Muskelkater, oder doch was ernstes?

  • Hallo,
    Narthan und ich waren gestern mit einigen anderen Hunden unterwegs. Wir Menschen sind etwa 2 Stunden gemütlich gelaufen, aber Narthan ist ständig vor und zurück, und im Kreis um die ganze Gruppe gerannt. Er hat bestimmt die die 5-fache Strecke zurückgelegt.
    Nach etwa 1,5 Stunden fing er an leicht zu humpeln. Das schob ich auf die Kombination Teer und verheilter Schnitt im Pfotenballen. Ich hab versucht ihn an der Leine ruhig zu halten und auf der Wiese zu führen. Aber das ging nicht lang gut, weil er einfach mittoben wollte und kräftigst zog - die Belastung war also noch mehr als im Freilauf.
    Das Humpeln blieb erstmal bei der gleichen Intensität. Aber nach 30 Minuten Ruhe während der Heimfahrt wusste er kaum die Treppen in die Wohnung zu laufen. Er torkelte ziemlich herum, und hat sich gaaanz langsam auf seine Decke fallen lassen.
    Gestern Abend und heute Morgen musste er Treppen runter und wieder rauf für sein Geschäft. Runter kam er mehrmals ins straucheln, er lief ganz steif. Rauf ließ er sich sehr viel Zeit und hat jede Stufe einzeln unter die Lupe genommen.
    Die meiste Zeit schläft er nun, oder beobachtet uns mit liegendem Kopf.
    Normalerweise verfolgt er uns bei jedem Schritt.

    Ist das nun einfach Muskelkater, weil er sonst nie so lang, so schnell, so viel am Stück läuft?
    Ich hab die Pfoten und Beine nach Verletzungen abgesucht, aber es sieht alles gut aus. Auch der verheilte Schnitt, wo die Haut noch recht dünn ist, ist nicht wieder aufgerissen. Ich hab alles kräftig abgetastet, er scheint keine speziellen Druckschmerzen zu haben.
    Nach menschlichen Standards würde ich wirklich Muskelkater vermuten und ein heißes Bad nehmen.

    Wie lang sollte ich ihm Zeit zum erholen geben?
    Heute gleich wieder einen ruhigen Spaziergang oder erstmal Pause und nur das nötigste erledigen?
    Oder doch zum Doc und ähm, ja was abklären lassen?

    *seufz* Ich mag es garnicht, wenn er so unbeteiligt in der Ecke liegt...

  • Hallo Sarinn,

    wir hatten ein ähnliches Problem. Wir kamen nach Hause und unser Hund lahmte auf einmal. Es wurde einfach nicht besser, bis wir doch zum TA gefahren sind. Es war eine Muskelzerrung und er bekam ein leichtes Schmerzmittel und die Auflage die nächsten 3 Tage Schmerztabletten zu geben und auf das Ballspielen zu verzichten. Er war am selben Tag wieder schmerzfrei und fröhlich und nach den 3 Tagen wieder völlig beschwerdefrei.

    War auf jeden Fall die für den Hund bessere Lösung ihm diese Schmerzmittel verschreiben zu lassen.

    VG, V

  • Das kann wirklich von einem Muskelkater (da wunderts mich nur das der mitten drin anfängt, normalerweise kommt der ja erst nach der Ruhephase), über eine Zerrung, Einriss bis hin zu Gelenkproblemen sein. Ich kenn auch Hunde mit HD, bei denen man eben erst aufgrund dessen draufgekommen ist (also nach langem Spielen/Toben/Spazieren die Unlust, das langsame aufstehen und niederlegen, das steife gehen)

  • Ich hab ihn gerade beim Treppen gehen nochmal genauer beobachtet und festgestellt, dass er vorallem beim auftreten mit den Vorderpfoten auf der unteren Stufe Probleme hat, sowie auf dem rauen Stück Teer vor der Tür.
    Hab mir also seinen Ballen nochmal genauer angeschaut. Beim Ausleuchten mit Taschenlampe kann man am großen Ballen im Zentrum der Pfote, also zwischen den Haaren, kleine wunde Stellen entdecken. Farblich genauso schwarz wie die Ballen, trocken, aber deutlich "anders". Schwer zu beschreiben.
    Beim Versuch Creme aufzutragen hat er die Pfote jaulend weggezogen.
    Hab im Augenblick nur Panthenol da, was wir auch auf den Schnitt aufgetragen hatten. Gibt es noch was anderes und/oder besseres?

  • Wie alt ist denn Dein Hund?

    Vielleicht hat er sich was kleines eingetreten, das Du nicht sehen kannst? Würd dann vielleicht doch mal zum Tierarzt gehen, damit dieser sich die Pfote genauer anschaut.

  • Er ist jetzt 20 Monate alt.

    Vor 1 Monat waren wir beim Doc, weil er sich einen Zehenballen aufgeschnitten hatte. Das ist gerade erst verheilt, die Pfote war 3 Wochen im Schuh, und auf der Seite ist es besonders schlimm.
    Da sonst keiner der Hunde Probleme hatte bin ich nicht auf die Idee gekommen, dass mein Sensibelchen da auch so empfindlich reagiert :( Ich schau mir jetzt die Zwischenräume nochmal an, taste wirklich jeden Millimeter ab und schmier dick Creme drauf.

    Wenn ich morgen wieder zum TA gehe steigt mir der Hund noch aufs Dach. Wir arbeiten zwar an seiner Menschenscheu, aber seine Wehwehchen behindern die Fortschritte doch ordentlich :verzweifelt: Da er bei mir schon die Pfoten wegzieht, wenn ich mit dem Finger in den Zwischenraum komme, wird er beim TA ohne Narkose garnichts machen lassen.

    Immerhin scheint der Muskelkater wieder nachzulassen. Er macht beim Aufstehen keinen Buckel mehr, streckt sich auch wieder und sieht beim laufen entspannter aus. Fiepsen oder Hecheln tut er auch nicht. Wenn nicht alle 4 Pfoten betroffen wären würde er vermutlich auf 3 Beinen hüpfen.

  • Also, beim aufstehen einen Buckel zu machen, deutet ja auf Schmerzen in der Wirbelsäule hin. Das hat unsere in ihrer akuten Phase auch vermehrt gemacht.

    Zur Erklärung, wir haben eine Hündin mit defektem Wachstumsfugen, das erzeugt große Schmerzen und Entzündungen.

    Ich weiß ja nicht, ist das ein großer Hund? Ist man mit 20 Mon. ausgewachsen? Da scheiden sich ja immer so die Geister...

    Ich würds beobachten, und wenn es häufiger vorkommt, oder nicht besser wird, dann würde ich zum TA gehen, glaube nicht dass trockene Pfoten da das Übel sind. Vielleicht hat sie sich beim Toben den Fuß verstaucht.

    Das kann echt so vieles sein.

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