Strich geht.

    Und wie schon mehrfach gesagt, lasse ich meinen unangeleinten Hund zu einem fremden Artgenossen, muss ich immer damit rechnen, dass es Knatsch gibt, egal aus welchem Grund.

  • Zitat

    Wie alt war dein Hund da? 5,5 Monate? Wie war sie trainiert, konnte sie Rückruf etc? Lief dein Hund auf den anderen zu oder kam der andere an? Alles fragen die bei der Versicherung gestellt werden und es kommt auch darauf an, was der andere HH seiner Versicherung meldet.

    Die Versicherung hat mir gar keine Fragen gestellt, ich habe der Halterin die Tierarztrechnungen geschickt und die Versicherung hat überwiesen.
    Sicherlich kommt es auch darauf an, was die Halterin bei der Versicherung angibt und dann auch, wieviel Aufwand die Versicherung treiben will.
    Ich war ja selbst überrascht, dass so problemlos gezahlt wurde - hatte ehrlich gesagt nicht mit der vollen Summe gerechnet. Ich fands aber gerecht.

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