Lucy - Sachen klauen für Aufmerksamkeit?!
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Hallo,
wir haben momentan folgendes Problem, Lucy lebt ja nun noch nicht sehr lange bei uns, aber ich dachte mir, ich gehe das Problem möglichst schnell an, damit sich da nichts festsetzt.
Sie ist ein Hund der sehr viel Zuwendung und Beschäftigung sucht. Sie ist total neugierig und findet quasi ALLES was irgendwo rumliegt und verschleppt werden kann, sie schafft es sogar sich Klamotten aus dem Schrank zu holen.
Momentan sieht es so aus, dass sie sich zwischendurch immerwieder alle möglichen Dinge schnappt, die sie entweder nur verschleppt oder eben auch zerkaut. Das Problem tritt besonders morgens auf, wenn sie wach ist (sie wird immer um viertel nach 6 wach, dann fiept sie kurz und ich lasse sie dann ins Schlafzimmer, in der Regel lege ich mich dann noch etwa eine halbe Stunde hin und gehe dann mit ihr raus, manchmal klappt es auch ganz gut, dass sie sich bei uns im Zimmer auf den Teppich legt und noch etwas döst, aber oft eben auch nicht). Sie holt sich dann eben ein Teil nach dem anderen, ob es einzelne Socken, Schuhe oder Oberteile sind ist völlig egal. Wenn man "Nein" sagt, wenn sie den Gegenstand gerade erst anvisiert hat, hört sie gelegentlich darauf, hat sie allerdings schon etwas geschnappt hilft nur aufstehen und wegnehmen. Ich habe jetzt natürlich das Gefühl, dass sie das nur macht, damit jemand zu ihr kommt und es ihr wegnimmt. Daher habe ich Angst, dass wir das Verhalten noch bestärken, wenn wir jedesmal aufstehen und ihr die Sachen wegnehmen. Denn sobald eine Sache weg ist macht sie sich schon wieder auf die Suche nach der nächsten. Allerdings wollen wir natürlich auch nicht einfach abwarten bis sie die Sachen zerrissen hat.So ich hoffe ihr habt irgendwelche Ideen, wie wir am besten an das Problem herangehen. Falls ich vergessen habe irgendetwas wichtiges zu schildern, sagt es doch einfach :)
Danke!
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Aushungern lassen. Das heißt die Sachen an die sie geht unerreichbar verstauen. Wenn sie Schranktüren öffnen kann, dann so verschließen, dass sie die nicht aufbekommt (gibt zur Not diese Kindersicherungen für Schränke). Solange sie jedesmal Erfolg hat bei der Suche, wird sie es nicht aufhören.
Bei mir persönlich würde es bei einer solchen Zerstörungswut dem betreffenden Hund gegenüber richtig rappeln, sodas dieser mal mitbekommt, dass ich es überhaupt nicht lustig finde. Das wäre mehr als nur ein lasches Nein und Klamotten weg nehmen.
Aber da muss jeder selbst entscheiden, wie streng er mit dem Hund wird. -
Habe hier auch so einen Hund! :)
Aber selbst beigebracht - durch Tauschen in der Welpenzeit.
Da hilft nur - nichts rumliegen lassen!
So ein Hund erzieht zur Ordnung! -
Danke für deine Antwort, ja, wir versuchen auch schon so gut es geht alles wegzuräumen, aber da sie im Grunde ALLES nimmt ist es ziemlich schwierig die ganze Wohnung so umzuräumen, dass sie nirgendwo mehr dran kommt. Unser Schrank hat leider keine richtigen Türen, sondern Schiebegardinen davor.
Wir haben Lucy erst vor einer Woche aus dem Tierheim geholt, daher finde ich es nicht unbedingt optimal es bei ihr "rappeln" zu lassen, da ich nicht durch einen Wutausbruch oder eine zu bedrohliche Verhaltensweise das Vertrauen zerstören möchte, das sie gerade aufbaut. Sicherlich sage ich sehr energisch "nein" versuche dabei möglichst nachdrücklich zu sein und schimpfe auch mal, aber da stellt sie auf Durchzug...
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Ein zuverlässiges "Nein" konditionieren und noch ein anderes Signal, für "absolut tabu", beim Schrank, beispielsweise!
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Ja, da werde ich wohl mit ihr mal ran müssen, hab hier auch schon ein paar Beiträge zum "nein" konditionieren gefunden und werde mich mal durcharbeiten, aber wie genau soll das mit dem absolut tabu funktionieren? Ich muss dieses Kommando dann ja für sie quasi noch "stärker" oder negativer (ich weiß nicht wie man es am besten beschreiben soll) konditionieren. Wie denn das?
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Bei mir ist ein "Nein" ein "nicht jetzt", heißt, etwas was der Hund sonst darf, nur jetzt gerade nicht, und wird dementsprechend "nett" betont.
Ein Tabu ist "Pfui" und wird wie ein Peitschenknall betont, so das der Hund schon bei der Aussprache zusammenzuckt.
Und wird konsequent so geahndet! Zu Zeiten, wo der Hund nicht unter Aufsicht ist, hat er auch keinen Zugang zu Tabu Sachen.
Natürlich muß auch die Belohnung entsprechend sein!
Bei einem "Nein" und Hinwendung zu mir, gibt es ein ruhiges "Prima" + evtl. Lecker, beim "Pfui" und sofortigem Abwenden vom Tabu, gibt es Party + Jackpot. -
Party und Jackpot klingt super
:) Dann werd ich das mal probieren und ich hoffe Madame spielt mit :) Danke für die Anregung. -
Ich habe einen 1,5 Jahre alten Bichon Frise Rüden vor 4 Wochen adoptiert. Obwohl er gut erzogen ist, hat er während der Eingewöhnungsphase auch alles Mögliche geklaut und angeknabbert. Ich habe das Problem folgendermaßen gelöst, denn es war sicher bei ihm , wie vielleicht bei Deiner Hündin auch, nur anfängliche Umstellungs-und Eingewöhnungsschwierigkeiten.
Ich habe ein altes, getragenes T-Shirt von mir in Streifen zerschnitten. Aus diesen Streifen habe ich Zöpfe geflochten. Damit kann er spielen. Kauen oder Zerrspiele oder was auch immer. Diese Zöpfe habe ich in der Wohnung verteilt herum liegen lassen. Nachts hat er sich dann 1 oder 2 davon zusammen gesucht und in sein Körbchen geschleppt. Köpfchen drauf gelegt und dann geschlafen. Teilweise macht er das heute sogar noch so. Aber jedenfalls hat er seitdem nichts anderes mehr geklaut oder angeknabbert. -
Danke für die Idee, auch das werde ich mal versuchen, vielleicht reicht ihr das dann ja wirklich aus.

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