Hunde unterfordert?
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Hallo,
ich habe ein kleines Gewissensproblem. Ich habe ja 2 Hunde (fast 4+5 Jahre alt). Beide sind wirklich brav, allerdings haben sie so ihren Dickschädel und sind recht eigenständig. Mein Problem ist, dass ich ständig das Gefühl habe ihnen mehr Action bieten zu müssen. Wir gehen (mittlerweile) 3 Mal täglich raus und das sind regelmäßig zusammen etwa 2-3 Stunde, je nachdem, ob sie laufen wollen oder nicht, in den Ferien und am WE liegen wir eher bei 3-4 Stunden, im Sommer ist es bei Hitze wesentlich weniger, da sie beide dann sofort k.o. sind und nach Hause wollen. Beim Spaziergang ist ausschließlich schnüffeln, markieren, Gras fressen, ggf. mit anderen Hunden spielen angesagt.
So, und nun denke ich mir "Genügt ihnen das? Müssen die nicht noch anderweitig beschäftigt werden?".
Mein Problem ist, dass sie beide irgendwie auf nichts einsteigen, dass ich versuche mit ihnen zu machen. Beim Apportieren läuft der Rüde weg und die Hündin legt sich nach 2 Mal bringen einfach hin....nicht nur draußen, auch drinnen und trotz Futterbeutel. Hundeschule haben wir aufgegeben, da beide einfach keinen Bock hatten und weder Spielzeug noch Fleischwurst gezogen hat. Agility...ja einmal kann man drüberspringen, aber dann hat mans ja schon mal gemacht. Tricks...ich versuche es, aber es endet im "Ich geh dann mal ins Körbchen".
Wir haben nun den Wald für uns entdeckt und sind da nun auch 1-2x wöchentlich on Tour und die beiden rasen durch die Gegend und freuen sich....aber auch da nur schnüffeln oder miteinander spielen.Meint ihr, die beiden sind glücklich? Sie schlafen zu Hause sehr viel. Sie zeigen, wenn sie spazierengehen möchten und auch wohin (bzw. wie lange). Will die Hündin mal mit in den Baumarkt o.ä. steht sie auch parat und wird mitgenommen. Zuhause werden Leckerli geworfen oder versteckt und sie suchen, aber wenn sie keine Lust mehr haben, hören sie eben auf und legen sich hin.
Mein Mann und ich sind selbst sehr ruhig und die Hunde anscheinend auch. Morgens brauchen sie erstmal 5-6 h Schlaf und um 20 Uhr wollen sie schon ins Bett....am liebsten bis morgens um 9. Ich bin ab mittags bei ihnen und wir kuscheln viel bzw. die Hunde auch miteinander.
Was meint ihr? Soll ich sie einfach so lassen oder muss ich ihnen mehr bieten? Mein Verstand sagt "Denen reicht das. Die wollen ihre Ruhe und eben laufen." Aber das schlechte Gewissen lässt mich nicht los.
LG
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Hi,
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Wenn Ihr, Menschen und Hunde, damit glücklich seid?
Die Hunde passen sich an!
Ich habe nicht das Gefühl, das Du unbedingt mehr machen möchtest, sonst würdest Du den Hunden nicht immer ihren Willen lassen.
Bei mir ist es so, wenn "arbeiten" angesagt ist, dann wird es durchgezogen, und nicht:ZitatBeim Apportieren läuft der Rüde weg und die Hündin legt sich nach 2 Mal bringen einfach hin....nicht nur draußen, auch drinnen und trotz Futterbeutel.
Allerdings habe ich auch Schäferhunde, die das brauchen!
Die haben aber gelernt, das ich sage, wann gearbeitet wird, und nicht die Hunde. -
Wir wollten mit unseren Hunden so viel machen. Aber selbst die (verschiedenen) Hundetrainer waren irgendwann ratlos und haben nur gelächelt. Wie soll ich mit meinen Hunden arbeiten, wenn die sofort zum Ausgang laufen, wenn sie mal kurz von der Leine kommen bzw. sich hinlegen oder einfach nur gestreichelt werden wollen? Und ja, du hast recht, wenn du denkst, dass ich meine Hunde eben nicht ziehe, zerre oder sonst was und Halsband bekommen sie auch nicht um. Der Rüde hat Angst, sobald was fliegt, da er früher richtig verdroschen wurde und das Halsband war im Fleisch bereits eingewachsen.
Wir sind sogar getrennt in die HuSchu gegangen, damit sie sich nicht so aufeinander fixieren. Waren mit TH-Hunden dort...alle fanden es klasse und unsere haben blöd geguckt.
Ich haben sogar mit dem Reiten begonnen, damit ich noch eine andere Beschäftigung habe....denn eigentlich sollten es ja die Hunde sein
.Was wäre denn eine Methode, um herauszufinden, obs ihnen reicht oder nicht?
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Zitat
Wir haben nun den Wald für uns entdeckt und sind da nun auch 1-2x wöchentlich on Tour und die beiden rasen durch die Gegend und freuen sich....aber auch da nur schnüffeln oder miteinander spielen.
Vielleicht reicht das schon ?
Du solltest weniger SelbstZweifel haben.Woher kommt dein Gefühl, es " reicht " nicht ? Die Hunde scheinen doch zufrieden zu sein...

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denke auch du solltest zufrieden sein,
freu dich dass du Hunde hast die allein mit dir und normalen Gassigängen zufrieden, ohne dass sie dauernd bespaßt werden wollen...wünsche ich mir auch manchmal
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Woher das kommt? Naja, weil u.a. hier ständig geschrieben wird, was man alles mit dem Hund so macht.
Das einzige, das unsere Tiere einfordern ist langes Gassi Gehen und zwar IMMER...wenns regnet, schneit usw....und da kommt es eben vor, dass man morgens um 7 in den Ferien bereits ne 1,5 Stunden auf dem Feld herumwatschelt.
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Zitat
Und ja, du hast recht, wenn du denkst, dass ich meine Hunde eben nicht ziehe, zerre oder sonst was und Halsband bekommen sie auch nicht um.
Davon war auch nie die Rede!
Beim Üben habe ich immer aufgehört, wenn es am Schönsten war, habe nie etwas solange gemacht, bis die Hunde die Lust verloren haben, dann sind sie beim nächsten Mal umso motivierter!
Und bei Hunden, die das nicht kennen, muss man halt sehr kleinschrittig vorgehen!
Einem Hund, den ich aus dem TH hatte, und der das Spielen nicht kannte, übergewichtig war, weshalb Lecker auch ausfielen, habe ich ein Jahr lang erstmal mühsam das Spielen beigebracht, bevor ich mit der UO anfangen konnte.
Da muss man halt bei jedem Hund sehen, wie kann ich ihn motivieren, was macht ihm Spass, und das kann schon sehr langwierig und mühsam sein, aber die Belohnung, das gemeinsame Arbeiten und vorallem die Bindung, die durch diese intensive Zeit entsteht, ist es allemal wert! -
Ich würde mir da gar keine Gedanken machen. Du schreibst ja, du hast den Hunden durchaus "Angebote" gemacht und sie haben halt signalisiert, dass sie nicht wirklich Lust dazu haben. Damit zeigen sie doch, dass sie es nicht brauchen bzw. auch ohne viel Beschäftigung zufrieden sind
2-3 Stunden Spazieren & Schnüffeln bzw. miteinander spielen sind ja jetzt auch nicht soooo wenig.
Ich sehe auch nicht so wirklich den Sinn darin, den Hunden Beschäftigungen aufzuzwängen, an denen sie nicht interessiert sind.(schlimmer ist es andersrum. Ich hab im Ref gerade nicht wirklich Zeit für meine Hündin; sie kommt eindeutig zu kurz.. sie passt sich zwar an und zeigt sich genügsam, aber wenn ich sehe, mit welchem Feuereifer sie jetzt in den Ferien auf alles anspringt, was ich ihr anbiete, dann tut das irgendwie weh
Sie sollte das immer bekommen, aber ich kann einfach momentan nicht. Ich wäre jedenfalls froh um einen Hund, der seelig und zufrieden mit einfachem Spazieren wäre) -
Hallo lavinia21,
ZitatMein Problem ist, dass ich ständig das Gefühl habe ihnen mehr Action bieten zu müssen. Wir gehen (mittlerweile) 3 Mal täglich raus und das sind regelmäßig zusammen etwa 2-3 Stunde, je nachdem, ob sie laufen wollen oder nicht, in den Ferien und am WE liegen wir eher bei 3-4 Stunden, im Sommer ist es bei Hitze wesentlich weniger, da sie beide dann sofort k.o. sind und nach Hause wollen. Beim Spaziergang ist ausschließlich schnüffeln, markieren, Gras fressen, ggf. mit anderen Hunden spielen angesagt.
Das klingt für mich, als ob Du Dich sehr Deinen Hunden anpasst. Du beschreibst Deine Hunde als eigenständig und dickköpfig. Was für einen Typ Hund hast Du denn? Wenn mir jemand einen Husky so beschreibt, bewerte ich das anders, als wenn mir jemand das über seinen Schäferhund erzählt.
ZitatSo, und nun denke ich mir "Genügt ihnen das? Müssen die nicht noch anderweitig beschäftigt werden?". Mein Problem ist, dass sie beide irgendwie auf nichts einsteigen, dass ich versuche mit ihnen zu machen. Beim Apportieren läuft der Rüde weg und die Hündin legt sich nach 2 Mal bringen einfach hin....nicht nur draußen, auch drinnen und trotz Futterbeutel. Hundeschule haben wir aufgegeben, da beide einfach keinen Bock hatten und weder Spielzeug noch Fleischwurst gezogen hat. Agility...ja einmal kann man drüberspringen, aber dann hat mans ja schon mal gemacht. Tricks...ich versuche es, aber es endet im "Ich geh dann mal ins Körbchen".
Wir haben nun den Wald für uns entdeckt und sind da nun auch 1-2x wöchentlich on Tour und die beiden rasen durch die Gegend und freuen sich....aber auch da nur schnüffeln oder miteinander spielen.Das klingt danach, als hätten Deine Hunde nie gelernt, dass auch Du von Interesse sein könntest und es sich lohnt, wenn man sich mit Dir abgibt. Wie hast Du denn geübt? Waren die Hunde alleine, oder hast Du gleich mit beiden zusammen versucht? Es kann ganz verschiedene Gründe haben, weshalb sich Hunde nicht auf ihren Menschen einlassen wollen und die können von zuviel - oder zu wenig - (Erwartungs-)Druck bis zu zu starker Ablenkung während der Trainingssituation reichen.
Grundsätzlich muss es sich für Deinen Hund natürlich lohnen mit Dir zusammen zu arbeiten. Wenn sein Futter 10 Minuten später sowieso im Napf liegt, ist die Motivation natürlich gering, etwas am bisherigen Verhalten zu ändern. Ich halte das gerade bei neuen oder jungen Hunden sogar so, dass sie sich ihr Futter nur über mich erarbeiten können. In den ersten zwei Monaten sieht bei mir kein neuer Hund einen Futternapf. Wasser steht natürlich jederzeit bereit.
Zitat
Meint ihr, die beiden sind glücklich? Sie schlafen zu Hause sehr viel. Sie zeigen, wenn sie spazierengehen möchten und auch wohin (bzw. wie lange). Will die Hündin mal mit in den Baumarkt o.ä. steht sie auch parat und wird mitgenommen. Zuhause werden Leckerli geworfen oder versteckt und sie suchen, aber wenn sie keine Lust mehr haben, hören sie eben auf und legen sich hin.Glücklich sind Hunde relativ schnell. Dieser Absatz klingt allerdings so, als ob Deine Hunde entscheiden, wann sie wo wie lange hinmöchten und das halte ich für schwierig. Der Satz "will die Hündin mal mit in den Baumarkt" klingt in meinen Ohren auch arg vermenschlichend: woher soll denn Dein Hund wissen wohin die Reise geht? Deine Hunde scheinen bei Dir sämtliche Entscheidungen zu treffen: nicht nur, wann sie spazieren gehen möchten, sondern auch, wie lange sie sich mit Dir abgeben wollen. Versuchst Du vielleicht zu lange mit ihnen zu arbeiten? Und gibt es einen Grund, weshalb sie die Leckerli suchen wollen? Ich frage mich weniger, ob Deine Hunde glücklich sind - die haben ja einander - sondern eher, ob Du es bist? Deine Hunde werden Dich nicht lieber haben, wenn Du ihnen einfach alles gibst, was sie begehren könnten, eher im Gegenteil. Die meisten Hunde sind sehr dankbar, wenn ihnen Grenzen gesetzt werden, denn dann wissen sie, woran sie sind. So lernen sie, dass sie sich im Falle eines Falles auf ihren Menschen verlassen können und werden ihm gerne folgen. Das kann man auf die freundlichste Art und Weise, mit viel Belohnung und Bestätigung machen, dazu braucht es weder laute Worte noch ein aggressives Auftreten.
Ich würde Dir empfehlen, Entscheidungen von nun an wieder häufiger selber zu treffen. Du entscheidest von jetzt an, wann, wie lange und wohin ihr spaziert, wann gespielt wird und wann gefressen.
ZitatWas meint ihr? Soll ich sie einfach so lassen oder muss ich ihnen mehr bieten? Mein Verstand sagt "Denen reicht das. Die wollen ihre Ruhe und eben laufen." Aber das schlechte Gewissen lässt mich nicht los.
Noch mehr laufen? Weshalb denn? Sie scheinen doch zufrieden? Ich frage mich eher, weshalb Du ein schlechtes Gewissen hast. Woher könnte das kommen? Hunden "bietet man nicht mehr", wenn länger mit ihnen rausgeht (und ihnen dann noch eine Mordskondition antrainiert), sondern indem man sich mit ihnen abgibt und sich mit ihnen beschäftigt.
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Erstmal Danke für die Antworten.
Als wir die Hunde (sie kamen nacheinander) kamen, haben wir natürlich einzeln/getrennt trainiert. Allerdings mussten wir bei 0 anfangen, erstmal massive Ängste vor allem abbauen und eben den Alltag trainieren....von Stubenreinheit, über das an der Leine laufen, Leinenaggression/Aggression beim Rüden, Angst vorm Autofahren beim Rüden, Ruhe halten, mit der Katze vertragen, Treppensteigen und eben die Grundkommandos und bei der Hündin das Jagdverhalten.
Ich denke, ich habe eine starke Bindung zu den beiden. Gerade die Hündin hat sich zu Anfang nicht für uns interessiert und ist (wie bisher) ihre eigenen Wege gegangen....was habe ich sie bei Spaziergängen stehen gelassen, mich versteckt, bin abgehaun, nur damit Madame merkt, dass sie mit muss. Das Jagen mussten wir abtrainieren und es klappt auch meist....außer, wenn eben ein Hase im Schnee 1m vor uns herumhüpft :/ . Ber gerade durch ihr kaputtes Beinchen wuchsen wir zusammen. Der Rüde ist anders, aber bei ihm war es eben das aggressive Verhalten ggü. Rüden....auch nicht so toll, aber wir haben es im Griff.
Meine beiden haben einfach null Interesse an Spielzeug, Leckerli...die tollste Belohnung ist es, wenn wir sie knuddeln. Das mit den Leckerli haben wir uns teils selbst zuzuschreiben. Der Rüde nahm draußen alles auf, also haben wir es abtrainiert. Nur ist er jetzt draußen mit allem sehr vorsichtig. Der Hündin ist Essen generell egal.
Ich weiß gar nicht, ob sich hier irgendjemand anpasst. Wir sind so wie immer und außer, dass wir nun viel draußen sind und eben bzgl. der Gassirunden einen Zeitplan haben, hat sich für uns nichts geändert. Es timmt schon, dass die Hunde bestimmen können, ob sie mitwollen oder nicht...sofern es geht und meist dürfen Hunde ja eh nicht mit ins Geschäft. Aber meistens schlafen sie ruhig und seelig und ja, meine Hunde wissen genau, wann es Gassi geht, wann wir Auto fahren oder wann wir einfach nur mal den Müll runter bringen.
Ganz ehrlich: Ich hatte schon x Trainier hier im Haus, weil meine so lahm sind und alle haben nur gelächelt, so nach dem Motto "Sei froh, dass die so ruhig sind".
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